Thema mit vielen Antworten

Mai 2001

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phpbb_admin
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Verfasst am: 10. 05. 2004 [11:25] Post-Direktlink
Hallo Alle,

hier kommt die Auflösung der Frage nach den bei uns am meisten verlangten
Single Malt Whisky Flaschen nach Stückzahlen.

Bis 80 DM
---------
Aberlour 10 J PR
Ardbeg 10 J GM
Auchentoshan 10 J MB
Balvenie 12 J GF
Bowmore 12 J MB
Cragganmore 12 J UDV
Dalmore 12 J JBB
Dalwhinnie 15 J UDV
Glenmorangie 10 J GM
Highland Park 12 J GF
Lagavulin 16 J UDV
Laphroaig 10 J AL
Macallan 12 J GF
Oban 14 J UDV
Talisker 10 J UDV

Hersteller:
-----------
PR = Pernod Ricard
GM = Glenmorangie plc
MB = Morrison Bowmore
UDV = United Distillers & Vintners
GF = Glenfiddich/Edrington
JBB = Jim Beam Brands
AL = Allied Domecq

Auf dieser Liste stehen fast alle Brennereien mit größerer Bedeutung. Keine
Flasche von kleineren Konzernen ist leider dabei. Ein paar Dinge sind für
mich aber erstaunlich.
Von Pernod Ricard (weltweit Nr. 2) und Allied Domecq (weltweit Nr. 3) haben
es jeweils nur eine einzige Flasche in die Top 15 geschafft. UDV als
weltgrößter war da deutlich besser. JBB macht auch keine bessere Figur.
Seagram's dagegen hat den Zug total verschlafen. Nicht eine einzige Flasche
schaffte es in die Top 15.

Über 80 DM
----------
Ardbeg 17 J GM
Balvenie Port 21 J GF
Bowmore Mariner 15 J MB
Bowmore Darkest MB
Bowmore 17 J MB
Glenfarclas 21 J !!!
Glenmorangie Port GM
Glenmorangie Sherry GM
Highland Park 18 J GF
Lagavulin Pedro Xim UDV
Laphroaig 15 J AL
Macallan 18 J GF

Bei den teuren Flaschen wird die Luft schon dünner und mich freut es ganz
besonders, dass es mit Glenfarclas eine selbständige Brennerei geschafft
hat. Allied hat eine starke Position mit dem 15-jährigen Laphroaig und
Glenmorangie und Bowmore brillieren richtig.

Was mich auch freut ist Balvenie. Für Balvenie verfolgt Glenfiddich als
Eigentümer eine tolle Strategie. Sie werben fast nicht. Nur in der ganz
speziellen Whisky-Presse und trotzdem oder vielleicht gerade deswegen wurden
sie zum Geheimtipp.

Gruß
Horst Lüning
phpbb_admin
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Verfasst am: 10. 05. 2004 [11:26] Post-Direktlink
Hallo Alle,

heute habe ich Post von Laphroaig erhalten. Laphroaig bietet einen
MALT-KENNER-SERVICE an, in dem der Distillery Manager Iain Henderson
regelmäßig berichtet.

Sie können den deutschsprachigen MALT-KENNER-SERVICE per Post und Telefon
erreichen.

Anmeldungen bitte unter:

Laphroaig Malt-Kenner-Service
Postfach 11 60
65796 Bad Soden
Tel.: 06196-506263

Gruß
Horst Lüning
phpbb_admin
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Verfasst am: 10. 05. 2004 [11:26] Post-Direktlink
Hallo Liste!

> Sie können den deutschsprachigen MALT-KENNER-SERVICE per Post und Telefon
> erreichen.
> Anmeldungen bitte unter:
> Laphroaig Malt-Kenner-Service

Gibt es eigentlich bei den Literflaschen noch den Quadratfuß Insel dazu
oder ist die Aktion schon vorbei und Islay komplett vertrunken?

In hochachtungsvoller Begrüßung,
Michael
phpbb_admin
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Verfasst am: 10. 05. 2004 [11:27] Post-Direktlink
Hallo Michael,

im Dezember gabs ihn noch,

Gruß

Klaus
phpbb_admin
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Verfasst am: 10. 05. 2004 [11:28] Post-Direktlink
Hallo Leute,
Auf der Home-Page Laphroaig kann man ein "Friend of Laphroaig" werden. Dann bekommt man eine schöne Urkunde zugeschickt auf der vermerkt ist, dass man lebenslang Pächter eines Quadratfußes von Islay ist.

Gruß Jens.
phpbb_admin
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Verfasst am: 10. 05. 2004 [11:28] Post-Direktlink
Hallo Alle,

vorhin bin ich kurz ins Lager rüber gegangen und habe nachgesehen. Die
meisten 1 Literflaschen haben den Gutschein für den Grund auf Islay
beiliegen. Ich selbst habe mir auch im Jahre 1998 ein solches
Grundstückchen
auf Lebenszeit geben lassen. Es kam die schöne Urkunde mit dem Hinweis,
dass
man jedes Jahr Anrecht auf einen Schluck Laphroaig an der Brennerei hat.

Jetzt fragt man sich, was soll das?

Die Antwort stammt meiner Sicht nach aus dem Marketing bzw.
Direktmarketing
und wird auch von anderen Brennereien ähnlich durchgeführt (z.B. mit der
Registrierung von Flaschen).

Laphroaig kennt seine Kunden nicht persönlich und hat keine Ahnung, wer
denn
da die Flaschen in der Welt kauft. Jemand, der sich für einen angebotenen
Vorteil (den Grund) interessiert, der ist auch für Laphroaig ein
Fürsprecher. - Na ja, wir reden ja gerade über sie. Damit sprechen wir
jetzt
über Lapgroaig und nicht über irgendeine andere Brennerei. Der
Marketingzweck hat sich erfüllt.

Im Direktmarketing kennt Laphroaig jetzt unsere Adressen und kann uns
mehrfach im Jahr per Post ansprechen. Ich bekomme regelmäßig Post von
ihnen.
Da ich von wenigen anderen Brennereien Post bekomme, ist Laphroaig erneut
besser im Gespräch als andere.

Wir fühlen uns informiert, und Laphroaig sieht steigende Absatzzahlen.
Eigentlich ist dies doch eine ideale Verwendung von Werbemitteln, oder?

Gruß
Horst Lüning
phpbb_admin
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Verfasst am: 10. 05. 2004 [11:29] Post-Direktlink
Hallo Liste!

> Wir fühlen uns informiert, und Laphroaig sieht steigende Absatzzahlen.
> Eigentlich ist dies doch eine ideale Verwendung von Werbemitteln, oder?

Schon klar. Nur wie bringen wir dem PR-Manager von Lafrosch jetzt bei,
daß der Marken-Bindungseffekt noch VIEL besser wäre, wenn man uns das
Alljahresschlückchen einfach zuschicken würde.. ;->

In hochachtungsvoller Begrüßung,
Michael
phpbb_admin
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Verfasst am: 10. 05. 2004 [11:29] Post-Direktlink
> Haben Sie, oder ein anderer der Liste, schon den neu herausgebrachten 25
J
> Single Cask von Balvenie probiert?
> Es würde mich brennend interessieren wie dieser von Ihnen beurteilt
> wird.

Ich habe ihn gekauft und probiert, und er gehört zu den Top 3 der
Enttäuschungen. Im Vergleich zu meinem 15 jährigen Single Barrel (Cask 939 vom 6.2.81
mit 50.4%) ein ziemlicher Reinfall, wobei das natürlich nur mein subjektiver
Eindruck ist: Zwar einen schönen Geruch nach Sherry, aber ein viel zu scharfer
Geschmack(Holz); beim Wein würde ich sagen: der lag zu lange im Fass und ist
viel zu früh auf den Markt gekommen und muss noch ein paar Jahre lagern.
Aber beim Whisky ist ja nach der Flaschenabfüllung vorbei mit der Weiterreifung,
oder? Für einen 25jährigen schmeckt er mir jedenfalls viel zu unausgereift,
längst nicht so rund wie der 15jährige, eher wie ein sprittiger 8jähriger,
aber auf keine Fall eine Steigerung des 15jährigen. Hier hängt wohl alles von
der Wahl des richtiges Fasses ab.

So viel zu meinem harten Urteil

Rolf Blejhosz
phpbb_admin
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Verfasst am: 10. 05. 2004 [12:15] Post-Direktlink
Hallo Rolf,

vielen Dank für Dein Posting. Ich habe schon mit dem Gedanken gespielt
mir eine Flasche zuzulegen, aber die 198 Mäuse werden dann wohl anderen
Whiskys zugeschlagen. Mich würde aber noch mal interessieren welche
zwei anderen Whiskys zu den Top 3 der Enttäuschungen Deiner Meinung nach
gehören? icon_wink.gif...

Noch mal eine Andere Frage zum Alkoholgehalt bei Balvenie.
Der 25 J Single Barrel hat laut Katalog weniger % als der Vintage
Cask von 1966. Wie geht das? Warum hat der Vintage Cask mehr
% Alkohol obwohl er älter ist? Oder ist der 25 J Single Barrel noch
älter und wird nicht als Vintage Cask herausgebracht?

Ich dachte immer, je älter der Whisky, desto mehr Vol % gehen
verloren. Ist das hier nicht der Fall?

Nun ja, wer weiß mehr zu dem Thema?

Grüße,
Olaf
phpbb_admin
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Verfasst am: 10. 05. 2004 [12:16] Post-Direktlink
Hallo,

mit dieser Aufgabenstellung habe ich mich lange beschäftigt. Soweit ich es
verstanden habe gibt es den folgenden Zusammenhang:

- Die meisten Brennereien füllen mit 63,5 Vol% Alc. in die Fässer ab. Das
war nicht immer so. Manche füllten stärker, andere schwächer ab. Je höher
der Alkoholgehalt, um so stärker wird das Fass ausgelaugt und der Whisky
beginnt schneller holzig zu schmecken. Je niedriger der Alkoholgehalt, um so
weniger Geschmack nimmt der Whisky aus dem Fass auf. Es ist ein Kompromiss
gefragt. Über die Jahre haben fast alle auf 63,5% umgestellt.

- Da Alkohol früher siedet als Wasser, verdampft in erster Linie Alkohol
während der Jahre aus dem Fass. Der Alkoholgehalt sinkt. Es gibt aber auch
Ausnahmen. Wenn das Fass sehr heiß liegt (z.B. ganz dicht unter dem Dach des
Lagerhauses), dann ist die Luftfeuchtigkeit extrem niedrig. Da aus allen
weiter unten liegenden Fässern Alkohol verdunstet ist der Alkoholgehalt der
heißen umgebenden Luft relativ hoch. Man kann es im Lagerhaus deutlich
riechen. In diesem Fall verdampft mehr Wasser als Alkohol. Es geht da wohl
um den Unterschied im Dampfdruck von Alkohol und Wasser. Wir hatten aus
diesem Grund Clynelish Whiskys mit über 66%.

Und dann kommt es noch darauf an, wie dicht das Fass ist. Es gibt nicht nur
leck oder dicht sondern alle Abstufungen dazwischen. Je undichter das Fass,
um so mehr Alkohol wird in die Luft abgegeben. So kann ein jüngeres Fass
schneller Alkohol verlieren als ein altes. Es kommt auch auf die Größe des
Fasses an. Aus einem kleinen Fass verdustet mehr Alkohol als aus einem
großen, da das Verhältnis porige Oberfläche zu Whisky-Inhalt beim kleinen
Flass größer ist.

Alles in allem habe ich für mich entschieden, dass es soviel Einflüsse auf
das Fass gibt, dass man beim besten Willen keine Aussage über gut oder
schlecht im Verhältnis zum Alkoholgehalt machen kann.

Gruß
Horst Lüning
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Verfasst am: 10. 05. 2004 [12:17] Post-Direktlink
Hallo Liste!

Mal was ganz anderes. Innerhalb des letzten Jahres fielen mir zweimal
Flaschen mit lausigen Korken auf.

Die erste eine Laphroaig-Literflasche, der Korken hat deutliche
Längsrillen und sitzt daher nur sehr locker.

Schlimmer war eine Flasche Rare Malt Sel., Port Ellen Faßstärke:
Die Flasche, beim Händler noch fachgerecht stehen gelagert, kam
während des Transports (Postpaket) in die Horizontale. Entlang
einer Rille am Korkenrand, circa 2-3 mm breit und 0,5 bis 4 mm
tief (!), krabbelte die Flüssigkeit zur Plastikkappe des Korkens,
löste dort den Kleber auf und sickerte nach draußen.
Gut, der Verlust (2cl) war verschmerzbar und da das Fläschchen zum
Eigenverbrauch bestimmt ist, war auch die eventuelle Minderung
eines möglichen Sammlerwertes durch die Neuverkorkung irrelevant.
Den Händler habe ich damit natürlich nicht belästigt, schließlich
schaut der auch nicht unter die Zinnkapsel und wegen dem Schluck..

Fragen an die Runde:
Bin ich da ein einsamer Pechvogel oder passiert das öfter?

Ist das ein Dauerleiden oder gab es da gerade Versorgungsengpässe
mit gutem Kork?

Und was hat ein Abfüller wie die von Rare Malts eigentlich für
eine lausige Qualitätskontrolle, wenn die bei einer 'Limited
Edition' so einen Müllkorken durchrutschen lassen??

In hochachtungsvoller Begrüßung,
Michael
phpbb_admin
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Verfasst am: 10. 05. 2004 [12:18] Post-Direktlink
Hallo zusammen,

das mit den Korken kenn ich auch, ist mir aber bisher nur bei älteren
Flaschen (20-30 Jahre) passiert, und ich habs dann ganz elegant auf die
Altersschwäche geschoben... Bei neuen Flaschen hab ich das in dem Maße wie
geschildert aber Gott sei Dank noch nicht erlebt.
Was einen Qualitätsengpass beim Kork angeht muß ich leider passen...

Grüße Heiko
phpbb_admin
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Verfasst am: 10. 05. 2004 [12:19] Post-Direktlink
Das Problem beim Bowmore 30 Jahre ist jetzt besser gelöst worden. Seit die
neue Auflage angekommen ist, umgibt den oberen Rand inkl. dem Stopfen eine
starke Schrumpffolie. War ja auch Zeit, da die Reklamationen lästig waren.
Vorallem wenn es sich bei den Sendungen um Geschenke handelte und die mit
Satin ausgekleidete Packung fleckig war. Ich erinnere mich noch gut, wie wir
jede angekommene Flasche ausgewogen haben, um vor unseren Kunden nicht ganz
so blöd auszusehen. Bei einer fehlten dann 100 g.

Neben den nicht immer passgenauen Korken krankt es m. E. bei den Krügen oft
am weiteren Verschluss über dem Korken. Die Kunststoff- oder Metallkappen
helfen bei diesem Problem. Neben der Klarheit dieser Kappen, dass am Inhalt
dieser Flasche noch niemand vorher herumfingerte, stabilisieren sie auch.
Bei Erschütterungen oder größeren Temperaturschwankungen während des
Transports kann sich der Korken nicht lösen oder gar davonschießen.

Viele Verschlüsse von Krügen sind Kombinationen aus Kork/Kunststoff und
Keramikzierköpfen. Hier ist es meisst so, dass die Flasche/Krug prima
verschlossen ist. Gut ist sogar, dass das Grübchen über dem Kork mit Wachs
oder Lack aufgefüllt und damit versigelt ist. Der beiliegende Zierkopf
erscheint mir nicht immer optimal, da sie oft konisch gearbeitet sind um in
die Öffnung besser zu passen. Hier ist das vorherige Wässern empfehlenswert
oder meine angeratene Klarsichtfolie um die eventuellen Rillen und Poren
endgültig zu verschliessen.

Das mit der Folie ist auch bei den Karaffen (egal ob von so renomierten
Häusern wie Riedel, Eisch, Orefors) ratsam, da sie nie optimal
eingeschliffen sind.

Die dünnen Papierbanderolen an Flaschen, Karaffen oder Krügen, kann ich
überhaupt nicht leiden, weil diesen die oben erwähnte Stabilisation fehlt.
Schlimmstenfalls kann man mit einem Föhn an der Flasche manipulieren oder
sie reißt beim Transport ein.

Über all diesen Karaffen oder Krügen steht deren Aufgabe, schön zu sein. Und
die Leute, die diese Dinge entwerfen sind nicht immer die Praktiker und
wissen womöglich nicht welch lange Reise Ihre Produkte bestehen müssen.

Über Schraubverschlüsse habe ich auch Erfahrungen und eine Meinung:
Metallene Schraubverschlüsse haben innen ein Korkplättchen und dann eine
Folienauflage. Diese Kombinantion mit Glas ist hygienisch. Der
Schraubverschluss lässt sich gefühlvoll aber kräftig daraufschrauben, da das
dünne Metall sich dem Gewinde anpasst.

Die Kombinationen Ausgießer mit Schraubverschluss aus Kunststoff sind mehr
fehleranfällig. Der Kunststoff ist spöde, wird m.E. nicht erwärmt auf die
Flasche gesteckt und hat dadurch manchmal Spiel. Liegt nun die Flasche,
sifft auf der Reise einiges heraus. Bei Jim Beam o. Ä. kann man den Verlußt
zwar wertmässig leichter ertragen, entäuscht ist man allemal. Ausserdem kann
etwas verdunsten, wenn etwas auslaufen kann.
phpbb_admin
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Verfasst am: 10. 05. 2004 [12:19] Post-Direktlink
Hallo Liste!
>Bist nicht der einzigste, ich hatte das mit einer Flasche Lagavulin, da hat
sich der Korken in seine Bestandteile aufgelöst und und schwimmt nun auf dem
Boden, auch wenn es nicht der teuerste Whisky ist, ist das schon ärgerlich.
Gruß Thomas !
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Verfasst am: 10. 05. 2004 [12:20] Post-Direktlink
Hallo Alle,

das mit ihren Korken ist kein Einzelfall, allerdings ist es auch nicht
beunruhigend häufig. Da sie relativ mehr Whisky-Flaschen bestellen als
andere, trifft es sie leider häufiger.

Die Whisky-Hersteller sagen, es liegt am schlechten Kork. Die Korkhersteller
erwiedern, das der Kork immer gut sei. Es liegt nur an der Art, wie der
Korken behandelt wird.

Naja ... keiner will Schuld sein. Das Flaschen manchmal nicht dicht sind
liegt einfach daran, dass die Korken in einer Whisky-Flasche Gebrauchskorken
sind, die nicht so dicht sitzen, wie die in Weinflaschen. Verkantet
eingesetzt oder eine schlechte Stelle im Korken und schon ist es nicht mehr
ganz dicht.

Vielen Dank dafür, dass Sie sich so professionell verhalten haben und wegen
den 2cl nicht reklamiert haben. Wenn Ihnen dies aber bei einer
Sammlerflasche passiert, so rufen Sie uns bitte an. Wir tauschen dann die
Flasche, falls noch eine vorhanden ist gerne aus.

Nicht passende oder schlechte Korken würde ich anhand unserer Rückläufer so
auf 1:1000 bis 1:10.000 schätzen. Wo Menschen arbeiten passieren auch
Fehler. Wir bitten das im Namen unserer schottischen Freunde zu
entschuldigen. Eine Abhilfe wäre ein Plastikverschluss. Aber ehrlich: Wer
will den schon? Ich selbst spare mir immer Korken von leeren Flaschen auf.
Dann kann ich einen Korken, der nach x-Öffnungen anfängt kaputt zu gehen,
ersetzen.

Aus verkorkten Flaschen und solchen mit Schraubverschluss verdunstet immer
Whisky. Nach 20 Jahren kann schon 1 cm Füllhöhe verloren gehen. Flaschen
z.B. aus 1920 haben soviel verloren, dass der Level bereits bis fast auf den
vollen Flaschendurchmesser abgefallen ist. Die Auktionatoren sprechen dann
von 'Half-Neck, Full-Neck, ...'.

Ich hoffe das bringt ein bißchen Klarheit in die Sache.

Gruß
Horst Lüning




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