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30.03.2011
09:36

Glenmorangie Pride

Am Montag war ich zu einer Video-Konferenz in München eingeladen. Vorgestellt wurde aus Edinburgh ein neuer, seltener Single Malt Whisky von Glenmorangie mit Namen Pride.

Dr. Bill Lumsden, Head of Distilling & Whisky Creation bei Glenmorangie, hat ihn persönlich kreiert und mit uns gemeinsam im neuen Verkostungsraum von Glenmorangie in Edinburgh probiert. Die Besonderheit an dieser Flasche ist einmal der Jahrgang 1981. Dies war das härteste Jahr in der großen, britischen Rezession und entsprechend knapp sind die Vorräte. Der Malt Whisky wurde damals in 1st Fill Ex-Bourbon-Hogsheads gefüllt und für 18 Jahre zum Reifen gelegt. Das war vor der Zeit von Bill bei Glenmorangie.

1999 füllte Bill diese 18-jährigen Fässer in sechs kleine Barrique-Fässer des Weingutes Château d'Yquem aus dem Sauternes in der Region Bordeaux um. Die Sauternes Weißweine sind äußerst süß und die französische Eiche viel kräftiger als die amerikanische Weißeiche der ersten Fässer. Normalerweise lässt man Malts maximal zwei Jahre nachreifen. Doch dieser Single Malt durfte eine komplette zweite Reifung über 10 lange Jahre in diesen besonderen Fässern absolvieren. Wir haben es also nicht mit einem nachgereiften sondern eigentlich einem doppelt gereiften Single Malt Whisky zu tun.

Die Flasche kommt ab Juli 2011 auf den Markt. Die Flasche und die Box sind extrem hochwertig ausgeführt. Nach Deutschland kommen wohl nur wenige Dutzend der abgefüllten 1.000 Flaschen.

Und der Preis? Der fiel mit 2.750 EUR etwas heftig aus. Doch die Hauptregionen für den Absatz sind die USA und Asien. Da werden sich schon 1.000 Kunden finden lassen. Der Single Malt ist über The Whisky Store erhältlich.

Und wie hat er geschmeckt? Sagenhaft! Doppelte Fassreifungen gibt es nur sehr selten. Entsprechend hoch ist die Komplexität. Ich habe eine kleine Flasche zur Probe erhalten und werde sie im kommenden Monat in einem Video hier vorstellen.


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LordBellamy
31.03.2011
20:28
etwas heftig ?

Na, ich finde den Preis absolut überzogen, kein Wunder, dass davon nur wenige Flaschen nach Deutschland kommen.

Der Stoff ist schliesslich erst 30 Jhare alt, und keine 50 oder 60, und die doppelte Reifung erklärt diesen Preis auch nicht. Dann schon eher die neue schöne Flaschenform mit formvollendeten Holzsarg.

Ich denke einfach, dass die auch mal ein absolutes "Spitzenprodukt" am Markt als Flaggschiff platzieren wollen. Das ist Marketing, nichts weiter, und wie ich finde noch nicht einmal gutes Marketing.

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