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Burn Stewart Distillers Plc East Kilbride G74 5BU Burn Stewart entstand formell erst im Jahre 1988, obwohl der Name bis in die 40er Jahre des 20. Jahrhunderts zurück datiert. In den Anfängen war Burn Stewart ein Whisky Broker und Whisky Blender in London. Im Jahre 1990 wurde die Brennereien Deanston von Invergordon (heute bei Kyndal) erworben und 1993 kaufte man die Brennerei Tobermory aus einer Konkursmasse auf der Insel Mull hinzu. Die überwiegende Produktion dieser beiden Brennereien und zugekaufter Grain-Whisky wird für die Produktion von Blended Whisky verwendet. Burn Stewart gab für das Jahr 2000 an, 2,5% des weltweiten Scotch Whisky Marktes zu bedienen. Doch die Umsätze und vor allem die Gewinne von Burn Stewart blieben lange Jahre hinter den Erwartungen zurück. Zu stark setzte man auf das Massengeschäft mit Bulk-Whisky und die Belieferung von Supermarktketten. In 1999 erwarb die CL Financial Ltd mit Sitz in Trinidad/West Indies 29% Anteile an Burn Stewart Distillers. Bereits im April 2002 gab CL Financial seine Absicht bekannt, die restlichen Aktien zu übernehmen. Das Angebot an die sich im Streubesitz befindlichen Aktien belief sich auf 75p Cash pro Aktie. Der Gesamtwert von Burn Stewart berechnete sich damit zu GBP48,9m. Wer ist CL Financial? Diese Firma ist eine Holding mit Sitz in Trinidad. Sie ist auch der Eigentümer des bekannten Bitter-Herstellers Angostura mit seinen Rum-Marken. Mit der Übernahme von Burn Stewart werden sämtliche Premium Drinks Aktivitäten von Angostura und Burn Stewart in eine neue Firma mit Namen CL World Brands Ltd mit Sitz in Schottland eingebracht. Die wichtigsten Whisky-Marken von CL World Brands sind:
Kurzfristiges Ziel ist es eine globale Drinks Company mit breitem Angebot zu schaffen, die zu einem späteren Zeitpunkt an der Londoner Börse seinen IPO haben wird. Allgemeine EinschätzungBurn Stewart bewegte sich mit seinen Produkten im Niedrigpreis-Segment und tritt mit seinen Blends (Scottish Leader) gegen die großen bekannten Marken wie Johnnie Walker und Ballantine's an. Die wichtigsten Handelspartner von Burn Stewart sind Supermärkte und deren Handelsketten, die vor allem über den niedrigen Preis verkaufen. Beide Geschäftsbereiche, Noname Whisky und branded Blended Whisky sind seit mehreren Jahren unter starkem preislichen Druck mit rückläufigen Umsatzzahlen. Seit 1999 steuert Burn Stewart gegen diesen Trend. Zuerst wurde der Tobermory von Vatted Malt auf Single Malt umgestellt. Dann wurde die Standardabfüllung im Alter auf 10 Jahre angehoben. Der nur selten produzierte und noch seltener verkaufte Ledaig wird das zweite Standbein der Tobermory Brennerei. Er erweitert die Produktpalette um mehrere rauchige Malt Whiskys. Für die Deanston Malts wurden die Werbeaufwendungen der europäischen Distributoren erhöht. Mit der Übernahme durch CL Financial steigt Burn Stewart in CL World Brands mit seinen Likör, Rum, Wodka und Whisky-Aktivitäten in eine ganz andere Liga auf. Wie Phoenix aus der Asche ist aus einem mit GBP40m Umsatz noch relativ kleinen Whisky-Blender ein weltweit bedeutender Spirituosenkonzern geworden. Besser hätte es für Burn Stewart nicht laufen können. |
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