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| 26. Juni 2003 Arran |
Isle of Arran mit neuen Abfüllungen Die Malt Whisky Brennerei Arran hat die Ausstattung ihrer Single Malt Abfüllung überarbeitet. Wichtigstes äußeres Unterscheidungsmerkmal ist der jetzt blaue Grundton. In der Flasche befindet sich ein nicht kühlgefilterter Malt in der typischen Stärke von 46%. Die Flaschen sollten in den kommenden Wochen auf dem Markt erscheinen. ACHTUNG Sammler! Falls Sie noch keine Original Isle of Arran Abfüllung in der beigen Verpackung besitzen, sollten Sie jetzt zugreifen. Die alten Flaschen sind bald vergriffen und die verbliebenen werden im Preis steigen. Ab September erscheint ein nicht kühlgefilterter Arran Calvados-Wood-Finish mit ebenfalls 46%. |
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18. Juni 2003 Scotsman |
Tullibardine Wiederanlauf steht kurz
bevor Für GBP10m plant ein Konsortium den Wiederanlauf der Brennerei Tullibardine und die Eröffnung eines der größten schottischen Touristen- und Verkaufszentrums mit Namen 'The New House of Bruar' mit insgesamt 120 neuen Arbeitsplätzen. Die Lage des Zentrums an der A9 mit 20.000 passierenden PKWs pro Tag ist ideal. Von der entstehenden Verkaufsfläche sind bereits mehr als 50% vermietet. Hauptmieter wird die Baxter Food Group sein, die neben einem Restaurant auch Verkaufsflächen für Kleidung und Kaschmir Wolle plant. Auch wenn das Zentrum und das Brennerei-Visitor-Center erst im Sommer 2004 eröffnen, wird die Brennerei bereits in den kommenden Monaten anlaufen. Der erste frische Malt ist für 2013 geplant. Es wird berichtet, dass der Kauf der Brennerei von Kyndal nur etwa GBP1,1m gekostet hat. Neue Abfüllungen aus den ebenfalls erworbenen Lagerbeständen sollen die Zwischenzeit bis zum frischen Malt überbrücken. |
| 13. Juni 2003 Handelsblatt |
Stoppt Einwegpfand den Absatz von
Spirituosen-Mischgetränken? Die Einführung des Einwegpfands auf Dosen hat den bereits boomenden Markt der Alkoholmischgetränke (Bacardi Rigo, Smirnoff Ice, etc.) in Deutschland erneut beschleunigt. Statt Pfand für die Dosen der gebeutelten Bierindustrie zu bezahlen, kauft der schnelle Verbraucher Einweg-Glasflaschen mit denen als Malternatives oder Alcopops bezeichneten Getränke. Allein dem Absatz der Rigo und Breezer Limonade mit Rum-Zusatz bescherte der Bacardi GmbH ein Absatzplus von 72% zum abgelaufenen Geschäftsjahr! Das Umschwenken der Verbraucher auf diese Getränke lässt den grünen Umweltminister hellhörig werden. Er erwägt diese Mischgetränke in Zukunft ebenfalls mit dem Einwegpfand zu belegen. |
| 13. Juni 2003 Diageo |
Cardhu steht vor der Umstellung auf
einen Vatted Malt Gut unterrichteten Kreise im Hause Diageo berichten über eine Umstellung bei dem Malt Cardhu. Ab August 2003 wird aus dem Single Malt Cardhu 12J ein Pure Malt Cardhu 12J. Die Bezeichnung 'Pure Malt' in Verbindung mit einem Brennereinamen bedeutet nicht, dass der Malt Whisky nur aus dieser Brennerei stammen muss! Vielmehr steht der Name Cardhu als Markenname, hinter dem sich in Zukunft mit dem Zusatz 'Pure Malt' mehrere Whiskys aus verschiedensten Brennereien verbergen dürfen. Die Umstellung wird durch den Riesenerfolg notwendig. Cardhu gehört zu den am stärksten wachsenden Malt Whisky Marken weltweit. Anstatt die Brennerei Cardhu auszubauen und den Malt zwischenzeitlich zu verknappen, setzt man lieber Malt Whiskys aus geschmacklich sehr ähnlichen Brennereien zu, um die Nachfrage unmittelbar zu befriedigen. Über die beteiligten Brennereien ist nur bekannt geworden, dass sie sich alle in der Speyside befinden. Namen wurden nicht veröffentlicht. |
| 13. Juni 2003 FTD |
Nicht nur Whisky ist im Aufschwung Der weltweit fünftgrößte Spirituosenkonzern Rémy Cointreau hat die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr (bis zum 31.3.2003) bekannt gegeben. Danach stieg der Umsatz um 10% von EUR926m auf EUR1,02Mrd. Gleichzeitig stieg der operative Gewinn auf EUR209m. Besonders gut entwickelte sich der Geschäftsbereich Cognac. Allein in USA konnte Rémy Martin um 7% zulegen. |
| 10. Juni 2003 McTears |
Macallan 60 Jahre versteigert Bereits am 23. April 2003 kam im schottischen Auktionshaus McTears ein Original Macallan 60 Jahre unter den Hammer. Der Zuschlagspreis betrug GBP10.500 und blieb damit unter den Erwartungen, die der Dalmore 62 Jahre im Jahre 2002 mit GBP25.000 geweckt hatte. Derzeit scheint bei den Sammlern das Geld nicht mehr so locker zu sitzen, wie noch im vergangenen Jahr. Selten überschritten auf dieser Auktion von 549 Whiskyflaschen die Bieter den geschätzten Preisrahmen. Oft blieb man sogar deutlich darunter. Da einige Sammler unbedingt verkaufen wollten oder mussten, konnten zahlreiche Schnäppchen erworben werden: Z.B.: Original Macallan 1950 für EUR 300 oder Macallan 1938 G&M zu EUR 685. |
| 7.
Juni 2003 Gordon & MacPhail's |
Benromach mit erstem Malt nach der
Wiedereröffnung Die Benromach Brennerei in Forres, Speyside, Schottland, wurde 1998 durch den unabhängigen Abfüller Gordon & MacPhail wieder eröffnet. Bis auf wenige Teile mussten sie die ganze Brennereiausstattung erneuern. Zu lange hatte die Produktion still gestanden und die war großteils ausgeschlachtet worden. Die Eröffnung erfolgte durch Prinz Charles persönlich. Für das Frühjahr 2004 ist der erste neue Benromach Single Malt aktuell angekündigt worden. Er wird zunächst kein Alter tragen, bis die für Schottland übliche Reifezeit von 10 Jahren erreicht ist. Über die Alkoholstärke ist ebenfalls noch nicht entschieden worden. Der neue Benromach wird einer der wenigen rauchigen Speyside Malts werden. Beträgt der Rauchgehalt bei typischen Speyside Malts zwischen 0 und 3 ppm, so wird Benromach seit der Wiedereröffnung mit 8 bis 10 ppm gebrannt. Das macht den Malt aromatischer und intensiver, was dem aktuellen Trend im Single Malt entgegen kommt. Von 30 bis 40 ppm der Islay Malts bleibt man weit entfernt, auch wenn man bei Benromach ebenfalls mit viel höheren Rauchgehalten bei kleinen Mengen experimentiert. |
| 7.
Juni 2003 Gordon & MacPhail's |
Gordon & MacPhail erneutert
Connoisseurs Choice Serie Die Connoisseurs Choice Serie von Gordon & MacPhail war weltweit die erste Großserie lang gereifter, unabhängiger Single Malt Abfüllungen. Der Sohn des Firmenmitbegründers George Urquhart führte sie vor rund 40 Jahren im Markt ein. Der Markt folgte in den kommenden Jahrzehnten. Um 1996 wurde das Erscheinungsbild der Flaschen etwas modernisiert. Im Gespräch mit The Whisky Store gab der Enkel des Firmengründers Michael G C Urquhart seine Pläne mit der 'neuen' Connoisseurs Choice Serie bekannt. Details: Abkehr von den starren 40% Abfüllstärke aus der Vergangenheit. Vielmehr wird die Alkoholstärke passend zu jeweiligem Malt auf 40, 43 oder 46% eingestellt. Ebenfalls schrittweise Abkehr von der Verwendung von Farbe. Dieser Trend ist bei G&M bereits seit mehreren Jahren mehr und mehr zu erkennen. Mit den neuen Abfüllungen wird sich dieser Trend weiter verstärken. Umstellung der Abfüllung auf Korken - statt Metall-Schraubverschluss. Über den Verzicht der Kühlfilterung ist noch nicht endgültig entschieden worden. The Whisky Store konnte bereits einen der neuen sherryfass gereiften Teaninich mit 46% probieren, der neben einem Fettercairn mit 46% zu den ersten neu erscheinenden Malts gehören wird. Im Gegensatz zur Knappheit älterer Fässer im Markt hat die letzte Generation der Firmenbesitzer bei G&M in weiser Voraussicht viele Fässer zur Seite gelegt, die in den eigenen Lagerhäusern und in den Brennereien lagern. Mehr als 15.000 Fässer mit steigender Tendenz zählt der aktuelle Bestand. |
| 24.
Mai 2003 Financial Times |
Whisky-Insider Geschäfte bei der
WestLB? Robin Sanders, Leiterin der Principal Finance Abteilung bei der WestLB, ist in die Schlagzeilen geraten, da sie sich bei der Abwicklung des GBP208m Kyndal Management Buy-outs, selbst 40.000 Aktien zu 1 Pence das Stück gekauft hat. Die Vorgehensweise wurde an anderen Unternehmen bereits mehrfach erfolgreich angewandt. So konnte Sanders an der Swan Capital Group 92.500 Aktien für insgesamt GBP925 erwerben, die heute auf einen Wert von GBP9,4m geschätzt werden. Das gleiche System wurde ebenfalls bei Kyndal angewandt. Veröffentlicht sind Zahlen nach denen Sanders 40.000 Kyndal Aktien für GBP400 (1p pro Aktie) erworben hat. In wenigen Jahren, nach vollständiger Abwicklung der Management Buy-out Transaktion und Abwicklung der Sicherheiten der WestLB, wird Ms Sanders und 5 weitere Kollegen 40% der Anteile an Kyndal halten. Das ist nicht weiter verwerflich. Das Risiko des Scheiterns eines Management Buy-outs ist nicht unerheblich. Jedoch muss die Frage gestellt werden, warum 25% der Aktien an Mitarbeiter im gleichen Zeitraum zum 400-fachen des Preises verkauft wurden, den die Manager der WestLB dafür bezahlten. Auch muss die Frage gestellt werden, ob die Manager, die den Whisky-Deal bei der WestLB abwickelten, nicht ihre eigenen Interessen mit denen des Kunden und des Arbeitgebers vermischt haben. Und letztendlich stellt sich die moralische Frage, ob angestellte Manager, die über einige 10 Monate einen Deal vorbereiten, letztendlich für ein Butterbrot mit 40% der Aktien eines Unternehmens mit 700 Mitarbeitern belohnt werden dürfen? |
| 22.
Mai 2003 Financial Times |
Bronfman bietet für Mediensparte von
Vivendi Die kanadische Familie Bronfman und der Name Seagrams standen für fast 100 Jahre gemeinsam für amerikanischen und schottischen Whisky. Die Bronfmans kauften ab 1919 ein Whisky-Imperium zusammen, das von kanadischem Whisky über Chivas Regal bis hin zu hochwertigen Malt Whiskys reichte. Bis 1997 waren sie sogar der größte Whisky-Konzern der Welt. Doch die Bronfmans (Edgar Jr. und Edgar Sr.) wollten noch mehr. Unter der Flagge des Entertainments wollten sie ihre Kunden nicht nur mit Whisky sondern auch mit Medieninhalten unterhalten und so kauften sie mit Universal Music (U2, Eminem, ...) und Polygram den weltgrößten Musikkonzern zusammen. Doch die Rechnung ging nicht auf. Sie wurden der Schulden nicht mehr Herr und schafften es, alles zu hohen Preisen an den französischen Konzern Vivendi zu verkaufen. Auch für den war der Happen zu groß und die Whisky-Sparte ging an Pernod Ricard und Diageo. Der letzte Akt ist jedoch noch nicht vorüber. Die ins Taumeln geratene Vivendi wird sich von einigen Medien-Unternehmen, darunter auch die Universal Music & Studios trennen müssen. Die Auktion ist im Gange und wer hat ein Gebot für die Mediensparte abgegeben? Natürlich Edgar Bronfman, der mit diesem Deal versucht, wieder die Kontrolle an den ehemals so wertvollen Firmen zu bekommen und den Kreis, jetzt schulden- und whiskyfrei, wieder zu schließen. |
| 12.
Mai 2003 The Scotsman |
Glencadam vor Wiedereröffnung Die große Brennerei Glencadam wurde im Jahr 2000 von Allied Domecq Plc aus Überproduktionsgründen geschlossen. Mit Angus Dundee Distillers Plc, einer im Privatbesitz befindlichen Londoner Firma, hat sich jetzt ein Käufer gefunden. Die Pläne von Angus Dundee beinhalten einen schnellen Wiederanlauf von Glencadam und die Schaffung neuer Arbeitsplätze in Brechin. Angus Dundee fiel bereits im Jahr 2000 in der Malt Whisky Industrie auf, als man die Tomintoul Brennerei von Fortune Brands erwarb. |
| 5. Mai 2003 Allied Domecq |
Allied Domecq investiert in Schottland Philip Bowman, der CEO von Allied Domecq Plc, gab bekannt, dass sie GBP22m über die kommenden 18 Monate in ihre schottischen Werke stecken. Für GBP12m werden zwei weitere Whisky-Abfüllstraßen in Dumbarton errichtet, die bis zu 10 Flaschen pro Sekunde abfüllen. Weitere GBP5m fließen in die Ausrüstung der Glenburgie Brennerei in der Nähe von Forres. |
| Mai 2003 LaGuardia |
400.000 Miniaturen gestohlen Wie die Verwaltung des New Yorker Flughafens LaGuardia bekannt gab, haben 11 Mitarbeiter der Lufthansa Service Gesellschaft SkyChefs Inc. Dewar's Scotch Whisky- und andere Spirituosen-Miniaturen im Wert von $1,5m im vergangenen Jahr gestohlen. Die Miniaturen wurden an umliegende Liquor Stores verkauft. Die Angeklagten müssen sich wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung und schweren Diebstahls verantworten, was mit Haft bis zu 7 Jahren geahndet wird. |
| 24. April 2003 AWI |
Irland erhöht Alkoholsteuern Traditionell hält Irland die Alkoholsteuer für seine 'durstigen' Einwohner auf nahezu Rekordniveau. Während die Schweizer und mehrere andere europäische Staaten die Alkoholsteuer gesenkt haben bzw. dies noch für dieses Jahr vorhaben, schließt sich Irland den Niederländern an und hat die Alkoholsteuer zum 1.1.2003 von 27,61 EUR/Liter purem Alkohol auf 39,25 EUR/Liter Alkohol heraufgesetzt. Bei 21% Mehrwertsteuer entspricht dies einem Steueranteil auf einer 25 Euro teuren 0,7 Liter Whiskeyflasche mit 40 Vol.% von 61,3% (MwSt. = 4,34 EUR, Alk.Steuer = 10,99 EUR). Reisende nach Irland sollten heimische mit irischen Whiskey-Preisen unbedingt vergleichen, da die deutschen MwSt. nur 16% und die Alkoholsteuer nur 13,03 EUR/Liter purem Alkohol beträgt. |
| 18. April 2003 Signatory |
Rauchige Malts von 'nichtrauchigen'
Brennereien Die Brennereien Edradour, Springbank und Bruichladdich sind für ihre Malt Whiskys berühmt, deren Malz ohne den Einsatz von Torffeuer gedarrt wurde. Springbank produziert bereits seit Jahrzehnten den Malt Longrow, der für Springbank ganz untypisch einen sehr hohen Rauchgehalt aufweist. In einer Blindverkostung denkt man zunächst an einen Ardbeg oder Lagavulin. Im vergangenen Jahr hat Bruichladdich, die traditionell ohne Rauch brennen, mit Port Charlotte und Octomore rauchige Malts in seinen Fässern lagern. Heute gab Andrew Symington von Edradour bekannt, für die kommenden 10 Wochen 10.000 Liter eines stark rauchigen Malts mit Namen Ballechin zu produzieren. Der Name stammt von der alten, nicht weit entfernten gleichnamigen Brennerei, die in den Jahren 1818 bis 1927 jährlich bis zu 45.000 Liter Whisky herstellte. Bis auf den Longrow, der bereits heute erhältlich ist, müssen wir uns noch etwa 10 Jahre gedulden, bis diese neuen, rauchigen Malts ihre Reife erlangt haben. |
| 16. April 2003 MacLeod |
Glengoyne und Langs mit neuem
Eigentümer Der unabhängige Abfüller Ian MacLeod & Co, bekannt durch seine Chieftain's Choice Serie, ist zum Brennerei-Besitzer aufgestiegen. Neben der Malt Whisky Brennerei Glengoyne verkaufte der ehemalige Eigentümer Edrington ebenfalls die Blended Whiskys der Marke Langs. Der Kaufpreis für die Brennerei und die Markennamen soll um GBP8m betragen haben. Edrington blieb damit weit hinter seinen Verkaufspreis-Erwartungen zurück. Ursprünglich wollte man GBP40m Erlöse für Glengoyne, Langs, Bunnahabhain und Black Bottle erzielen. Ian MacLeod ist damit ein weiterer unabhängiger Abfüller, der sich mit einer eigenen Brennerei und Blended Whiskys auf mehrere Standbeine stellt. Zuvor wurden bereits der Blend Hersteller Hedges & Butler und Watson's Rum erworben. Edrington hat damit einen weiteren Schritt in Richtung Konzentration auf seine Kernmarken vollführt. Zu Arbeitsplatzverlusten unter den jetzt 150 Mitarbeitern von Ian MacLeod & Co soll es nicht kommen. |
| 11. April 2003 Handelsblatt |
Seagram Photo Collection kommt unter
den Hammer Der Spirituosen- und Medienkonzern Seagram ist endgültig zerschlagen. Diageo und Pernod Ricard teilten sich die Spirituosen-Sparte. Doch auch im Medien-Umfeld ist das Ende in Sicht. Vivendi, der wenig glückliche französische Käufer, trennt sich Stück für Stück von den Überresten. Am 25. und 26. 4 versteigert das Auktionshaus Philips, de Pury und Luxembourg in New York die berühmte Seagram Fotosammlung in 350 Losen. Die Sammlung enthält berühmte amerikanische Werke des 20. Jahrhunderts. Die Sammlung wird auf US$1,8m - 2,7m geschätzt. |
| 11. April 2003 Edrington |
Bunnahabhain und Black Bottle finden
Käufer Edrington, Schottlands bedeutender, unabhängiger Whisky-Produzent (Highland Park, Macallan, Famous Grouse, Cutty Sark) hat nach monatelangem Tauziehen seine Islay-Brennerei Bunnahabhain verkauft. Mit einbezogen in den Verkauf war auch einer der berühmtesten Islay-Blends Black Bottle. Mit dem Verkauf wechseln auch ausreichend große Lagerbestände und 15 Personen die Gehaltslisten. Zu Arbeitsplatzverlusten wird es vermutlich nicht kommen, da der neue Käufer Burn Stewart (im Besitz von CL Financial), die eingemottete Brennerei wohl wieder anlaufen lassen wird. Über den Verkaufspreis wurde nichts verlautbart. Die Branche munkelt über GBP12Mio. Verkaufspreis. |
| 4. April 2003 Macallan |
Macallan 60 Jahre kommt unter den
Hammer McTears, das berühmte Whisky-Auktionshaus in Glasgow, versteigert eine 60 jährige Macallan Malt Whisky Flasche. Die Versteigerung findet am 23. April 2003 um 10:30 Uhr statt. Am Tag vorher kann die Flasche zwischen 10:00 und 17:00 Uhr besichtigt werden. Ob diese Flasche den derzeitigen Preis-Rekord des Dalmore 62 Jahre mit GBP 25.877,50 brechen wird? |
| 3. April 2003 Handelsblatt |
Deutsche Schnapsbrenner müssen auf
Subventionen verzichten Seit 1919 regelt das deutsche Branntwein-Monopol den Umgang mit erzeugtem Alkohol. Danach kauft die Monopol-Behörde sämtlichen im Rahmen der Lizenzen erzeugten Alkohol von den Herstellern auf. Was sie Hersteller absetzen können, kaufen sie vom Staat zurück. Das Risiko über die Restmenge liegt beim Staat. Nach einer aktuellen Einigung mit der EU wird das Subventionsniveau ab 2010 in einer 3 bis 4-jährigen Übergangsfrist auf Null herunter gefahren. Auf EUR100Mio. schätzt man den jährlichen Subventionsabbau bei den deutschen Kartoffel-, Getreide- und Kernobstbrennern. |
| 28. März 2003 Handelsblatt |
Deutsche Tochter von Pernod Ricard
plant größeren Absatz Aktuell gab Pernod Ricard Deutschland seine Geschäftszahlen für 2002 bekannt. Mit 27 Mio. abgesetzten Flaschen setzte man 45% mehr ab als in 2001. Der Umsatz stieg auf EUR242m. Hauptmotor des Wachstums waren die durch die Zerschlagung von Seagram's übernommenen Marken. Die französische Mutter hat die Übernahme der Seagram's Marken erfolgreich gemeistert und konnte im Umsatz um 6% auf EUR4,8Mrd. zulegen. Der Nettogewinn stieg um 15% auf EUR413Mio.. Wie fast alle anderen großen Konzerne will auch Pernod derzeit keine Prognose für die Zukunft abgeben. In Deutschland liegt man unverändert bei 45% Umsatzplus. Mit den aktuellen Preissteigerungen von 5 bis 8% in Deutschland sollte sich der Nettogewinn darüber hinaus deutlich erhöhen. |
| 28. März 2003 SWA |
Schottische Malt Whisky Exporte
steigen um 10% Der Export schottischen Whisky brach die magische Marke von GBP2Mrd. (EUR2,9Mrd.) im 10. aufeinander folgenden Jahr. Das Jahr 2002 war das drittbeste der schottischen Whisky-Industrie, gab die Scotch Whisky Association bekannt. Whisky im Wert von nahezu GBP2,3Mrd. (EUR3,4Mrd.) wurde in 200 Länder der Welt exportiert. Besonders stark stieg der Export von Malt-Whisky, der um 9,3% auf 46,5 Mio. Flaschen anstieg. Der Wert der exportierten Malt Whisky Flaschen stieg um 11% auf GBP268Mio (EUR391Mio.). Ein Wermutstropfen trübt die glänzende Bilanz. Wurden im Jahr 2001 noch über eine Milliarde Whiskyflaschen exportiert, sank der Export in 2002 um 6,9% auf 943,4 Mio. Flaschen. |
| 27. März 2003 Allied Domecq |
Tormore wieder mit Originalabfüllung Tormore, eine der schönsten Brennereien Schottlands, bietet wieder eine Originalabfüllung an. Nachdem der alte 10-jährige seit vielen Jahren im Handel nicht mehr erhältlich war, hat man jetzt einen neuen 12-jährigen aufgelegt. Er ergänzt die Malt Heritage Collection von Allied Domecq, bestehend aus Laphroaig 10J, Scapa 12J und The Glendronach 15J im geschmacklichen Mittelfeld der Speyside. Tormore ist eine der jüngsten Brennereien in der Speyside und wurde erst 1957 bis 1959 in einem klassischen Stil errichtet. |
| 26. März 2003 The Scotsman |
Bunnahabhain vor der Übernahme? Die Islay Brennerei Bunnahabhain scheint Ziel von Übernahmebemühungen der CL Financial Ltd zu sein. CL Financial hatte erst im Dezember 2002 die Mehrheit an Burn Stewart Distillers (Tobermory, Ledaig, Deanston) übernommen. Bunnahabhain befindet sich derzeit im gemeinsamen Besitz der Edrington Group (Famous Grouse, Cutty Sark, Macallan, Highland Park) und Wm. Grant (Glenfiddich, Balvenie). Wie im August 2002, als Wm. Grant versuchte die Brennerei zu 100% zu übernehmen, wird derzeit wieder über einen Preis von GBP10m (EUR14,6m) gesprochen. In diesem Preis soll der Blend Black Bottle enthalten sein, der CL Financial die Kontrolle über einen Premium Blend mit weltweitem Potenzial gäbe. |
| 26. März 2003 Sazerac |
Angespannte Versorgungslage bei
Sazerac beginnen sich zu entspannen Die Firma Sazerac steht für Bourbon und Rye Whiskeys höchster Qualität. Von den Lieferengpässen sind Sazerac Rye und Eagle Rare nicht mehr betroffen! Einzig der hochprämierte George T. Stagg ist derzeit knapp. |
| 25. März 2003 Scotsman, Kyndal |
Whisky-Brennereien stehen zum Verkauf Seit mehreren Jahren stellen sich die großen Whisky-Produzenten in Schottland neu auf. Brennereien werden modernisiert, Überkapazitäten werden stillgelegt und nicht passende Brennereien werden letztendlich verkauft. Aktuell stehen fünf Malt Whisky Brennereien zum Verkauf. Nachdem Pernod Ricard große Teile von Seagram's übernommen und eingegliedert hat, wurden im Oktober 2002 mit Allt A'Bhainne, Benriach, Braeval und Caperdonich vier Brennereien wegen Überkapazitäten eingemottet. Jetzt wurde konzernintern entschieden, die Brennereien nicht nur einzumotten, sondern komplett zu verkaufen. Es gibt Interessenten, aber die gebotenen Preise erreichen noch nicht die von Pernod gewünschte Höhe. Dieser Verkaufs-Prozess kann sehr lange dauern, wie es das Beispiel Tullibardine zeigt. Seit Ende 2001 versucht Kyndal diese Brennerei zu verkaufen. Über den Status der Verkaufsverhandlungen hüllt sich Kyndal in Schweigen. |
| 21. März 2003 |
Bringt der Golfkrieg die
Spirituosen-Konzerne unter Druck? Nicht nur Whisky, Wodka und Rum bestimmt das Wohl und Wehe der großen Spirituosen-Konzerne. Seit Jahren wächst der Umsatz mit Wein in den großen Konzernen. Frankreich als eines der größten Wein, Cognac und Schaumwein produzierenden Länder und die USA als einer der größten Importeure bergen durch die aktuellen, politischen Differenzen Umsatzrisiken, die bislang noch nicht abzusehen sind. Wird ein Boykott französischer Produkte durch Amerikaner und Briten Auswirkungen auf die großen Konzerne haben? Im Fokus der Börsenanalysten steht aktuell der französische Konzern Pernod Ricard, dessen Managing Direktor Pierre Pringuet anlässlich der Vorstellung der hervorragenden Zahlen aus dem vergangenen Jahr, sich trotzdem nicht auf eine Voraussage einlassen wollte. |
| 20. März 2003 Financial Times |
Diageo nimmt Milliarden-Anleihe auf Die aktuelle Börsenflaute zwingt die großen Unternehmen alternative Finanzierungsquellen zu erschließen. Aktuell legte Diageo eine fünfjährige $1Mrd. Anleihe auf. Man entschied sich für eine US$-Anleihe, da die Zinsen in den USA derzeit auf einem Minimum angekommen sind. Der Zins beträgt 3,375% mit halbjährigem Coupon und 99,25 Ausgabe bei 0,3% Gebühren. Die Nachfrage war hoch und die Anleihe wurde kurzfristig überzeichnet. Zu den ausgebenden Banken gehörten neben Credit Suisse First Boston auch die Deutsche Bank. |
| 19.
März 2003 Pernod Ricard |
Pernod Ricard mit Gewinnsprung Der drittgrößte Spirituosenkonzern der Welt nach Diageo und Allied Domecq gab aktuell seine Zahlen für das vergangene Jahr bekannt. Nach einer erfolgreichen Integration des Seagram's Geschäfts konnte der Gewinn aus dem Spirituosen- und Weingeschäft auf Rekordhöhe von EUR 710m gesteigert werden. Dies entspricht einem Gewinnwachstum von 106%. Der Umsatz stieg durch die Integration von Seagram's von EUR 2 Mrd. auf EUR 3,4 Mrd.. Doch auch ein organisches Wachstum in den alten Pernod Ricard Marken sorgte für einen Umsatzanstieg von 7,5% und eine Gewinnsteigerung von 4,5%. Bemerkenswert sind die hohen Werbeausgaben in Höhe von 21,4% des Verkaufsvolumens. |
| Feb. 2003 Drinks Intl. |
Jim Beam füllt das 9-millionste Fass
ab Jim Beam ist mit über 61 Millionen verkaufter Flaschen der meistverkaufte Bourbon weltweit. In den vergangenen drei Jahren wuchs der Absatz stetig um mehr als 15% pro Jahr. Amerikanische Firmen rechnen ihren Gewinn in Quartalen. Jim Beam ist stolz darauf, dass seit 51 Quartalen (12,75 Jahre) der Gewinn in Folge gestiegen ist. Aktuell wurde in der Brennerei Clermont in Kentucky das 9-millionste Fass abgefüllt. |
| Feb. 2003 Drinks Intl. |
Brown-Forman künftig ohne
Familien-Mitglied in der Firmenleitung? Senior Vice President W. L. Lyons Brown (42) zieht sich aktuell aus der Firmenleitung von Brown-Forman (Jack Daniel's, Woodford Reserve) zurück. Der Schritt erfolgt überraschend, da Jedermann davon ausging, dass Brown Nachfolger des bald in Pension gehenden Präsidenten William Street würde. Oberster Firmenchef und CEO ist derzeit Owsley Brown II (59), für den derzeit kein Nachfolger aus der eigenen Familie in Sicht ist. Sechs weitere Brown-Familienmitglieder sind derzeit im Unternehmen beschäftigt. Davon ist aber keiner in einer Position, die ihn als Nachfolger von William Street oder Owsley Brown prädestinieren würde. |
| 25. Feb. 2003 Savioz |
Whisky-Reifung bald in eckigen
Holzcontainern? Whisky- und Weinfässer werden seit Jahrhunderten durch Metallreifen in ihrer runden Form zusammen gehalten. Diese Konstruktionsart hat zahlreiche Nachteile: Hohe Herstellkosten, wackliger Transport, Platzverschwendung bei der Lagerung und schwierige Reparatur sind die wichtigsten. Das Liechtensteiner Unternehmen Savioz (www.Cybox.ch) hat einen revolutionären eckigen Holzcontainer entwickelt und von USA bis Australien zum Patent angemeldet. In Spanien und Frankreich wird dieser Behälter bereits in der Barrique-Wein-Reifung verwendet. Der Holzcontainer ist preiswert in der Herstellung, einfach zu transportieren, Verschwendet keinen Platz, lässt sich leicht ohne Schrauben oder Nägel montieren und wieder zerlegen und lässt sich entleeren ohne mit einem Bung (Verschluss) zu hantieren. Sogar die thermische Aktivierung ist im zerlegten Zustand einfach durchzuführen. Ob der revolutionäre Behälter sich durchsetzen wird? Die finanziellen Vorteile sind groß. Zweifel bleiben aber angebracht. Wird der Whisky so schmecken wie früher? Was macht man mit Millionen alter Fässer, für deren Wiederaufarbeitung teure Maschinen angeschafft wurden. Und was sagt vor allem der Genießer, der klassische Fässer sicherlich eckige Holzkästen vorzieht? Trotz allen Zweifeln werden derzeit die ersten Kontakte mit der schottischen Whisky-Industrie aufgenommen. |
| 21.
Feb. 2003 Financial Times |
Diageo weiter auf Wachstumspfad Trotz aktuell hohen Verlusten aus dem Verkauf von Burger King konnte Diageo im Kerngeschäft weiter wachsen. Durch den Preiskrieg zwischen McDonald's und Burger King sank der Verkaufs-Erlös für Burger King und führte zu einem Einmal-Verlust von GBP1,4Mrd.. Im Spirituosenbereich stieg der Gewinn um 5,1% auf GBP1,3Mrd. bei einem Umsatzwachstum von 4%. In Summe schließt Diageo mit einem Verlust von GBP208Mio. im zweiten Halbjahr 2002. |
| 24.
Jan. 2003 Diageo |
Diageo
veröffentlicht neue Rare Malts
Aktuell gab Diageo die neuesten Rare Malts Selection Abfüllungen bekannt, die im Herbst 2003 erscheinen werden:
Brora 20J-1982 Die Flaschen sollen, so gab der Hersteller bekannt, noch vor Weihnachten 2003 verfügbar sein. Im Herbst 2003 bzw. Februar 2004 werden dann wieder fünf neue Original-Abfüllungen auf dem Markt erscheinen. Dies sind: Port Ellen 24J-1979, Brora 30J, Talisker 20J, Cragganmore 29J und Dalwhinnie 29J. |
| 22. Jan. 2003 Springbank |
Springbank feiert Jubiläum mit neuen
Abfüllungen Die berühmte Brennerei Springbank in Campbeltown feiert in diesem Jahr seinen 175. Geburtstag. Zu diesem Jubiläum ist ein neuer 12-jähriger Single Malt angekündigt. Ebenfalls im April erscheint ein 1989 Port Wood Finish in Cask Strength. Neben diesen beiden Flaschen wird für Juni 2003 der Longrow 1993 aus der gleichen Brennerei erwartet. |
| 14. Jan. 2003 Rosebank |
Keine Wiedereröffnung von Rosebank Die Gerüchte über eine Wiederinbetriebnahme von Rosebank wollten in den beiden vergangenen Jahren nicht verstummen. Insgeheim hoffte die Malt Whisky Gemeinde, dass sich im Trend der Brennerei-Neugründungen (Glengyle etc.), auch eine Chance für Rosebank böte. Die Rosebank Brennerei wurde 1993 eingemottet und die Lagerhäuser am Forth und Clyde Kanal zu einem Restaurant umgebaut. Der Immobilienwert der Lagerhäuser überstieg die Whisky Bedeutung bei weitem. Jetzt steht das Ende der Brennerei-Gebäude wohl auch fest. Sie sollen einem Apartment-Komplex im Wert von GBP5m (EUR7,8m) weichen. Die gute Lage der Brennerei-Gebäude auf der anderen Seite des Kanals hat erneut den Grundstückswert in dieser Kernregion Schottlands über den Whisky-Wert steigen lassen. Das gleiche Los traf bereits vor fast 10 Jahren die nicht weit entfernt gelegene St. Magdalene Brennerei. |
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