Hilfe

Admin Blog

Hier bloggt der Ehemann der Chefin. Das Blog enthält neben Informationen aus dem The Whisky Store auch regelmäßige Video-Verkosten unserer Whiskys und Informationen aus der Branche. Sie sind herzlich eingeladen, diesen Blog zu kommentieren. Ich freue mich über jeden fachlichen Kommentar.

Herzlich willkommen! Dies ist ein Blog mit hoher Frequenz. Ich veröffentliche werktäglich mindestens einen Beitrag. Es lohnt sich wiederzukommen. Ich freue mich über jeden Kommentar.

Blog-Impressum  |  AGB-Community

20.07.2006
08:58

Whisky Bestellungen

Gestern bekamen wir einen Anruf von einem Nicht-Kunden, der uns mitteilte, dass er eine gerade erhaltene Lieferung nicht bestellt hatte. Ein Fremder hatte in seinem Namen bewusst falsch bestellt. Er hatte schon zahlreiche andere Pakete erhalten, die jetzt seinen Hausflur zur Abholung verstopften.


Vor 7 Jahren hatten wir das erste Mal so einen Fall. Eine Familie aus Schwaben wurde ihres Lebens nicht mehr froh. Ersatzteile, Whisky, Goldschmuck, Diamanten und Flugtickets 1. Klasse nach San Francisco wurden neben Hunderten anderer Dinge auf ihren Namen bestellt.


Mahnungen, Gerichtsvollzieher, Schufa-Einträge, ... Was hatte die Familie nicht Alles zu erdulden. Am Ende des Tages ließ sich die Familie bei der Paketpost sperren. Das beendete die Ersatzteil- und Weinbestellungen, half bei Flugtickets und Zeitungsabos natürlich nicht wirklich weiter. Diese Familie bat mittlerweile jeden geprellten Händler um Mithilfe und stellte den Kontakt zur Polizei-Direktion Stuttgart her.


Jeder Internet-Surfer hinterlässt Spuren, die zurück verfolgbar sind. Nicht alle Internet-Händler zeichnen diese Informationen auch auf, so dass die Familie bis zu der Bestellung bei uns keine Handhabe gegen den Missetäter hatte.


Anders bei uns. Wir waren vor 7 Jahren bei einem kleinen Provider in den USA gehostet und dieser schrieb bereits damals die IP-Adressen der Besteller schon mit.


Mit dieser IP-Adresse konnte die Polizei bei der Telekom den Anschluss ermitteln, von dem aus bestellt wurde. Und was soll man sagen? Trotz globalem Internet wohnte der Missetäter nur zwei Straßen vom Opfer entfernt. Es war da eine private 'Rechnung' offen. Kreuzverhör im Präsidium - Geständnis - über 50.000 Euro Schaden.


Doch die wenigsten Firmen machten damals (im Gegensatz zu heute) ihren Schaden gelten. Zu groß war die Angst, dass die Firmen als unsicher bekannt werden und sie selbst größeren wirtschaftlichen Schaden erleiden als zwei leer gebliebene Flugsessel.


Wir erhalten regelmäßig solche Fake-Bestellungen, von denen wir mit Hilfe von den Spezialabteilungen der Polizei fast alle aufklären können. Das oft von Datenschützern kritisierte verdachtsfreie Speichern von Verbindungsdaten über einen gewissen Zeitraum macht in diesem Fall für The Whisky Store durchaus Sinn.


  •  
  • 3 Kommentare
  •  
Thomas_B15
20.07.2006
10:51

Beim Thema Datenschutz flippen normalerweise immer alle aus. Da bin ich ja mal gespannt hier icon_smile.gif



... ich bin ja bis heute noch der Meinung, das 90% der selbst berufenen "Datenschutzbeauftragten", die sich so im www tummeln, eigentlich nur etwas zu verbergen haben (zu einem sehr großen Teil wohl weil reger Datenaustausch von geschützten Inhalten via Tauschbörsen und Warezboards betrieben wird) und sich deshalb in ihrer Freiheit beschnitten sehen. Wer sich korrekt verhält hat nichts zu befürchten sag ich immer, auch wenn das ein wenig an Dorfkneipenpolitik nach 5 Bier erinnert. Wenn ich einem Unternehmen so viel Vertrauen schenke, dass ich bei ihm mein Geld lasse und Ware bestelle, dann sollte ich auch soviel Vertrauen in das Unternehmen haben und ihm meine Daten anvertrauen können (siehe zB Kreditkartendaten). Wenn dies nicht der Fall ist, sollte man sich flux einen anderen Geschäftspartner suchen. Aber Geiz ist ja geil und deshalb ist egal wer die Ware liefert: Hauptsache billig!

Anonymous
27.07.2006
10:21

Mit etwas Verspätung möchte ich zu dem Thema auch noch kurz meine Meinung sagen. Thomas_B15 hat das schon genau richtig geschrieben: Wie kann es mich stören, dass meine IP-Adresse etc. von einem Internet-Versandhändler gespeichert wird, wenn ich dort etwas bestelle und dazu meinen Namen und Adresse angebe?

Diese "verdachtsfreie" Speicherung von Daten macht durchaus Sinn, eben um solche Spaß-Bestellungen (oh wie spaßig) zu verhindern. Davon profitieren ja letztlich auch alle echten Kunden, denn ein Unternehmen müsste ja diesen Schaden sonst auf die Preise umlegen, um den Verlust wieder rein zu holen.

Insofern stört mich diese Speicherung von Verbindungsdaten nicht.

sbrutsch
27.07.2006
15:08

Hi,



das ganze ist wie immer nicht so leicht zu handhaben. Jede Medaillie hat seine zwei Seiten.



IP-Speicherung fuer solche Belange oder auch in einer Forensoftware macht durchaus Sinn. Leider lassen sich solche Informationen leider auch missbrauchen. Und gerade die Datenweitergabe ist in den meisten Faellen nicht geklaert bzw. nicht abgesichert.



Deswegen kann man keine Pauschalaussage treffen wie oben geschrieben. Denn jeder hat was zu verbergen - naemlich sein Privatleben.



Gruss und haltet eure Augen auf

Stefan

Mein Kommentar

Zurück