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Preiserhöhungen bei Signatory Vintage
Schlechte Nachrichten aus Schottland. Im März hatte ich über drohende Preiserhöhungen bei den unabhängigen Abfüllern berichtet. Bislang hat nur Gordon & MacPhail seine Ankündigungen in die Tat umgesetzt.
Nun ist auch die Preiserhöhung von Signatory Vintage veröffentlicht. Alle Whiskys werden spürbar teurer. Bei den älteren wird es - genauso wie bei G&M - heftig teurer. Nach und nach setzen sich bei uns jetzt mit dem Eintreffen der neuen Flaschen die höheren Preise durch. Spätestens zum Katalog im September wird der ganze Umfang deutlich werden.
Warum?
Es gibt zwei Effekte. Einmal wird unabhängiger Whisky nun wirklich rarer. Die Strategie der Konzerne seit der Jahrtausendwende, keine Whiskyfässer mehr an Unabhängige abzugeben, macht sich deutlicher bemerkbar.
Es ist aber auch die europäische Schuldenkrise, die ihre Schatten voraus wirft. In UK läuft die Inflation mit heftigen 5%. Aber die Märkte werten das Pfund nicht gegenüber dem Euro um eben diese 5% ab. Das Gegenteil ist der Fall. Das Pfund hat um 10% zugelegt. Das addiert zusammen 15% zu unseren Einkaufspreisen hinzu. So wundert es nicht, dass wir bei einem guten Teil der Signatory Flaschen Preissteigerungen von 20% und mehr sehen.
Auch wenn es platt nach "Manipulation durch Zeitdruck" klingt: Kaufen Sie jetzt die Signatory Vintage Flaschen, die sie sich für dieses und das kommende Jahr vorgenommen haben. Es kann nur noch teurer werden.
- 6 Kommentare
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Dann
sollen die sich ihre Flaschen irgendwo hin stecken!^^
Warum eigentlich?
Warum tut sich ein UA so eine "Erhöhung" überhaupt an und verkündigt das auch noch öffentlich? Jede Abfüllung ist doch eh begrenzt, da macht man die halt so teuer wie nötig, wenn sie alle ist, ist eh vorbei, und mit der nächsten genauso. Und wenn von einem Jahr aufs andere ein Euro draufkommt, merkt's doch eh keiner, weil neue Abfüllung.
Wenn da jetzt auf einmal "20% auf alles" kommt, kann das doch nur heißen, dass sich über die letzten Jahre jemand zu blöd angestellt hat...
Falsch ausgedrückt
Da habe ich mich falsch ausgedrückt. Natürlich kam die Erhöhung so versteckt, wie Sie sie vorschlagen. Aber wir können halt rechnen ;-)
@Akagi
Das ist leider keine Lösung, da sich nun schon der zweite (nach G&M) zu diesen Erhöhungen genötigt fühlt.
Ich glaube wir dürfen uns bei unseren Politikern der vergangenen Jahrzehnte bedanken, denn die kommende Krise wirft ihre Schatten per Inflation voraus.
Edradour?
Werden sich die angekündigten Preissteigerungen auch auf die Whiskies von Edradour auswirken?
Noch haben wir keine Aussagen
Sicherlich werden wir diese 10 bis 12% Erhöhung sehen, wie wir sie bei allen Whiskys sehen werden. Doch beim Standard-Edradour sowie allen anderen Standard-Abfüllungen haben wir es mit sehr großen Lagern zu tun. Die verschieben die Preiserhöhung etwas in die Zukunft.
Und dann wird die Wirtschaftslage in den kommenden Jahren ja etwas schlechter werden. Das reduziert den Absatz bzw. die Nachfrage und dann müssen die in Schottland mit weniger Gewinn auskommen.
Die exakte Preisentwicklung hängt an der Nachfrage aus China und unserer Inflation.
Die Preiserhöhungen ...
... werden sich wohl mit einiger Sicherheit auf alle aus dem britischen Raum importierten Produkte auswirken, da am Wechselkurs mittelfristig wohl keiner vorbei kommt, so dass wir uns auf eine Erhöhung von mindestens 10-12% einstellen werden müssen. Ansonsten nimmt doch jeder was er bekommen kann, oder?
Aber bevor sich irgend ein Brite die Flaschen dahin schiebt wo nie die Sonne scheint, gebe ich lieber ein paar Euro mehr aus ... :-)