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Die kalte Sonne - von Prof. Fritz Vahrenholt und Sebastian Lüning

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Horst_S
Südbayern
Themenersteller
Dabei seit: 07.05.2004
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Verfasst am: 20. 02. 2012 [18:55] Post-Direktlink
Warum die Klimakatastrophe nicht stattfindet

Um es gleich vorweg zu nehmen, ich bin mit dem Mitautor dieses interessanten Buches weder verwandt noch verschwägert. Und dies ist das erste Buch, das ich mir für meine Kindle App auf meinem Tablet PC gekauft habe. Klappt einwandfrei.

Doch zum Inhalt. Sonnenflecken haben bereits die Chinesen ohne Fernglas vor 2.000 Jahren beobachten können. Und zwar auf der dunkel glühenden Scheibe während des Sonnenuntergangs. Galileo Galilei hat diese Sonnenflecken ebenfalls entdeckt – da aber damals die Sonne im Mittelpunkt des kirchlichen Weltbildes stand und diese göttlich makellos sein musste – hat er sich dafür seine erste Inquisitionsuntersuchung eingefangen. Heute wissen wir, die Sonne hat Flecken und sie unterliegen einem 11-jährigen Zyklus, in dem die Sonne Strahlungsschwankungen unterworfen ist.

Sie meinen, das wäre Allgemeinbildung? Weit gefehlt! Das IPCC - der UNO Weltklimarat - negiert die Strahlungszyklen der Sonne und geht von einer Strahlungskonstanten aus. Und deshalb muss bei der UNO das CO2 für die Klimakatastrophe herhalten. Und wer gegen diese Prämisse verstößt, der wird nicht der Inquisition unterworfen sondern politisch-publizistisch negiert. Henrik Svensmark ist z.B. so ein Professor, der für seine Untersuchungen zur Klimarelevanz auf dem Scheiterhaufen gelandet ist. Doch Totgesagte leben länger. Henrik Svensmark erhält mittlerweile große Unterstützung von der nicht-klimagläubigen Wissenschaftsgemeinde – allen voran des CERNs in Genf – die seine Thesen mittlerweile durch Versuche mit einem Teilchenbeschleuniger stützen können.
Hier habe ich darüber schon einmal berichtet. (Link 1, Link 2, Link 3)

Was über die gesamte Presse großflächig negiert wird ist die vieltausendköpfige Forscherschar, die seit Jahrzehnten und Jahrhunderten unsere Sonne untersucht. Und man hat jede Menge Zyklen erhöhter und abgeschwächter Intensität der Sonne gefunden. So z.B. einen 60-jährigen Zyklus, einen 1.000-jährigen und noch viele mehr. Alle diese Zyklen sind klimarelevant und lassen sich an den verschiedensten geologischen Daten auf der ganzen Welt feststellen. Bohrkerne aus dem Eis; dem Meeresboden; Tropfsteine; Sedimete; usw. Unsere Sonne durchläuft in hübscher, regelmäßiger Natur die verschiedensten Zyklen und wenn die sich gerade erwärmend überlagern, dann kommt es im Maximum zu so warmen Perioden wie in der Römerzeit, in der man in Südschottland Wein anbaute und die Alpen gletscherfrei waren. Kommt es jedoch zu einem überlagerten Minimum, so finden kleine Zwischeneiszeiten statt, während der die Grachten in Holland und die Themse in London zufrieren. So kennen wir die Bilder der alten Meister aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Noch längere Zyklen sorgen für richtige Eiszeiten, die den ganzen Planeten gefangen nehmen.

All das will der durch Umweltverbände kontrollierte Weltklimarat nicht wahr haben und verbannt die Schwankungen der Sonne, wie zuvor die Inquisition, aus der Wissenschaft. Nein – für sie ist der Klimawandel ausschließlich auf den schlechten Menschen zurückzuführen. Wie in den Religionen kann der von Geburt an schlechte Mensch sich nur das Himmelreich (die Zukunft) sichern, wenn er der Religion folgt und per Klimaablass sich die Zukunft erkauft.

Die beiden Autoren gehen nun nicht soweit und wollen den Menschen nicht ganz aus der Verantwortung entlassen, denn auch Prof. Vahrenholt verdient ebenfalls sein Geld mit regenerativen Energien. Er sah sich jedoch zu diesem kritischen Buch genötigt, nachdem er feststellte, dass die Daten in seinem Unternehmen (RWE RePower) nicht mit denen des IPCC zusammenpassten. Resultat war dieses Buch als Literaturstudie, die endlich übergreifend die einzelnen Puzzlesteinchen der Tausenden an Wissenschaftlern mit ihren Untersuchungen zusammenfasste. Danach irrt das IPCC mit seinen Annahmen und es erscheint den Autoren so, als ob das von diesen Wissenschaftlern bewusst so angelegt wurde. Denn die Zeichen des Sonneneinflusses sind so offensichtlich, dass das Negieren Methode hat.

Die Autoren kommen schließlich zu dem Schluss, dass wir es bis 2030/2040 mit wieder fallenden Temperaturen zu tun haben werden. Selbst wenn das CO2 noch 50% des Klimaeinflusses wie aktuell angenommen haben sollte, so wird es dennoch zu sinkenden Temperaturen kommen. Tatsächlich sieht es lt. Prof. Vahrenholt so aus, dass das CO2 bestenfalls 30% des vom IPCC angenommenen Einflusses aufweist und so das menschlich erzeugte CO2 den sonnenbedingten Temperaturabfall bei weitem in den kommenden Jahrzehnten nicht kompensieren kann. Bestes Beispiel ist die seit dem Jahr 2000 nicht mehr stattfindende Temperaturerhöhung, obwohl der CO2-Ausstoß der Welt drastisch zugenommen hat.

Glaube ich den beiden Herren mit Ihren Aussagen?

Ja – bedingt. Ich sehe diese beiden Herren politisch agieren. Tatsächlich glaube ich mehr Prof. Svensmark, der das CO2 überhaupt nicht als Verursacher der Klimaänderung ansieht, sondern als Folgeerscheinung der Erwärmung. Denn je wärmer die Ozeane werden, um so mehr sinkt die Löslichkeit von CO2 im Meerwasser und es muss gehäuft austreten und in der Atmosphäre anfallen.

Prof. Fritz Vahrenholt und Sebastian Lüning reichen den Klimajüngern dagegen die Hand zum Kompromiss. Nehmt die Sonne mit in Euer Modell auf und dann werden wir sehen, wie viel das menschgemachte CO2 ausmachen wird. Doch wenn man sich die gesammelten Kommetare in der Presse ansieht, so sind die Klimajünger nicht bereit, auch nur einen Fußbreit nachzugeben und die Sache wenigstens in die Modelle einzubeziehen. Stattdessen zaubert man die verschiedensten zusätzlichen Parameter aus dem Zauberhut. Ich werde das Gefühl nicht los, dass die Klimajünger vor der Säkularisation Angst haben, die die Inquisatoren Anfang des 19. Jahrhunderts hinwegfegten und die Macht der Kirche ein für alle Mal begrenzten. So wird es wohl bei den größten Nutznießern der des aktuellen Klimawahns auch sein. Die Beweise sind erdrückend. Die Autoren haben hunderte von wissenschaftlichen Arbeiten zusammengetragen, die nicht mehr zu negieren sind.

Und so, wie die Priester von der Kanzel Pech und Schwefel für die Ungläubigen in der Vergangenheit beteten, so füllt diese Position heute unsere großteils rot-grüne Presse aus und schreit die kleinsten Zweifler unisono nieder. Doch damit werden deren widerlegte Argumente auch nicht richtig. Lediglich verzögert sich die Ankunft der Wahrheit beim Bürger. Am Ende werden die CO2-Jünger den selben Status wie die Astrologen erhalten. Es ist nur noch eine Frage weniger Jahre.

Manche Länder sind da offener als wir. Und so haben die Kanadier letztlich den Stecker gezogen und haben sich aus der ganzen Debatte unter Kassandrarufen der Presse und des UN-Klimarats verabschiedet.

Am Ende stellt sich die Frage, was ich persönlich glaube. Ich glaube eindeutig nicht an die menschgemachte Klimakatastrophe. Ich bin aber der Meinung, dass wir dennoch unsere Ressourcen schonen müssen, damit wir in Zukunft weiterhin von ihnen gut leben können und unseren Wohlstand mehren können. Und wieder drängt sich der Vergleich mit den Religionen auf. Ich bin auch der Meinung, dass man nicht töten sollte. Aber nicht, weil es in den 10 Geboten steht, denen ich nicht blind folge, sondern weil es sinnvoll ist und unser Zusammenleben fördert. Nun kann man argumentieren, dass man dann die Klimalüge für die schwachen Menschen bestehen lassen sollte, weil sich das Ressourcensparen so besser 'verkaufen' lässt. Das ist sicherlich ein Argument über das sich nachzudenken lohnt. Doch am Ende kommt für mich nur dabei heraus, dass sich – so wie sich das Gold in den Kirchen hortete – die Forschungsmittel sich bei den Klimajüngern magisch sammeln und Supercomputer und Forschungsreisen bei speziellen Kreisen 'überraschend' findet. Und da habe ich den Grund für die Klimakrise gefunden! Es geht ums Geld. Und genau, weil es sich ums Geld dreht kommt auch Prof. Vahrenholt zu seinem Ergebnis, dass das CO2 langfristig doch einen kleinen Anteil hat. Schließlich hat er Strom aus regenerativen Quellen zu verkaufen, was sich in einem Jahrzehnt sicherlich lohnenswerter darstellt als heute icon_wink.gif

Gruß Horst Lüning
Admin, The Whisky Store
Diedler
würtemberg
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Beiträge: 1598
Verfasst am: 20. 02. 2012 [19:47] Post-Direktlink
Na, dann kann sich TWS jetzt ja guten Gewissens vom GoGreen Versanf verabschieden icon_wink.gif

Ich esse mein Steak schwarz und trinke meinen Kaffee blutig !!!
Spotty
Dabei seit: 12.07.2010
Beiträge: 304
Verfasst am: 20. 02. 2012 [23:13] Post-Direktlink
Ach so, die Wissenschaft liegt komplett daneben und ausgerechnet Henrik Svensmark von RWE (das Einzelunternehmen mit dem größten CO2-Ausstoß in der EU) hat Recht? Ich halte das für eine Verschwörungstheorie. Hier ein paar Artikel von der "Gegenseite":

Zeit.de - Skeptiker im Faktencheck
Financial Times Deutschland - Replik auf "Die kalte Sonne"
Sueddeutsche.de - Wider die Rosinenpickerei der Klimaskeptiker
Spektrum.de - Welche Rolle spielt die Sonne?

Falls sich jemand genauer damit beschäftigen möchte: Untersuchung von Henrik Svensmark und Artikel, die ihn zitieren.
[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 20.02.2012 um 23:15.]
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Tiny
Dabei seit: 24.11.2007
Beiträge: 1204
Verfasst am: 21. 02. 2012 [00:00] Post-Direktlink
Der Glaube das eine Spezies mit 7 Milliarden Individuen,
die innerhalb von 100 Jahren den Kohlenstoff freisetzen,
den die Natur in 1 Milliarde Jahre aus der Atmosphäre gefiltert
und sicher eingeschlossen hat,
keinen Einfluss auf das Klima und damit das Leben auf der Erde hat,
ist einfach nicht tot zu kriegen.
Man kann nur hoffen das der sich nicht durchsetzt.
Über den Ursprung dieses "Glaubens" kann ich nur spekulieren.
Sehe hier aber eine Verbindung zur Bibel.
"Macht Euch die Erde Untertan."
Dies ist noch tief verwurzelt im westlichen Denken.
Was auch immer noch Sichtweisen prägt, das der Mensch
außerhalb und über der Natur steht und das Problem schon lösen wird.
Noch nicht genug gelernt von Naturereignissen nur der letzten 20 Jahre?
Ich spreche hier extra nicht von Katastrophen,
denn in der Natur sind Erdbeben, Überschwemmungen, Vulkanausbrüche etwas
völlig normales. Zur Katastrophe werden sie nur für die Menschen die ignorieren,
das man nicht Herrscher sondern nur Untermieter ist.
Übrigens gibt es neben der befürchteten Klimakatastrophe
mindestens 1 Dutzend Möglichkeiten die JEDERZEIT eintreten können
die viel schlimmere Auswirkungen auf die Menschheit oder die Erde hätten.
Auch wenn die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, sie ist nicht Null.
Und 1:1000000 kann auch Morgen sein.

Frank
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SimonB
München
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Beiträge: 353
Verfasst am: 21. 02. 2012 [00:21] Post-Direktlink
Ideale Vorlage für einen versoffenen Abend in einer lustigen Stammtischrunde.
Immer wieder toll wie einzelne versuchen tausende andere Wissenschaftler für dumm dar zu stellen, wenn sie nur die richtigen Geldgeber haben. Aber wie immer in letzter Zeit sind natürlich die Medien schuld. Von Zensur geprägtes Deutschland, wo natürlich kein Wissenschaftler die Chance hat seine Ergebnisse mitzuteilen.

Womöglich rettet uns das Fleißige verheizen unserer Rohstoffe vor der nächsten Eiszeit und wir haben alles richtig gemacht.

Nun zum Meer: Es ist seit Jahren eine deutliche Versauerung der Meere zu messen und nachzuweisen. Und das liegt an der AUFnahme von CO2.

Spotty hat da schöne Stimmen von den alles negierenden Zeitungen reingestellt.
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Kampfbrot
Oberbayern
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Verfasst am: 21. 02. 2012 [01:29] Post-Direktlink
Bei solchen Diskussionen über die Klimaerwärmung fallen mir oft einige Dinge auf:

Jeder ist plötzlich Experte über Sonnenlöcher und Eiszeiten und allgemeine Temperaturschwankungen und sogar vom in der Bibel beschriebenen Mythos der Sintflut (die zum Teil sogar schon als wissenschaftliche Tatsache verkauft wird! Vor kurzem selbst erlebt...), die es angeblich schon immer gegeben hat und die daher auch die aktuelle Erderwärmung erklären.

Kurios dabei finde ich, dass die "Klimakatastrophe" schon als allgegenwärtig bezeichnet wird, obwohl sie de facto lediglich ein mögliches Worst-Case-Zukunftsszenario darstellt. Das finde ich insofern erstaunlich, dass meiner Auffassung nach offensichtlich schon heute Ausreden für etwas gesucht werden, das noch gar nicht eingetroffen ist, sondern nur prophezeit wird. Das stimmt mich persönlich äußerst skeptisch gegenüber den Theorien der "Klimawandel-Leugner".

Ich möchte und kann gar nicht behaupten, mit Sicherheit zu wissen, ob der anthropogene Klimawandel wirklich existiert. Hierzu fehlen mir sämtliche wissenschaftlichen (und auch geistigen icon_wink.gif ) Mittel. Gerade diese Möglichkeiten stehen aber EXPERTEN zur Verfügung, die in mehr als signifikanter Einigkeit (über 97%) den durch Treibhausgase vom Menschen verursachten Klimawandel bestätigen. Demgegenüber stehen immer wieder einzelne Wissenschaftler (oder auch führende Personen von Industriekonzernen wie z.B. RWE und einige ihrer kleineren Angestellten, die plötzlich als angesehene, unabhängige Klima-Experten bezeichnet werden), die ihre Gegentheorien anführen dürfen.

Ich wiederhole mich gerne nochmal: Ich habe in dieser Angelegenheit nicht die Weisheit mit dem Löffel gefressen, aber ich persönlich glaube einer überwältigenden Mehrheit von (größtenteils unabhängigen) Wissenschaftlern lieber, als einer Minderheit bei großen Industriekonzernen in Lohn und Brot stehender Personen, die von möglicherweise nötigen Maßnahmen gegen einen anthropogenen Klimawandel die ein oder anderen Einschnitte in ihre Konzernhandlungen zu befürchten haben.
[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 21.02.2012 um 01:53.]


"Ein Glas ist fabelhaft, zwei sind zu viel, drei sind zu wenig."
(schottische Redewendung)
Horst_S
Südbayern
Themenersteller
Dabei seit: 07.05.2004
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Verfasst am: 21. 02. 2012 [09:36] Post-Direktlink
Galileo Galilei war auch nur einer von ganz Wenigen, die als erste gegen eine Übermacht von ideologisch beeinflussten Meinungsträgern ankämpften und letztlich erst nach ihrem Tod die Anerkennung erhielten, die sie verdienten. Und dass die große Masse der Wissenschaftler unabhängig sei, stimmt so nicht. Sehen Sie sich mal unsere Forschungsförderung an. Da hocken immer die selben Nasen und akzeptieren nur die Veröffentlichungen und Forschungsvorhaben, die gerade 'en vogue' sind. Erst war es Nano, jetzt ist es Klima und dann sucht man sich was Neues.

Bestes Beispiel ist der Verlag Elsevier. Dem gehören die größten Wissenschaftsblätter, die von den Unis zur Publikation verwendet werden müssen, um ihre Forschungsgelder zu erhalten. Denn nur der erhält Geld, der in diesen Blättern veröffentlichen kann. Es wird da ein Faktor der gegenseitigen Referenzierung zu Messung der Bedeutung verwendet. Das ist ein Freibrief zur Inzucht und zum Geldschneiden. Hier ist ein erklärender Link.

Die Klimazensur ist überall. Hier gibt es ein schönes Beispiel wie das funktioniert. Zitat: "wissen, dass 35000 Wissenschaftler, darunter 72 Nobelpreisträger, das Treibhausmärchen anzweifeln"

Es ist schon interessant, wie sich eine eingeschworene Clique gegen Angriffe von außen wehrt. Doch beliebig lange geht so etwas nicht gut. Die beste, aktuelle Referenz für den Einfluss der Sonne ist das CLOUD Experiment am CERN (wo auch das World Wide Web erfunden wurde). Hier hat man gefunden, dass die Sonne einen zehnfach höheren Einfluss hat, als bislang vom IPCC angenommen wird.
myscience.ch
Uni Frankfurt
Hochinteressant ist bei der letzten Quelle, dass der deutsche Artikel zwar von Google indiziert wurde, von der Seite der Uni aber verschwunden ist. Das halte ich zumindest für merkwürdig.

Vernünftiges, wissenschaftliches Handeln würde eine Aufnahme dieser Sonnen- und Strahlungsergebnisse in die globalen Klimamodelle bedeuten. Dass man sich öffentlich so sehr wehrt, halte ich auch für merkwürdig und lässt auf Ideologie schließen.

Sie wissen, dass ich mit Großkonzernen nichts anfangen kann. Und deshalb will ich auch nicht der RWE das Wort reden. Doch wenn Tausende an Forschern und Zig Nobelpreisträger die Klimakatastrophe anzweifeln und ein paar Dutzend Leute im IPCC ignorieren sie, dann stinkt das. Climategate hat ja ganz deutlich gezeigt, dass sich da Leute mit unlauteren Mitteln bereichern.

Interessant ist auch, dass Professor Vahrenholt früher aktiver SPD-Politiker in hoher Position war. Genauso wie Wolfgang Clement, Werner Müller oder Thilo Sarrazin. Wenn man da in den Zentren der Macht hockt, dann scheint man irgendwann drauf zu kommen, dass es in dieser Politik nicht mit rechten Dingen zugeht. Da die Leute nicht blöd sind, wechseln sie dann in die Privatwirtschaft und 'machen eine Menge Geld'. Und eben dieses Geld macht sie in Folge unabhängig, so dass sie dann auch mal sagen können, was sie in ihrem Leben gelernt haben, auch wenn es politisch unkorrekt ist. Dann fallen natürlich die Gutmenschen und die in großer Zahl vorhandenen rot-grünen Journalisten über sie her.

In Retourkutsche kommt es dann hübsch regelmäßig zu Parteiausschlußverfahren mit mehr oder weniger Erfolg.

Tja, so wie wir uns auf der einen Seite von den Großkonzernen ausnehmen lassen, so lassen wir uns auf der anderen Seite von den Klimajüngern die Butter vom Brot ziehen. Glücklicherweise gibt es neben der veröffentlichten Meinung auch noch die öffentliche Meinung. Und so langsam dreht sich die. Die Verkaufszahlen dieses Buchs werden ähnlich hoch ausfallen wie die von Herrn Sarrazin. Die Skepsis und das Interesse in der Bevölkerung ist vorhanden.

Und so schlägt das Pendel endlich auch einmal wieder in die andere Richtung aus. In ein paar Jahrzehnten werden wir uns irgendwo in der Mitte treffen. Das CO2 wird ein bisschen Schuld sein, die Sonne auch und wir werden noch weitere Gründe finden. Es wird nicht so heiß werden aber auch nicht so kalt. Wir irren uns voran. Wichtig dabei ist, dass wir offen bleiben und immer erkennen, wohin das Geld fließt und wer welche Interessen an welchen Veröffentlichungen hat.


Gruß Horst Lüning
Admin, The Whisky Store
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kabazza
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Verfasst am: 21. 02. 2012 [10:04] Post-Direktlink
ich bin ja selten einer meinung mit Horst_S, aber diesen post hätte ich auch vom inhalt genauso schreiben können.
ich als ingenieur der naturwissenschaften habe es nie verstanden wie ein so komplexes system wie das des weltklimas nur von dieser einen kleinen variablen des CO2 abhängen soll. jedes biologische oder chemische system mit selbstorganisation kann solche schwankungen mit regulationsmechanismen doch locker ausgleichen. selbst der mensch, obwohl nur ein minisystem im gegensatz zu erde, hat diese fähigkeit, die jeder bei krankheit schon erfahren hat. für mich ist es daher unvorstellbar, dass die erde einen bleibenden schaden vom CO2 erfahren wird.
natürlich bin ich für die schonung der natürlichen ressourcen, natürlich für nachhaltige umweltprojekte und gegen die blinde rohdung des regenwaldes und für verbrauchsoptimierte fahrzeuge, aber diese panikmache mit CO2, das mögliche aussterben der niedlichen eisbären, die drohenden malariainfektionen in deutschland, etc. zeigt wiedermal die macht der medien und die beeinflussbarkeit der menschen durch mögliche ängste.

eigentlich ist es auch ein paradox, alle wollen sonne und wärme und niemand eis und kälte und alle schimpfen auf das miese wetter in deutschland. sollen sich doch alle freuen, dass es wärmer werden soll.
die welt war schon immer im wandel und wird es immer sein. das mammut ist auch ohne CO2-panik ausgestorben, weil es einfach wärmer geworden ist.
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Tiny
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Verfasst am: 21. 02. 2012 [10:07] Post-Direktlink
"Horst_S" schrieb:

Galileo Galilei war auch nur einer von ganz Wenigen, die als erste gegen eine Übermacht von ideologisch beeinflussten Meinungsträgern ankämpften und letztlich erst nach ihrem Tod die Anerkennung erhielten, die sie verdienten.


Dieses Beispiel ist nicht ganz gelungen.
Natürlich spielte Ideologie auch eine Rolle.
Das Problem lag aber tiefer.
Er hatte zwar eine Theorie, die die sichtbaren Tatsachen AUCH alternativ erklärte,
nur beweisen konnte Er sie noch nicht.
Warum und wie es über Kopernikus, Kepler, Newton und Hubble zum anerkannten jetzigen Stand der Erkenntnis kam
ist in diesem Buch beschrieben.
(Simon Singh - Big Bang)
Ob der langfristig bestand hat?
Schon gibt es Stimmen die sagen: "Irgendwas fehlt da noch..."

Frank
Tiny
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Beiträge: 1204
Verfasst am: 21. 02. 2012 [10:11] Post-Direktlink
"kabazza" schrieb:

...... für mich ist es daher unvorstellbar, dass die erde einen bleibenden schaden vom CO2 erfahren wird.


Natürlich ist die Erde als Lebensträger nicht in Gefahr.
Die Frage die sich stellt ist ob Sie für den Menschen dann noch geeignet ist.

Frank
kabazza
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Verfasst am: 21. 02. 2012 [10:25] Post-Direktlink
"Tiny" schrieb:

"kabazza" schrieb:

...... für mich ist es daher unvorstellbar, dass die erde einen bleibenden schaden vom CO2 erfahren wird.


Natürlich ist die Erde als Lebensträger nicht in Gefahr.
Die Frage die sich stellt ist ob Sie für den Menschen dann noch geeignet ist.

Frank


der mensch kann so ziemlich in jedem lebensraum zurechtkommen. es gibt wohl kein anderes lebewesen, dass von den polaren gegenden in russland, alasaka, grönland bis zu den heißen gegenden der sahara, australien, amazonas so erfolgreich sich anpassen kann.

das leben wird sich schneller auf neue umwelten einstellen können als viele glauben. die langsame evolution nach darwin ist überholt, heute weiß man, dass lebewesen sich enorm schnell anpassen können. mir ist jedesfalls wegen dem klima nicht bang um die tierwelt und die menschheit.
Tiny
Dabei seit: 24.11.2007
Beiträge: 1204
Verfasst am: 21. 02. 2012 [10:54] Post-Direktlink
Klar ist der Mensch anpassungsfähig,
hat Er in den vergangenen 100.000 Jahren bewiesen.
Nur das unsere jetzige technokratische Lebensweise mit gravierenden schnellen Veränderungen Schritt hält?
Ich denke das dies nicht der Fall ist, viele hunderte Millionen wären sehr schnell am Ende.
Wir schaffen es doch nicht mal in heutiger Zeit wo es NOCH möglich ist
alle satt zu bekommen, es zu machen.
Wenn erst einmal noch mehr Menschen in existentielle Not,
durch die jetzt schon eingetretenen Veränderungen kommen,
wird es zu Bevölkerungsbewegungen kommen,
die die aus der Geschichte bekannte Völkerwanderung als laues Lüftchen erscheinen lassen.
Es gibt da einen alten Witz, noch aus DDR-Zeiten der aufkam als China und Sowjetunion sich
nicht so grün waren.
Frage:
"Warum sinkt in Hamburg der Elbspiegel?"
Antwort:
Weil in Dresden die Chinesen ihre Feldflaschen auffüllen."

Es geht bei der ganzen Klimadiskussion nicht nur um 1 oder 2 Grad mehr.
Die haben eben nicht nur Auswirkungen auf die Umwelt,
sondern auf Wirtschaft und Politik.
Mit unabsehbaren Folgen.

Frank
SimonB
München
Dabei seit: 20.11.2011
Beiträge: 353
Verfasst am: 21. 02. 2012 [11:26] Post-Direktlink
Auf lange Sicht ist wahrscheinlich der Mensch der, der am längsten überlebt.
Es sterben aber jetzt schon Meerestiere, die mit dem immer saurer werdenden Wasser nicht mehr klar kommen, da sie auf Schutzhüllen aus Kalk angewiesen sind. Da diese jedoch Grundlage der Nahrung von größeren Meeresbewohnern sind, ist es nur eine Frage, bis sich das hochschaukelt.

Also ob das CO2 jetzt an der Erwärmung schuld ist oder nicht ist beinahe lächerlich zu diskutieren, denn es hat genügend nachweisbare Folgen, die allein schon schlimm genug sind. Und wenn alles von der Sonne ausgeht, dann sind wir trotzdem nicht in der Lage die Löcher zu "flicken", sondern können nur die angeblich wenigen Prozente, die wir verursachen verbessern.

Ich versteh nicht, warum man sich zwangsläufig um jede Verantwortung drücken will. Es ist eher Geldgierig nichts zu tun und nicht bereit zu sein an seiner eigenen Lebensweise etwas zu ändern. Man bekommt den Menschen nur mit Geld dazu etwas zu verändern. Erst wenn die Solaranlage ordentliche Subventioniert ist wird sie auf das Dach gepappt.
kabazza
Dabei seit: 26.08.2011
Beiträge: 291
Fl. bewertet: 23
Verfasst am: 21. 02. 2012 [11:36] Post-Direktlink
"Tiny" schrieb:

Nur das unsere jetzige technokratische Lebensweise mit gravierenden schnellen Veränderungen Schritt hält?

Wir schaffen es doch nicht mal in heutiger Zeit wo es NOCH möglich ist
alle satt zu bekommen, es zu machen.



gerade die technik hat in kürzester zeit eine antwort auf fast alles oder musst du etwa im winter frieren oder im sommer im auto schwitzen um bei den temperaturen zu bleiben? die technische veränderungen ist dank der kreativität des menschen schneller als die umweltveränderung.

es könnten fast alle satt werden. in europa werden subventionierte lebensmittel vernichtet oder strom daraus gemacht. da ist die politik gefragt.

ich will mich hier nicht als umweltsünder mit scheißegalmetalität hinstellen, da auch mein haus top isoliert ist und eine erdwärmepunpe hat und jede unnötige fahrt mit dem auto ich zu vermeiden versuche oder zumindest ein schlechtes gewissen habe (leider hilft das aber niemand weiter), ich meinen müll trenne und diesen versuche gering zu halten. nur geht mir dieses "CO2-Gespenst" und "hilfe, wir werden alle sterben" ziemlich auf die mitdenkenden nerven.

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LordBellamy
Dabei seit: 01.03.2009
Beiträge: 662
Verfasst am: 21. 02. 2012 [13:08] Post-Direktlink
Na, endlich mal wieder was Provozierendes vom Hausherrn im Forum. Kommt jetzt nach Wirtschaft I-IV die Thematiken Umwelt I-X ?

Warum machen Sie denn dann groß Werbung mit dem CO2 neutralem Versand, wen Sie ja anscheinend privat anderer Meinung sind. Laufen Sie bloss der Kundenmeinung hinterher ? Ich versuche meinen Kunden eigentlich nur das zu verkaufen, hinter dem ich auch als Person stehe.

Natürlich wird das Thema CO2 im Klimaschutz überbewertet. Aber irgendwo muss man doch anfangen, ein Bewusstsein bei den Menschen zu schaffen. Und das Thema gleich so niedrig aufzuhängen, wie es hier getan wird, schadet der Sache genauso, wie mögliche Übertreibungen. Ich schaue mir leiber genau an, wer eigentlich der jeweilige Mensch ist, der diese oder jene Behauptung aufestellt, und wer ihn finanziert - und schon wird wie fast Überall die Motivation bei den Experten klar.

Viele Grüße
Der Lord

"Whisky-Agent" aus Leidenschaft

Using all the wrong lines and the wrong signs with the wrong intensity
- martin l. gore

**hier könnte mein Link zur Whiskybase stehen** Bei Interesse einfach auf das "www" unter meinem Avatar gehen.




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