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Hier bloggt der Ehemann der Chefin. Das Blog enthält neben Informationen aus dem The Whisky Store auch regelmäßige Video-Verkosten unserer Whiskys und Informationen aus der Branche. Sie sind herzlich eingeladen, diesen Blog zu kommentieren. Ich freue mich über jeden fachlichen Kommentar.

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27.04.2007
07:27

Jury - Teil 3

Teil 2: www.forum.thewhiskystore.de/viewtopic.php

Sie erinnern sich? Vor einem Monat durfte ich bei einer Jury mitmachen, die 200 eingesendete Mailings (Werbebriefe und -sendungen) beim Wettbewerb der Deutschen Post zu bewerten hatte. Vorgestern war in München die Preisverleihung für die Bezirke Nürnberg und München. Als Mitglied der Jury war ich ebenfalls eingeladen.


Das Publikum war 'interessant'. Lauter Beschäftigte der Marketing-Agenturen - genauer gesagt der Dialog- bzw. Direktmarketing-Agenturen - waren gekommen. Männer mit Versace-Anzügen ohne Krawatte; Damen mit Schuhen, die nur mit Hilfe von Weltraummaterialien ihre Funktion erfüllen können; Glatzenträger; 3-Tagebärte (Asche auf mein Haupt) und 99% Raucher.


Whisky war auch ein Thema und meine Frau hat bestimmt 20 Neukunden bekommen, vor allem weil der Moderator der Veranstaltung darauf mehr als einmal hinwies. Vielen Dank!


Wie passte ich dazu? Ich war der Vertreter der Wirtschaft. Sicherlich recht untypisch, weil wir in dieser Branche zu den Kleinen gehören. Aber hipp genug, weil wir ein aktuelles Trendgetränk anbieten. Die anwesenden Agenturen arbeiten typisch mit Großfirmen zusammen und da sitzt ihnen nicht immer ein so kritischer Pfennigfuchser wie ich von einem Kleinunternehmen gegenüber.


Da prallten dann schon Welten aufeinander. Auf der einen Seite sind da die Kreativen. Sie haben tolle Ideen und ihr Beitrag soll die Kommunikation des Auftraggebers aus dem Einheitswerbebrei herausheben. Sie äußern sich oftmals kritisch über die so arg ins Geld 'verliebten' Einkäufer der großen Unternehmen.


Andersherum wird dieser Konflikt auch ausgetragen. Die Firmenvertreter äußern sich negativ über die Verschwendungssucht so mancher Kreativen und meinen sie nun 'einbremsen' zu müssen.


Gewonnen haben am Ende nur die Agenturen, die ihre Beiträge sehr kreativ und gleichzeitig aber auch zu vernünftigen Kosten erstellt hatten. Unsere Jury bestand aus fünf Mitgliedern. Zwei Agentur-Chefs aus Nürnberg und aus München, einem Professor aus München, einem Mitarbeiter der Post und mir als Vertreter der Wirtschaft. Nur wenn alle fünf Juroren überdurchschnittlich entschieden, hatte ein Betrag Chancen auf einen der Siegerplätze.


Wer waren nun die Sieger? Es gab mehrere Kategorien und mehrere Sieger pro Kategorie ohne spezielle Platzierung. Maximal drei Sieger gab es in einer Kategorie.


Zwei Mailings sind mir im Gedächtnis geblieben. Der im letzten Beitrag genannte Sportwagen war der neue Porsche Targa. Dieses Mailing hat aus meiner Sicht echte Chancen auf den Hauptgewinn, der jedoch erst in ein paar Wochen verkündet wird. In diesem vierstufigen Mailing waren nicht nur tolle, kreative Ideen drin - auch die Handwerkskunst war außergewöhnlich. Die Fotos hoben sich vom Einheitsbrei der Werbung ab, wie ein Michelangelo von naiver Kunst. Dies war für mich persönlich - obwohl es keine Reihenfolge gibt - der absolute Sieger im offenen Format. Ich drücke ihnen beide Daumen für den Deutschlandpreis.


Das zweite herausragende Sieger-Mailing stammte von der Münchener Agentur Benner & Partner. Sie bewarben mit einem 20g Standard-Mailing einen besonderen Telefon-Tarif von Vodafone, bei dem man seinen Festnetzanschluss kündigen konnte. Tolle Idee (Zwei sind einer zu viel); sehr gute handwerkliche Fähigkeiten und gute Response bei den folgenden Vertragsabschlüssen zeichnete dieses Mailing aus.


Am meisten beeindruckt hat mich ein Mailing im offenen Format, das nur an 67 Empfänger ging. Im ersten Schritt verschickte man verschlossene, durchsichtige Plexiglaskästen zum Aufhängen an die Wand, in denen man große, echte Geldscheine aus der ganzen Welt sehen konnte. Man konnte sie aber nicht anfassen, da der Plaxiglaskasten abgeschlossen war.


In einem zweiten Schritt, als die Spannung auf dem Höhepunkt war, verschickte man dann die passenden Schlüssel. Verkauft werden sollten Geldmarktfonds (deshalb die Geldscheine aus aller Welt). Empfänger dieser Sondermailings waren die Vorstände der großen Investmentbanken, die diesen Fonds in ihr Portfolio aufnehmen sollten. Wie erreicht man die Aufmerksamkeit dieser reservierten und nahezu nicht ansprechbaren Zielgruppe? Genauso!


Teuer aber gut! Mehr als 1/3 Erfolgsquote konnten sie verbuchen.


Und das Ende der Veranstaltung? Flying Buffet mit allerlei Köstlichkeiten - keinen Whisky, den hatten Anfang der Woche schon die Fernsehleute ausgetrunken icon_wink.gif und ein stundenlanges Gespräch mit einem befreundeten Agenturchef, den ich viel zu selten treffe, um die neuesten Strömungen am Markt abzugleichen.


Ich freue mich immer auf diesen Agenturchef, weil er die neuesten Neuigkeiten aus den Großunternehmen und von den Promis zu berichten weiß und ich glaube er freut sich auch auf mich, weil ich immer das Neueste aus dem Internet zu berichten habe. Nebenbei sind wir fast gleich alt und so haben wir auch in familiärer Hinsicht ähnliche Herausforderungen zu bewältigen.

Horst LüningweiterleitenPermalinkKommentare 0Tags: Jury, Teil
26.04.2007
08:20

Generation Praktikum

 

"sbrutsch"

Das nicht jedes Elternhaus auf solche Dinge Wert legt



Ich glaube, dies beschreibt eines der großen Probleme unserer derzeitigen Gesellschaft. Es wird auf einige Dinge kein Wert mehr gelegt...

25.04.2007
08:17

Mitarbeiter im The Whisky Store

Hallo Horst,

da sprichst Du mir aus der Seele.

Allerdings sehe ich die Sache aus der entgegengesetzten Perspektive, nämlich der des Arbeitnehmers.

Früher dachte ich auch daß der Job der beste sei bei dem am meisten rüberkommt.

Aber was bringt mir ein hohes Gehalt wenn mich der Job so ankotzt, daß ich jeden morgen eine Ausrede suche um nicht hin zu müssen.

Dann lieber ein- oder zweihundert Euronen weniger aber ich habe Spaß am Job.

Andererseits mußte ich auch erstmal begreifen das Einsatz im Job sich lohnt. Denn nur wen es dem Betrieb gutgeht kann er dafür sorgen, daß es den Arbeitnehmern auch gut geht.

24.04.2007
08:50

Mutmacher

Gestern war meine Frau auf eine Veranstaltung des Bayerischen Fernsehens eingeladen. Es handelte sich um die 10-jährige Jubiläumsveranstaltung der Sendung die Mutmacher, die im Rahmen des Wirtschaftsmagazins Profile dann um 21:15 Uhr auch gleich ausgestrahlt wurde.

www.br-online.de/bayern-heute/sendungen/profile/index.xml

www.br-online.de/bayern-heute/artikel/0704/23-mutmacher-profile/index.xml


Die Sendung Mutmacher stellt seit 10 Jahren jeden 2. Montag um 21:15 Uhr auf Bayern 3 ein junges Unternehmen und den/die Macher/in dahinter vor. Der Beitrag ist immer sehr straff und bringt die Unternehmeridee auf den Punkt. Diese wenigen Minuten kurzen Beiträge sollen den bayerischen Bürgern Mut für die Selbstständigkeit und das Unternehmertum machen.


Meine Frau gehörte zu den Unternehmerinnen der ersten beiden Jahre, über die ein Beitrag gesendet wurde. In Sachen Mutmacher war sie also ein 'alter Hase'.


Mit 26 Firmenporträts pro Jahr sind jetzt schon 260 Mutmacher gezeigt worden. Von Internet-Firmen über Dienstleister bis hin zu forschenden Hightech-Firmen reicht die Palette. Auch skurrile Ideen waren dabei. Leuchthalsbänder für Hunde oder ein 80-jähriger Gründer, der Holzkarussells nach seinen Kindheitserinnerungen herstellt.


Die Erfolgsquote dieser ausgesuchten Unternehmen ist besonders hoch. Nach durchschnittlich 5 Jahren am Markt sind erst 8 Unternehmen in die Insolvenz gegangen. Zwei 'Pleitiers' waren auch anwesend. Einer hatte die Insolvenz überlebt und die zweite muss noch ein paar Jahre sich ruhig verhalten, bis ihr die Schulden erlassen werden und sie wieder beginnen darf.


Im bayerischen Schnitt gehen über die ersten 5 Jahre viel mehr Unternehmen in die Insolvenz. Die Quote in Bayern liegt bei rund 40%. Der Bundesschnitt liegt mit 50% leider noch etwas darüber. Wir Mutmacher müssen auch besser sein. Schließlich wurden wir nach der Geschäftsidee handverlesen.


Wir hatten ein mittelgroßes Studio, in dem rund 150 Mutmacher als Kulisse an kleinen Tischen platz nahmen. Eine Moderatorin und zwei Redakteurinnen interviewten mit vier Kameras einzelne, ausgewählte Gründer. Dazwischen wurden immer wieder Beiträge eingespielt. Für mich war so ein Fernsehstudio etwas ganz Neues. Die viele Technik war nicht unerwartet. Dass sich aber vier Kameras einen kleinen Raum teilen mussten und dazwischen noch die Moderatorin vor der Kamera No 1 den Teleprompter abzulesen hatte und noch eine 36kg schwere Handkamera mit Kreiselausgleich in der Mitte herumbewegt wurde, zeigt die Professionalität der Beteiligten. Dass die ganzen Kabelträger Niemanden zu Fall brachten, war schon bemerkenswert.


Ich komme mit dieser Bussi-Gesellschaft und den ständigen Umarmungen der Medienwelt nicht so richtig zurecht. Die Leute wirken so aufgesetzt und zum Teil auch richtig unsicher. Die Spinner und die Profis kann ich dabei nur unsicher unterscheiden.


Als dann die Sendung 2h vor Ausstrahlung aufgezeichnet wurde, sah man die Profis am Werk. Die Chaoten verschwanden und die richtige Crew übernahm. Nur eine Einstellung musste nachgestellt werden und wir mussten auch nur einmal zusätzlich klatschen. Dann war alles im Kasten und wir konnten das Buffet plündern gehen.


Und die Kommunikation beim Buffet war eigentlich das Interessanteste überhaupt. Natürlich hatten wir auch eine kleine Bar aufgebaut und der Zuspruch war ganz ordentlich.


Wenn man sich mit den Unternehmern im Smalltalk unterhält, dann kommen immer wieder die gleichen negativen Geschichten hoch, über die ich hier hin und wieder berichte. Bei all den positiven Entwicklungen dieser Mutmacher-Persönlichkeiten ist es schon unglaublich, wie viel Negatives sie über die ganzen Randbedingungen in ihrem Geschäft zu berichten haben. Und das als Erstes!


Und das Ärgerlichste ist: Es müsste nicht sein. Wenn Jemand einem ein paar Knüppel in den Weg schmeißt, dann bekommt man sie mit Arbeit auch wieder aus dem Weg geräumt. Aber der Knüppelschmeißer hält sich für so absolut wichtig, dass man zwischen einigen Stunden und einigen Monaten Arbeit investieren muss, bis man das Hindernis aus dem Weg geräumt hat.


Und das glaube ich, macht das Wesen dieser 260 Unternehmen mit ihren Mutmachern aus. Sich bloß nicht von all den Bremsern und Neider aufhalten zu lassen. Das wichtigste Argument in dieser Hinsicht sind mittlerweile die geschaffenen Arbeitsplätze. Niemand kann sich als hauptamtlicher Bremser im Sattel halten, wenn man mit dem Verlust von Arbeitsplätzen droht. Wenn man dann noch öffentliche 'Awareness' hat, dann ist der Vorgesetzte des Bremsers meist sehr schnell zum Einlenken bereit.


In Summe haben die vorgestellten Unternehmen mehrere Tausend Arbeitsplätze hier in Bayern geschaffen.


Den Vogel schoss jedoch eine Mutmacherin ab, die derzeit internationale Grundschulen in Deutschland gründet. Mit Ihrer Schule in Berlin hat sie bereits mächtig Preise abgeräumt und war in der Presse präsent. Sie trägt den Gedanken des Mutmachens bis in die Schulen hinein. Statt vor einem übermächtigen Kultusapparat zu resignieren trägt sie die Idee einer zeitgerechten Kinderförderung bis hinein ins Klassenzimmer.


Da hatten wir natürlich glänzende Übereinstimmungen

www.forum.thewhiskystore.de/viewtopic.php

23.04.2007
09:21

Uhren, Eier, Whisky und sonstige Ungereimtheiten

Keine Sorge: das Binärsystem ist schon ein Begriff. icon_wink.gif Mir war nur noch nicht ganz klar, wie sich das über die Finger abbilden lässt, aber dank deines Tips ist der Nebel nun gelichtet. Vielen Dank also! icon_smile.gif