The Whisky Blog

Herzlich willkommen! Dies ist ein Video-Blog in dem ich Whiskys verkoste und über Wissenswertes rund um Whisky spreche. Es lohnt sich wiederzukommen. Ich freue mich über jeden Kommentar.

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Glenglassaugh

Da ist unserem Forums-User Apulia ein schöner Coups gelungen. Heute flatterte seine Pressemeldung herein. Das Unternehmen Caminneci Wine & Spirit Partner hat die exklusive Vertretung der wiedereröffneten Glenglassaugh Brennerei für Deutschland erhalten.


Hier geht es zur Pressemeldung.


Gruß

Horst Lüning

Schluss mit Maxxium?

Ende der 90er gründeten mehre Hersteller von alkoholischen Getränken, die weltweit suboptimal aufgestellt waren, ein gemeinsames Vertriebs-Joint-Venture und nannten es Maxxium. Aus vielen kleinen lokalen Vertriebsorganisationen wurde so ein großer, globaler Player. Tolle Sache so was.


Die Kosten sinken, Synergieeffekte sind zu heben und die vertriebenen Marken erhalten einen Push. In Summe fanden sich, ich glaube es waren vier, ähnlich große Unternehmen zusammen, deren Vertriebsumsatz sich auf mehrere Milliarden Euro addierte. Auch wir sorgten für steigenden Umsatz. Die Whiskymarken Jim Beam, Old Grand Dad, Maker's Mark, Canadian Club sowie Macallan, Highland Park, Famous Grouse und Tullamore Dew stehen für das Whiskyportfolio. Habe ich was vergessen? Bestimmt.


Doch wie das so ist, gibt es in solchen zusammengewürfelten Unternehmen auch Überschneidungen und damit hausinterne Konkurrenz. Eines dieser Unternehmen, das die Konkurrenz wohl nicht so mochte, war die Firma Remy Cointreau. Sie beschloss - natürlich mit ordentlicher Kündigungsfrist von mehreren Jahren - aus dem Joint Venture auszusteigen, da man den lukrativ erscheinenden chinesischen Markt alleine bearbeiten wollte. Den zweiten Schock gab es dann im vergangenen Jahr, als Absolut Vodka - eine der Top Marken im Maxxium Portfolio - durch den bis dahin zweitgrößten Spirituosenkonzern der Welt Pernod Ricard übernommen wurde. Damit gab es auch den zweiten Partner nicht mehr. Pernod stieg damals auf den Platz 1 der weltweiten Spirituosenhersteller auf und überholte damit Diageo. Betrachtet man die gesamte Palette an alkoholischen Erzeugnissen dieser beiden Konzerne, so stehen sie sich dennoch hübsch pari gegenüber.


Wenn nun 50% der Joint-Venture-Partner ausfallen, dann steht so ein Unternehmen in der Krise. Denn wie will man die ganzen Gehaltsempfänger bezahlen, wenn nur mehr 50% der Gelder eingehen? Schwierig - schwierig. Sicher, ein Teil der Mitarbeiter geht mit zu den sich auskoppelnden Unternehmen. Doch im Fall von Absolut Wodka, der an einen globalen Player mit bestehender Vertriebsstruktur ging, läuft das altbekannte Spiel der Reise nach Jerusalem. Schließlich sollen bei jeder Übernahme am Ende auch Kosten eingespart werden und jeder vorhandene Vertriebsmitarbeiter freut sich über eine weitere attraktive Marke im eigenen Stall. So kann er mit einem Besuch gleich noch mehr verkaufen.


Und jetzt?


Aktuell erhielten wir ein Schreiben, das den Übergang der deutschen Maxxium auf das Unternehmen Beam Global Deutschland GmbH bekannt gab.


Besser hätte es uns nicht passieren können. Denn schon mit dem Zerteilen der alten Allied Domecq hatte sich Beam Global (Tochter von Fortune Brands), die Marken Laphroaig und Maker's Mark nebst den Brennereien sichern können. So erhalten wir nun ein neues Unternehmen, das - befreit vom Cognac, Orangenlikör und Wodka etwas mehr in Richtung Whisky tickt. Sicher, es gibt noch eine Menge andere Nicht-Whiskymarken im neuen Unternehmen, aber der Whisky hat relativ gewonnen. Nun sind 9 von 23 Marken im Beam Global Portfolio Whiskymarken. Darunter so große Namen wie Jim Beam, Tullamore Dew, Maker's Mark und Famous Grouse, die auch wirkliche Menge bedeuten. Unsere geliebten Single Malts und Small Batch Bourbons können damit nur gewinnen.

Whiskymesse München - Klappe die Zweite - Teil 1

http://www.whisky24.de/blog/iw2009.jpg

Nach der ersten Whiskymesse in diesem Jahr in München auf der Praterinsel gab es am Wochenende 13.-15.2.2009 die zweite Whiskymesse in München im Hotel Vierjahreszeiten. Ich komme erst jetzt zum Berichten, da ich direkt nach dem Besuch der Messe auf Urlaub ging.


Das Ambiente der Messe war richtig toll. Nicht im Sinne, wie Sie das vielleicht verstehen. Ich liebe den Flair internationaler Hotels, wo sich Menschen aus aller Herren Länder treffen. Zum Schluss sitzt man dann in der Lobby des Hotels und führt abseits vom hohen Lärmpegel einer solchen Messe intensive Einzelgespräche. Man hat halt viele Verantwortliche beieinander, wie man so hier in Bayern sagt. Die Kuchentheke des Hotel Vierjahreszeiten auf der Maximilianstraße in München ist zudem herausragend. Sowohl in der Qualität als auch in der Menge und leider auch im Preis.


Was gab es auf der Messe zu sehen?


Die Messe war schon vom Raum sehr klein und - zumindest Freitag - recht knapp besucht. Es war ganz gut, dass der Veranstalter nicht wieder im Sheraton-Arabella die Messe abgehalten hat. Deren Räumlichkeiten wären sicherlich - wie schon beim ersten Mal 2007 - zu groß gewesen.


So blieb die Messe von der Größe hinter den anderen Messen zurück und die ziemlich knappen Besucherzahlen - auch am Samstag, wie mir unsere Mitarbeiter berichteten - machte den Zugang zu allen Ständen ziemlich einfach. Ich werde das Gefühl nicht los, dass sich das Konzept dieser Messe ändern muss, wenn sie in zwei Jahren noch einmal abgehalten werden soll. Denn ob die Aussteller mit dieser Überschaubarkeit und der Kundenanzahl zufrieden sein konnten? Die offizielle Pressemeldung sprach dagegen optimistisch von mehreren Tausend Besuchern. Einige der Aussteller des vergangenen Jahres waren schon gar nicht mehr erschienen. Ob die erste Messe 2007 zu knapp besucht war? Oder ob die andere Messe auf der Praterinsel das Budget der Aussteller bereits blockierte? Oder war das Wetter mit dem Schneefall schuld? Oder gibt es in Deutschland mittlerweile ausreichend viele Whiskymessen?


Schwer zu beantworten. Vermutlich wird es etwas von allem gewesen sein. Lassen wir uns überraschen wie es weiter geht. Das Whiskyfest in New York und Chicago und die Whisky Live Veranstaltungen in UK sind nun auch nicht viel größer als diese Messe in München. Wir sind halt mit unseren anderen Messen hier in Deutschland und vor allem von Frankfurt ganz schön verwöhnt.


Kommen wir zum Fachlichen.


Neben meinem Besuch am Laphroaig/Ardmore Stand habe ich dieses Mal eine vorwiegend rauchige Runde gemacht. Besonders lange habe ich mich dieses Mal am Stand von Balblair/Benromach aufgehalten, da sich dort ein Seelenverwandter von mir fand. Es ist ein Mitarbeiter eines Großhändlers, der ebenfalls einen richtig dicken, bebilderten Whiskykatalog, allerdings nur für den Großhandel, herausgibt. So gab es eine Menge zu fachsimpeln und den Markt als Ganzes zu bewerten.


Probiert habe ich mit gutem Abstand zum Laphroaig den Balblair 1989. Von diesem Whisky war ich wirklich überrascht. Selten habe ich einen so vordergründig fruchtigen Whisky probiert. Es ist so, als ob man an einem Fruchtsalat riecht. Banane, Pfirsich, Äpfel, Birnen, Zitrusfrüchte. Das Aroma pendelt so richtig zwischen allen diesen Aromen hin und her und zeigt erst später die Würze des Holzes.


Danach habe ich den am meisten verkauften Single Malt aus der Benriach Brennerei probiert. Welcher wird das wohl sein? Es ist der Curiositas 10 Jahre, wie es mit Mr. Walker jun. bereits auf der Messe in Frankfurt erzählte. Er ist für einen Speyside Single Malt ziemlich rauchig. Im Vergleich zu den Heftigen von der Insel Islay fällt er jedoch vergleichsweise zahm aus. Nicht unähnlich zum Ardmore, den ich zuvor probiert hatte. Süffig, aromatisch - easy drinking. Diese Flaschen werden bestimmt zu schnell leer.


Und wo ich schon beim Benriach war, habe ich mich auch gleich noch um den 21-jährigen Authenticus gekümmert. Trotz des höheren Alters, was den Rauch in der Regel reduziert, ist er mindestens so rauchig wie der Curiositas. Doch der Rauch ist besser eingebunden und die Komplexität des Malts ist ungleich höher. Die längere Reifezeit im Fass bringt halt eine Menge an zusätzlichen Aromen in einen Whisky. Während der Curiositas recht leicht und süffig ist, fällt der Authenticus deutlich öliger und sehr weich aus. Das ist ein gut ausgewogener, sehr reifer, rauchiger Single Malt zum Verlieben.


Morgen gibt es dann ein paar Dinge, die nicht so vordergründig auf einer Messe zu erfahren sind. So zu sagen ein Blick hinter die Kulissen.

Der Whisky Ticker

Ab sofort wird der Whisky Ticker auf unserer Homepage unter www.whisky24.de/ticker.htm nicht weiter gepflegt. Mehr und mehr der Besucher dieser Ticker-Seiten haben sich ins The Whisky Forum und in den The Whisky Blog begeben. Um hier nicht Arbeit für umsonst zu verrichten, werden die Ticker-Nachrichten künftig mit den Blog- und Forumsbeiträgen veröffentlicht. Damit ist klar, dass es in Zukunft oftmals mehr als einen Blogbeitrag pro Tag geben wird.


Bitte beachten sie, dass das Blog und die oberste Kategorie des Forums (nennt sich auch Blog) identische Beiträge enthalten, weil sich in der Forensoftware leichter diskutieren lässt und das Blog per RSS-Feed bequem zu abonnieren ist. Zudem binde ich in die Blogbeiträge unter TheWhiskyBlog auch gerne passende Fotos ein, was den Rahmen eines Forums doch oftmals sprengt.


Sämtliche archivierten Ticker-Nachrichten der vergangenen 10 Jahre können sie natürlich auch in Zukunft weiter hier abrufen.

Neuigkeiten bei Ardbeg - Supernova

http://www.whisky24.de/blog/supernova.jpg

Die Aussagen verdichten sich, dass der neue Ardbeg Supernova, für den bereits mächtig Arbitrage-Geld über die Committee Bottles gemacht wird, im Mai zu uns kommt. In UK wird er ab Ende April erhältlich sein. Es soll sogar das selbe Batch sein. Man hat wohl Geld in der Produktion gespart und beide Abfüllungen (Committee und Regulär) in einem Rutsch gefertigt. Nur das Label ist nun dunkel, statt wie üblich beige-hell bei den Committee-Blottles. Irgendwie erinnert mich das an den Ardbeg Mystery oder den zweiten Mór in der 4,5 Liter Flasche.


Der Ardbeg Supernova wurde nun offiziell in London vorgestellt und ich habe auch eine Probe bekommen. Was soll ich sagen?


Gewöhnungsbedürftig icon_exclaim.gif Überhaupt kein Single Malt für mich. Rauch, Rauch, Rauch überall und ganz dahinter spürt man etwas von der typischen Ardbeg-Süße. Den Abgang kann man getrost als superlang bezeichnen. Im Forum bürgert sich ja so langsam der Zweitname Supermofa für diese Flasche ein. Wenn man an die dichten, blauen Rauchschwaden eines alten Mofas denkt, so gibt es - nur für mich natürlich - da durchaus gedankliche Parallelen.


Ersparen Sie es mir bitte eine Bewertung für diese Flasche abzugeben. Sie würde - ganz im Gegensatz zum Blasda - nicht wirklich gut ausfallen. Aber da geht das Supermofa durchaus mit dem Biosprit von Bruichladdich (X4, Octomore) im Zehntelsekundenabstand über die Ziellinie.


Mehr als 100 ppm Rauch soll der Gehalt des Supernova sein. Kann ich mir durchaus vorstellen. Auch wenn das Geschmacksempfinden bei höheren Konzentrationen von Aromastoffen nichtlinear ausfällt. Also 50% rauchiger als der TEN ist der Supernova schon. Doppelt so rauchig - irgendwie dann doch nicht.


In der offiziellen Presseerklärung heißt es:

Dr Bill Lumsden, Head of Distilling and Whisky Creation explained:

“For the creation of Ardbeg Supernova, we analysed and tasted a wide range of stock from throughout our maturing stock profile, including some very old stock, and some younger stock. We were looking for something that would deliver an incredibly peaty, smoky flavour, but, most importantly, would also deliver the breathtaking balance and complexity for which Ardbeg is renowned. With Ardbeg Supernova we can offer the malt whisky drinker both an unparalleled depth of chewy peat smoke, and a range of other delicious flavours, such as sweet malty tones and delicate citrus.



Irgendwie ist mir das eine zu glatt gebügelte Marketingaussage. Natürlich kann er seine alten Bestände durchgesucht haben. Da aber vor der Schließung Niemand bei Ardbeg mit diesen extremen Peat Leveln gearbeitet hat und falls doch, dieser Peat im Laufe der Reifung deutlich zu Gunsten einer Komplexität abgebaut worden wäre, können wir es nur mit einem jungen Ardbeg zu tun haben. Und ob dieses Umstands sollte sich bei Ardbeg Niemand schämen. Der Malthead mit einer Liebe für Ardbeg will einen jungen, kräftigen, ultimativen Whisky haben und ist bereit, dafür auch Geld auf den Tisch zu legen. Warum nun den Supernova verbal in die Nähe von 'some very old stock' stellen? Das hat Ardbeg doch nicht nötig.


Und weiter geht es in der Pressemeldung:

Ardbeg Brand Director, Hamish Torrie, added:

With Ardbeg Supernova you have nothing less than a "galactic explosion" of flavours, with salt and pepper, roasted coffee, chilli, chocolate and hand-rolling tobacco all contributing. It is sure to be very sought after by whisky connoisseurs yet would also make, with its bold and premium packaging, an ideal and unusual gift for those curious to discover more about the wonder of Ardbeg and Islay whiskies.



Und der Preis? Vermutlich wird die Flasche noch zu einem zweistelligen Euro Betrag zu haben sein. Hängt ganz davon ab, wie 'wohlhabend' die Deutschen Ardbegfans eingeschätzt werden.


Nachdem der Renaissance wohl vergriffen ist, verstärken sich auch die Anzeichen für das Ende der Airigh nam Beist 1990 Flaschen. Die Nachfrage war ja trotz üppigen Preises richtig groß. Nur die Sammler müssen sich so langsam beeilen, denn eine Nachfolgeflasche ist wohl schon in der Planung, die den Genießern sicherlich genauso, wenn nicht sogar besser, munden wird. Denn Ardbeg wurde mit den Jahren nach der Wiedereröffnung ja immer kräftiger und rauchiger.

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