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23.07.2009
09:00

Alkoholpolitik - Neues Ungemach aus Schweden?

Seit 1.7.2009 hat Schweden den EU-Vorsitz übernommen. Und was ist da aus Stockholm zu hören? Schweden will einen Vorstoß in Sachen Alkoholpolitik machen.


Und wer es nicht weiß - Schweden hat die härtesten Alkoholgesetze der Welt. Nicht nur die Alkoholsteuern erreichen astronomische Höhen (ca. 4-facher Satz von Deutschland), auch die Alkoholwerbung ist vollständig verboten und der Verkauf von Alkoholika über die Straße erfolgt durch das Staatsmonopol Systembolaget. Nicht zu vergessen: Der Versand von Alkoholika ist selbstverständlich untersagt.


Und hier zwei Zitate von der offiziellen Seite:


“Long term, patient efforts are required to reduce the harmful effects of alcohol. The EU’s alcohol strategy is a good tool”, says Minister for Elderly Care and Public Health Maria Larsson. “We must ensure that the measures to counteract the harmful effects of alcohol remain high on the EU’s agenda.”



Soweit noch gut und nachvollziehbar. Aber dann:


This status report, together with the results of a conference of experts on alcohol and health, which the Presidency is arranging in September, will form a basis for the Council’s discussions. The Presidency’s ambition is that the Council shall adopt conclusions at its meeting in December to support the EU alcohol strategy.



Aber in diesem Teilsatz liegt der Sprengstoff begraben. "The Presidency’s ambition is" heißt in Klartext nichts anderes, als dass er die Empfehlungen aus dem letzten Statuspapier zur Alkoholpolitik in verbindliche EU-Richtlinien umwandeln will. Darin eingeschlossen ist natürlich das Alkoholwerbeverbot über das ich mich vor ein paar Jahren schon einmal hier ausgelassen habe.

23.07.2009
08:38

Kilchoman feiert Single Malt Launch Party

Die Zeit vergeht wie im Fluge und kaum haben wir davon gehört, dass es auf Islay eine neue Malt Whisky Brennerei gibt, schon kommt der erste Single Malt auf den Markt. Der Anfang war nicht einfach, denn kurz nach der Eröffnung der Brennerei brannte auf Grund von Schweißarbeiten der Dachstuhl ab.


Doch nun haben sie es geschafft und können Ihren westlichsten Single Malt abfüllen. Doch nur so lange, bis die neue Brennerei auf den äußeren Hebriden in ein paar Jahren ihren ersten Single Malt abfüllt.


Am 9. September 2009 (9.9.09) feiert man die erste Abfüllung des Kilchoman Single Malts mit einer Launch Party. Viel weiß man noch nicht über die Erstabfüllung. Sie soll auf jeden Fall mit 46% erfolgen und einen Preis von unter 50 Euro für die 0,7 Liter Flasche aufweisen. Noch im September sollen diese Flaschen dann in Deutschland eintreffen.

23.07.2009
08:32

Benriach mit neuen Abfüllungen

http://www.whisky24.de/blog/briach70.jpg


Zum Herbst hat auch die Brennerei Benriach neue Einzelfass-Abfüllungen angekündigt.


1970 cask # 1035 / 38YO / Pedro Ximinez Sherry Finish

1975 cask # 4450 / 33YO / Peated / Tawny Port Finish

1977 cask # 3798 / 31YO / Full maturation in Virgin Oak

1978 cask # 4414 / 31YO / Gaja Barolo Finish

1978 cask # 7772 # 30YO / Classic Speyside

1984 cask # 1048 / 24YO / Peated / Pedro Ximinez Sherry Finish

1988 cask # 4424 / 20YO / Gaja Barolo Finish

1990 cask # 970 / 19YO / Classic Speyside

1994 cask # 105100 / 14YO / Classic Speyside


Welche dieser Flaschen zu welchem Preis ihren Weg nach Deutschland finden werden ist noch unbekannt.

23.07.2009
08:23

Freiheit - Teil 2

Dies ist die Fortsetzung dieses Beitrags.


Kennen Sie das Völkerrecht? Davon wird immer gerne geredet aber Niemand ohne spezialisiertes Jurastudium wird dieses Völkerrecht wirklich kennen. So, wie unsere Gesetze in Deutschland unsere Freiheit untereinander regeln, so soll das Völkerrecht die freiheitlichen Beziehungen unter den Völkern regeln. Ein paar Dinge - so habe ich es gehört - enthält das Völkerrecht. So z.B. die Unverletzlichkeit der Staatsgrenzen und das Gewaltverbot.


Und hier komme ich nun in ein moralisches Dilemma. Das Völkerrecht wurde von einer Institution (der UNO) geschaffen, die mehrheitlich nicht aus demokratischen - also landläufig unfreien - Staaten besteht. Und die verabschieden also ein Völkerrecht, das als allgemeinverbindlich gilt. Damit habe ich ein Problem. Mehrheitlich unfreie Gesellschaften verabschieden ein Recht auch für freiheitliche Staaten, das somit Unfreiheit beinhaltet.


Betrachten wir einen Staat - Namen will ich bewusst nicht nennen - der eine Militärdiktatur als Regierungsform aufweist. Nun gibt es in diesem Land eine Naturkatastrophe und die Militärdiktatur lässt keine Hilfslieferungen ins Land zu. Warum? Vielleicht wird dann in der Bevölkerung bekannt, dass es im Ausland so viel besser ist als im eigenen Land und dass man auch ohne Opfer für die Obrigkeit prima auf dieser Welt leben kann.


Millionen von Menschen müssen also Leiden, damit ein unfreies Land unfrei bleibt. Wenn das Land im Chaos liegt und die Militärdiktatur nicht weiß, was im Land abgeht - darf man dann das Chaos nutzen und den Menschen ohne Erlaubnis helfen? Darf man die Unverletzlichkeit der Grenzen negieren und helfen?


Man kann das jetzt noch eine Portion aggressiver diskutieren. Wenn ein Land in der Vergangenheit die eigenen Menschen unterdrückt hat und Kriege mit den Nachbarstaaten angefangen hat - darf man dann aggressiv dieses Land (als Einzelland oder über die Nato oder UNO) angreifen und die Regierung auswechseln?


Oder als letzte, noch schwierigere Frage: Darf man auf ein unfreies Land von außen einwirken, damit es den Bürgern letzten Endes besser geht?


Wir haben ja leidvoll am eigenen Leib erfahren, dass 10 bis 20% Braun-Sozialisten oder Rot-Sozialisten unser Land völlig im Griff halten können, um es von jeglicher Zukunft, Wohlstand und Fortschritt abhalten können. Ist Abwarten und Teetrinken in diesen Fällen immer angesagt? Früher haben diese Länder (auch Deutschland) die Nachbarn mit Panzern und Flugzeugen angegriffen und erst dann konnte man sie endlich, da sie fremde Landesgrenzen verletzt hatten, unter massiven Opfern besiegen und umdrehen. Heute droht die Atombombe als Erstschlagswaffe.


Ok, einziges derzeit im Völkerrecht anerkanntes Mittel zur Ausübung von Zwang auf ein Land ist wirtschaftliche Isolation. Aber wie wir alle wissen, entsteht weltweiter Wohlstand nicht dadurch, dass man im 'eigenen Dreck' herum kratzt, sondern durch weltweiten, austauschenden Handel. Isoliert man ein Land, dann erzeugt man in diesem Land bitterböses Elend sowie Hunger und Tod, da die unfreie Führung natürlich erst für ihr eigenes Wohl und Fortkommen sorgt und nicht für die durch die Isolation benachteiligte Masse des Volkes.


Wie soll man solche Probleme lösen? Doch angreifen und die Regierung auswechseln? Hier ist mein Freiheits-Dilemma des gestrigen Beitrags, mit dem ich wohl auf der Welt nicht alleine stehe.