
Juni 2001
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phpbb_admin
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Verfasst am: 10. 05. 2004 [15:42] Post-Direktlink
Hallo große Whisky Familie,Nachdem ich nun eine Menge an Mails empfangen und inhaliert habe möchte ich mich vorstellen. Ich heiße Matthias Thielmann, bin 44 Jahre alt und Siteleiter bei einer Xerox Document Company. Mein Heimatort heißt Dietzhölztal, im Bundesland Hessen an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen. Das wichtigste in meinem Leben sind meine Frau und meine 3 Kinder, sowie mein Glaube an Jesus Christus. Ich bin bemüht kein oberflächliches Leben zu führen. Vor ca. 1 Jahr wurde ich durch meinen besten Freund auf "The Whisky Store" aufmerksam und fortan gab es kein Halten mehr. Whisky ist ein Stück Lebensqualität wenn Genuß und Achtung vor diesem Elexier sich vereint. Toll, und absolut spannend finde ich die unterschiedlichen Meinungen über den einen oder anderen Whisky und das so locker, offen und unkompliziert darüber geredet; pardon, geschrieben wird. Meine Lieblings-Whiskys sind: Macallan 12J. und 15J., Highland Park 18J; Bowmore Darkest; Lagavulin 16J; Springbank 10 u. 12 J; sowie Balvenie Double Wood.(Noch)nicht nachvollziehen kann ich,daß ein "Feinschmecker" bei einem Whisky verbrannte Autoreifen im Duft und evtl.im Geschmack feststellen will.Fehlt nur noch, daß er klar Good Year und keinesfalls Bridgestone feststellt.Das ist doch überzogen oder wie denkt Ihr?? Was kann man und was muß man schmecken wenn die Geschmacksnerven nicht gerade mit einer Hornhaut überzogen sind? Welche Whiskys empfindet Ihr als unbedingt der Verkostung würdig also "Geheimtipp" Meine Preisklasse liegt bei ca. max 150DM, wobei ein "Überflieger" auch mal etwas mehr kosten darf. Keinesfalls zahle ich 500DM und mehr, da ich mich nicht als Sammler sondern als Genießer verstehe. Ich freue mich über jede Info, Bis bald Gruß Matthias |
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Verfasst am: 10. 05. 2004 [15:43] Post-Direktlink
Hallo, Matthias,auch ich kann manchmal nur den Kopf schütteln, was mancher Tester so alles in Whiskies schmecken und riechen. Ich habe es inzwischen aufgegeben, das alles nachvollziehen zu wollen und sehe solche Notizen als amüsante Anregungen. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube, dass häufig Frauen (hallo Tammy und Andrea) ihre Geruchs- und Geschmacksempfindungen besser beschreiben können, zumindest ist das in meinem Bekanntenkreis so, in dem drei Frauen sehr gerne Whiskies trinken und recht ordentliche Kennerinnen sind. Zu den Geheimtipps: ich habe schon die unmöglichsten Reaktionen erlebt, wenn ich Freunden einen Whisky empfehlen wollte, der mir gut schmeckt, von "oh,ja, toll, finde ich auch klasse" bis "so ein Zeug trinkst Du" und das manchmal, wenn unsere Geschmäcker sonst recht ähnlich waren. Also, alles total subjektiv. Da Du aber Deine Lieblings-Whiskies nanntest, kann ich mir vorstellen, dass Dir auch ein Balvenie Port Wood 21y gut gefallen könnte (den ich ganz fabelhaft finde), ebenso Springbank 21y. Ich finde auch den Glenfarclas 21y schön, der dazu für sein Alter auch erstaunlich preiswert ist. Solltest Du eines dieser Tröpfchen verkosten, wäre ich sehr an einer Rückmeldung interessiert. Gruß Wolfgang |
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Verfasst am: 11. 05. 2004 [12:01] Post-Direktlink
Hallo Wolfgang, und natürlich alle anderen,Du hast echt Plan was gute Whiskys sind.Den Glenfarclas 21Y habe ich bereits getrunken; ganz toll und unbedingt sein Geld wert.Meine Erinnerung nicht im Sortiment) Sherry,geschmacklich rund,intensiv, getrocknete Früchte, (Rosine??)auf jeden Fall süß mit langem,warmem Abgang. Beim Balvenie Port Wood bin ich Deiner Empfehlung zuvorgekommen, da ich ihn gestern u.a. mal "auf Verdacht" bestellt habe. Deine hohe Meinung macht mich jetzt schon ganz neugierig. Meine Geschmacksempfindung teile ich Dir unverzüglich mit. Der Springbank 21y hat auch schon mein Interesse geweckt. Ich suche nur noch einen Grund wofür ich mich mal wieder belohnen muß(179 DM). Also, ich mag den Springbank 10Y, der 12Y ist deutlich besser (voluminöser,feingeistiger,gehaltvoller und noch mehr wärme). Wenn der 21Y sich linear zum 12Y steigert wie der 12y zum 10y, dann kommt er in meine "hall of fame". Noch eine Anmerkung. Ich mag es sehr, zu einem Whisky auch eine (gute)Pfeife zu rauchen. besonders die drei, vier und mehr Züge nach einem Schluck (nicht drei, vier Schluck nach einem Zug)empfinde ich als sehr genußvoll und angenehm. Was meinst Du/meint Ihr??? Jetzt habe ich soviel über Whisky geschrieben, daß ich auf einmal eine große Trockenheit im Mund verspüre. Ich denke....... Viele Grüße an alle Matthias |
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Verfasst am: 11. 05. 2004 [12:01] Post-Direktlink
Ja, bei mir ist das ähnlich - allerdings rauche ich bei einem guten Whisky sehr gerne eine gute Zigarre...Gibt´s da vielleicht bei anderen ähnliche Vorlieben? Mich würde z.B. mal interessieren, ob Ihr irgendwelche Kombinationen Whiskymarke / Zigarrenmarke bevorzugt... Bei mir ist es so, das ich durchaus die schwereren kubanischen Zigarren lieber mit einem etwas leichteren, NICHT so rauchigem Whisky trinke und tlw. auch umgekehrt. Vielleicht ziehen sich hier die Gegensätze an??? Viele Grüße Jörg |
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Verfasst am: 12. 05. 2004 [10:57] Post-Direktlink
Ja, das ist ein Thema, was mich auch ungemein faszinieren würde - ich habe seinerzeit einmal den einzigen "Cigar Malt", den es damals im Store gab (Auslaufmodell für ca. 60 DM, war aber kein Dalmore!) mit einem in Cognac gewendetet Zigarillo probiert (wir hatten nichts besseres). Ein Erlebnis!Was für Malts würdet ihr für welche Zigarren empfehlen? (...die sind wahrscheinlich leichter zu beschaffen als eine Pfeife mit Zubehör.) Grüße, Lasse |
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Verfasst am: 12. 05. 2004 [10:58] Post-Direktlink
Hallo,tja, was soll man da empfehlen... Es ist ja schon fast genauso eine 'Glaubensfrage' welche Zigarre man raucht wie welchen Whisky man trinkt... Die Kombinationsmöglichkeiten aus beidem sind fast gegen unendlich gehend... Also, ich persönlich finde z.B. eine Kombination aus Macallan (am besten den 18 J) und einer Cohiba (z.B. die Siglio no. 4 oder am besten der Especiale) als traumhaft. Da kommt es aber auch drauf an, inwieweit man schon Zigarrenraucher bist - wenn noch nicht, wird die Cohiba einen sehr wahrscheinlich ziemlich umhauen. Für "Zigarrenanfänger" eignen sich eher mildere Stücke, z.B. die aus der Dominikanischen Republik. Hier fällt mir z.B. die Griffin´s ein, eine leichte aber auch sehr gut verarbeitete und gut schmeckende Zigarre. Viele Grüße Jörg |
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Verfasst am: 12. 05. 2004 [10:59] Post-Direktlink
Der Cigar Malt war geschäftlich ein Flop. Wir haben binnen 6 Monaten nurganz wenig Flaschen verkauft. Ich glaube niemand hat diesen Malt bei uns ein zweites Mal bestellt. Aus unserer Sicht haben die Invergordon Leute (dahinter steht Jim Beam) ausschließlich auf die Werbung geachtet. Zigarren wurden damals Mode. Ein Pure Malt zum Single Malt Preis verkauft sich recht schlecht in Deutschland. Da hilft auch der Marketing-Hype 'Cigar Malt' nicht viel. Vermutlich ist der bessere Ansatz gute Malts zu suchen, die mit Zigarren harmonieren. Ich selbst bin kein Zigarrenraucher, bin aber letztes Jahr von der 'ersten Bayerischen Cigarrengesellschaft e.V.' zu einem Clubabend eingeladen worden und habe so eine dicke Zigarre aus der Dominikanischen Republik geraucht. Was es genau war, dürfen Sie mich bitte nicht fragen. Jedenfalls war ich nachher fast 'high' und vom Aroma überwältigt. Einen Malt hätte ich danach nicht mehr genießen können. Aber ich bin eigentlich Nichtraucher und an den Rauch nicht gewöhnt. Gruß Horst Lüning |
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Verfasst am: 12. 05. 2004 [11:00] Post-Direktlink
Hallo!>Da kommt es aber auch drauf an, inwieweit man schon Zigarrenraucher bist - >wenn noch nicht, wird die Cohiba einen sehr wahrscheinlich ziemlich >umhauen. So ungefähr wie mit Whiskyeinsteigern und Lahproaig, nehme ich an...Nein, ich bin eher Zigarrenanfänger und sollte mich herantasten. >Für "Zigarrenanfänger" eignen sich eher mildere Stücke, z.B. die aus der >Dominikanischen Republik. Hier fällt mir z.B. die Griffin´s ein, eine >leichte aber auch sehr gut verarbeitete und gut schmeckende Zigarre. Danke für den Tip! Grüße, Lasse |
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Verfasst am: 12. 05. 2004 [11:02] Post-Direktlink
Hallo Matthias!Da muß ich dir voll und ganz beipflichten. Manchmal, wenn ich Verkostungsnotizen (unser aller Lieblingsautor Jim Murray ist so ein Spezialist) lese, greife ich zu dem entsprechenden Whisky, so ich ihn denn besitze, probiere und stelle enttäuscht fest: die Muschelnoten unter feuchtem Schiefer bei Abenddämmerung auf den Hebriden (aber nur bei Westwind!) konnte ich leider nicht entdecken. Ich denke, daß ein Teil dieser exotischen Geschmackserlebnisse überinterpretiert ist. Auf der anderen Seite ist es so, daß man, wenn man konsequent einen Abend lang einen guten Whisky (also einen, der geschmacklich auch vielschichtiges zu beiten hat - Glenmorangie Sherry Wood Finish z.B.) aus einem Nosingglas genießt, tun sich einem, oft nach dem dritten oder vierten Glas, erstaunliche Geschmacksnuancierungen auf, so man denn intensiv danach sucht. Aber auch hier gilt: "Verkosten" (also auf Teufel komm raus sämtliche Aromen erkennen wollen, die es in einem Whisky gibt) ist etwas ganz anderes als Whisky genießen - das sollte zwanglos, erfreulich, entspannend sein. Am besten, du vergißt fremde Geschmacksnotizen erst einmal und genießt deinen Malt und all das, was er dir zu geben vermag. Und wenn keine Autoreifen dabei sind, dann eben nicht. Mir geht es genauso. (Whisky wird subjektiv empfunden - das ist das ganze Geheimnis.) >Welche Whiskys empfindet Ihr als unbedingt der Verkostung würdig also >"Geheimtipp" Der Scapa 12yrs. ist einen Versuch wert, und ein besonderer Hochgenuß ist der Strathisla 12 yrs - ein Meisterwerk von einem Highlander. Wenn dir der Sinn nach rauchigem steht, kommst du am Ardbeg 10 yrs nicht vorbei, und wenn du Sherrytönigen Whisky versuchen möchtest, empfehle ich den "Großvater" aller Sherrygelagerten Whiskies - den Glenmorangie Sherry Wood Finish. All diese Whiskies liegen z. Teil deutlich unter 150,- DM. Grüße Lasse [Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 12.05.2004 um 11:07.]
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Verfasst am: 12. 05. 2004 [11:03] Post-Direktlink
Ich weiß nicht, ob es wirklich noch Geheimtips sind, aber hier sind zweinicht zu teure Speysider: Mortlach und Longmorn. Nicht so bekannt wie die Macallans, Glenmorangies und Glenfarclas dieser Welt, aber für mich in der gleichen Liga. Wunderbar in der Nase, sehr komplex und mit warmem Nachklang. Oh je, Geschmacksbeschreibungen liegen mir nun wirklich nicht Der "normale" Longmorn mit seinen 15 Jahren ist ein toller Tropfen, der wirklich preiswert ist. Vom Mortlach kann ich Euch die Originalabfüllung aus der Reihe Flora & Fauna mit 16 Jahren ans Herz legen. Aber Beeilung, der wird immer teurer! Frage an die Runde: ist die Reihe Flora & Fauna eigentlich ein "Auslaufmodell" oder werden die zum Teil immer noch produziert? Ich komme da nicht so ganz hinter. Gruß Stefan |
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Verfasst am: 12. 05. 2004 [11:05] Post-Direktlink
Hallo Stefan,so viel ich weiss wurde die Fauna & Flora Serie ins Leben gerufen, um seltener Whisky Sorten etwas zu promoten. Allerdings nur in begrenzter Stückzahl und so viel ich weiss nur eine gewisse Zeit lang. Es gab verscheidene Ausgaben dieser Seire, aber wenn ein Whisky daraus "leergekauft" ist, dann ist die Serie beendet MFG Patrick |
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Verfasst am: 12. 05. 2004 [11:08] Post-Direktlink
Hallo,die Frage zu den Mortlachs habe ich meiner Frau gestellt. Hier ist ihre Antwort: > Mortlach Serie Flora & Fauna 1980/97 63,1% > ist ein Auslaufmodell und m.E. ein Einmaligkeit gewesen > > Mortlach Serie Flora & Fauna 16 Jahre 43% > wird laufend aufgelegt. Gruß Horst Lüning |
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Verfasst am: 12. 05. 2004 [11:09] Post-Direktlink
Hallo zusammen,nun habe ich schon mehrmals in den Mails von 'Flora & Fauna' + Whiskys gelesen, aber: was sind Flora & Fauna + Whiskys, wie schmecken sie, was ist das besondere ? Gruß Elmar |
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Verfasst am: 12. 05. 2004 [11:10] Post-Direktlink
Hallo,die Flora & Fauna Serie ist eine Abfüllungsreihe von United Distillers & Vintners, dem größten Whisky Produzenten der Welt. Er bietet mit dieser Reihe dem Genießer Single Malts, die nicht regulär abgefüllt werden. Die Flaschen sind sich sehr ähnlich und die Label zeigen Motive aus der Tier und Pflanzenwelt. Deshalb der Begriff Flora & Fauna. Bilder der Flaschen sind unter: http://www.thewhiskystore.de/industrie/serien.htm zu sehen. Die hochprozentigen Abfüllungen sind nur noch sehr selten erhältlich. Sie wurden eingestellt, weil vermutlich die Rare Malts Serie und diese Hochprozenter sich gegenseitig zu viel Konkurrenz gemacht haben. Gruß Horst Lüning |
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Verfasst am: 12. 05. 2004 [11:13] Post-Direktlink
Hallo,erstmal vielen Dank für die aufmunternden Antworten! Ich werde sicher den Tips nach und nach nachkommen und andere Islays auch probieren. Mein Problem mit dem Laphroig war, daß ich finde er schmeckt sehr nach Meer und irgendwie "faulig". Sorry, ich weiß nicht, wie ich das anders ausdrücken soll. Nun wurde hier in diesem Zusammenhang von starker Rauchigkeit und Torfigkeit gesprochen. Kann mir als Neuling jemand umschreiben, was mit den Geschmacks- bezeichnungen gemeint ist? Ich hoffe, Ihr seid nachsichtig mit mir! Der größere Whisky-Trinker hier ist eher mein Freund, ich bin eben erst am Anfang. Ich bin da eher so ne Sammeltriene, ich kaufe und andere trinken das meiste. Aber ein bißchen möchte ich davon natürlich auch haben - deshalb freue ich mich so über dieses Forum. Ich kann dazulernen und mache beim Kaufen und Öffnen der Flaschen keine groben Fehler. Wie gesagt, ist ja schade, wenn es dann hier keiner trinkt. Dann kann ich Fehlkäufe eher mal weitergeben, die Geschmäcker sind ja alle so unter- schiedlich. Liebe Grüße an alle! Andrea |
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