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Hier bloggt der Ehemann der Chefin. Das Blog enthält neben Informationen aus dem The Whisky Store auch regelmäßige Video-Verkosten unserer Whiskys und Informationen aus der Branche. Sie sind herzlich eingeladen, diesen Blog zu kommentieren. Ich freue mich über jeden fachlichen Kommentar.

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24.06.2010
21:50

Neues Video: Midleton

Nun habe ich sogar zwei Videos vor Ort bei der Old Midleton Brennerei gedreht. Leider hat der Teil 1 wieder nicht beim Hochladen auf Anhieb funktioniert. Aktuell rechnet YouTube noch daran rum.

Hier ist also zuerst einmal Teil 2.

Update: Hier hat das jetzt auch mit Teil 1 geklappt.

24.06.2010
14:26

Kilbeggan mit erstem, eigenen Whiskey

Vor wenigen Wochen war ich in Irland und habe dort auch die wieder eröffnete Kilbeggan Brennerei besichtigt. 1957 produzierten sie ihren letzten Whiskey. Was seitdem unter ihrem Namen auf den Markt kam, war Whiskey aus der Cooley Brennerei.


Jetzt ist es soweit. Der erste Whiskey aus den neuen, kleinen Brennblasen ist abgefüllt und der Whiskey heißt, wie er heißen muss: Schlicht und einfach Kilbeggan Distillery Reserve. Und es ist keine Überraschung, es ist ein Single Malt. Denn wenn man nur Pot Stills betreibt, fällt einem ein Grain Whiskey reichlich schwer.


Wann er nach Deutschland kommt, ist mir nicht bekannt.

24.06.2010
08:49

Jetzt geht’s weiter ...

Ich habe mir letztlich im Fernsehn Fußball angesehen. Jetzt nicht die Jagd auf das Kugeltier, sondern eine Reportage über Manchester United und wie ein US-Investor diesen Club von der Börse weggekauft hat. Aktuell versuchen die Fans mehr als 1 Milliarde Pfund zusammen zu bekommen, um den Club 'freizukaufen'. Sie tragen mittlerweile zum Protest schon andere Farben.


Doch zu Deutschland. Der BVB hat sich an der Börse dermaßen runtergewirtschaftet, dass es ganz krass ist. Binnen 10 Jahren verloren sie 90% ihres Wertes. Auf der anderen Seite habe ich auch einen Beitrag über die finanzielle Situation des Erzrivalen Schalke 04 gesehen. Da addieren sich mittlerweile die Schulden auf eine Viertelmilliarde.


Wie will man das Problem lösen? Ähnlich zu unserem Staat und unseren Bankern haben die beiden Feindbilder aus dem Pott eines gemeinsam. Die Chefs haben abgewirtschaftet. Bloß nicht bei ihren Gehältern. Sparen sollen immer die anderen. Und wenn es an Geld fehlt, dann bitte muss die Stadt als Träger des Stadions, das Land mit den Kosten für die Polizei und die Allgemeinheit mit den Fernsehgebühren ran. Also wir, der normale Bürger.


Ja, das passt dermaßen 'gut' in die Zeit. Da muss nun auch einmal beim Fußball gespart werden. Und interessanterweise geht es manchen Clubs (auch ohne Mäzene wie die Hoffenheimer oder Rasenbäller) richtig gut. Es kann also funktionieren, wenn man es richtig macht. Irgendwie drängt sich da ein Vergleich mit der Deutschen Bank auf. Die haben es auch ohne Staatshilfen geschafft (noch).


Was mich bei den Rasenbällern von Red Bull und deren Strategie beeindruckt hat, ist deren Fußballschule in Afrika. Nicht nur bilden sie dort den Nachwuchs für die Bundesliga aus - sie haben auch richtige Schulen gegründet, um den Top-Spielern die entsprechende Bildung (und Wirtschaft I bis IV icon_wink.gif ) beizubringen, um im europäischen Fußballzirkus zu überleben. Man kann sich damit also die heftigen Transfersummen sparen und Top-Spieler für lau ausbilden. Intressantes Geschäftsmodell.


Gäbe es eine Chance für einen deutschen Fußballclub, sich aus der Fußballbörse zurückzuziehen? Und statt des ewigen Spieler-Kaufens und -Verkaufens junge Spieler aufzubauen und so ohne viel externes Geld auszukommen? Der Vergleich mit den multinationalen Wirtschaftskonzernen drängt sich auf, die sich kleine Whiskybrennereien gegenseitig abkaufen anstatt neue selbst aufzubauen. Aber es gibt ja noch mehr Parallelen zwischen Fußball und Whisky.


Denkt man das zu Ende, dann kommt da die Gier des kleinen Fußballspielers in den Vordergrund, der so schnell es geht Profi werden will und an die Knete möchte. Eine Verpflichtung eines Nachwuchsspielers (vor dessen Aufbau) für 5 oder gar 10 Jahre gegen moderates Geld, erscheint in Mitteleuropa nicht machbar. Denn wenn es mit dem Spieler karrieretechnisch losgeht, ist er noch nicht volljährig und kann nicht über die 18-Jahre-Grenze hinweg von seinen Eltern zwangsverpflichtet werden.


In Afrika mag da die Rechtssituation eine andere sein. Vielleicht kann man dort über die Köpfe der Kinder hinweg mit den Eltern einen Deal machen, der lange genug hält, damit der Verein auch ohne Millionentransfersummen zu Spielerressourcen kommt.


Wie auch im ganz normalen Leben ist der einfache Spieler-Mensch derjenige, der mit seiner unermesslichen Gier die Vereine dorthin gebracht hat, wo sie jetzt stehen. Und hier greifen Spieler, Trainer und Management Hand in Hand und saugen aus, so gut es geht.


Wäre ich ein Fußballfan, dann würde ich nicht ins Stadion gehen und auch nicht die Glotze anmachen. Ich würde selbst Kicken gehen. Das bringt Befriedigung. Aber man hat mich damals nicht mitspielen lassen icon_frown.gif icon_wink.gif


Vor dem aktuellen Fußballzirkus die Augen zu schließen und an 'seinen' Verein zu glauben, bei dem man noch nicht einmal die Namen bzw. die Geburtsorte der Spieler aussprechen kann und stattdessen an Kakaogetränke denkt, macht einen schon etwas 'Schitzo'.