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| 20.6.2004 Bacardi |
Bacardi kauft Grey Goose Die Gerüchte in der Branche waren richtig. Heute gab Bacardi bekannt, dass man den französischen Wodka-Hersteller Grey Goose gekauft habe. Der genaue Kaufpreis wurde nicht veröffentlicht. Die Branche spricht jedoch von US$2Mrd. Auch wenn die Absatzzahlen von Grey Goose um 20% pro Jahr steigen, so muss die Frage erlaubt sein, ob sich mit Wodkaflaschen zu einem Preis von US$27-28 pro Flasche ein nachhaltiges Geschäft aufbauen lässt. Grey Goose ist derzeit ein Szene In-Getränk, ähnlich den teuren Cognacs bei den Rappern. Da Wodka sehr hoch destilliert wird, ist der Eigengeschmack eines Wodkas weitaus geringer, als z.B. bei einem Malt Whisky. Der Absatz von Wodka wird deshalb hauptsächlich vom emotionalen Nutzen, den die Käufer dieser Marke erwerben, getragen. |
| 17.6.2004 Bacardi |
Bacardi geht Einkaufen Auch wenn Bacardis Gewinn aktuell um 21% fielen, so haben sie im ersten Quartal immer noch eine Spitzensumme von US$331m verdient. Der Rückgang wird vor allem dem schwächelnden RTD (Ready to Drink) Segment zugeschrieben. In letzter Zeit sprechen Gerüchte immer öfter von einer drohenden Übernahme von Bacardi durch den Rivalen Allied Domecq. Wer immer diese Gerüchte streut - sie sind sehr leicht zu wiederlegen. Bacardi ist ein weitgestreutes Familienunternehmen. Die Aktionäre haben sich mit Mühe darauf einigen können, sogenannte B Shares, das sind nicht stimmberechtigte Aktien, in der Zukunft am Markt anzubieten. Was hätte Allied Domecq schon davon, eine Tranche von diesen Aktien zu erwerben? Einen Einfluss auf Bacardi hätten sie damit nicht. Eher tilgt man mit dem eigenen Geld seine eigenen Schulden, bevor man nicht stimmberechtigte Aktien erwirbt. Alle Aktionen von Bacardi deuten in eine ganz andere Richtung. Durch die Ausgabe von Aktien möchte man sich billiges Geld sichern (billig im Gegensatz zu teuren Krediten), um seine eigene Expansion zum umfassenden, globalen Spirituosenkonzern zu finanzieren. Derzeit steht Bacardi in den Abschlussverhandlungen zum Kauf des französischen Wodka-Herstellers Grey Goose, von dem immerhin das Äquivalent von 6,5 Mio. 0,7 Liter Flaschen in 2004 verkauft werden. |
| 17.6.2004 Glen Scotia |
Glen Scotia steht zum Verkauf Ganz heimlich und überraschend ist neben dem Tor der Campbeltown Brennerei Glen Scotia zu lesen: "Zu Verkaufen". Das diese Offerte nicht in der Branche, sondern vielmehr lokal geschieht, verwundert. Kaufte ein lokal Ansässiger die Brennerei, würden die Gebäude vermutlich ihre Bestimmung verlieren und die Brennerei würde auf immer geschlossen. Es wäre jammerschade um diesen intensiven aber nicht rauchigen Campbeltown Malt. |
| 15.6.2004 Dalmore |
Dalmore eröffnet neues Visitor Center Die malerisch am Wasser des Cromarty Firth liegende Brennerei Dalmore hat am 5.6.2004 sein neues Visitor Center eröffnet. Das Besucherzentrum liegt ganz im Trend und enthält neben dem üblichen Shop auch Einblicke in die Geschichte Dalmores, einen Tasting Raum und eine gut bestückte Bar. Das Visitor Center ist Mo-Fr von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Die letzte Distillery Tour startet um 16 Uhr. Besichtigungen am Wochenende sind nur nach telefonischer Voranmeldung möglich. |
| 13.6.2004 Wild Turkey |
Pernod Ricard Deutschland bereinigt
Programm Der bekannte amerikanische Bourbon Wild Turkey wird ab sofort nicht mehr von Pernod Ricard in Deutschland vertrieben. Es wird in Zukunft also schwieriger werden, diesen vollmundigen, kräftigen Kentucky Straight Bourbon in Deutschland vorzufinden. Was Pernod Ricard zu diesem Schritt bewogen hat, ist nicht bekannt. Erst im vergangenen Jahr wurde die amerikanische Austin Nichols, der Eigentümer der Wild Turkey Brennerei in Lawrenceburg, Kentucky und 100% Tochter von Pernod Ricard in das Mutter-Unternehmen fusioniert. Jeder der das sah ging davon aus, dass damit eine Stärkung der Wild Turkey Marke im Hause Pernod Ricard verbunden war. The Whisky Store wird weiterhin Wild Turkey in seinem Programm behalten. Ob es in Zukunft zu Lieferengpässen kommen wird, ist noch nicht abzusehen. |
| 12.6.2004 Macallan |
Macallan erhält neuen Distillery
Manager Alexander Tweedie wurde zum neuen Macallan Distillery Production Manager bestimmt. Er folgt Sandy Lawtie, der zum Distillery & Warehousing Manager bei der Firmenmutter Edrington aufsteigt. Alexander Tweedie war zuvor Distillery Manager bei Glengoyne, die kürzlich an den unabhängigen Abfüller Ian MacLeod verkauft wurde. |
| 11.6.2004 Drinks Intl. |
Die weltweit größten Whisky-Marken Die weltweit am meisten verkaufte Spirituose nennt sich Jinro und stammt aus Süd Korea. Jinro ist ein Getreide-Schnaps, der nach nachträglich mit Zucker und Zitronensäure versetzt wird. Über 800 Mio. 0,7 Liter Flaschen werden jährlich davon verkauft. Hinter diesen Zahlen verblasst sogar der russischen Wodka Stolichnaya, der mit 700 Mio. Flaschen den 2. Platz weltweit belegt. Der erste Whisky in der Liste der weltweit bestverkaufenden Spirituosen ist Johnnie Walker, dessen knapp 150 Mio. Flaschen ihn auf den Platz 10 hebt. Jack Daniel's liegt auf Platz 14 mit 90 Mio. Flaschen. Dicht gefolgt von J&B mit 77 Mio. und Jim Beam mit 65 Mio. Flaschen. Zählt man die großen Marken mit mehr als 12 Mio. verkauften Flaschen pro Jahr zusammen, so erhält man mehr als 1,5 Mrd. Whiskyflaschen, die jedes Jahr weltweit ihre Abnehmer finden. |
| 11.6.2004 Drinks |
Single Malt Scotch dominiert
Getränkekarten Das Magazin Drinks hat in seiner Ausgabe 02/2004 Zahlen von Barkarten von 225 Hotels und 125 eigenständigen Betrieben untersucht. Dabei wurde schnell klar: die Gattung Malt Whisky ist das Trendgetränk an sich. 22% aller in den Barkarten gelisteten Spirituosen waren schottische Single Malt Whiskys. Abgeschlagen auf Platz 2 und 3 liegen Liköre und Rum mit 11,0 bzw. 10,2%. Auf Platz 4 findet sich dann bereits Blended Scotch Whisky mit 6,5%. Fasst man alle Whiskys (mit American 5,1%, Irish 3,0%, Canadian 1,8% und sonstiger 0,4%) zusammen, so ergibt sich ein Gesamtanteil des Whiskys an allen Spirituosen in Höhe von 40,0%. Unter den Top 10 Spirituosen befinden sich sechs Whiskys. 1. Chivas Regal, 2. Canadian Club, 3. Dimple, 4. Johnnie Walker Black, 7. Jack Daniel's, 8. Johnnie Walker Red. Der erste Single Malt Whisky, Glenfiddich 12J, findet sich auf Platz 25. Den zweiten Malt Whisky Rang belegt Lagavulin 16J auf dem Platz 32. |
| 7.6.2004 Pernod Ricard |
Seagram Deal wird refinanziert Pernod Ricard, der französische Spirituosenkonzern, teilte sich mit Diageo den Konkurrenten Seagrams auf. Dies geschah bereits in 2001. Jetzt wurden EUR1,4Mrd des Kaufpreises über eine Darlehensverlängerung zu weitaus besseren Konditionen refinanziert. Der Kredit mit einem variablen Zinssatz wurde ganz besonders verhandelt. Das Bankenkonsortium aus BNP, Calyon, JPMorgan und SG erhält eine Marge in Höhe von 0,225% bis 0,275% auf die Kredithöhe. Gegenüber bislang 0,55% ist dies eines deutliche Verbesserung. |
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3.6.2004 Blackwood |
Baugenehmigung für die Blackwood Brennerei erteilt Nach über einem Jahr an harter Vorbereitungszeit gaben die lokalen Behörden auf den Shetland Inseln grünes Licht für den Baubeginn der bald nördlichsten Brennerei Schottlands. Die 4mGBP Investition sieht zunächst den Bau von 4 Gebäuden auf einem ehemaligen Flugbootgelände des 1. Weltkriegs vor. Für Caroline Whitfield, Blackwoods CEO, ist die Baugenehmigung ein wichtiger Schritt auf dem Weg der Errichtung der neuen Brennerei. In vier Jahren soll der erste abgefüllte Whisky in den Verkaufsregalen stehen. Der Baubeginn wird aber nicht vor Ende August sein. Erst dann endet die Brutsaison der Red Throated Divers, einer geschützten Vogelart auf den Shetland Inseln. Zu einem späteren Zeitpunkt werden zu den vier Gebäuden noch zwei Lagerhäuser entstehen, in denen bis zu 2 Mio. Liter Single Malt Whisky reifen können. |
| 1.6.2004 Kilchoman |
Weitere Verzögerungen bei neuer Islay-Brennerei Wie The Scotsman heute verlautete, gibt es erneut Probleme bei der Fertigstellung der Kilchoman Brennerei auf der schottischen Insel Islay. Die Farmbrennerei, die für die Zukunft den Titel der westlichsten schottischen Brennerei für sich beansprucht, wurde wie erwartet nicht zum Islay Festival im Mai fertig. Niemand hatte es auch wirklich erwartet (wir berichteten). Wie The Scotsman mitteilte, scheint es bislang immer noch keine Baugenehmigung zu geben und auch die privaten Investoren scheinen die gesamte Investitionssumme noch nicht gesichert zu haben. Dies ist jedoch die Voraussetzung für einen öffentlichen Zuschuss in Höhe von 150.000 GBP. Ob die Bauarbeiten nun endlich begonnen haben, ist unklar. |
| 27.5.2004 Brown-Forman |
Brown-Forman steigert Gewinn Die Brown-Forman Corp. (Jack Daniel's, Woodford Reserve, Southern Comfort, Canadian Mist) gab eine Steigerung des Gewinns für das Geschäftsjahr 2003 in Höhe von 16% bekannt. Das Unternehmen profitierte wieder einmal von dem soliden Wachstum seiner Flagschiffe Jack Daniel's und Southern Comfort. Der schwächere Dollar half dem Unternehmen beim Export. Der Gewinn wurde aber durch zusätzliche Marketing-Ausgaben zur Stabilisierung des Wachstums belastet. Der Umsatz des Unternehmens stieg auf US$2,58 Mrd. bei einem Gewinn vor Steuern in Höhe von US$387m. |
| 20.5.2004 Glenmorangie |
Malt Whisky treibt Glenmorangies Gewinne nach oben Vor Jahren setzte sich Glenmorangie das Ziel, in Zukunft keinen Malt Whisky mehr fassweise (bulk) zu verkaufen. Je mehr dieses Ziel in der Vergangenheit erreicht wurde, um so mehr stieg auch der Gewinn des Unternehmens. Aktuell gab Glenmorangie einen Anstieg des Gewinns um 10% auf GBP9,57m bekannt. Der Umsatz stieg um 6% auf GBP68,8m. Die einzelnen Malt Whisky Marken zeigten das folgende Wachstum: Glenmorangie +15%, Glen Moray +44%, Ardbeg 8%. |
| 20.5.2004 Diageo |
Diageo nimmt BRIC Länder ins Visier Der größte Spirituosenkonzern der Welt will sich in Zukunft mehr um Länder mit großem Wachstum kümmern. Das soll aber nicht zu Lasten der europäischen und nordamerikanischen Märkte erfolgen. BRIC steht für Brasilien, Russland, Indien und China. Derzeit liefern diese Länder erst 2% des gesamten Gewinns von Diageo. In 10 Jahren können es leicht 10% sein. |
| 15.5.2004 The Scotsman |
Macallan Vintage Flaschen entpuppen
sich als Fälschung Die Macallan Vintage Sammlung im schottischen Craigellachie wurde bislang als die bedeutendste Kollektion antiker Single Malt Whisky angesehen. Ihr Wert wurde auf GBP500.000 geschätzt. Jetzt hat Macallan bestätigt, dass es sich bei dem Inhalt zahlreicher Flaschen um Fälschungen aus den späten 80er Jahren des 20. Jahrhunderts handelt. Macallan Flaschen aus dem 19. Jahrhundert sind äußerst rar. Nur selten wechselten Flaschen auf Auktionen den Besitzer. Ab den frühen 90ern kamen auf einmal mehr und mehr Flaschen unter den Hammer. Das schürte in der Fachwelt den Verdacht, dass es sich bei zahlreichen dieser versteigerten Raritäten um Fälschungen handelte. Während die Fachwelt zögerte, kaufte Macallan selbst diese Flaschen vermehrt an. Bestätigt wurde dieser Fälschungs-Verdacht aktuell durch eine von Macallan an der University of Oxford in Auftrag gegebenen Isotopen-Untersuchung. Sie stellte einwandfrei fest, dass es sich bei den untersuchten Flaschen um Fälschungen handelt. Bei den Flaschen und den Etiketten handelt es sich zwar um Originale. Doch der Inhalt wurde durch einen billigen, jungen Whisky ersetzt. Der Wert der Sammlung wird derzeit, nach Angaben des Scotsman, auf nur noch GBP10.000 geschätzt. Dass es gerade Macallan getroffen hat, ist kein Wunder. Denn Macallan ist 'der' Single Malt Whisky, der in der Fachwelt am meisten gesammelt wird und der die größte Reputation besitzt. Macallan wurde nicht von den Fälschern direkt betrogen. Die Original-Flaschen wurden vielmehr in Italien wiederbefüllt und an gutgläubige Privatleute verkauft. Anmerkung: Das sollte jedem Whisky-Sammler zu denken geben! Aus Italien ergießt sich ein nicht enden wollender Strom alter Single Malt Whisky Flaschen nach Deutschland und über die ganze Welt. Es wurden bereits so viele Flaschen verkauft, dass auch die größte Kollektion etwaig verstorbener Sammler nicht ausreichen würde, um den Nachschub zu sichern. Glauben Sie nicht? Denken Sie nur einmal an die unzähligen Sammler in Japan und USA. Dabei geht es nicht nur um Macallan. Auch Bowmore, Mortlach und andere alte Brennereien sind Ziel der Betrüger. In Italien kann man derzeit Flaschen aus den 40er Jahren um 250 EUR erwerben. Wo liegt die Begründung für diese Preise, wenn Gordon & MacPhail vergleichbare Flaschen für über 500 EUR verkauft? Hier wird die Gier der Menschen ausgenutzt - wie immer. Warum findet man auf eBay hin und wieder alte, leere Whisky-Flaschen? Warum verkaufte sich letztlich dort ein leerer Black Bowmore für 100 EUR? Der Fall Macallan ist einzigartig. Stellt er doch den ersten Beweis in einer langen Kette an Vermutungen dar. |
| 12.5.2004 Bundes-ministerium für Finanzen Bacardi |
Deutsche Sondersteuer auf
spirituosenhaltige Mixgetränke Bacardi Deutschland informiert in einem Schreiben: "wir möchten Sie über die konkreten Auswirkungen der am 6.5.05 vom Bundestag beschlossenen Sonderabgabe auf spirituosenbasierte Mixgetränke informieren. Es ist nicht nachvollziehbar, dass es zu dieser Entscheidung gekommen ist. Alkoholmissbrauch von Jugendlichen lässt sich, wie auch vergleichbare Entwicklungen in internationalen Märkten zeigen, durch steuerliche Diskriminierung einer Kategorie nicht zielführend regulieren." Soweit die Information von Bacardi. Es wird vom Bund eine Sondersteuer auf spirituosenbasierte Mixgetränke mit mehr als 1,2% vol. und weniger als 10% vol. in Höhe von EUR 55,50 je Liter reinem Alkohol erhoben. Damit ergeben sich Zusatzsteuern in Höhe von EUR 0,85 auf typische Alcopops (z.B. Bacardi Breezer 275ml 5,6% oder Bacardi Rigo). Für Whisky, Wein und Bier ergeben sich keine Änderungen. Für den unvoreingenommenen Menschen bleibt die Frage offen, warum die sogenannten Malternatives, d.h. Konkurrenzprodukte zu Bacardi Breezer, die auf einer Malzmaische mit ebenfalls rund 5% beruhen (und nicht auf einer Spirituosenmischung) und in der gleichen Zielgruppe vermarktet werden, nicht besteuert werden? Wurde populistische Politik betrieben oder haben sich hier Verbände ein Kämpfchen geliefert? Diese Zusatzsteuer wird ab 1.7.04 erhoben und wird sich wegen großer Lager erst gegen Ende des Jahres auf den Markt auswirken. Wie groß der Einfluss sein wird, bleibt offen. Einmal gehen die Verkäufe dieser Modegetränke aktuell deutlich zurück (der Neuigkeitseffekt scheint vorüber) und zweites verkraften diese hochpreisig verkauften Longneck-Flaschen durchaus einen höheren Kostensatz auf Herstellerseite, ohne vom Markt genommen werden zu müssen. |
| 11.5.2004 Edrington |
Famous Grouse verlängert Sponsor Vertrag Edrington (Macallan, Highland Park, Glenturret, Famous Grouse) hat den Sponsorvertrag mit der schottischen Rugby-Nationalmannschaft um weitere drei Jahre verlängert. Die finanziellen Zahlen wurden nicht veröffentlicht. Es wird jedoch von einer Zahl über GBP10m ausgegangen. Brand Director Ken Gier und David James von der Nationalmannschaft bekräftigten, was jeder weiß. Schottland, Rugby und Famous Grouse Whisky, als der meistverkaufte schottische Whisky, gehören zusammen. |
| 10.5.2004 Diageo |
Vorsicht vor superbilligen
Spirituosen-Angeboten Diageo Deutschland informiert in einem Schreiben: "wir möchten uns heute an Sie wenden, um Sie darauf hinzuweisen, dass zur Zeit in Deutschland nennenswerte Mengen von Baileys Original Irish Cream sowie von Smirnoff Vodka aus dem Nicht-EU-Ausland eingeführt und vertrieben werden. Auch wenn Ihnen diese Produkte zu einem günstigen Preis angeboten werden, verstoßen sie gegen zahlreiche gesetzliche Bestimmungen! Sowohl der Import dieser Ware als auch der Weiterverkauf kann eine strafbare Handlung darstellen!" Warum die ganze Aufregung? Kann es dem Verbraucher nicht egal sein, aus welchem Land seine Ware stammt? Nicht ganz! Diese Waren sind aus dem Sicherheitssystem zur Nachverfolgung einzelner Lose entnommen worden und können, zum 'Schutz der Volksgesundheit' laut Los-Kennzeichnungsverordnung §1 Abs.1, nicht mehr zurück gerufen werden. Sollten sich also bei dieser Ware, z.T. aus südamerikanischer Herkunft, Qualitäts- oder gar Gesundheitsprobleme eingeschlichen haben, so können diese Flaschen nicht zurück gerufen werden. The Whisky Store führt keine dieser beiden Artikel. |
| 10.5.2004 just-drinks |
Senkt jetzt auch Schweden die
Alkoholsteuern? Schweden hat die höchsten Alkoholsteuern in Europa. Rund 50 EUR Steuern verlangt der schwedische Staat für jeden verkauften Liter reinen Alkohols. Das ist viermal so viel wie in Deutschland. Nachdem Dänemark und Finnland aktuell ihre Alkoholsteuern auf etwa die Hälfte gesenkt haben und die baltischen Staaten mit ihren niedrigen Steuern in die EU aufgenommen wurden, steigt der finanzielle Druck auf Schweden. Im vergangenen Monat sanken die Verkäufe klarer Spirituosen um 18,3% in den Verkaufsstellen des staatlichen Alkoholmonopols. Es gibt kaum einen Schweden, der nicht regelmäßig eines der Nachbarländer besucht, um seinen Alkoholvorrat preiswert aufzufüllen. Das erinnert an der Tanktourismus der Deutschen seit der Einführung der Öko-Steuer auf PKW-Kraftstoffe. Schweden muss jetzt reagieren, um die Steuergerechtigkeit für alle Schweden, auch die weitab von allen Grenzen, wieder herzustellen. |
| 7.5.2004 Financial Times |
Rum gegen Wodka Bacardi sieht sich wachsendem Druck aus dem Wodka-Lager gegenüber. Bislang war Bacardi unangefochtene Nummer 1 auf dem amerikanischen Markt mit seinem gleichnamigen Rum. Doch die Anzeichen mehren sich, dass Smirnoff Wodka (von Diageo), in diesem Jahr nach Umsatz-Zahlen, Bacardi in USA überholen wird. In den vergangenen Jahren hat Bacardi stark diversifiziert, so dass ein Rückgang beim Hauptprodukt aufgefangen werden kann. Trotzdem wurde ein Rückgang des Gewinns von 14% im vergangenen Jahr auf US$463m bekannt. |
| 6.5.2004 The Scotsman |
Pernod Ricard verkauft Benriach Lange kursierten Gerüchte um den anstehenden Verkauf von Benriach. Jetzt ist es endlich offiziell. Pernod Ricard verkauft die stillgelegte Brennerei mit den Lagervorräten an ein neugegründetes Unternehmen. Geleitet wird das neue Unternehmen von Billy Walker, einem ehemaligen Direktor von Burn Stewart (Tobermory, Ledaig) und zwei südafrikanischen Geschäftsleuten Geoff Bell und Wayne Kieswetter. Sie besitzen in Südafrika das Unternehmen Intra Trading, das sich auf den Handel von Spirituosen und Tabakwaren spezialisiert hat. Der Kaufpreis wurde geheim gehalten. Zwei nicht veröffentlichte Quellen sprechen von GBP5,4m bzw. von über GBP10m. Da laut Unternehmensaussagen große Lagerbestände mitverkauft wurden, erscheint die zweite Zahl plausibler. |
| 1.5.2004 CLWB |
CL World Brands mit neuer deutscher
Distribution CL Word Brands Ltd., der schottische Spirituosenzweig der Capital Invenstment Firma C L Financial, Trinidad, hat die Distributionsrechte für ihre Malt Whiskys Tobermory, Ledaig und Bunnahabhain für Deutschland neu vergeben. Ab dem 1.5.2004 hat die Berentzen-Gruppe AG diese Aufgabe übernommen. |
| 30.4.2004 just-drinks |
Kursziele von Spirituosenkonzernen
angehoben Die Investment Bank Credit Suisse First Boston bekräftigte das 'outperform' Rating von Pernod Ricard und hob das Kursziel auf EUR116 (von EUR105) an. Auch Allied Domecq wurde durch Investment Bank Dresdner Kleinwort Wasserstein im Kursziel auf 480p von 450p angehoben. Auch hier wurde das Rating mit 'add' bestätigt. |
| April 2004 Bruichladdich |
Erster Bio-Malt-Whisky bei
Bruichladdich gebrannt Die sich in Privatbesitz befindliche Brennerei Bruichladdich auf der Insel Islay gab bekannt, dass der erste vollständig aus biologisch angebauter Gerste gebrannte Malt produziert wurde. Die Bio-Gerste stammt von einer Farm nahe Inverness. Doch nicht nur um die Zutaten geht es. Die spätere Flasche nebst Label und Verpackung soll möglichst aus Recycling-Material bestehen. Das i-Tüpfelchen ist die Verwendung von erneuerbarer Energie aus dem Gezeitenkraftwerk in dem nahe gelegenen Portnahavan. Die Brennerei plant jedes Jahr eine Menge an biologisch angebautem Whisky zu produzieren. |
| 26.4.2004 The Herald |
Diageo will sich Gerste sichern Diageo hat Schottlands Gerstenbauern angeboten, mit Vorverträgen ihre diesjährige Gerste bereits früher zu verkaufen. Dies kommt den Gerstenbauern entgegen, da sie im vergangenen Herbst sehr unter niedrigen Preisen litten. Da die Bauern jetzt vermehrt Weizen anbauen, kann dies zu einer diesjährigen Knappheit an Gerste führen. Detailliert bietet Diageo den Bauernvereinigungen sogenannte Cost-Plus-Verträge an. Danach schätzt man die Kosten für Saatgut, Dünger und Chemikalien für den Anbau pro Hektar (Cost) und gibt den Bauern eine Verdienstspanne (Plus) auf diese Kosten oben drauf. Das soll die Bauern dazu ermutigen wieder Gerste anzubauen und trotzdem dabei sparsam zu bleiben. |
| 26.4.2004 just-drinks |
Whiskybetrüger erneut unterwegs Ein ehemaliger Investment-Broker wurde aktuell in Großbritannien schuldig gesprochen. Er hatte 2.000 Investoren in einem Whisky- und Champagner-Geschäft um rund GBP4m übervorteilt. Den Investoren wurde versprochen, dass junger Whisky nach 3 Jahren zum doppelten Preis wiederverkauft werden könne. Tatsächlich konnte aber nur rund die Hälfte des Kaufpreises wieder erlöst werden. Das Urteil soll am 21. Mai 2004 verkündet werden. Anmerkung 24.5.2004: Das Strafmaß betrug 5 Jahre Gefängnis wegen vorsätzlichem Betrugs in mehreren Fällen. |
| 23.4.2003 Financial Times |
US Demographie fördert Allied Ergebnis Die Menschen in der westlichen Welt werden immer älter. Während Deutschland immer weniger Kinder sieht, erreichen in den USA vermehrt Kinder das Alter von 21 Jahren und dürfen damit offiziell Alkohol trinken. Diesen Effekt sieht Allied Domecq als den Hauptwachstumsgrund für das plus von 10% auf dem amerikanischen Markt, auch wenn Währungseffekte in die gegenläufige Richtung wirken. Dieser demografische Effekt wird noch für weitere fünf bis acht Jahre anhalten. |
| April 2004 Friar John Cor |
Whisky im Andenken an das schottische
Erbe 1994 feierte Schottland den 500. Jahrestag der ersten urkundlich erwähnten Whiskyproduktion. Der Tribut ging an den Mönch Friar John Cor, der 8 Bols of Malt erwarb, um Aqua Vitae für König King James IV herzustellen. Der Klosterbruder John Cor lebte in der Lindores Abbey im Königreich Fife am Ufer des Tay, die heute als der Geburtsort des schottischen Whiskys gilt. Jetzt wurden Pläne bekannt, dass in unmittelbarer Nachbarschaft der Lindores Abbey eine kleine Brennerei im alten Stil errichtet werden soll. Details wurden noch nicht bekannt. |
| 26.4.2004 Allied Domecq |
Allied nimmt Glendronach vom
britischen Markt Obwohl die Glendronach Brennerei nach großer Renovierung wieder anlief, verschwand der Malt aktuell aus den Regalen der britischen Spirituosenhändler. Die große Nachfrage nach dem Malt hat den Lagerbeständen so stark zugesetzt, dass sich Allied Domecq auf die Märkte Deutschland, USA und Frankreich konzentriert. Auf den anderen Märkten wird der Vertrieb für die kommenden Jahre eingestellt. Das Vorgehen ist nicht neu. Auch Diageo hat aktuell den Vertrieb seines stark nachgefragten Single Malts Cardhu in machen Ländern eingestellt. Jetzt erwischt es auch die Marken anderer Hersteller. |
| 24.4.2004 Benromach |
Neuer Benromach vorgestellt Gordon & MacPhails, der unabhängige Abfüller aus dem schottischen Elgin, erwarb die Brennerei Benromach 1998 von UDV (heute Diageo). Nach der Renovierung und dem Einbau neuer Brennblasen wurde zügig ein neuer leicht rauchiger Malt Whisky (8-10ppm Rauch) produziert. Jetzt ist es soweit. Unter dem Brennereinamen mit dem Zusatz Traditional kommt der Malt in die Regale. Auch eine neue Flasche wurde extra für die Markteinführung kreiert. Mit erhabenen Buchstaben ist Benromach auf der Flasche zu lesen. Die erste Geschmackseinschätzung zeigt einen typischen, sehr gut ausbalancierten, Speyside Malt, der durch den leichten Torfrauch deutlich aromatischer und voller als der Durchschnitt ausfällt. Im Geschmack zeigt sich überraschenderweise Gewürze wie frisch gemahlener Pfeffer. |
| 23.4.2004 Fortune Brands |
Fortune Brands gibt große
Gewinnsteigerung in Q1 bekannt Fortune Brands, der Eigentümer von Jim Beam, gab einen Gewinnsprung von +39% für das erste Quartal 2004 im Vergleich zum Q1/03 bekannt. Der Quartalsumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 23% auf US$1,7Mrd.. |
| 23.4.2004 Woodford vs. Ridgewood The Courier-Journal |
Whisky Disput in USA findet
vorläufiges Ende Ein Bundesrichter entschied im Fall Brown-Forman ./. Barton Brands Inc. zu Gunsten von Brown-Forman. Demnach hätte Barton Brands Inc. seinen Ridgewood 1792 Bourbon dem Woodford Reserve von Brown-Forman zu ähnlich gemacht. Richterin Jennifer B. Coffman entschied, dass alle Ridgewood-Flaschen außerhalb des Staates Kentuckys sofort zurück zu ziehen sind. Innerhalb Kentuckys erhält Barton Brands Inc. 60 Tage Zeit, um die Flaschen zurück zu ziehen. Den Händlern sind entstandene Verluste zu entschädigen. |
| 22.4.2004 Benriach |
Gerüchte um den Verkauf von Benriach Folgt der Abriss von Caperdonich? Seit Anfang des Jahres häufen sich die Gerüchte um den Verkauf der Speyside Brennerei Benriach durch den Eigentümer Pernod Ricard. Mit der Übernahme der Chivas & Glenlivet Group durch Pernod Ricard, wanderte Benriach ebenfalls in den Besitz der Franzosen. Vier der ehemaligen Chivas Brennereien (Allt A'Bhainne, Benriach, Braeval und Caperdonich) wurden auf Grund von Überkapazitäten im März 2003 geschlossen. Es hat den Anschein, als ob Pernod Ricard sich jetzt von den beiden älteren dieser vier Brennereien trennt. Gerüchte sind zu hören, dass für Benriach derzeit ein Käufer gesucht wird. Der Queen Anne Schriftzug auf dem großen Lagerhaus von Benriach ist auf jeden Fall bereits demontiert worden. So wird die Trennung der Blendmarke von der Brennerei bereits vollzogen. In Verhandlungen mit Pernod Ricard scheinen sowohl britische als auch ausländische Unternehmen zu stehen. Angus Dundee wurde in der Branche als Favorit gehandelt. Angeblich haben sie aber dementiert. Der derzeitige Favorit, ein südafrikanisches Unternehmen, brach diese Woche die Verhandlungen ab. Für die Brennerei Caperdonich scheint das endgültige Aus bevor zu stehen. Teile des Betriebsgrundstücks in Rothes wurden bereits verkauft. Auch die Einrichtung soll zu einem größeren Teil bereits demontiert sein. Die Entwicklung erscheint logisch, da die beiden alten Brennereien unter den vier die größten Kosten für Pernod Ricard verursachen. Dagegen kann mit den beiden jungen Brennereien Allt-A-Bhainne und Breaval in ein paar Jahren mit wenig Aufwand und mehreren Arbeitsschichten die dann fehlenden Kapazitäten der beiden anderen Brennereien leicht kompensieren. |
| 21.4.2004 SWA |
Internationaler Erfolg für Scotch hält
an Die Scotch Whisky Association, Sprachrohr der gesamten schottischen Whisky Industrie, gab heute bekannt, dass sie das zweitbeste Ergebnis im Whisky-Export in seiner Geschichte feiern kann. Das Exportvolumen stieg im Jahr 2003 auf GBP2,37Mrd. an. Dies entsprach einem Wachstum von 4% (GBP90m) und blieb nur GBP20m hinter dem bisherigen Rekordjahr 1997 zurück. Ein Haupttrend ist deutlich auszumachen. Statt Whisky in Fässern als 'bulk' zu exportieren, stieg der Wert der 'Bottled in Scotland Flaschen um 13,5% an und durchbrach zum ersten Mal die GBP300m Grenze. Nicht nur der Wert, auch das Volumen der Exporte stieg auf 981m Flaschen an. Wenn nichts Gravierendes dazwischen kommt, sollte in 2004 die 1 Mrd. Flaschenanzahl erreicht werden. |
| 21.4.2004 Allied Domecq |
Gewinne steigen bei Allied Allied Domecq gab ein Gewinnwachstum von 6% für das vergangene Jahr bekannt. Danach stiegen der Jahresgewinn vor Steuern auf GBP266m trotz negativer Wechselkurseinflüsse in Höhe von GBP12m. Der Haupteinfluss auf das Gewinnwachstum stammt aus dem Wachstum der Hauptmarken (Beefeater, Malibu, Ballantine's, Canadian Club) und den Premium-Weinen. Ballantine's, Allieds größte Whiskymarke legte im Absatz und im Gewinn um 5% zu. |
| April 2004 Woodford vs. Ridgewood |
Streitigkeiten zwischen Bourbon
Distillers Selten gibt es Streitigkeiten zwischen Whisky bzw. Whiskey-Herstellern. Doch in USA brodelt es seit geraumer Zeit zwischen den Unternehmen Brown-Forman und Barton. Entzündet hat sich der Streit wohl an den vergleichbaren Markennamen Namen Woodford Reserve und Ridgewood Reserve. Immerhin sind 11 von 15 bzw. 16 Buchstaben die gleichen und werden auch noch in der gleichen Reihenfolge verwendet. Langsam eskalierte der Streit indem Barton an die Öffentlichkeit trat und sagte, dass Woodford Reserve nicht im Woodford County hergestellt wird. Was wohl eine gewisse Wahrheit zu enthalten scheint. Jetzt schlug Brown-Forman zurück und erwiderte, dass es keine 'legendäre Ridgewood Still' in der Barton Brennerei gäbe und aller Barton Whiskey auf den normalen Column Stills von Barton produziert wird. Auch das scheint auch eine gewisse Wahrheit zu enthalten. Wir beziehen hier für keines der unternehmen Position. Wir merken nur an, das solche Streitigkeiten keinen positiven Einfluss auf die gesamte Branche haben. Es scheint wohl ums Geld zu gehen. |
| 5.4.2004 Springbank |
Erste Springbank Society Whiskys
angekündigt Die Springbank Brennerei im schottischen Campbeltown betreibt, wie einige andere Malt Whisky-Brennereien auch, eine eigene Society für interessierte Liebhaber des gleichnamigen Single Malts. Aktuell wurden für diese Society Mitglieder zwei Fässer exklusiv ausgesucht. Es handelt sich um einen Springbank 8 Jahre 56% und einen 22 jährigen Springbank, von dem nur 170 Flaschen erhältlich sein werden und der mit 46% abgefüllt wird. The Whisky Store wird diese Flaschen nicht anbieten. |
| 1.4.2004 Diageo |
Aus für Cardhu? Das Gezerre um den Single Malt Cardhu ist in seine letzte Phase getreten. "Operation gelungen - Patient tot!" fällt einem dazu ein. Erinnern wir uns: Der Single Malt Cardhu 12 Jahre wurde durch die große Nachfrage aus Spanien im Sommer 2003 zu einem Vatted Malt, also einem Gemisch aus Malt Whiskys verschiedener Brennereien, herabgestuft. Erste Geschmackstest bescheinigten einen sehr vergleichbaren, wenn auch geringfügig unterschiedlichen Geschmack. Die Emotionen kochten in Großbritannien und Deutschland hoch, wie man doch unter der Bezeichnung "Cardhu Pure Malt" einen Vatted Malt verkaufen könne. Nach langem Hin und Her stimmte Diageo, der Markeneigentümer zu und zog den Vatted Malt zu Gunsten des Single Malts vom Markt zurück. Jetzt ist es soweit. Diageo gab aktuell bekannt, dass der Cardhu in Zukunft in Deutschland nicht mehr erhältlich sein wird. |
| März 2004 SFWSC |
Inflation der Whisky-Medaillen? Aktuell wurden auf der 2004 San Francisco World Spirits Competition die Medaillen für die weltbesten Spirituosen vergeben. 454 Spirituosen aus 40 Ländern waren eingereicht worden und wurden bewertet. 59 Double Gold Medals, 65 Gold Medals, 141 Silver Medals und 125 Bronze Medals wurde verliehen. Kritisch darf angemerkt werden, warum 85% der eingereichten Flaschen eine Medaille erhalten haben. Wurden nur die besten Spirituosen eingereicht oder sieht man hier eine galoppierende Inflation? Für Whisky und Whiskey wurden die folgenden Double Gold Medals vergeben: Kategorie Bourbon: American Whiskey: Irish Whiskey: Blended Scotch Whisky: Single Malt Scotch Whisky: |
| 31.3.2004 just-drinks |
Chivas Brennereien suchen mehr Besucher Die Brennereien unter dem Dach der Chivas & Glenlivet Group, die ihrerseits wieder eine Tochtergesellschaft von Pernod Ricard ist, möchten ihre Kunden stärker in die Brennereien locken. Aktuell erschienen vier Sonderabfüllungen in Fassstärke: Glenlivet 16J, Glen Grant 14J, Longmorn 17J und Strathisla 15J. Sie werden nur in den Besucherzentren der Brennereien Aberlour, Glenlivet, Glen Grant und Strathisla erhältlich sein. Alle Flaschen haben einen Inhalt von 0,5l und kosten zwischen 28 und 30 GBP. |
| 30.3.2004 Allied Domecq |
Allied Domecq konzentriert sich auf Single Malt Whisky Philip Bowman, CEO von Allied Domecq PLC gab Pläne bekannt, die Scapa Brennerei auf der Insel Orkney wieder in Betrieb zu nehmen. Auch die Glendronach Brennerei nahe Huntly soll renoviert werden. Der Großteil der Investition soll jedoch in die Scapa Brennerei fließen, damit sie in 2005 den Betrieb aufnehmen kann. GBP2,1m werden für die Renovierung ausgegeben. Glendronach wird seine Kohlefeuerung verlieren und für GBP1,4m umgerüstet werden, damit die neuesten EU-Abgasvorschriften eingehalten werden können. |
| 24.3.2004 Bladnoch |
Bladnoch erweitert Geschmacksspektrum Die Brennerei Bladnoch in den schottischen Lowlands ist eine unabhängige, kleine und private Brennerei. Der Besitzer Raymond Armstrong aus dem benachbarten Nordirland begann vor wenigen Jahren wieder mit der Produktion. Aktuell wurde bei Bladnoch rauchiger Malt Whisky produziert. Damit ist Bladnoch die einzige Brennerei in den Lowlands, die auch mit über Torfrauch gedarrtem Malz wie früher seinen Whisky herstellt. Auch weitere Experimente der zweieinhalbfachen Destillation wurden angestellt. Dazu wurde die Hälfte des Ergebnisses der zweiten Destillation in der Spirit-Still ein drittes Mal gebrannt und mit der ersten Hälfte wieder vermischt. Was in diesem Fall merkwürdig erscheint ist so merkwürdig nicht. Es ist allgemein üblich, dass die beiden Intermediate und Spirit stills von Brennereien mit drei Brennblasen sich sehr ähnlich sind. |
| 20.3.2004 Glengyle |
Glengyle Brennerei geht in Betrieb Ganz still und heimlich und nur im Kreis der engsten Mitarbeiter und Lieferanten ist die Glengyle-Brennerei in Campbeltown/Scotland in Betrieb genommen worden. Die Eröffnungsrede wurde von Mr Hedley Wright, Chairman von J&A Mitchell, gehalten. In dieser Rede betonte Mr Wright, dass die gesamte Finanzierung des Projekts durch eigene Mittel der Firma J&A Mitchell (Brennerei Springbank) erfolgte. Der eigentlich Eröffnungsakt erfolgte durch den Politiker Dr Winifred Ewing Mitglied des Schottischen Parlaments (SNP). Der erste jetzt gebrannte Malt Whisky wird noch viele Jahre in Fässern reifen müssen, bevor er unter dem Namen Kilkerran abgefüllt werden wird. |
| 19.3.2004 |
Jetzt doch Steuerbanderolen in
Großbritannien Allen Bemühungen zum Trotz sollen jetzt zum Jahr 2006 Steuerbanderolen für Großbritannien eingeführt werden. Das britische Finanzministerium sah sich zu dem Schritt gezwungen, da jährlich über GBP160m Alkoholsteuerhinterziehungen geschätzt werden. Die Scotch Whisky Association SWA hat lange gegen die Einführung protestiert und Gegenvorschläge zur Bekämpfung der Steuerhinterziehung unterbreitet, die jedoch nicht angenommen wurden. Doch ob der Schuss nicht nach hinten los gehen wird? Experten rechnen lediglich damit, dass die sowieso ehrlichen Konzerne zu Mehrausgaben von GBP25m für die Anschaffung von zusätzlichen Etikettiermaschinen und weiteren GBP65m pro Jahr für die Anbringung und Verwaltung der Steuerbanderolen gezwungen werden. Der Steuerhinterzieher wird jedoch mit Hilfe von modernster Technik wie Scannern und Farblaserdruckern seine eigene Banderolendruckerei einrichten können. Einführungen solcher Banderolen in anderen Ländern haben gezeigt, dass die Steuereinnahmen sogar sinken, da die Zusatzkosten zu sinkenden Gewinnen bei den Unternehmern und zu steigenden Preisen bei den Verbrauchern führen. Entlassungen und Kaufzurückhaltung sind die Folge, was zu höheren Staatsausgaben und geringeren Steuereinnahmen führt. |
| 18.3.2004 Pernod Ricard |
Pernod Ricard erhöht Dividende Die Konzentration auf das Wein- und Spirituosengeschäft durch Pernod Ricard beginnt sich auszuzahlen. Der Netto-Gewinn konnte um 12,3% auf EUR464m gesteigert werden. Das Jahr 2003 ist das erste vollständige Geschäftsjahr nach der Integration der Chivas & Glenlivet Group, die zuvor Seagram's gehörte. Der Konzern konnte seine Absätze massiv organisch steigern. Jedoch wurde dieser Zuwachs durch den steigenden Euro zu einem großen Teil wieder kompensiert. Die Dividende pro Aktie steigt um 8,9% auf EUR1,96. |
| 9.3.2004 The Scotsman |
Cardhu wird wieder zu Single Malt Anscheinend haben die Querelen um die Ablösung des Single Malts Cardhu durch einen Pure Malt letztendlich ein Ende. Diageo gab bekannt, dass der Pure Malt Cardhu zu Gunsten eines Single Malts wieder eingestellt wird. Die Einführung des Pure Malts hatte zu längeren Diskussionen innerhalb der Branche geführt, die in den kommenden Jahren zu einer Änderung der Bezeichnungsregeln führen wird. Um bereits möglichst bald konform zu diesen neuen Regeln zu sein, wurde die Kehrtwendung in Sachen Cardhu vorgenommen. Der EU-Marketing-Präsident von Diageo Ian Meakins verlautete: "Wir glauben ... im besten Interesse des Kunden gehandelt zu haben aber wir müssen zugeben, dass wir die Stärke der Gefühle in dieser Sache unterschätzt haben." |
| 9.3.2004 Drinks 01/04 |
Bartrends Drinks, das Journal der Deutschen Barkeeper Union, stellt jedes Jahr im Januar Bartrends fest. Größter Nachfrage-Gewinner in den Bars war demnach Mineralwasser mit 968 von 1.000 möglichen Punkten. Im Vorjahr lag die Zahl noch bei nur 841 Punkten. Scotch Malt Whisky konnte sich mit 825 Punkten auf dem gleichen Wert wie im Vorjahr halten. Out scheinen jedoch Rye und sonstige Whiskys zu sein. Ihre Werte fielen von 524 (Rye) bzw. 476 (sonstiger) auf 270 und 254 Punkte. |
| 3.3.2004 SWA |
Parlamentsanhörung zu schottischen
Steuerbanderolen Großbritannien hat eine vergleichsweise hohe Alkoholsteuer. Schmuggel lohnt sich. Da der Alkoholschmuggel eine nicht mehr zu vernachlässigende Größe erreicht hat, will das britische Parlament dagegen verstärkt vorgehen. Alle Jahre wieder bringt die Regierung den Vorschlag, Steuerbanderolen, wie in Italien üblich, zur Sicherstellung des Steueraufkommens einzuführen. Doch die Industrie belastet die Einführung dieser Banderole mit geschätzten jährlichen GBP60-70m. Dazu kommt noch ein Einmalaufwand von GBP25m. Diese großen Beträge werden ebenfalls einen negativen Einfluss auf die Volkswirtschaft haben. Der Industrieverband Scotch Whisky Association unterbreitet deshalb am heutigen Tage Vorschläge, wie ohne Steuerbanderole die Steuereinnahmen gesichert werden können. Ein unangenehmer Beigeschmack verbleibt beim Whisky-Genießer. Warum findet die Regierung nicht selbst eine kostenneutrale Lösung? |
| 2.3.2004 Sunday Times |
Irische Brennerei geht an die Börse Das kleinste irische Brennerei-Unternehmen Cooley (Connemara, Locke's, ...) plant seinen Börsengang am London Alternatice Investment Market (AIM). Etwa 9,5m Aktien mit einem Preis um EUR2,00 sind geplant, was einem Unternehmenswert von EUR20m entspricht. Für 2002 gab das Unternehmen einen Umsatz von EUR9,1m bei einem gleichzeitigen Gewinn von EUR1m an. Im Vergleich zum Vorjahr waren dies +9% im Umsatz und +27% im Gewinn. |
| 2.3.2004 Springbank |
Springbank 100 Proof Wie Frank McHardy von Springbank uns heute mitteilte wird der neue Springbank 100 Proof (57%) mit einem Alter von 10 Jahren ab Ende März in Deutschland eintreffen. Wir erwarten die ersten Flaschen Anfang April. |
| 27.2.2004 Speyside |
Termine der Speyside Whisky Festivals Die Termine der diesjährigen Speyside Festivals sind da: Spirit of Speyside Festival: 30.4. -
3.5.2004 Während dieser Zeit bieten viele ansonsten geschlossene Brennereien spezielle Führungen und Verkostungen an. Wer immer in dieser Zeit nach Schottland fährt, sollte Dufftown, der heimlichen Whisky-Hauptstadt einen Besuch abstatten. |
| 26.2.2004 Jim Beam |
Booker Noe ist tot! Wie heute bekannt wurde ist der Master Distiller Emeritus von Jim Beam, Booker Noe, am 24.2.2004 in seinem Haus in Bardstown Kentucky im Alter von 74 Jahren verstorben. Booker Noe war der Enkel von Jim Beam, dessen Namen heute der berühmteste Bourbon der Welt trägt. Mit Booker Noe verliert die Whisky-Wirtschaft und das Unternehmen eine der wichtigsten Persönlichkeiten der amerikanischen Whisky-Industrie. |
| 25.2.2004 Brown-Forman |
Jack Daniel's profitiert vom weichen
Dollar 'Dem einen Freud des anderen Leid'. Während die exportorientierten europäischen Spirituosen-Hersteller über die Dollarschwäche klagen, profitieren die amerikanischen Whiskey-Hersteller. Allen voran Brown-Forman mit der am stärksten wachsenden Whiskey-Marke der Welt Jack Daniel's. Gestiegener Absatz und besserer Wechselkurs katapultierten den Gewinn um 29% auf US$0,66 pro Aktie im letzten Quartal. |
| 25.2.2004 just-drinks |
Gerüchte über die Übernahme von Allied
Domecq mehren sich Allied Domecq und Pernod Ricard liegen auf den Plätzen zwei und drei der Rangliste der größten Spirituosenkonzerne. Doch gemeinsam sind sie noch nicht einmal so groß wie die führende Diageo. Pernod Ricard konnte durch die Übernahme von Teilen des Seagram's Imperiums deutlich an Boden wett machen. Da der führende im Weltmarkt immer große Vorteile besitzt, versucht jeder zu wachsen, so stark er kann. Organisches Wachstum ist dabei immer schwieriger zu erreichen als Übernahmen. So hält sich nachdrücklich das Gerücht, dass die Allied Domecq von einer Übernahme seitens Pernod Ricard bedroht ist. Der Aktienkurs gibt dieses Gerücht sehr gut wieder. Allieds Kurs stieg seit Jahresanfang um über 50%, während Pernod 'nur' 18% gut machte. |
| 25.2.2004 Financial Times |
Bacardi plant Börsengang Das private Spirituosen-Unternehmen Bacardi blickt auf eine bewegte Zeit zurück. Gegründet in 1862 musste es nach der sozialistischen Revolution in 1951 auswandern. Noch immer ist das Unternehmen in privater Hand, auch wenn die Aktien mittlerweile in der Hand von Hunderten von Erben ist. Seit vielen Jahren versucht ein Teil der Erben die Aktien an der Börse handelbar zu machen. Doch die Mehrheit war bislang immer dagegen. Heute wurden die Firmenstatuen mit einer knappen Mehrheit geändert, nachdem bis zu 30% der Aktien an der Börse in Zukunft frei handelbar sein werden. Doch dieser Börsengang ist frühestens zum 1.1.2005 erlaubt worden. Seit langem schwirren die Gerüchte, dass ein großes Spirituosen-Unternehmen Bacardi kaufen will. Man munkelt von Allied Domecq, Pernod Ricard oder Brown Forman. Doch falls sich eines dieser Unternehmen zu einem 30% Investment in Bacardi hinreißen ließe, so würde es finanziell deutlich mit Zinszahlungen belastet aus dieser Transaktion herausgehen. Bacardi selbst würde durch diese Transaktion so viel bare Mittel erhalten, dass sie mit den so aufgestockten Geldmitteln bereits den Käufer ihrerseits kaufen könnten. Wer im Endeffekt der Käufer und wer der gekaufte sein wird, bleibt ungewiss. Vielleicht ergibt sich anschließend hinter Diageo der zweitgrößte Spirituosenkonzern der Welt, der zu 70% in der Hand der Bacardi-Erben und zu 30% in der Hand ehemaliger Aktionäre eines großen Spirituosen-Konzerns befindet. Ein Aktientausch mit zusätzlich fließenden Barmitteln ist nicht ausgeschlossen. |
| 23.2.2004 just-drinks |
Schwacher Dollar belastet Diageo Die große USA ist einer der wichtigsten Absatzmärkte von Diageo. Der schwache Dollar verteuert jedoch ausländische Waren auf dem amerikanischen Markt. Die Investmentbanker von UBS und Credit Suisse First Boston haben deshalb das aktuelle Kursziel der Diageo Aktie etwas gesenkt. Trotzdem sehen sie das Unternehmen immer noch als 'Outperformer'. |
| 20.2.2004 Financial Times |
Premium Marken geben Diageo Aufwind Diageo, der größte Spirituosenkonzern der Wert gab einen um 1,8% gestiegenen Gewinn von GBP1,3Mrd. für das zweite Halbjahr 2003 bekannt. Der Umsatz stieg im gleichen Zeitraum um 6%. Die Gewinnzahlen für 2004 sehen noch besser aus. Konzerninterne Schätzungen liegen bei GBP1,297Mrd. für das generell schwächere erste Halbjahr. |
| 16.2.2004 Glann Ar Mor |
Weitere Bretonische Brennerei gibt
Pläne bekannt Die keltischen Wurzeln liegen in der Normandie. Von hier aus wagten die Kelten den Sprung auf die Inseln. Jetzt wurde bekannt gegeben, dass eine weitere Brennerei mit namen Glann Ar Mor an der Küste gebaut werden soll. Noch ist man in der Finanzierungsphase. Doch Ort und Gebäude stehen für die neue Brennerei schon parat. |
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11.2.2004 The Press and Journal |
Kilchoman Brennerei soll im Mai 2003
anlaufen Die Farmbrennerei Kilchoman auf Islay soll im Mai während des jährlichen Islay Whisky Festivals eröffnet werden. Lange Zeit war es still um dieses Projekt geworden, von dem es hieß, er würde unter Finanzierungsengpässen leiden. Jetzt scheint das GBP1m Projekt aber sicher finanziert zu sein. Vier Vollzeitarbeitsplätze sollen entstehen. Ein Besucherzentrum und ein kleines Museum sind geplant. Kilchoman vereinigt mehrere Superlative auf sich. Es ist die erste neue Brennerei auf Islay seit über 100 Jahren, sie wird die westlichste schottische Malt Whisky Brennerei sein und sie wird zu den kleinsten Brennereien gehören. Zweifel am Zeitplan bleiben jedoch bestehen. Denn erst in einigen Wochen soll mit der Renovierung der Gebäude begonnen werden. Von der Brennereiausstattung ist bislang jedoch nichts verlautet worden. Die Eröffnung wird deshalb vermutlich vor dem ersten Brand stattfinden. |
| 8.2.2004 sundayherald |
Bestseller-Autor und Whiskygenießer
verlässt SMWS Iain Banks, der englische Whisky Connoisseur und Autor zahlreicher Bestseller hat in einem Interview mit dem Sunday Herald die Rückgabe seine Mitgliedschaft an die Scotch Malt Whisky Society bekannt gegeben, um gegen die Übernahme durch Glenmorangie plc zu protestieren. Nicht nur ihm, sondern auch zahlreichen anderen Mitgliedern der SMWS ist die Übernahme unangenehm aufgestoßen. SMWS-Gründervater Phillip Hills sagte: "Ich denke, dass viele Menschen ihre Mitgliedschaft zurückziehen. Das wird aber nicht den allgemeinen Erfolg der Society beeinflussen." |
| 5.2.2004 Pernod Ricard |
Pernod zeigt gemischte Zahlen Der französische Spirituosenkonzern Pernod Ricard (Aberlour, Glenlivet, Chivas) zeigte im Jahr 2003 gemischte Ergebnisse. Durch Deinvestitionen und Währungseinflüsse sank der der Umsatz um 27% auf EUR3,5Mrd.. Die Konzentration auf das Wein- und Spirituosengeschäft schlägt damit zum ersten Mal durch. Der erzielte Gewinn wurde noch nicht bekannt geben. Im Wein und Spirits konnte ein internes Wachstum von 8,1% erzielt werden. Größten Anteil im Spirituosenfeld haben Havana Club (+11%), Chivas (+7%), Martell (+8%) und Jameson (+8%). Stärkste Wachstumsmotoren waren Nord- und Südamerika (+12,4%) und Asien (+17,9%). Durch den gestiegenen Euro konnten diese gestiegenen Absatzzahlen außerhalb der Eurozone aber nicht in Gewinn umgesetzt werden. Währungseinflüsse belasten das Ergebnis mit EUR283m. |
| 4.2.2004 Bowmore |
Bowmore erhält Green Apple Award Die Malt Whisky Brennerei Bowmore auf der inneren Hebriden Insel Islay erhielt von der The Green Organisation den Preis für ihre Anstrengungen die Umwelt zu schonen. Die Juroren waren sich einig, dass Bowmore in besonderer Weise sich um die Umwelt kümmert und dem Gemeinwohl der Stadt nützlich ist. Bowmore ist die einzige Malt Whisky Brennerei, deren Abwärme für die Beheizung des nahe gelegenen kommunalen Schwimmbads verwendet wird. |
| 4.2.2004 Smith Barney |
Diageo weiter im Aufwind Die Investment Bank Smith Barney, Tochterbank der Citigroup, hob sein Rating für Diageo von 'hold' auf 'buy' an. |
| 2.2.2004 Pernod Ricard, Bacardi, Wm. Grant |
Pernod erklärt Sieg im jahrelangen
Havana Club Streit Pernod Ricard und Bacardi stritten sich seit Jahren über die Markenrechte an der Rum-Marke Havana Club in den USA. Jetzt gab das Trademark Trial and Appeal Board (TTAB) grünes Licht für die Verlängerung des Markenschutzes durch die Havana Club Holdings, ein Joint Venture zwischen Pernod Ricard und der kubanischen Regierung. Ein kleiner Nebenkriegsschauplatz ergibt sich auch für Single Malt Whisky Genießer. Ersten Gerüchten nach soll die kubanische Regierung neuerdings gegen Wm. Grant & Sons Front gemacht haben. Deren in kubanischen Rumfässern nachgereifte Glenfiddich 21 Jahre Havana Reserve darf seinen Namen nicht mehr länger so tragen. Vermutlich wird das Label geändert. |
| 26.1.2004 Fortune Brands |
Fortune Brands legt in Q4 deutlich zu Fortune Brands (Jim Beam) konnte im vierten Quartal seinen Gewinn im Vergleich zu 2002 um 19% steigern. Dies lag oberhalb der Erwartungen der Analysten. Der Umsatz legte um 16% zu. Fortune Brands gab bekannt, dass Firmenkäufe 4% zum Umsatzwachstum beigetragen haben. Der schwache Dollar wird für 3% verantwortlich gemacht. Der CEO Norm Wesley gab bekannt, dass weitere Akquisitionen, auch im Spirituosenumfeld vorgesehen sind. |
| 14.1.2004 just-drinks |
Kommt jetzt doch eine schottische
Steuerbanderole? Scottish Secretary Alistair Darling erwägt erneut eine Steuerbanderole auf schottischen Whisky einzuführen. Die britische Regierung geht davon aus, dass für eine von sechs Flaschen Scotch keine Alkoholsteuern abgeführt werden. Die schottischen Abgeordneten laufen Sturm gegen diesen Vorschlag, der bereits vor Jahren schon einmal auf den Tisch gekommen ist. Die schottische Whisky-Industrie geht davon aus, dass die Einführung dieser Banderole zu Mehrkosten in Höhe von GBP280m durch Verwaltung und neue Maschinen an den Abfüllstraßen führen wird. |
| 4.1.2004 Glenmorangie SMWS |
Glenmorangie übernimmt die Scotch Malt
Whisky Society Am 13.12.2003 hörte man in Fachkreisen die ersten Gerüchte über eine geplante Übernahme der Scotch Malt Whisky Society SMWS durch die Glenmorangie plc. Die Scotch Malt Whisky Society ist ein unabhängiger Abfüller, der mehr als 500 privaten Groß- und Kleinaktionären gehörte. Regelmäßig kaufte die SMWS einzelne Single Malt Whisky Fässer an, die sie unter eigenem Namen und nur mit einer verschlüsselten Brennereinummer versehen an ihre weltweit mehr als 20.000 Mitglieder verkaufte. Das Besondere an der SMWS sind jedoch ihre privaten Tastingräume, in denen sie den selbst ausgesuchten Whisky an ihre Mitglieder ausschenken. Berühmtheit haben die 'Vaults' in Edinburgh und die Räumlichkeiten in London erlangt. Glenmorangie bot GBP2,2m für 100% der Anteile. Mehr als 80% der Anteile zu GBP 1,8m konnte heute Glenmorangie von den ehemaligen Anteilseignern erwerben. Erklärtes Ziel von Glenmorangie ist es die SMWS zunächst unverändert weiter laufen zu lassen und als Einstieg in größere, regelmäßige Whisky-Veranstaltungen zu nutzen. |
| 1.1.2004 Skandinavien EU |
Importbeschränkungen fallen in
Dänemark, Schweden und Finnland Viele Jahre hat die Scotch Whisky Association gegen Handelsbarrieren in Skandinavien gekämpft. Nun wurde ein weiterer Sieg errungen. Reisende zwischen EU-Staaten dürfen ab Jahresbeginn beliebig viele Spirituosen für den Eigenbedarf über die Grenzen einführen. Besonders den schwedischen Zoll trifft diese Regel besonders hart, da die schwedische Alkoholsteuer die höchste in Europa ist. Um Umsatzeinbußen zu vermeiden, hatten Finnland und Dänemark bereits im vergangenen Jahr die eigene Alkoholsteuer drastisch gesenkt. |
| 22.12.2003 The Observer |
WestLB möchte Anteile an Whyte &
Mackay verkaufen Im Rahmen der Finanzierung des Management-Buyouts von Whyte & Mackay (damals Kyndal) von Jim Beam Brands, übernahm die WestLB große Teile des Aktienkapitals von Whyte & Mackay. Nachdem die erste Refinanzierung des jungen Unternehmens geklappt hat und die Absatzzahlen nach oben zeigen, möchte die WestLB die verbliebenen 30% Firmenanteile verkaufen. Angeboten werden sollen diese Anteile auf jeden Fall Vivian Imerman, dem Präsidenten des Unternehmens. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass er mitbieten wird. Der Verkaufspreis wird auf GBP300m geschätzt. Imerman hält bereits 60% der Firmenanteile. |
| 17.12.2003 DIFA-Forum |
Leichter Alkoholkonsum verringert
Demenz-Risiko Regelmäßiger leichter Alkoholkonsum kann vor Altersdemenz schützen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie aus den USA. In einer Langzeituntersuchung wurden 6.000 US-Bürger im Alter über 65 Jahren hinsichtlich ihres Lebensstils beobachtet. Dabei konnten Demenzpatienten mit Nicht-Demenzpatienten verglichen werden. Betrachtet wurde auch die Rolle des Alkoholkonsums bei der Entstehung einer Demenz: Gegenüber reinen Abstinenzlern hatten die Testpersonen, die einen bis sechs Drinks pro Woche konsumierten, eine um 54% verringerte Wahrscheinlichkeit, eine Demenz zu entwickeln. Übermäßiger und starker Alkoholkonsum (14 oder mehr Drinks pro Woche) erhöhte demgegenüber die Demenzwahrscheinlichkeit um 22%, vor allem bei Männern. Für die Forscher weisen die Resultate darauf hin, dass leichter bis moderater Alkoholkonsum eine Langzeitschutzwirkung für die kognitive Funktion haben kann. Quelle: Prospective Study of Alcohol Consumption and Risk of Dementia in Older Adults. Journal of the American Medical Association (2003), 289, 1405-1413. Mukamal K. J., Kuller L. H., Fitzpatrick A. L., Longstreth W. T., Mittleman M. A., Siscovick D. S., Divisions of General Medicine and Primary Care and Cardiology, Beth Israel Deaconess Medical Center, Boston, MA; Department of Epidemiology, University of Pittsburgh, Pittsburgh, PA; Departments of Epidemiology, Biostatistics, Neurology and Medicine, University of Washington, Seattle, WA and Department of Epidemiology, Harvard School of Public Health, Boston, MA, USA. |
| 12.12.2003 The Ileach |
Ardbeg im Aufwind Wie Ardbeg aktuell mitteilte produzieren sie derzeit an 6 Tagen pro Woche. In 2004 erwartet man das Erreichen von 90% der jährlichen Produktionskapazität. Zum ersten Mal wurde jetzt ein 6-jähriger Malt aus der Zeit nach der Übernahme durch Glenmorangie Plc abgefüllt. Eukalyptus-Noten im Aroma überraschten die Genießer. |
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