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Hier bloggt der Ehemann der Chefin. Das Blog enthält neben Informationen aus dem The Whisky Store auch regelmäßige Video-Verkosten unserer Whiskys und Informationen aus der Branche. Sie sind herzlich eingeladen, diesen Blog zu kommentieren. Ich freue mich über jeden fachlichen Kommentar.

Herzlich willkommen! Dies ist ein Blog mit hoher Frequenz. Ich veröffentliche werktäglich mindestens einen Beitrag. Es lohnt sich wiederzukommen. Ich freue mich über jeden Kommentar.

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03.05.2007
08:02

Ein 'spanisches' Whiskybuch

Anfang März fand die InterWhisky in München statt. Und zuvor erhielten wir eine E-Mail aus Spanien. Ein deutscher Fachbuchautor forderte uns auf, dass wir für sein neuestes Buch hunderte Whisky-Flaschen einer anhängenden Liste nach München zu einem Fotografen schicken sollten. Er wäre zur InterWhisky in München und so könnte er das Anfertigen der Flaschenfotos überwachen. Wir würden anschließend die Flaschen wieder zurück bekommen.


icon_question.gif


Keine Kostenübernahme, keine Bildverzeichnis Nennung. Eigentlich nur hübsche Forderungen von einem Unbekannten. Immerhin wollte er die Flaschen zurückgeben. Das erfolgt bei so mancher Zeitungsredaktion bei Einzelflaschen nicht. Die wollen meist auch jeweils zwei Flaschen von einer Sorte. Warum nur?


Wir löschten die E-Mail und gut war's - Denkste.


Es folgte ein Anruf, warum wir auf die Anfrage nicht geantwortet hätten. Es würde zeitlich langsam eng werden.


Was dieser Person auch am Telefon gar nicht einging, waren wirtschaftliche Zusammenhänge. Er dachte so für sich, dass er damit für den Whisky ja Reklame machen würde und das es dann auch schon genug sei. Er verwechselte uns mit den Herstellern.


Dass wir von einer bezugslosen Werbung für Maker's Mark oder Evan William's nichts hätten, ging ihm zunächst gar nicht ein. Auch dass wir die zerdatschten (befingerten) Flaschen nicht so gerne anschließend an unsere Kunden schicken würden, wollte ihm auch nicht einleuchten. Und für Ihn war sein One-Stop-Shopping nicht einmal etwas eigenen Aufwand wert.


Wir machten uns über diesen Herren in Folge natürlich auch etwas schlauer und er ist wirklich ein berühmter Autor. Leider nicht im Thema Whisky und so war er uns nicht bekannt. Sollten wir für die Nennung als Fotoquelle in einem Spätzünder-Buch (schließlich läuft der Boom ja schon 10 Jahre), den ganzen Aufwand auf uns nehmen?


Zum Schluss versuchte er es mit einem Tauschhandel. Für jede überlassene Flasche zum Fotografieren würde er uns ein kostenfreies Buch zukommen lassen.


Meine Frau ließ sich letzten Endes doch nicht überreden. Und das Hauptargument war: Sie als Kunden haben Anspruch auf Neuware und nicht auf Flaschen, die zuvor durch viele Hände gegangen sind. Und kann der Abdruck als Bildquelle unter zahlreichen anderen irgendwo im Einband eines Nachzügler-Buches uns für den Zig-Stunden-Aufwand entschädigen?


Meine Frau hat jetzt gehört, dass das Buch doch noch ein (längeres) Weilchen bis zur Veröffentlichung braucht ...

02.05.2007
10:14

Whisky-Webseiten

In unserem Shopsystem zeigen wir unten in der rechten Menüleiste die Überschrift 'Brennerei'. Darunter befindet sich eine Liste, mit der man alle Flaschen einer Brennerei sich anzeigen lassen kann (z.B. Ben Nevis).


Mit dem Klick auf ein Flaschenbild erscheint über dieser Brennerei-Überschrift eine weitere mit der Bezeichnung 'Brennerei Info', wenn für diese Brennerei eine eigene Webseite vorhanden ist.


http://www.whisky24.de/images/shop_web.gif


Die Links unter der Überschrift 'Brennerei Info' haben es in sich icon_exclaim.gif


Über 120 Brennereiseiten der Hersteller können Sie (über den Link 1) so von unserer Webseite aus leicht erreichen. Bitte verwechseln Sie diese Herstellerleiste nicht mit dem orange unterlegten Link (Link 2) zu unserer Homepage der Brennerei mit unseren vielen Fotos.


Haben Sie eine Whisky-Hersteller-Webseite gefunden, die wir nicht als Link in unserem Shop-System zeigen? Oder einen Link, der nicht mehr funktioniert?


Nennen Sie uns bitte diese Dinge unter Tenzer@TheWhiskyStore.de. Wir tragen sie gerne in unserer Datenbank nach.

30.04.2007
08:35

Weinöffner

Whiskygenießer sind meist Weinen auch nicht abgeneigt. Fast alle unserer Lieferanten vertreiben deshalb neben dem Whisky Wein. Von ihnen bekommen wir zu Weihnachten öfter einmal Weinöffner geschenkt.


Von einem Lieferanten, bei dem meine Frau sehr gute Kundin ist, bekamen wir einen Weinöffner mit Druckgas geschenkt. Ich hatte als kleines Kind so einen Öffner schon einmal bei meinem reichen Onkel gesehen. Dieses Teil hatte mich damals schon fasziniert. Und ein Kellner öffnet in einem der frühen James Bond Film auch einmal eine teure Flasche Wein mit so einem Gerät.


Ich selbst bin diesen Gas betriebenen Öffnern kritisch gegenüber eingestellt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Gas sich nicht im Wein löst und der gute Wein nachher nicht moussiert. Es wäre eine Schande um die guten Tropfen.


Trotzdem reizte mich der Öffner und so kam dieser Öffner nicht in unsere berüchtigte weihnachtliche Tombola. Ich riss ihn mir unter den Nagel.


Ein paar Weinflaschen öffneten wir damit und tatsächlich meinte ich ein wenig Gas im Wein moussierend zu spüren. Für die richtig guten Rotweine mit den langen Korken war die Gasnadel auch nicht lang genug. Das Gas würde dabei in den Korken gepresst und irgendwo wieder hinaus kommen. Also nahmen wir ihn nur zum Öffnen von Kochweinen her.


Das meiste Gas ging aber beim Spielen drauf. Es zischt so schön, wenn man oben auf den Knopf drückt. Es ist wie mit den kleinen LED-Handtaschenlämpchen am Schlüsselbund. Bei ihnen werden die Batterien auch nur durch das Spielen leer.


Beim Öffnen einer preiswerten Weißweinflasche war dann der Öffner endlich leer. Ich drückte auf den Knopf und es zischte auch noch ein wenig, aber der Korken kam nicht mehr heraus. Ich probierte es vielleicht 10 Mal. Dann wechselte ich die Patrone, denn eine Ersatzpatrone war in der Packung mit drin.


Ich drückte wieder und wieder. Aber der fest sitzende Plastikkorken wollte nicht heraus kommen. Ich blickte von der Seite in die Flasche um zu kontrollieren, ob die Nadelöffnungen noch vom Korken bedeckt wären. Mir fiel dabei nicht richtig auf, dass eine kleine Gasblase aus dem Wein aufstieg ...


Mit dem nächsten Drücken und Wackeln war es dann soweit. Mit einem lauten Knall - einer Champagnerflasche nicht unähnlich - flogen Korken und Öffner durchs Wohnzimmer und ich war von Kopf bis Fuß nass. Genauso wie die Couch und der Tisch. Laut fluchend rannte ich nach einem Handtuch, um die helle Couch zu retten.


Glücklicherweise verursacht Weißwein keine Rotweinflecken. In zwei Minuten war alles wieder trocken. Lediglich in der Flasche befand sich nur noch die Hälfte.


Jetzt liegt der Öffner in der Ecke und wird bestimmt nicht wieder verwendet.


Lessons learned:

Tatsächlich löst sich wie vermutet das CO2-Gas im Wein und lässt den Wein moussieren (perlen).

Und zweitens soll man nicht so neugierig und schon gar nicht gierig sein. Aber das sagten mir schon meine Großeltern icon_wink.gif

27.04.2007
07:27

Jury - Teil 3

Teil 2: www.forum.thewhiskystore.de/viewtopic.php

Sie erinnern sich? Vor einem Monat durfte ich bei einer Jury mitmachen, die 200 eingesendete Mailings (Werbebriefe und -sendungen) beim Wettbewerb der Deutschen Post zu bewerten hatte. Vorgestern war in München die Preisverleihung für die Bezirke Nürnberg und München. Als Mitglied der Jury war ich ebenfalls eingeladen.


Das Publikum war 'interessant'. Lauter Beschäftigte der Marketing-Agenturen - genauer gesagt der Dialog- bzw. Direktmarketing-Agenturen - waren gekommen. Männer mit Versace-Anzügen ohne Krawatte; Damen mit Schuhen, die nur mit Hilfe von Weltraummaterialien ihre Funktion erfüllen können; Glatzenträger; 3-Tagebärte (Asche auf mein Haupt) und 99% Raucher.


Whisky war auch ein Thema und meine Frau hat bestimmt 20 Neukunden bekommen, vor allem weil der Moderator der Veranstaltung darauf mehr als einmal hinwies. Vielen Dank!


Wie passte ich dazu? Ich war der Vertreter der Wirtschaft. Sicherlich recht untypisch, weil wir in dieser Branche zu den Kleinen gehören. Aber hipp genug, weil wir ein aktuelles Trendgetränk anbieten. Die anwesenden Agenturen arbeiten typisch mit Großfirmen zusammen und da sitzt ihnen nicht immer ein so kritischer Pfennigfuchser wie ich von einem Kleinunternehmen gegenüber.


Da prallten dann schon Welten aufeinander. Auf der einen Seite sind da die Kreativen. Sie haben tolle Ideen und ihr Beitrag soll die Kommunikation des Auftraggebers aus dem Einheitswerbebrei herausheben. Sie äußern sich oftmals kritisch über die so arg ins Geld 'verliebten' Einkäufer der großen Unternehmen.


Andersherum wird dieser Konflikt auch ausgetragen. Die Firmenvertreter äußern sich negativ über die Verschwendungssucht so mancher Kreativen und meinen sie nun 'einbremsen' zu müssen.


Gewonnen haben am Ende nur die Agenturen, die ihre Beiträge sehr kreativ und gleichzeitig aber auch zu vernünftigen Kosten erstellt hatten. Unsere Jury bestand aus fünf Mitgliedern. Zwei Agentur-Chefs aus Nürnberg und aus München, einem Professor aus München, einem Mitarbeiter der Post und mir als Vertreter der Wirtschaft. Nur wenn alle fünf Juroren überdurchschnittlich entschieden, hatte ein Betrag Chancen auf einen der Siegerplätze.


Wer waren nun die Sieger? Es gab mehrere Kategorien und mehrere Sieger pro Kategorie ohne spezielle Platzierung. Maximal drei Sieger gab es in einer Kategorie.


Zwei Mailings sind mir im Gedächtnis geblieben. Der im letzten Beitrag genannte Sportwagen war der neue Porsche Targa. Dieses Mailing hat aus meiner Sicht echte Chancen auf den Hauptgewinn, der jedoch erst in ein paar Wochen verkündet wird. In diesem vierstufigen Mailing waren nicht nur tolle, kreative Ideen drin - auch die Handwerkskunst war außergewöhnlich. Die Fotos hoben sich vom Einheitsbrei der Werbung ab, wie ein Michelangelo von naiver Kunst. Dies war für mich persönlich - obwohl es keine Reihenfolge gibt - der absolute Sieger im offenen Format. Ich drücke ihnen beide Daumen für den Deutschlandpreis.


Das zweite herausragende Sieger-Mailing stammte von der Münchener Agentur Benner & Partner. Sie bewarben mit einem 20g Standard-Mailing einen besonderen Telefon-Tarif von Vodafone, bei dem man seinen Festnetzanschluss kündigen konnte. Tolle Idee (Zwei sind einer zu viel); sehr gute handwerkliche Fähigkeiten und gute Response bei den folgenden Vertragsabschlüssen zeichnete dieses Mailing aus.


Am meisten beeindruckt hat mich ein Mailing im offenen Format, das nur an 67 Empfänger ging. Im ersten Schritt verschickte man verschlossene, durchsichtige Plexiglaskästen zum Aufhängen an die Wand, in denen man große, echte Geldscheine aus der ganzen Welt sehen konnte. Man konnte sie aber nicht anfassen, da der Plaxiglaskasten abgeschlossen war.


In einem zweiten Schritt, als die Spannung auf dem Höhepunkt war, verschickte man dann die passenden Schlüssel. Verkauft werden sollten Geldmarktfonds (deshalb die Geldscheine aus aller Welt). Empfänger dieser Sondermailings waren die Vorstände der großen Investmentbanken, die diesen Fonds in ihr Portfolio aufnehmen sollten. Wie erreicht man die Aufmerksamkeit dieser reservierten und nahezu nicht ansprechbaren Zielgruppe? Genauso!


Teuer aber gut! Mehr als 1/3 Erfolgsquote konnten sie verbuchen.


Und das Ende der Veranstaltung? Flying Buffet mit allerlei Köstlichkeiten - keinen Whisky, den hatten Anfang der Woche schon die Fernsehleute ausgetrunken icon_wink.gif und ein stundenlanges Gespräch mit einem befreundeten Agenturchef, den ich viel zu selten treffe, um die neuesten Strömungen am Markt abzugleichen.


Ich freue mich immer auf diesen Agenturchef, weil er die neuesten Neuigkeiten aus den Großunternehmen und von den Promis zu berichten weiß und ich glaube er freut sich auch auf mich, weil ich immer das Neueste aus dem Internet zu berichten habe. Nebenbei sind wir fast gleich alt und so haben wir auch in familiärer Hinsicht ähnliche Herausforderungen zu bewältigen.

Horst LüningweiterleitenPermalinkKommentare 0Tags: Jury, Teil
26.04.2007
08:20

Generation Praktikum

 

"sbrutsch"

Das nicht jedes Elternhaus auf solche Dinge Wert legt



Ich glaube, dies beschreibt eines der großen Probleme unserer derzeitigen Gesellschaft. Es wird auf einige Dinge kein Wert mehr gelegt...