
Herzlich willkommen! Dies ist ein Blog mit hoher Frequenz. Ich veröffentliche werktäglich mindestens einen Beitrag. Es lohnt sich wiederzukommen. Ich freue mich über jeden Kommentar.
Whisky-Verpackungen
Unsere Kaufentscheidung für einen bestimmten Whisky hängt zu einem guten Stück von der schönen, bunten Verpackung ab. Das haben wir in der Vergangenheit ausgiebig diskutiert. Die Beiträge sind im Archiv der Club-Mitglieder zu finden.
Doch neben dieser Verpackung gibt es noch eine Pappkiste, mit der die Flaschen zu 6 oder 12 in ihren bunten Verpackungen transportiert werden. Diese Kisten sind zum Teil irre und hier möchte ich einmal auch etwas Negatives anbringen, was mir sonst nicht so liegt.
An alle Hersteller, die diesen Beitrag vielleicht lesen: Ich spreche nicht über die Qualität der Flaschen und ich spreche auch nicht über die Qualität der Tube. Es geht nur um die Pappkisten, die der Kunde nie zu sehen bekommt.
Auf Platz 5 der Negativ-Liste stehen die Kisten von Bowmore für die ihre einzelnen Tuben (Legend, 12J, 15J, usw.). Sie sind als 6er Kiste zwar schön leicht zu bewegen und auch ausreichend stabil, um den Inhalt zu schützen. Das ist aber auch schon Alles Positive. Die Kisten sind auf der Oberseite dermaßen heftig verklebt, dass man sie nur mit roher Gewalt aufbekommt. Jede Menge Fingernägel gehen dabei drauf und die Klebung ist besser als die Pappe. Reißt man einen Karton auf, reißt die Pappe neben der Klebung.
Platz 4 gebührt Bruichladdich. Die tollen, aufwändigen, dicken Blechröhren sind am Boden kräftig gebördelt, so dass ein 1mm Rand übersteht. Zwischen den 6 Flaschen befindet sich ein aufwändiges Gefache, damit die Röhren nicht aneinander scheuern. Der Konstrukteur dieses Gefaches hat auf optimalen Schutz geachtet. Dass dieses Gefache mit dem überstehenden Rand kollidiert und man die Röhren überhaupt nicht mehr aus der Kiste heraus bekommt, stört wohl keinen.
Platz 3 geht an Cragganmore und Royal Lochnagar. Hier wird genauso wie bei Bowmore viel zu viel Kleber zum Verschließen der Kisten eingesetzt. Im Gegensatz zu Bowmore ist die Pappe aber viel dünner, so dass man nicht nur seine Nägel killt sondern sich auch noch den hinteren Nagelrand am Finger aufreißt. Der Einsatz eines Messers ist dabei unmöglich, da man ansonsten mit großer Wahrscheinlichkeit die Verkaufsschachtel beschädigt. Dass es deutlich besser geht, zeigt der gleiche Hersteller bei Lagavulin und Talisker.
Platz 2 dieser Negativ-Verpackungsliste geht an die Literflaschen von Bushmills. Hier kombinieren sich eine Menge der allgemeinen Probleme. Die Tuben besitzen einen überstehenden Rand, so dass sie sich oft nicht aus der Schachtel ziehen lassen. Zusätzlich ist die Pappe der Schachtel so dünn und die Schachtel enthält kein Gefache, dass die 12 Liter Flaschen mit einem Gewicht von rund 24kg das Anheben einer geöffneten Kiste unmöglich machen. Sie verbiegt sich leicht und reißt oft dabei ein.
Platz 1 belegt unangefochten der irische Redbreast 12J. Hier haben die Hersteller ebenfalls zuviel des Guten bei der Verpackung getan. Jeweils 3 Flaschen werden zusammen in eine längliche Kiste gepackt, die mit Klebeband verschlossen ist. Da die Schachtel des Redbreast aus ziemlich dünnem Karton besteht und auch die erste Kiste nur aus einwelliger, dünner Pappe, packt der Hersteller zwei dieser 3er Sets zusammen in eine 6er Kiste. Resultat? Der Auspack-Aufwand verdoppelt sich und da man das Klebeband der 3er Kiste in der Mitte aufschneiden muss, kommt es – wenn man zu schnell und unaufmerksam ist – mit dem Messer zu einer Beschädigung des bunten Verkaufsschachtel.
Um es zu wiederholen: Mit dieser Liste gebe ich keine Wertung über die Qualität der Whiskys und auch keine Wertung über das Design und die Güte der Verkaufsverpackungen ab. Es geht in dieser Liste ausschließlich um die Probleme, die wir als ‚Auspacker’ mit den Liefer-Kartons haben.
- 0 Kommentare
In der Community anmelden





Mein Kommentar