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Irland - Teil 9 - Bushmills
Mit dem ausgetauschten Golf ging es dann mit einer halben Stunde Verspätung am Sonntag morgen nach Nordirland. Das Team hatte sich Sonntag ganz früh bereits auf den Weg zum Flugplatz gemacht. Früh genug, um der Sperrung des Flugraums auf Grund einer vermeintlichen Vulkanaschewolke zuvor zu kommen.
Wir machten uns zu zweit dagegen auf nach Norden.
Bushmills ist die letzte, verbliebene Brennerei in Nordirland. Und eine der ältesten zugleich. Auf 1608 datiert sich die Brennerei selbst. Auch im traditionsbeladenen Whiskeyumfeld ist dies ein biblisches Alter. Die Brennerei besteht aus zwei Konstruktionsepochen. Einmal sind da alte Gebäude aus Vulkangestein. Es sind nur mehr drei übrig. Ein altes Lagerhaus, die alte Mälzerei und die beiden Kilns. 400 Jahre sind die Bauten aber nicht alt. Eher 200 bis 250. Die restlichen Bauten datieren maximal 100 bis 150 Jahre in die Vergangenheit.
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Irland - Teil 8 - Cooleys
Die Brennerei Cooleys ist anders als die anderen, irischen Brennereien. Sie hat nämlich nichts mit der Geschichte der irischen Whiskeyproduktion zu tun. Cooleys war früher eine Anlage zur reinen Alkoholproduktion. Und zwar aus Kartoffeln. Sie wurde 1937 von einer deutschen Firma in Irland gebaut. Man stellte für den Staat Neutralalkohol her, der für die Pharmaindustrie und Biokraftstoffe verwendet wurde. Mitte der 80er wurde die Produktion auf einmal zu teuer, da Frankreich seinen Alkohol aus heimischem Getreide stark subventionierte. Und so importierte man billiger den Alkohol aus dem Ausland und legte die Brennerei still.
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Irland - Teil 7 - Pot Still vs. Single Malt
In der New Midleton Brennerei legt man wert darauf, dass man den Whiskey, den man auf den vier Pot Stills brennt, nicht nur in Blended Whiskey aufgehen lässt, sondern auch rein abfüllt. Redbreast und Greenspot (und früher den 15-jährigen Jameson) sind solche Pure Pot Still Whiskeys. Doch die Zutaten der Pure Pot Stills sind nach wie vor gemälzte und ungemälzte Getreide. Am Ende also ein Gemisch.
Naja - nicht ganz. Auch die Straight Bourbon Whiskeys aus Kentucky sind ja (nach schottischer Definition) eigentlich Blends, da sie ebenfalls aus speziellen Getreidemischungen gebrannt werden.
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Irland - Teil 6 - Tullamore Dew
Die Tullamore Dew Brennerei gehörte früher zu den großen Brennereien Irlands. Bis dann die Brennerei aufgegeben wurde und der Whiskey in der New Midleton Brennerei mit allen anderen aufging. Die Marke Tullamore Dew hat eine lange Geschichte. So lang, dass man ihr ein ganzes Museum am großen Kanal widmet, auf dem früher die Gerste her- und der fertige Whiskey abtransportiert wurde.
Auch der Namenszusatz Dew ist mir jetzt klar. Es handelt sich um die Initialen des Geschäftsmanns Daniel E Williams, der diesen Whiskey zur Berühmtheit brachte. Aus den D.E.W. auf den Transportkisten wurde irgendwann das Dew und setzte sich auch im Namen fest.
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Irland - Teil 5 - Kilbeggan
Die Locke's Old Kilbeggan Distillery wird als die älteste Brennerei (gegr. 1757) vor Ort gerühmt. Zwar gibt sich Bushmills mit 1608 noch deutlich älter. Doch die Unterschiede werden im Detail gemacht. Was wird erwähnt, was wurde lizenziert, usw. Das ist mir alles herzlich egal. Wichtig ist, dass aus dem alten Museum in Kilbeggan mittlerweile wieder eine echte Brennerei wurde. Man stellte 2007 zwei neue, kleine Pot Stills auf und brennt wieder. Damit hat Irland neben New Midleton, Cooley und Bushmills eine vierte, produzierende Brennerei erhalten. Und nicht nur das. Man produziert in Kilbeggan als Besonderheit Single Malt!
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