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Diageo plc, 8 Henrietta Place, London W1G 0NB

Diageo entstand 1998 aus einer Fusion (Merger) von Guinness und Grand Metropolitain. Die Geschichte des Whiskyzweiges innerhalb Diageos können Sie detailliert auf meiner Seite über United Distillers & Vintners (UDV) nachlesen.

Guinness seinerseits übernahm Anfang der achtziger Jahre in einer feindlichen Übernahme United Distillers (UD). Diese Akquisition beschäftigte die Gerichte noch bis in die neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts.

Am 8.7.2000 trennte sich Diageo von seinen Aktivitäten im Tiefkühl-Bereich. Pillsbury wurde an General Mills verkauft. Damit halbierte sich der operative Umsatz von Diageo um mehr als 6 Mrd. Pfund. Seit 1999 konzentriert sich Diageo auf wenige starke Marken mit Weltbedeutung (Global Priority Brands), um die Profitabilität des Unternehmens weiter zu verbessern.

Kurz nach dem Verkauf von Pillsbury ersteigerte Diageo zusammen mit Pernod Ricard den Spirituosen-Zweig von Seagram. Vorwiegend ging es Diageo um die Marken Captain Morgan Rum (als Konkurrenz zu Bacardi) und um den Kanadischen Whiskey Crown Royal.

Der Umsatz vor der neuerlichen Akquisition betrug im Jahre 2000:

 

Umsatz 2000

Spirits & Wine
(UDV)

2,82 Mrd. GBP

Beer
(Guinness)

2,15 Mrd. GBP

In 2000 wurden auch die bislang getrennt agierenden Firmen UDV und Guinness zu einem Unternehmen verschmolzen. Auch dadurch erwartet man sich eine weitere Steigerung der Ertragslage mit Synergie-Effekten.

Diageo stellt derzeit sein Produktportfolio um. Man trennt sich von allen nichtalkoholischen Getränken. So wurde nach Pillsbury in 2002 Burger King verkauft. Diese Milliarden-Deals gehen nicht immer positiv aus. Durch den Franchising-Krieg mit McDonald's um die Jahrtausendwende konnte Burger King nur mit erheblichem Verlust von GBP1,4Mrd. verkauft werden.

Mit der Übernahme von Allied Domecq durch Pernod Ricard 2005 konnte sich Diageo die renommierte irische Brennerei Bushmills einverleiben. Ein geschickter Schachzug, da durch die Übernahme der Franzosen eine weitere Konzentration in der irischen Whiskeybranche stattfand.

Allgemeine Einschätzung

Diageo ist unangefochten die Nummer 1 in Sachen Whisky. Neben 50 Malt Brennereien gehören ihnen diverse Grain Brennereien in Schottland. Über Diageo ergießt sich derzeit ein wahrer Geldregen. Die Ertragslage und der generierte Cash Flow sind außergewöhnlich gut. Diageo verfolgt jetzt das Ziel dem Aktionär nachhaltig überdurchschnittliche Gewinne zu liefern. 

Die Trennung vom Pillsbury Tiefkühlkost Bereich und von Burger King hat Diageo wieder mehr Bewegungsspielraum auf dem Weltmarkt verschafft. Die zugeflossenen flüssigen Mittel wurden für die Akquisition eines Teils der Spirits-Group von Seagram's ausgegeben. Vor allem der Captain Morgan Rum hat für eine Erhöhung des Marktanteils in den USA geführt.

Diageo hat seine Produkte in drei Klassen unterteilt:

Global priority brands
Local priority brands
Category management brands

Für die erste Kategorie (Smirnoff, Johnnie Walker, Guinness, Baileys, J&B, Cuervo und Tangueray) betreibt Diageo extreme Werbung und erzielt damit ein beachtliches Wachstum in jedem Jahr.

Seit 2004 hat Diageo eine vierte Kategorie, beginnend in USA eingeführt. Dies ist die Reserve Brand Group. In ihr sollen die höchstwertigen Marken aus dem gesamten Konzern zusammengefasst werden. Die Range reicht von Johnnie Walker Blue über die Classic Malts of Scotland bis hin zu den super alten Premium Single Malts.

 

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letzte Änderung: 13. Januar 2010