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| 25.11.2005 Glenrothes |
Glenrothes mit neuem Jahrgang Schon auf der Messe InterWhisky 2005 konnte man den neuen Glenrothes bewundern und probieren. Es ist die zweite Abfüllung des Jahrgangs 1985. Die erste Abfüllung aus 1985 wurde bereits 1997 abgefüllt und ist bereits lange von den Verkaufsregalen verschwunden. Die neue Abfüllung wird in wenigen Wochen im The Whisky Store erhältlich sein. |
| 22.12.2005 Pernod |
Pernod Ricard verkauft Glen Grant an Campari Nun ging es doch noch ziemlich schnell. Nachdem die Wettbewerbshüter Pernod Ricard nach dem Allied Domecq Deal den Verkauf von Glen Grant auferlegt hatten, wurde Glen Grant an Campari verkauft. Der Kaufpreis betrug EUR115m für die Marke, das Whisky-Lager und alle zugehörigen Anlagegüter. Weiterhin wurden die Blend-Marken Old Smuggler und Braemar für EUR15m verkauft. Der Transfer soll nach der Zustimmung der Wettbewerbshüter im ersten Quartal 2006 erfolgen. Die Einnahmen sollen zur Schuldentilgung (z.B. aus der Allied Domecq Übernahme) verwendet werden, gab der Chairman Patrick Ricard in Paris bekannt. |
| 19.12.2005 Edrington |
Limitierte Glenglassaugh Abfüllung Edrington, die Eigentümer der eingemotteten Brennerei Glenglassaugh in der Speyside haben eine stark limitierte Abfüllung mit 44 Jahren aufgelegt. Die Abfüllung stammt aus den beiden letzten Fässern des Jahrgangs 1960 und ergab genau 351 Flaschen. Die Flaschen machen zunächst einen Bogen um Deutschland und werden vor allem in USA und Asien angeboten. Der Verkaufspreis wird zwischen 750 und 1.000 US$ erwartet. |
| 19.12.2005 Cutty Sark |
Cutty Sark überarbeitet Erscheinungsbild Der berühmte Blended Scotch Cutty Sark, der das gleichnamige Segelschiff als Bild im Label führt, erfährt eine grundlegende Überarbeitung. Die Schulter der Flasche wurde angehoben, um ein höheres Erscheinungsbild abzugeben und gleichzeitig erhält die Flasche jetzt einen Schriftzug in erhabenem Glas. Auch das Etikett wurde überarbeitet. Wichtigste Neuerung ist die Zweiteilung. Das geschwungene obere gelbe Etikett zeigt Namen und Logo und das schwarze untere rechteckige Etikett beschreibt Hersteller und Herkunft. |
| 12.2005 |
Übernahme in Kanada Andrés Wines Ltd. aus Gimsby/Ontario gab am 10. November bekannt, dass sie die Spirituosen-Sparte von Cascadia Brands Inc. aus Vancouver/British Columbia an Highwood Distillers Ltd. aus Calgary/Alberta verkaufen. Andrés Wines hatte im Mai 2005 Cascadia Brands erworben und war nur an den Weinen in deren Portfolio interessiert. Die Spirituosensparte wurde demzufolge jetzt deinvestiert. Highwood Distillers, gegründet 1974 und Hersteller der Whiskys Highwood, Centennial und Saskatchewan, übernimmt damit auch die Potters Distilling Co. mit ihren Marken Potters Special Old und Century Reserve sowie die Unternehmen Arctica Distilling Co. und Cascadia Brands Inc. Über den Wert der Transaktion wurde nichts bekannt. |
| 13.12.2005 Pernod |
Pernod Ricard Deinvestiert Pernod Ricard, die Nr. 2 auf dem Markt für alkoholische Getränke, trennt sich von seinen restlichen Anteilen an der Dunkin' Brands Inc. Dunkin' Brands Inc. ist die Marketinggesellschaft der Franchiseketten Dunkin' Donuts, Baskin-Robbins and Togo’s. Käufer ist ein Konsortium der Kapitalfirmen Bain Capital, The Carlyle Group and Thomas H. Lee Partners, die US$2,4Mrd. für den Franchiser bezahlten. Am 9.12. wurde bereits beschlossen, dass Pernod Ricard seine Anteile an dem Softdrinks-Hersteller Britvic plc im Wert von etwa EUR170m mit dem geplaten Börsengang von Britvic abgibt. Die Anteile waren mit dem Erwerb von Allied Domecq zu Pernod gekommen. Pernod Ricard begründet diese Schritte mit der Konzentration auf das Kerngeschäft. Das Geld soll zur Verringerung der Unternehmensschulden eingesetzt werden. |
| 2.12.2005 Whyte & Mackay |
Whyte & Mackay will Invergordon Grain-Whisky-Brennerei
verkaufen Das unabhängige Spirituosen-Unternehmen gab bekannt, dass sie den Grain-Whisky-Komplex Invergordon verkaufen möchten. Ab sofort sind sie offen für Gebote. Der Verkauf ist ein logischer Schritt bei der Entwicklung von Whyte & Mackay hin zu einem Anbieter von Premium Marken (Dalmore, Isle of Jura). W&M folgt damit anderen Unternehmen wie Glenmorangie Plc und Morrison Bowmore, die ihre Marken-Produkte ebenfalls von den Handelsmarken (Private Labels) trennten. Das Unternehmen gab bekannt, dass es einige Interessenten gäbe. Namen wurden nicht veröffentlicht. |
| 1.12.2005 Diageo |
Diageo in Spanien mit hervorragenden Zahlen Die spanische Niederlassung des größten Spirituosenherstellers der Welt Diageo berichtet einen Anstieg von +80% im operativen Gewinn für das vergangene Geschäftsjahr, dass zum 30.6.2005 endete. Als Gründe für den Gewinnsprung werden Kosteneinsparungen und Prozess-Optimierungen im operativen Geschäft benannt. |
| 28.11.2005 Times |
Sie suchen ein exklusives Geschenk für Weihnachten? GBP6.000: Schenken Sie einen Balvenie 50J aus dem Fass Nr. 191 GBP3.000: 3 Nächte-Weihnachten im Gleneagles Hotel im schottischen Perthshire. Übernachten Sie in dem Hotel, in dem Präsident Bush und Tony Blair in diesem Sommer am G8-Gipfel teilnahmen. GBP800: Einen Tag Lachs-Fischen am River Tweed, einem der exklusivsten Lachsreviere der Welt. GBP700: Eine Nacht im Skibo Castle in den Highlands, wo Madonna und Guy Ritchie heirateten. GBP100: Eine Runde Golf auf dem Old Course in St. Andrews. Rechnen Sie GBP50 extra für Caddy und Trinkgeld ein. |
| 27.11.2005 Wm. Grant |
Glenfiddich expandiert nach China Roland von Bommel CEO von Wm. Grant & Sons verlautete in der Sunday Times, dass die neue Unternehmung Wm. Grant & Sons Shanghai gegründet wurde, um den chinesischen Markt als Ganzes und die Regionen Shanghai, Beijing, Guangdong und Fujian im Speziellen zu erschließen. Der Schritt kommt gerade zum richtigen Zeitpunkt, wo sich die Umsatzzahlen in China jedes Jahr mehr als verdoppeln. |
| 26.11.2005 |
Allied Deutschland - Letzte Runde Obwohl Allied Domecq von Pernod Ricard gekauft wurde, übernahm Pernod Deutschland die deutsche Niederlassung von Allied nicht. Stattdessen wurde Maxxium Deutschland der Rechtsnachfolger. Da ein Übernahme-Deal hauptsächlich von Kosteneinsparungen lebt, bedeutet das leider auch das Aus für eine große Anzahl an Mitarbeitern von Allied Domecq Deutschland. Unter der Hand wurde bekannt, dass vermutlich 100 Jobs verloren gehen. Ein gemeinsames Organigramm Maxxium/Allied wurde auf einer Betriebsversammlung gezeigt, das aber nur Platz für rund 60% der gemeinsam Beschäftigten hat. Bis Mitte Januar 2006 soll die Integration abgeschlossen sein. |
| 25.11.2005 Canada.com |
Stellenabbau bei Hiram Walker Auch in Kanada hat die Übernahme von Allied Domecq durch Pernod Ricard Einfluss auf die Firmenstrukturen. Hiram Walker gehörte seit 1987 zu Allied Domecq und wandert jetzt unter das Dach der französischen Pernod Ricard. Kelly Gregoire, Pressesprecherin von Hiram Walker, gab bekannt, dass 40 Arbeitsplätze in den kommenden sechs Monaten entfallen bzw. nach Toronto verlagert werden. Bei den Arbeitsplätzen handelt es sich um Helpdesk, IT und Systemunterstützungsplätze. |
| 22.11.2005 Chivas Brothers |
The Glenlivet sponsort Sport Event Chivas Brothers gab bekannt, dass sie mit ihrem Whisky Flagschiff The Glenlivet das Top-Ruder-Event des Jahres 2005 sponsern werden. Es geht um die Überquerung des Atlantiks in Ruderboten! Der Event beginnt am 27. Nov. und dauert bis zu 50 Tagen. The Glenlivet sponsert das britische Team um den zweimaligen Goldmedaillen-Gewinner James Cracknell und seinen Partner Ben Fogle. Das Rennen beginnt auf der kanarischen Insel La Gomera und endet in Antiqua. Der Rekord für die Überquerung 2003 wurde vom Neuseeländischen Team mit 40 Tagen, 5 Stunden und 31 Minuten für die 3.611km aufgestellt (3,7km/h). |
| 22.11.2005 Brown-Forman |
Jack Daniel's mit gutem Ergebnis Brown Forman (Jack Daniel's) gab bekannt, dass das weiterhin starke Wachstum seines Flagschiffs Jack Daniel's erheblich zum Gewinnwachstum von +8% (US$357m) im zweiten Quartal 2005 beitrug. Der Umsatz wuchs im gleichen Zeitraum um 6% auf US$666m. |
| 16.11.2005 WestLB |
Besseres Rating für Diageo Die WestLB hat sein Rating für Diageo von neutral auf outperform erhöht. Grund für diese Erhöhung ist eine verbesserte Gewinnaussicht. 24.11.2005 Nachtrag: |
| 14.11.2005 |
Daten zur diesjährigen InterWhisky 2005 Die diesjährige InterWhisky findet wie immer im Hotel InterContinental in Frankfurt am Mainufer statt. Die genaue Adresse lautet: InterContinental, Frankfurt Wilhelm-Leuschner-Str. 43,
60329 Frankfurt Eintritt 10 EUR pro Tag und Person: Am Freitag und am Samstag Abend finden im Hotel große Highland Dinner statt. Karten zu diesem Dinner müssen vorbestellt werden. |
| 11.11.2005 Burn Stewart |
Bunnahabhain mit zwei neuen Abfüllungen Die Übernahme der Bunnahabhain-Brennerei durch CL World Brands (Burn Stewart) hat zu einer Renovierung der Marke geführt. Nicht nur wurde aktuell die Flasche des regulären 12-Jährigen aufwändiger gestaltet, auch zwei neue Abfüllungen werden vor Weihnachten in den Markt gegeben. Ein 18-jähriger und ein 25-jähriger Single Malt runden die Single Malt Palette nach oben ab. The Whisky Store wird die neuen Flaschen in seinen Neuigkeiten aufführen, sobald sie eingetroffen sind. |
| 10.11.2005 Pernod Ricard |
Absatz von Pernod steigt durch Allied Marken Das dritte Quartal schloss bei Pernod Ricard mit einem Umsatzplus von mehr als 50%. Zu diesem Umsatzwachstum trugen vor allem die Marken der übernommenen Allied Domecq bei. Doch auch die eigenen Marken zeigten ein deutliches Wachstum von 3%. Chivas Regal konnte um 7% zulegen. Jameson und The Glenlivet stiegen sogar um +13% bzw. +14%. |
| 9.11.2005 Pernod Ricard |
Glenlivet 21 Jahre erhält neue Ausstattung Nach der 'Renovierung' des Erscheinungsbildes des 12 und 18-jährigen Single Malts ist jetzt der 21-Jährige an der Reihe. Das Etikett erhält mehr grafische Icons und auch das Design wird voller. Der Brand Director Neil Macdonald sieht in dieser Aufwertung einen wichtigen Schritt, um das Premium Ende des Malt Whisky Marktes besser abzudecken. Der neu gestylte Single Malt ist im The Whisky Store noch nicht erhältlich. Es wird noch eine geraume Zeit dauern, bis alle Zwischenlager von den alten Flaschen geleert sind. |
| 4.11.2005 Scotsman |
Neue Whisky-Brennereien in England Der große Erfolg der schottischen Malt Whisky Brennereien lässt die Experten auf der Welt nicht zur Ruhe kommen. Läuft eine Brennerei erst einmal gut, so kann sie sich zur Goldgrube entwickeln. So plant es auch der Geschäftsmann Andrew Nelstrop, der GBP1m in eine neu zu bauende Brennerei in Norfolk (England) investieren will. Neben der Brennerei, die pro Jahr 100.000 Flaschen Single Malt Whisky in Fassstärke produzieren will, ist auch eine Abfüllanlage, ein Shop und ein Besucherzentrum geplant. Doch die Scotch Whisky Association ist auf der Hut! Scotch wird sich dieser Single Malt Whisky nicht nennen dürfen. Denn Norfolk liegt im Südosten der britischen Insel und hunderte von Meilen von Schottland entfernt. |
| 10.2005 Glenfiddich |
Glenfiddich harmonisiert Erscheinungsbild Die vier auflagenstärksten Glenfiddich Single Malts (12J, 12J Caoran, 15J, 18J) erhalten eine neue Aufmachung. Die Farben bleiben vom Grundton erhalten. Jedoch fallen sie in Zukunft kräftiger aus. Das grün wird grüner und das dunkelrot roter. Allein der 18-Jährige wandelt sich von braun zu gold-orange. Sicherlich werden diese Flaschen in Zukunft im Regal besser auffallen - was vermutlich der Grund für den Design-Wechsel war. |
| 26.10.2005 SWA |
Rekordabsatz bei Scotch Whisky Das erste Mal seit 8 Jahren ist der Halbjahresexport von Scotch Whisky wieder über GBP1Mrd. geklettert. Das letzte Mal war dies 1997 der Fall. Aktuell stieg der Export im ersten Halbjahr 2005 auf insgesamt GBP1.011m an. Das entsprach einem Wachstum von 3% im Vergleich zum Vorjahr. Den Hauptanteil an diesem Wachstum hat Asien mit +124% für China, +26% Südkorea, +47% Thailand und +25% Taiwan. Selbst die USA wuchs mit +7%. Auch die gerade auf kleinem Niveau startenden Märkte in Indien (+19%), Russland (+80%) und Südamerika (+19%) trugen zum Wachstum bei. Deutschland sackte nach einem sehr guten Jahr 2004 jetzt wieder um -32% auf GBP28,5m im ersten Halbjahr ab. Gesamt Europa zeigt mit -13% die gleiche Tendenz. |
| 26.10.2005 Evening Times |
Neuer Treffpunkt für die globale Whiskyindustrie Vom 20.-21.4.2006 findet zum ersten Mal die World Whiskies Conference im schottischen Edinburgh statt. Zielgruppe dieser Konferenz ist die Whiskyherstellende Industrie weltweit. Dem Experten-Komitee der Konferenz gehören Schotten, US-Amerikaner, Thailänder und Japaner an. Die World Whisky Conference wird unterstützt durch die Industrie-Vereinigungen: Kentucky Distillers Association, The Association of Candian Distillers, The All India Distillers Association und der International Wine & Spirit Competition. |
| 19.10.2005 Diageo |
Diageo wächst beständig Auf der gestrigen Jahreshauptversammlung konnte Diageo positive Zahlen vermelden. Das vergangene Geschäftsjahr (bis 30.6.2005) zeigte 4% organisches Umsatzwachstum und 7% Gewinnwachstum. Für das Jahr 2006 geht der CEO Paul Walsh von den gleichen Wachstums-Zahlen aus. |
| 19.10.2005 Times on line |
Whisky Geisterstadt zu verkaufen 11 Häuser neben der Tormore-Brennerei stehen als Ferienhäuser zum Verkauf. Die Häuser mit je drei Schlafzimmern wurden frisch renoviert und kosten GBP145.000 pro Stück. Ursprünglich wurden sie als Wohnhäuser für Brennerei-Arbeiter errichtet und standen ab 1995 leer. Vor 18 Monaten wurden sie dann vom damaligen Besitzer Allied Domecq an den Bauträger verkauft. |
| 17.10.2005 The Herald |
Old Pulteney entwickelt sich gut Inver House gab seine endgültigen Jahreszahlen für 2004 bekannt. Danach stieg der Umsatz um 5% auf GBP32,4m. Doch der Preiskampf im Geschäft mit einfachen Blended Whiskys haben dem Gewinn zugesetzt. Er sank aktuell um 5% auf GBP 2,4m. Zum Umsatzwachstum trug auch das Absatz-Wachstum von 40% beim Old Pulteney bei. Bemerkenswert war der Absatzanstieg des Old Pulteneys in Großbritannien selbst. |
| 3.10.2005 Evening Times |
Allied Übernahme führt zu Einschnitten im Management Wie die Evening Times bekannt gab, werden bis zu drei Direktoren am Allied Standort Dumbarton bis zum Jahresende ihren Job verlieren. Pernod Ricard, neuer Besitzer der Allied Brennereien scheint doppelte Positionen im gemeinsamen Management von Allied Distillers und The Chivas & Glenlivet Group zusammen zu legen, um so Overhead-Kosten einzusparen. Bereits im vergangenen Monat mussten ein Masterblender und zwei Production Manager das Unternehmen verlassen. Pernod Ricard kommentierte das Vorgehen nicht. |
| 3.10.2005 Fortune Brands |
Maker's Mark bei Jim Beam Fortune Brands, die Hersteller von Jim Beam, haben von der US-amerikanischen Federal Trade Commission FTC die Erlaubnis zur Übernahme des Maker’s Mark Bourbons erhalten. Norm Wesley, CEO von Fortune Brands, sagte der Presse, „dass Maker’s Mark sehr gut in das Portfolio der Small Batch Bourbons mit Knob Creek und anderen passe, die Jahr für Jahr ein zweistelliges Umsatzwachstum zeigten.“ Maker’s Mark vertreibt derzeit mehr als 6 Mio. Flaschen jährlich und die starke Nachfrage hatte in den letzten Monaten zu Lieferengpässen in Europa geführt. |
| 26.9.2005 Bacardi |
Bacardi Board wählt Familien-Mitglied auf den
Chef-Posten Der Aufsichtsrat des Familienunternehmens Bacardi wählte den 38 jährigen Facundo L. Bacardi mit sofortiger Wirkung auf den Chefposten. Herr Bacardi war bislang Vize-Chairman und Direktor seit 1993. Facundo Bacardi ist der Groß-Groß-Enkel des Firmengründers Don Facundo Bacardi, der das Unternehmen 1862 gründete. |
| 13.9.2005 Diageo |
Diageo im Aufwind? Das Bankhaus Dresdner Kleinwort Wasserstein hob die Bewertung von Diageo von 'hold' auf 'add' an. Das Kursziel wurde gleichzeitig von 800p auf 875p angehoben. |
| 9.2005 Chivas & Glenlivet |
Pernod konsolidiert in Schottland Wie Pernod Ricard bekannt gab, wird Balantine's als wichtigste Whisky-Marke von Allied Domecq in das Unternehmen integriert. Die aufnehmende Gesellschaft wird die Chivas & Glenlivet Group. Damit wird dem übernommenen Unternehmen Allied Distillers die wichtigste Marke genommen und in eine bestehende Organisation integriert. Zwar wird der Balantine's Standort Dumbarton weiter mit der neuen Abfüllanlage Bestand haben, doch für das Management am Standort wird es nur noch wenig Verwendung geben. Der Pernod Ricard General Director Richard Burrows geht davon aus, dass nach dem dritten Jahr der Übernahme von Allied konsolidierte Kostenersparnisse von EUR300m erzielt werden. |
| 11.9.2005 Glen Grant |
Whyte & Mackay bietet nicht für Glen Grant Bob Brannan, Managing Director bei Whyte & Mackay, gab bekannt, dass sich das Unternehmen nicht weiter an der Auktion um die schottische Malt Whisky Brennerei in Rothes beteiligen wird. Glen Grant kam in den Besitz von Pernod Ricard im Rahmen der Übernahme von Seagram's. Die neuerliche Übernahme von Allied Domecq durch Pernod Ricard hat zu einer schwierigen Wettbewerbssituation geführt. Die britische Wettbewerbsaufsicht hatte deshalb die Übernahme von Allied durch Pernod nur unter der Auflage genehmigt, dass Glen Grant verkauft wird. Der Kaufpreis für Glen Grant wird rund GBP75m betragen und ist damit für Whyte & Mackay zu hoch. Es bleibt aber anzumerken, dass Glen Grant nach Glenfiddich die zweitgrößte Single Malt Whisky Marke weltweit ist. Vergleicht man den angedachten Kaufpreis mit dem Erlös von GBP300m für Glenmorangie plc (Glenmorangie, Ardbeg, Glen Moray), so ist es wahrscheinlich, dass für Glen Grant ein deutlich höherer Endpreis bezahlt werden wird. Whyte & Mackay gab ebenfalls bekannt, dass sie weiterhin an anderen Marken aus dem Hause Allied Domecq interessiert sind. Bislang wurde in der Branche bekannt, dass an der Marke Glen Grant rund 10 Unternehmen interessiert sind. Darunter auch so renommierte Namen wie Bacardi oder Wm. Grant & Sons (Glenfiddich). |
| 15.9.2005 Benriach |
Benriach expandiert Die Eigentümer der selbständigen Benriach Brennerei in der schottischen Speyside haben vom ehemaligen Besitzer Pernod Ricard ein zusätzliches Lagerhaus mit den darin liegenden Fässern mit 1,5 Mio. Litern Malt Whisky erworben. Über die Details des Kaufpreises wurde nichts bekannt. Im gleichen Zeitraum nahm die Brennerei jedoch einen Kredit bei der Clydesdale Bank über GBP5,4m auf. Es wird jedoch nicht der gesamte Betrag für den Kauf verwendet worden sein, da die Benriach Brennerei ebenfalls Mittel für die internationale Expansion in USA, Frankreich, Deutschland, Niederlande, Italien und Asien benötigt. |
| 2.9.2005 Diageo |
Diageo steigert Gewinn Diageo gab eine Steigerung des Gewinns für das erste Halbjahr von 7% auf GBP1,9Mrd bekannt. Der Großteil des Profit-Wachstums geht mit GBP778m auf die USA zurück, wo die demografische Bevölkerungsentwicklung die Altersgruppe über 21 hat deutlich ansteigen lassen. Der Gewinnanstieg in Europa betrug nur 3% auf GBP693m. Der größte Einzelfaktor, der das europäische Wachstum behinderte, war die Einführung der deutschen Sondersteuer auf Alcopops. |
| 31.8.2005 Pernod Ricard |
Pernod Ricard gliedert Distribution ein Die größten Kosteneinsparungen bei der Übernahme von Allied Domecq durch Pernod Ricard können auf der Distributionsseite erzielt werden. So wie Moet-Hennessy nach der Übernahme von Glenmorangie Plc die Distribution der Marken Glenmorangie und Ardbeg eingliederte, übernimmt jetzt auch Pernod einen Großteil der Distribution der neuen Marken in die eigene Hand. Aktuell wurde bekannt gegeben, dass in zahlreichen Ländern Europas die Allied Marken zu Pernod wechseln. Auch Corby verlor als bisheriger kanadischer Distributor von Canadian Club und Sauza Tequila die Distribution an die an der Übernahme beteiligten Fortune-Brands. |
| 31.8.2005 Pernod Ricard |
Familie Ricard erhöht Aktienanteil Wie die französische Börsenaufsicht bekannt gab, erhöhte die Familie Ricard ihren Anteil an Pernod Ricard um EUR40m. Dies ist ein sicheres Zeichen, dass der CEO Patrick Ricard die Übernahme von Allied Domecq auf gutem Weg sieht. Die Holding Firma der Familie Ricard ist mit 9,7% Anteil der größte Einzelaktionär in Pernod Ricard. |
| 25.8.2005 Diageo |
Diageo macht Kasse Im Rahmen seiner Konzentration auf Spirituosen und Wein verkaufte Diageo 2001 seine Tiefkühlkostsparte Pillsbury an General Mills. Im Tausch erhielt Diageo 135m Aktien von General Mills im damaligen Wert von US$10,4Mrd. (US$77/Aktie). In den vergangenen Jahren trennte sich Diageo von mehr als 100m Aktien. Heute erwarb Diageo Put Optionen für die restlichen 25m Aktien beim Bankhaus Lehman Brothers. Damit erwarb Diageo das Recht die 25m Aktien im Zeitraum 4. Nov. bis 10. Nov. für US$51,56/Aktie zu verkaufen. Ob Diageo das tut steht noch nicht fest. Jedoch lässen sich mit so einer Put Option potenzielle, zukünftige Verkaufsverluste im Voraus begrenzen. Sollte Diageo diese Put Option ausüben, wäre Diageo einen deutlichen Schritt weiter in seinen Bemühungen um eine Konzentration auf alkoholische Getränke. |
| 25.8.2005 Diageo |
Bushmills Kauf abgeschlossen Diageo gab bekannt, dass der Kauf der nordirischen Brennerei Bushmills von Pernod Ricard abgeschlossen ist. Der genaue Kaufpreis wurde nicht bekannt gegeben. Er liegt bei rund EUR300m. Auch wenn Bushmills der erste irische Whiskey im Portfolio von Diageo ist, so ergänzt er doch den irischen Whiskey Likör Baileys und das Bier Guinness bei Diageo in idealer Weise. |
| 25.8.2005 Brown Forman |
Jack Daniel's legt weiter kräftig zu Der große Erfolg von Jack Daniel's Whiskey weltweit hat in Lynchburg Tennessee kräftige Investitionen erforderlich gemacht. Aktuell wurden neue Lagerhäuser im Wert von US$7m errichtet. Brown Forman konnte den Absatz von Jack Daniel's um 9% im vergangenen Jahr steigern und die neuen Lagerhäuser sollen sicher stellen, dass auch in Zukunft genug gereifter Jack Daniel's für alle Märkte der Erde zur Verfügung steht. Brown Forman verkauft 8m Cases (à 9 Liter) Jack Daniel's jährlich. Das entspricht über 100 Millionen 0,7 Liter Flaschen. Damit ist es weltweit die viertgrößte Premium-Spirituose. Jack Daniel's ist nach Angaben des Konzerns die teuerste Premium-Spirituose und verkauft sich 30% teurer als der Durchschnitt der Top15 Marken. Dabei ist die Wachstumsrate doppelt so groß wie die anderer führender Spirituosen. |
| 24.8.2005 Canadian Mist |
Canadian Mist sucht weicheres Image Brown Forman will das Erscheinungsbild seiner kanadischen Whiskeys Canadian Mist weicher gestallten und so mehr Kundenschichten erreichen, die ihre 'hard-partying days' bereits hinter sich haben. Man verabschiedet sich von imposanten kanadischen Landschaften in der Werbung. Stattdessen werden Mixgetränke und das gemeinsame Genießen von Drinks zu Hause in den Vordergrund gestellt. Bereits mehr als 30% der Kunden sind Frauen und der Anteil ist steigend. Auch eine neue Flasche soll Abstand zu den 'party up' Wodkas und Rums verdeutlichen. |
| 24.8.2005 WhiskyNotes |
Scotch Whisky Export ging zurück Der Export von Scotch Whisky sank in 2004 um 5,7% auf GBP2,3Mrd. Der Trend scheint jedoch gestoppt, da in den ersten fünf Monaten in 2005 der Exportwert wieder um 0,03% im Vergleich zum Vorjahr zugenommen hat. China, Russland und die Türkei zeigen das größte Wachstum. |
| 12.8.2005 Edradour |
Edradour plant neue Abfüllungen mit 30 Jahren Die derzeitigen Abfüllungen von Edradour mit 30 Jahren und der Jahrgang 1973 sind auf Seiten der Brennerei ausverkauft. Die letzten Flaschen werden in diesem Jahr über die Händler verkauft. Andrew Symington, Inhaber von Edradour, gab jetzt bekannt, dass gegen Ende des Jahres ein neuer Malt in Fassstärke mit dem Jahrgang 1975 abgefüllt wird und ein neuer Malt mit einem Alter von 30 Jahren erscheinen wird. |
| 11.8.2005 The Herald |
Glen Catrine mit steigendem Umsatz Glen Catrine Bonded Warehouse, die Abfüller von Glen Scotia und Littlemill, konnten für die 12 Monate bis zum 30. September 2004 einen Umsatzanstieg von GBP25,1m auf GBP25,4m melden (+1%). Im gleichen Zeitraum nahm der Gewinn jedoch von GBP1,33m auf GBP1,29m ab (-3%). Diese gedämpfte Entwicklung ist wohl immer noch Folge des verlorenen Rechtsstreits mit Wm. Grant & Sons (Glenfiddich, Grant's) um die Namensrechte Grant's. Nach dem verlorenen Prozess musste Glen Catrine seinen Grant's Wodka in Glen's um-branded. Ein teures Unterfangen. |
| 11.8.2005 This is North Scotland |
Gälische Whisky Brennerei auf Skye geplant Der Whisky Abfüller Praban na Linne Ltd. mit Sitz auf der Insel Skye plant den Bau einer eigenen Brennerei. Die Besonderheit der Brennerei ist die Konzentration auf die gälischen Ursprünge. So soll - soweit es die Gesetze zulassen - alles in dieser Brennerei und auf deren Produkten in Gälisch beschriftet sein. Auch werden Mitarbeiter bei der Einstellung bevorzugt, die Gälisch sprechen. Für die Brennerei soll die alte Cnoc-Farm in Teangue auf der Halbinsel Sleat umgebaut werden. Die Baukosten wurden auf GBP3m veranschlagt und es wird mit 60.000 Besuchern pro Jahr gerechnet. |
| 10.8.2005 SWA |
Die Scotch Whisky Association gibt neuen Kodex heraus Die Scotch Whisky Association SWA hat aktuell neue Verhaltensregeln für ihre Mitglieder für die Bewerbung und die Vermarktung von Scotch Whisky in Großbritannien heraus gegeben. Danach wird allen Mitgliedern ein striktes Verhalten auferlegt, wenn es um die Vermarktung ihrer Whiskys geht. Insbesondere wird die Kundenkommunikation, Werbung, Promotion Material, Sponsorenverträge und Webseiten in diesem Werk geregelt. Obwohl dieser 'Code of Practice' nur für die Mitgliedsunternehmen der SWA Gültigkeit hat, wird dem Werk doch auch eine internationale Bedeutung beschieden. Immerhin 98% allen Scotch Whiskys wird von Mitgliedsunternehmen hergestellt. Und rund 90% der hergestellten Menge wird exportiert. Gavin Hewitt, SWA Vorsitzender, gab bekannt, dass dies das weltweit strikteste Werk in Sachen alkoholischer Selbstregulierung darstellt. |
| 7.8.2005 Scotsman |
Blackwood Distillery erleidet Verzögerung durch
Bürokratie Beim Baubeginn für Blackwood wurden Bodenunzulänglichkeiten festgestellt, die eine Verschiebung des Gebäudes auf dem Gelände um 60m erforderlich machen. Die extremen Umweltauflagen und erneute Prüfung durch die Scottish Environment Protection Agency (SEPA) auf den Shetland Inseln führen deshalb zu einer erneuten Bauverzögerung. Die Fertigstellung der Brennerei verschiebt sich deshalb auf den Juli 2006. Blackwood muss für den regulären Betrieb 25 Auflagen einhalten. Durch die geänderte Lage des Gebäudes überprüft die SEPA erneut den Abfluss der Brennerei. |
| 2.8.2005 Glen Grant |
Glen Grant steht zum Verkauf Das starke Wachstum von Pernod Ricard wurde durch Zukäufe erreicht. Zunächst erwarb man gemeinsam mit Diageo die Überreste des Seagram's Imperiums. Dann kaufte man zusammen mit Fortune-Brands den größeren Konkurrenten Allied Domecq. Doch all diese Zukäufe werden von den Wettbewerbshütern kritisch gesehen. So war eine Auflage für die Übernahme von Allied Domecq, dass die weltweit zweitgrößte Malt Whisky Marke Glen Grant (ehemals Seagram) verkauft werden müsse. In dieser Woche beginnt die offizielle Bieterrunde um die Brennerei und die Markenrechte. Analysten gehen davon aus, dass die Marke rund GBP75m erzielen wird. Vergleicht man die starke Bedeutung von Glen Grant auf Märkten wie Italien und Deutschland, so kann man sich aber ebenfalls vorstellen, dass ein Mehrfaches dieses Wertes erreicht wird. Wer könnte der Käufer sein? Gerüchte sprechen von Bacardi und Louis Vuitton Moet Hennessey LVMH. Aber auch Wm. Grant & Sons, der Hersteller von Glenfiddich im benachbarten Dufftown könnte ein Interesse daran haben. Doch die Chancen stehen schelcht. Auch wenn Wm. Grant im Vergleich zu den Megakonzernen nur einen vergleichsweise kleinen Umsatz macht, so ist man doch im Besitz des direkten Konkurrenten und weltweit stärksten Malt Whisky Glenfiddich, was die Wettbewerbshüter nicht so gerne sehen. Mein persönlicher Tipp geht in Richtung CL World Brands (Angostura, Burn Stewart, Bunnahabhain). Dieses Unternehmen, finanziert durch die CL Financial in Trinidad kauft sich derzeit ein globales Spirituosenunternehmen zusammen. Glen Grant würde wunderbar dazu passen. |
| 1.8.2005 Bowmore |
Millionengewinn bei Bowmore Nein, leider hat nicht Bowmore seinen Jahresgewinn erhöht. Aber sechs Mädchen an der Flaschenabfüllanlage von Bowmore haben bei der staatlichen Lotterie mitgespielt und mit ihrem Gemeinschaftslos GBP15m (EUR22m) gewonnen. Das Verhalten der Damen war vorbildlich. Sie legten nicht einfach die Arbeit nieder sondern fragten brav, ob sie die Bottling-Line für eine kurze Feier anhalten dürften, als der Gewinn offiziell bestätigt wurde. Wir dürfen also sicher sein, dass wir auch in Zukunft unseren Bowmore Single Malt noch abgefüllt bekommen, ;-) Nachtrag: Wie es in der Zwischenzeit hieß, wollen drei der sechs Mädchen weiter arbeiten. |
| 29.7.2005 Brown- Forman |
Große Umwälzungen bei Brown-Forman Große Umwälzungen müssen nicht immer negativ gesehen werden. Trotz des Verlusts der Vertriebsrechte von Glenmorangie durch den Verkauf der Marke an Moet Hennessey (wir berichteten), zeigt die Entwicklung von Brown-Forman nach oben. Die Konzentration auf das Spirituosengeschäft (Jack Daniel, Woodford Reserve, ...) und der Verkauf der Haushaltswarentochter Lenox haben die verbliebenen Aktivitäten sehr lukrativ werden lassen. In den Monaten Januar bis April 2005 konnten die Gewinne pro Aktie um 21% gesteigert werden. Und das obwohl die Gewinne bereits auf hohem Niveau stehen. Jack Daniel's konnte steigende Absatzzahlen für das 13. Jahr in Folge vermelden. |
| 27.7.2005 Financial Times |
Fortune Bands mit großer Aufgabe Fortune Brands (Jim Beam) erwarb für GBP2,8Mrd. Top Spirituosenmarken von Allied Domecq. Dazu gehören so namhafte Marken wie Laphroaig, Canadian Club und Courvoisier Cognac. Mit diesem Erwerb katapultiert sich das Unternehmen von Platz 7 der Weltliste auf Platz 4. Mit dem Erwerb dieser Marken stiegen die Schulden des Unternehmens sprunghaft an. Die Rating Agenturen sahen sich genötigt, allein wegen der Höhe der Schulden, die Bonität des Unternehmens um 2 Stufen abzusenken. Dieses Absenken ist nicht kritisch zu sehen. Es bedeutet nur, dass für Fortune Brands zusätzliche Kredite in Zukunft etwas teurer würden. Doch die weltweit robuste Wein- und Spirituosenkonjunktur lässt einen guten Cashflow erwarten und somit eine zügige Schuldentilgung. |
| 25.7.2005 Financial Times |
Allied Domecq erfährt Stock Exchange Delisting Nach der Übernahme von Allied Domecq durch Pernod Ricard wurden aktuell die Allied Aktien vom Börsenzettel entfernt. Parallel dazu feierten die weltweit 11.000 Beschäftigten ihren Abschied vom alten Unternehmen und die Aufnahme ins neue. Die Feier begann in Neuseeland in den Weingütern von Montana und endete nach einem ganzen Tag in Kalifornien. |
| 13.7.2005 Datamonitor Financial Times |
Bald steigende Single Malt Whisky Preise? Der größte Spirituosenkonzern der Welt Diageo warnte vor einem nachlassenden Spirituosenhandel in Europa und dem ständigen Verfall der Alcopop-Verkäufe in den USA. Gleichzeitig sieht man sich durch den Zusammenschluss von Allied Domecq und Pernod Ricard einem ernsteren Konkurrenzdruck ausgesetzt. Trotzdem bleibt Diageo bei seiner Aussage, den operativen Gewinn in diesem Jahr um 6% zu erhöhen. Für das erste Quartal konnte Diageo bereits eine Gewinnsteigerung von 8% melden. Diese höheren operativen Gewinne werden durch ein Kosteneinsparungsprogramm erzielt, das zwar rund GBP70m kostet (hauptsächlich an Mitarbeiterabfindungen), aber bereits in diesem Jahr Einsparungen von GBP50m erwirtschaften soll. Begleitet wird das Kosteneinsparungsprogramm mit deutlichen Preiserhöhungen im Premium-Segment, zu dem auch die Single Malts gehören. In erster Linie sind dabei die Classic Malts of Scotland zu nennen. Hier ist nach wie vor ein deutliches Wachstum zu verzeichnen, das dieses Segment Preissteigerungen besser verträgt als billigere Spirituosen und Alcopops. |
| 6.7.2005 Financial Times |
Spirituosenkonzerne für
Gleichbehandlung in den USA Bislang sucht man Informationen über den Alkoholgehalt in typischen Servierportionen auf amerikanischen Whiskyflaschen vergebens. Anders ist es in Großbritannien. Hier werden die Alkoholeinheiten auf der Rückseite einer Whiskyflasche angegeben. Obwohl der Alkoholgehalt eines doppelten Whiskys gegenüber einem Glas Wein regelmäßig überschätzt wird, lässt derzeit der amerikanische Gesetzgeber keine weiteren Informationen auf dem Etikett zu. Im Gegensatz zu Europa, wo die Bestandteile eines Flaschenlabels gesetzlich bzw. verwaltungstechnisch geregelt sind, muss in den USA jedes einzelne Etikett durch das 'Alcohol and Tobacco Tax and Trade Bureau' freigegeben werden. Jetzt scheinen die Spirituosenkonzerne endlich auf offene Ohren gestoßen zu sein. Das konservative Centre for Government Reform plädiert für eine gleichmäßige Besteuerung von Bier, Wein und Spirituosen und wird in dieser Richtung auch seinen Einfluss auf Regierungsstellen wirken lassen. |
| 5.7.2005 Pernod Ricard |
Die Hintergründe des Pernod/Allied
Deals 99,8% der in Großbritannien lebenden Allied Domecq Aktionäre haben dem Übernahme-Angebot von Pernod Ricard zugestimmt. Der Kaufpreis betrug GBP7,6Mrd. (EUR13,5Mrd.) und wurde in bar und Aktien abgewickelt. Bis auf die kanadischen Wettbewerbsbehörden haben nun alle Beteiligten zugestimmt. Zur Financial Times gerichtet sagte der CEO von Allied Philip Bowman, "dass er gerne derjenige gewesen wäre, der die Übernahme angeführt hätte. Doch die möglichen Kandidaten Pernod, Bacardi, Brown-Forman und Remy Cointreau wären allesamt schwierige Übernahmeziele gewesen. So hätte z.B. die Familie Pernod 19,2% der Stimmrechte und auch Bacardi sei privat und durch die Familie kontrolliert. Gleiches gilt für Remy Cointreau." Durch die Übernahme wird die Position von Allied innerhalb des Pernod Ricard Konzerns gegenüber dem großen Konkurrenten Diageo gestärkt. Nur darum ging es in diesem Deal. |
| 5.7.2005 Imperial Distillery |
Endgültiges Aus für Imperial? Den Immobilienmaklern Bell Ingram und Gerald Eve wurde der Verkauf der Imperial Distillery übertragen. Die Gebäude und der Grund der Imperial Distillery werden im Verkaufsprospekt vollständig ausgestattet zum Verkauf angeboten. Lagervorräte sind in dem Angebot nicht enthalten. Der Prospekt richtet sich nicht an Spirituosenfirmen. Die örtliche Verwaltung des Morray Councils hat das 6,26 Hektar große Gebiet zur Umwidmung freigegeben. Laut Prospekt eigne sich das Gebiet sehr gut für hochwertige Anwesen. Auch die nahe Lage zum River Spey und der Stadt Aberlour werte das Grundstück auf. |
| 4.7.2005 Pernod Ricard |
Allied Aktionäre akzeptieren Gebot von
Pernod Nach dem Ausscheiden von Constellation Brands als zweitem Bieter für den zweitgrößten Wein- und Spirituosenkonzern der Welt Allied Domecq, haben heute die Aktionäre von Allied Domecq der freundlichen Übernahme durch Pernod Ricard zugestimmt. Damit übernimmt der drittgrößte Wein- und Spirituosenkonzern der Welt die Nummer 2. Die Zustimmung der Wettbewerbshüter in den USA und in der EU erfolgte vor wenigen Tagen. Die Zustimmung der Kanadier steht noch aus. Die Übernahme erfolgte nicht durch Pernod Ricard allein. Das amerikanische Unternehmen Fortune Brands (Jim Beam) übernimmt einen Teil der Marken, um die Auflagen der Wettbewerbshüter zu erfüllen. Marken, die zu beiden Unternehmen nicht passen, werden in den kommenden Monaten per Auktion angeboten. Die Übernahme wird am 26. Juli 2005 vollzogen. Für uns Malt Whisky Genießer bleibt die Situation noch etwas undurchsichtig. Zu unbedeutend sind die Single Malts in diesem großen Spiel. Ein paar Transaktionen erscheinen jedoch schon sicher. Bushmills geht zu Diageo und Laphroaig wird von Fortune Brands übernommen. Der weltweit zweitgrößte Single Malt Glen Grant muss verkauft werden und der irische Blend Tullamore Dew muss wohl auch einen neuen Eigentümer finden. Ob Maker's Mark und Canadian Club verkauft werden müssen, hängt an der Entscheidung der kanadischen Wettbewerbshüter. Die Zukunft der anderen, kleineren Single Malt Marken im Hause Pernod bleibt ungewiss. Glendronach, Scapa und Tormore kommen zu Pernod hinzu. Auch das endgültige Schicksal der 2000 übernommenen Ex-Seagrams Brennereien Longmorn und Strathisla wird sich damit neu entscheiden. |
| 2.7.2005 The Herald |
Morrison Bowmore im Aufwind Die vergangenen 12 Monate waren bei Morrison Bowmore (Auchentoshan, Bowmore, Glen Garioch) von großen Umwälzungen begleitet. Nach dem Abbau von 50 unlukrativen Arbeitsplätzen und einem geordneten Rückzug bei Supermarktketten wie Safeways, konnte im vergangenen Jahr im operativen Bereich wieder ein kleiner Profit erzielt werden. Morrison Bowmore Distillers, zu 100% im Besitz der japanischen Suntory, transformiert sich derzeit vom Zulieferer von Malts für Blends zu einer reinen Single Malt Whisky Firma. In den vergangenen 18 Monaten reduzierte man gleichzeitig das Personal von 220 auf 165. Trotzdem führten Pensionsverpflichtungen und ein Umsatzrückgang im wichtigsten aber krisengeschüttelten Exportmarkt Venezuela zu deutlichen Verlusten. Der Umsatz in 2004 fiel von GBP32,8m auf GBP31m, doch die Kernkosten sanken deutlich stärker von GBP21,9m auf GBP18,3m. Um das Profil des Single Malt Whisky Herstellers zu stärken, investiert Morrison Bowmore in diesem Jahr GBP1m in die Besucherzentren an ihren Brennereien. Man denkt ebenfalls darüber nach, ob die Malzböden bei Glen Garioch als Touristenattraktion wieder in Betrieb genommen werden sollen. |
| 1.7.2005 |
1. keltisch-germanische Highland Games
auf der Pferderennbahn in Halle an der Saale Zum ersten Mal treten in Halle an der Saale schottische und internationale Highland-Game-Mannschaften sowie Einzelkämpfer gegeneinander an. Das Programm beginnt am Fr. 1. Juli um 13:00 Uhr und endet am So. Abend mit der Siegerehrung. Auch für ein ausführliches Rahmenprogramm mit Handwerksausstellung, Theater, Pipebands, Feuerwerk und Kinderanimation ist gesorgt. Der Eintritt pro Tag beträgt 7 EUR. Die Dauerkarte für alle drei Tage kostet 15 EUR. Kinder bis 10 Jahre frei. Jugendliche und Rentner erhalten ermäßigten Eintritt. |
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