
Was ist in euren Augen das beste Finish?
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swan
Mainfranken
Themenersteller
Dabei seit: 05.07.2011
Beiträge: 70
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Verfasst am: 19. 08. 2011 [00:48] Post-Direktlink
Hallo ihr lieben,nachdem ich nun die erste Flasche mit Sauternes-Finish (Glen Moray, 13y, Dun Bheagan) geleert und genossen habe und ein paar Whiskies mit Rum-Finish erwarte (FT von airprib), wollte ich mal wissen, was und WARUM euer "Lieblings-Finish" ist. Es gibt ja einige "Hersteller" die eine Riesenauswahl an unterschiedlichsten Finishes anbieten (Edradour oder Arren z. B.). Als Neuling kann man da schonmal schnell den Überblick verlieren. Das beim Rum-Finish der süße Rum den Whiskygeschmack in eben diese, süße Richtung, beeinflussen ist ja noch logisch. Wie unterscheidet sich aber ein Sauternes- von einem Moscatel-Finish??? Ich hoffe ihr könnt mein "Dilemma" verstehen und freue mich schon auf das lesen der Antworten! Lieben Gruß swan [Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 19.08.2011 um 00:51.] Wohl auf, die Luft geht frisch und rein, ...
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Skye
Dabei seit: 15.10.2010
Beiträge: 1411
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Verfasst am: 19. 08. 2011 [08:48] Post-Direktlink
Was ist das beste finish?Das ist mMn mal eine wirklich einfache frage (ohne jedes dilemma). Und meine antwort ist: KEINES! Denn was kann besser sein als ein whisky, der so lange in seinem ersten guten fass bleiben durfte, bis er nicht mehr besser werden konnte? Ohne fehlnoten, die von einem finish in einem geschmacksstarken fass überdeckt werden sollten oder nicht so langweilig, dass er durch das aufpeppen in einem möglichst exotischen zweiten oder dritten fass noch interessanter gemacht werden musste? PS: von einem kurzen finish in einem ex-schwerölfass für noch ein paar ppm rauchig-torfige phenole mehr vielleicht einmal abgesehen. ____________________________ Im übrigen bin ich der meinung, dass öffentlich gestellte fragen zur forumskultur wie diese von gerry auch vom admin beantwortet werden sollten. Meine natürlich bitte auch. |
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Senturia
NRW
Dabei seit: 07.03.2011
Beiträge: 51
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Verfasst am: 19. 08. 2011 [09:11] Post-Direktlink
Moscatel finish? Welche Brennerei bietet das an?
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Christopher
Eichsfeld / Thüringen
Dabei seit: 02.11.2010
Beiträge: 568
Fl. bewertet: 50
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Verfasst am: 19. 08. 2011 [09:16] Post-Direktlink
z.B. Glendronach 15 years Moscatel Finish BenRiach 18 yo Moscatel Finish Royal Lochnager DE (in Moscatel-Fässern gefinisht) Caol Ila DE (in Moscatel-Fässern gefinisht) Das Leben ist zu kurz für schlechten Alkohol.
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Kapaneus
Dabei seit: 15.02.2010
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Verfasst am: 19. 08. 2011 [09:45] Post-Direktlink
Prinzipiell sehe ich das ähnlich wie Skye, meistens werden Finishes leider genutzt um schlecht gereifte Whiskys aufzupeppen. Gerade bei einigen UA wie Murray McDavid hab ich den Eindruck, das schlechtere Fässer gekauft und anschließend durch Finishs überdeckt werden.Auf der anderen Seite gibt es aber auch einige gute Finishs, z.B. die meisten Distillers Editions, einiges Glenmorangies usw. Bei jüngeren Brennereien kann ich das finishen nachvollziehen, dort gibt es einfach noch nicht soviele Fässer, die Qualität der ersten Brände ist noch nicht konstant gut oder man will möglichst schnell einen reif schmeckenden Whisky auf den Markt bringen. Fazit: Eine Reifung am liebsten komplett in ex-Bourbon / ex-Sherryfässern, ein Finish wenn dann in ex-Sherry, ex-Port Fässern oder Quarter Casks. |
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TV1
Dabei seit: 14.10.2010
Beiträge: 177
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Verfasst am: 19. 08. 2011 [09:47] Post-Direktlink
"Kapaneus" schrieb: Fazit: Eine Reifung am liebsten komplett in ex-Bourbon / ex-Sherryfässern, ein Finish wenn dann in ex-Sherry, ex-Port Fässern oder Quarter Casks. Interessanter Aspekt. Ich persönlich mag viele Finishes gern. Aber eine Reifung über die komplette Zeit in einem Sherry-, Burgunder- oder Tralala-Fass ist meistens besser. Den Hintergedanken, hier sind schlechte Fässer gefinisht worden, habe ich aber tatsächlich oft nur bei den UA`s. Denn die Kompexität, die ich/wir am z.B. Highland Park so mag/mögen, kommt doch erst durch das Finish in Sherryfässern. Und Brennereien wir Glendronach machen eben nur Whisky mit Sherry-Einfluss. Aber zur Ausgangsfrage: Wenn ich ein Finish gar nicht mehr sehen kann, dann ist das Sauternes. Da stößt mir irgendwie immer ne Bitternote mit auf. Die viiel diskutierten Weinfinishes finde ich oft sehr lecker, wie zB Edradour oder BenRiach. Sherry geht fast immer und bei nicht-sherry hat mir mit am besten gefallen BenRiach 17y Burgundy Wood Finish. [Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 19.08.2011 um 10:03.]
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Skye
Dabei seit: 15.10.2010
Beiträge: 1411
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Verfasst am: 19. 08. 2011 [10:29] Post-Direktlink
Wie wäre es zu diesem thema mit einer dieser allseits sehr beliebten "was überhaupt nicht geht"-listen?Wenn da dann nur genügend kenner eintragen, welches finishing absolut nicht geht, dürften wohl nicht viele fasstypen zum finishen übrig bleiben, oder? Und in einem whiskyforum wäre wieder einmal ein thema gründlich und abschließend bearbeitet worden. Dazu muss eigentlich nur noch der listenkopf formuliert und eingestellt werden. ____________________________ Im übrigen bin ich der meinung, dass öffentlich gestellte fragen zur forumskultur wie diese von gerry auch vom admin beantwortet werden sollten. Meine natürlich bitte auch. |
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WhiteClown
Dabei seit: 25.02.2011
Beiträge: 462
Fl. bewertet: 1
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Verfasst am: 19. 08. 2011 [11:11] Post-Direktlink
Also mal weg vom Standard Sherry-Fass Finish (wenn auch durch verschiedene Trauben) mag ich persönlich Port-finishes sehr.Der Glenmorangie Quinta Ruban ist ein Standard in meiner Bar, wenn auch der einzige Glenmorangie. An Edradour hatte ich einige als Sample da, aber die gefallen mir durch die Bank überhaupt nicht. Ebenso der Dalmore King Alexander ging irgendwie nicht. Waren mir alle irgendwie hochprozentige Weine, vom Whisky war da m.E. nach nicht viel übrig. Was sicherlich interressant ist ist das noch relativ unbekannte "Gurkenfass-Finish" vom Sloupisti Grüße aus Berlin |
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Atlas
Dabei seit: 25.12.2008
Beiträge: 2941
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Verfasst am: 19. 08. 2011 [12:01] Post-Direktlink
Wenn ich mich auch grundsätzlich der "Ganzreifung vor Finish" Fraktiona ngehörig fühle so gibt es durchaus einige leckere gefinishte Whiskies dort draußen. Am besten schmecken mir da in der Regel Portfinishes (besonders wenn mit rauchigem malt kombiniert, wie Bowmore Dawn oder Benriach Solstice) und Sehr intensive/kräftige Sherryinishes (zB der Sonnalta sei hier genannt).Auch Quarter Cask Finishes wissen in der Regel zu gefallen. Andere Weinfinishes lagen bei mir zwischen "Lecker aber kein Whisky" (Arran Mon Chery, ahem ich meine Amarone Finish) und "Brrrr..." (zB. Bruichladdich Black Art, Arran Sauternes). [Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 19.08.2011 um 15:00.] "The reasonable man adapts himself to the world; the unreasonable one persists to adapt the world to himself. Therefore, all progress depends on the unreasonable man."
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Malty
Hamburg
Dabei seit: 29.04.2008
Beiträge: 775
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Verfasst am: 19. 08. 2011 [12:40] Post-Direktlink
"swan" schrieb: Hallo ihr lieben, nachdem ich nun die erste Flasche mit Sauternes-Finish (Glen Moray, 13y, Dun Bheagan) geleert und genossen habe und ein paar Whiskies mit Rum-Finish erwarte (FT von airprib), wollte ich mal wissen, was und WARUM euer "Lieblings-Finish" ist. Es gibt ja einige "Hersteller" die eine Riesenauswahl an unterschiedlichsten Finishes anbieten (Edradour oder Arren z. B.). Als Neuling kann man da schonmal schnell den Überblick verlieren. Das beim Rum-Finish der süße Rum den Whiskygeschmack in eben diese, süße Richtung, beeinflussen ist ja noch logisch. Wie unterscheidet sich aber ein Sauternes- von einem Moscatel-Finish??? Ich hoffe ihr könnt mein "Dilemma" verstehen und freue mich schon auf das lesen der Antworten! Lieben Gruß swan Diesem Irrglauben bin ich auch schon des öfteren aufgesessen, leider ist das nicht grundsätzlich zutreffend. Bei einigen von mir probierten Rumfaß gefinishten Malts, waren mehr scharfe und unangenehme Rumaromen im Malt, die man eher von den günstigen Rumvertretern kennt. Meine Einstellung zum Finish ist folgende. In erster Linie bin ich froh, dass es die Möglichkeit gibt einen Malt aufzuwerten, ob dieser Malt nun vorher schon gut trinkbar war oder erst danach, spielt hier eine untergeordnete Rolle. Entscheidend ist für mich das Endresultat. Dass leider einige Malts trotz Finish nicht so überzeugen zeigt, dass auch dieses Mittel in seiner Wirkung begrenzt ist, oder vielleicht sogar Malts verschlimmbessert. Richtig messbar ist das ganze für uns Normalverbraucher ja leider nicht. Ein Praktikum bei MMcD würde mich in jedem Fall mal reizen Wenn ich mich auf ein Finish festlegen müßte, dann würde ich wohl Rauch in Verbindung mit PX wählen |
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XLarge
Dabei seit: 15.02.2007
Beiträge: 1469
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Verfasst am: 19. 08. 2011 [13:19] Post-Direktlink
Meistens ist wohl eine durchgehende Lagerung im guten Sherry/Bourbonfaß am besten - aber einige gute Finishs kommen aus dem PX-Bereich ... Tokaji geht oft nach hinten los ... Glendronach hat übrigens auch Bourbonfäßer ...
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thebeas
Nürnberg
Dabei seit: 20.12.2010
Beiträge: 1033
Fl. bewertet: 68
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Verfasst am: 19. 08. 2011 [13:42] Post-Direktlink
"Malty" schrieb: "swan" schrieb: Das beim Rum-Finish der süße Rum den Whiskygeschmack in eben diese, süße Richtung, beeinflussen ist ja noch logisch. Wie unterscheidet sich aber ein Sauternes- von einem Moscatel-Finish??? Ich hoffe ihr könnt mein "Dilemma" verstehen und freue mich schon auf das lesen der Antworten! Lieben Gruß swan Diesem Irrglauben bin ich auch schon des öfteren aufgesessen, leider ist das nicht grundsätzlich zutreffend. Bei einigen von mir probierten Rumfaß gefinishten Malts, waren mehr scharfe und unangenehme Rumaromen im Malt, die man eher von den günstigen Rumvertretern kennt. Das unterschreibe ich. Es gibt wie immer zwar auch die guten Beispiele, aber einige der grausligsten Whiskys, die ich trinken durfte (in diesem Fall eher musste) waren Rum-gefinisht. Generell würde ich ebenfalls sagen: das beste Finish ist kein Finish. Samples? Hier entlang...
Aus technischen Gründen steht die tatsächliche Signatur auf der Rückseite dieses Beitrages. |
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Diedler
würtemberg
Dabei seit: 14.12.2010
Beiträge: 1598
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Verfasst am: 19. 08. 2011 [16:47] Post-Direktlink
"Skye" schrieb: Was ist das beste finish? Das ist mMn mal eine wirklich einfache frage (ohne jedes dilemma). Und meine antwort ist: KEINES! Eine seltene Fügung, Skye. Hier gehe ich mit deiner Meinung absolut konform. Nix geht über ne schöne FF Bourbonfass- Abfüllung (zumindest nicht für mich). Was aber nicht heist, dass ich Finnishings verschmähe. Also um der Eingangsfrage grecht zu werden: PX- Sherry oder Port. Bringt viel Frucht und Süße und nicht viel Trockenheit mit. Dazu die Euro- Eichentöne die für hübsche Bitterschokonoten sorgen kann Ich esse mein Steak schwarz und trinke meinen Kaffee blutig !!!
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Bobby
Nordfriesland
Dabei seit: 30.12.2008
Beiträge: 2087
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Verfasst am: 19. 08. 2011 [18:19] Post-Direktlink
Früher habe ich die Finishgeschichte abgelehnt ( da gab es auch nicht so viel wie heutzutage ), weil ich den puren unverfälschten Brennereigeschmack haben wollte. Heute probiere ich gerne von den verschiedenen Caskversionen - auch wenn vieles eben nicht so dolle ist. Immer wieder treffe ich auf eine Sensation und neue Geschmacksempfindungen, die das Thema Single Malt noch interessanter machen. Wobei die kurzen "Finshgeschichten" oft nicht so gut in meiner Bewertung abschneiden und ich von den jahrelangen Finishings doch oft begeistert bin.Gruß.........Bobby [Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 19.08.2011 um 18:19.] John Sinclair : "Wenn die feinen Geister tanzen sind meistens auch ein paar Spukgestalten dazwischen."
http://www.maltheads-united.de/ |
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Senturia
NRW
Dabei seit: 07.03.2011
Beiträge: 51
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Verfasst am: 19. 08. 2011 [18:26] Post-Direktlink
"Christopher" schrieb: z.B. Glendronach 15 years Moscatel Finish BenRiach 18 yo Moscatel Finish Royal Lochnager DE (in Moscatel-Fässern gefinisht) Caol Ila DE (in Moscatel-Fässern gefinisht) Vielen Dank. Das werden meine nächsten Samples |


