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Eine traurige Geschichte
Es gab einmal in Schottland vier gleichgroße Brennereien mit einer in etwa gleich großen Produktion. Jede dieser Brennereien erwirtschaftete einen unterschiedlichen Rohgewinn für die Konzernmutter in London.
Die Erste schaffte 1 Mio. EUR, die Zweite 2 Mio. EUR, die Dritte 3 Mio. EUR und die Vierte und beste Brennerei schaffte 4 Mio. EUR. Zusammen erwirtschafteten sie die stolze Summe von 10. Mio EUR Rohgewinn. Dem standen 7 Mio. EUR Kosten der Konzernmutter für sich selbst und den Vertrieb gegenüber.
Nun kam ein findiger Controller auf die Idee, jeder Brennerei seinen Anteil an Allgemeinkosten für Marketing, Konzernzentrale, etc. zu verrechnen. 7 Mio. EUR dieser Kosten mussten auf die vier Brennereien verteilt werden. Und da die Brennereien gleich groß waren und gleich viel Whisky vergleichbarer Qualität produzierten bekam jede eine Overhead-Charge von 1,75 Mio. EUR (7 Mio./4) verrechnet.
Schnell merkte man, dass die erste der Brennereien diese Kosten nicht erwirtschaften konnte und so schloss man sie. Aber was geschah im kommenden Jahr? Nun musste jede der Brennereien eine Overhead-Charge von 2,33 Mio. EUR (7 Mio./3) tragen. Auch die zweitbeste Brennerei schaffte dies nicht und musste geschlossen werden. Es kam wie es kommen musste: Auch die dritte Brennerei konnte mit ihrem Rohertrag von 3 Mio. EUR die Overhead-Charge von nun 3,5 Mio. EUR (7 Mio./2) nicht tragen. Ganz zu schweigen von der letzten Brennerei im allerletzten Jahr. 7 Mio. Overhead-Kosten standen nur noch 4 Mio. Rohgewinn gegenüber.
Und die Moral von der Geschichte? Auch wenn Controlling in der modernen Zeit sehr wichtig geworden ist, so sollte man das große Bild und den großen Plan nicht aus den Augen verlieren, sonst steht man am Ende des Tages ohne Whisky da.
Mein neuer Rechner - Teil 3
1974 habe ich meinen ersten Kontakt mit einem Rechner gehabt - einer DEC PDP11. Man tippte auf eine elektronische Schreibmaschine mit Endlospapier und der Computer antwortete über diese Schreibmaschine zurück. Seeehr langsam.
1983 kaufte ich meinen ersten IBM PC. 80 Zeichen pro Zeile bei 25 Zeilen konnte der PC anzeigen. Wenn man in einem Schriftstück blätterte, dann konnte man die einzelnen Zeichen nacheinander auf dem Bildschirm erscheinen sehen.
In den kommenden Jahren wurden die Rechner schneller und man konnte eine ganze Seite in der kurzen Zeit blättern, die der Elektronenstrahl zum Sprung von der unteren rechten Bildschirmecke bis zur oberen linken benötigte. Eine ganze Seite wurde so auf einmal frisch dargestellt.
Bergab mit den Antwortzeiten ging es dann mit Windows 1.01. Hier saß aus meiner Sicht jemand auf der Leitung und verlangsamte alles. Das kannte man schon von den Großrechnern, auf denen sich viele den Rechenkern teilen mussten und es deshalb hin und wieder zu langen Antwortzeiten kam.
Mit steigenden Windows-Versionen und kräftigeren PCs wurden die Systeme aber wieder schneller. Auf eine Eingabe folgte ab Windows NT4.0 auch postwendend eine Reaktion des Computers. Die kürzesten Antwortzeiten brachte aus meiner Sicht Windows 2000. Mit dem Wechsel auf WinXP gingen die Antwortzeiten erneut zurück - und zwar deutlich! Hier saß wieder jemand auf der Leitung und bremste einen aus. WinXP auf einem 750MHz System war wirklich eine Katastrophe.
Lange habe ich mich deshalb gegen Windows XP gewehrt. Nicht als Ganzes. Im Haus haben wir schon eine Reihe von XP-PCs laufen. Aber an meinem persönlichen Arbeitsplatz habe ich mich gegen diese System-Watte gewehrt.
Mit meinem neuen Rechner ist XP endlich wieder genauso schnell, wie Windows 2000 auf meinem alten.
Gerechterweise muss man sagen, dass es ab einer gewissen Reaktionsgeschwindigkeit - die man zu einem flüssigen Arbeiten braucht - keinen nennenswerten Vorteil mehr durch höhere Geschwindigkeit gibt. Wenn das System schneller als man selbst ist, dann bringt das halt nichts mehr. Diesen Zustand habe ich in XP jetzt endlich auch erreicht. Mit einem AMD XP 2200+, wie er typisch für unsere Rechner im The Whisky Store ist, ist XP nicht unbedingt schneller als man selbst - auch wenn man die ganzen Menü-Schatten und Animationen ausschaltet.
Um dem Architekturstreit gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen: Mit Linux und MAC-OS spürt man diese System-Watte zwischen Tastatur und Prozessor ebenfalls. Auch hier gibt es jede Menge Systemlayer, Virtualisierungen und Animationen, die den Rechner ausbremsen.
Wo habe ich nun wirklich meinen Vorteil mit dem neuen Rechner, wenn schon der alte schneller als ich selber war?
Rechenintensive Arbeiten und IO-starke Aufgaben werden wie der Wind abgehandelt. PDF-File-Erstellung, Datenbank-Operationen, EXCEL-Kalkulationen über längliche Makros; Alles ist mehrfach so schnell wie vorher. Kaum drückt man auf einen Knopf, ist der Rechner auch schon fertig - genial.
Hier sind die alten Beiträge zu meinem Rechner:
EUR
Bei uns im Lager dudelt den ganzen Tag das Radio (mit GEZ natürlich). Der allgemein eingestellte Sender ist Antenne Bayern (ohne GEZ). Warum? Weil es eine mittlerweile verstorbene Mitarbeiterin vor Jahren so eingeführt hat und sich Niemand zu wechseln traute.
Also lief Antenne Bayern immer noch. Wenn ich im Auto sitze und selbst Antenne Bayern wegen der Verkehrsnachrichten höre, dann reagiere ich immer sauer, wenn diese nervtötenden Gewinnspiele in eigener Sache kommen. Sie werden mehrfach pro Stunde wiederholt und wann immer die damit anfangen, wechsele ich unmittelbar den Sender. So höre ich nie länger als 15 Min. am Stück Antenne Bayern. Werbung kann ich noch ertragen - schließlich kommen manchmal witzige Spots - aber immer das Gleiche: "Gewinnen Sie 100.000 Euro für 10 Euro. Rufen Sie jetzt an!"
Vor Jahresfrist hatten die ein Spiel, bei dem sie zufällige Telefon-Nummern angerufen haben und wer sich mit "Hallo Antenne Bayern" meldete, erhielt 10.000 Euro. Dazu der Aufruf, dass sich auch Firmenmitarbeiter so am Telefon melden sollten. Einmal hörte ich unsere Mitarbeiter diskutieren, ob sie das ebenfalls machen sollten.
Ich schrieb daraufhin Antenne Bayern und sagte Ihnen, dass Ihr Verhalten vermutlich nicht zulässig sei, da man Niemanden ohne seine Zustimmung anrufen dürfe. Daraufhin rief mich eine Redakteurin zurück und rechtfertigte sich, dass es schließlich geschenktes Geld sei. Ich ließ nicht locker und sagte ihr, dass ich jeden Mitarbeiter abmahnen würde, der sich bei uns im Hause so melden würde. Schließlich ist der Kunde König und nicht der Radiosender. Ich erhielt dann noch einen Anruf - wohl von einer Vorgesetzten - aber ich blieb hart bei meiner Aussage. Bald darauf endete dieses blöde Spiel (vermutlich nicht wegen mir), nur um kurz darauf durch ein Neues ersetzt zu werden.
Tauschen eines 10 Euro Scheins gegen erst 10.000 Euro und später dann 100.000 Euro. Der Sender N-R-G (Energy) in München hält jetzt dagegen und verlost ebenfalls 1.000 Euro.
Hier wird der Spieltrieb des Menschen und die Sehnsucht nach Reichtum und Glück für die eigenen Zwecke ausgenutzt! So, wie die das forcieren, scheinen Sie richtig Erfolg damit zu haben. Meinen Glückwunsch an die Marketing-Verantwortlichen.
Am Ende des Tages tut sich Antenne Bayern damit leider keinen Gefallen. Menschen mit höherem Einkommen – so wie ich - hören sich die Radiosendungen nicht mehr an. Die Reichweite der Werbung - vor allem in die besseren Zielgruppen hinein – sinkt und in ein paar Jahren sinken dann in Folge auch die Werbeeinnahmen.
Im Fernsehen haben sie bereits reagiert. MTV nimmt keine Klingelton-Reklamen vor einer bestimmten Uhrzeit mehr an. Das hatte die normale Klientel vergrault.
Und bei uns im Lager? Als ich vorsichtig fragte, was man denn so hören wolle, kam eine breite Ablehnung gegen das Gedudel auf. Einige Tage war der Kasten jetzt sogar aus oder es spielte ein anderer Sender.
All Systems go Overload
Ich muss immer an Tina Turner und ihren Song 'Steamy Windows' denken, wenn der Weihnachtsstress bei uns ausbricht. Aus diesem Titel stammt das Zitat der Headline: "All Systems go Overload."
Heute ist es wieder soweit. The Whisky Store geht in den Overload-Zustand. Am Wochenende sind zum zweiten Mal seit es The Whisky Store gibt über 1.000 Bestellungen eingegangen.
Was zeichnet diesen Überlastungszustand aus ![]()
Mit dem ersten Dezember-Wochenende steigen die Bestellzahlen dermaßen stark an, dass Niemand bei uns mehr eine freie Minute über den Tag hat. Alles telefoniert, rennt, pickt und packt, damit wirklich jeder seine Flaschen noch vor Weihnachten bekommt.
Jetzt verschwimmen auch die Zuständigkeiten im Betrieb. Es kommt nicht mehr darauf an, was jemand das ganze Jahr über bei uns macht. Ich selber finde mich ab und an beim LKW-Entladen oder Müll aufräumen wieder. Wer eine Hand zum Zugreifen hat, der muss zur Unterstützung raus ins Lager.
"Ohs" und "Ahs" hört man verstärkt im Lager, wenn die Büromitarbeiter wieder einmal einen 50cm hohen Stoß an Picklisten und Rechnungen hinaus ins Lager bringen.
Und dann folgen typisch die Systemausfälle durch die Überlast. Beim Elektrostapler geht ein Schalter kaputt und wir können die hoch stehenden Paletten im Regallager nicht mehr entnehmen oder die Heizung der Umreifungsmaschine brennt durch. Beides ist uns in den vergangenen Tagen passiert. Gut wenn man dann einen Ersatz oder eine schnelle Reaktionszeit eines Servicetechnikers hat.
Jetzt wollen wir nur noch hoffen, dass die diesjährige Grippewelle erst nach Weihnachten eintrifft.
Bitte beachten Sie auch, dass unser Auslieferer DHL die normalen Zeiten vor Weihnachten nicht mehr einhalten kann. Es kommt zu Verzögerungen von ein bis drei Tagen.
Haarscharf der persönlichen Pleite entgangen
Hallo Horst,
bei diesem Thema ist Unternehmergeist gefragt
TWS sollte jetzt anfangen und eine eigene Whisky Pensionskasse gründen. Für jeden Mitarbeiter der in diese firmeneigene Pensionskasse einzahlt, werden zyklisch ausgewählte und vor allem im Wert steigende Whiskyflaschen auf Lager gelegt. Ab einer Lagerzeit von 10 Jahren wird dann angefangen diese Flaschen nach und nach wieder in den Verkauf zu bringen (dem Tagesgeschäft von TWS). Der Verkaufserlös fließt dann natürlich in voller Höhe wieder zurück in die Pensionskasse und steht dann für Pensionsansprüche von altgedienten Mitarbeitern oder für erneuten Whiskykauf zur Verfügung.
Das muss doch funktionieren und jedem wäre gedient...
P.S. Wenn die TWS Pensionskasse dann auch für Externe geöffnet wird (z.B. für Clubmitglieder etc.) trete ich selbstverständlich auch bei...
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