The Whisky Blog

Herzlich willkommen! Dies ist ein Video-Blog in dem ich Whiskys verkoste und über Wissenswertes rund um Whisky spreche. Es lohnt sich wiederzukommen. Ich freue mich über jeden Kommentar.

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Kein Whisky

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Sie erinnern sich an den X4 von Bruichladdich? Es ist ein vierfach destillierter New Spirit von Bruichladdich. Also kein Whisky icon_exclaim.gif

Soll man so einen Spirit in sein Programm aufnehmen. Ist man dann noch ein Whiskyhändler oder einfach nur ein Korn-Laden?


Wir hatten uns damals entschlossen diesen New Spirit trotzdem aufzunehmen. Genauso wie das Poiteen aus Irland. Zeigen diese Flaschen uns doch, wie unreif ein neuer Sprit tatsächlich schmeckt und was für einen Weg ein Rohwhisky in einem Fass bis zur Reife zurücklegen muss.


Dann kam der New Make von Glenglassaugh, den wir auch ins Programm aufgenommen haben. Ein halber Liter zu 30 Euro ist für einen Gerstenschnaps bzw. Doppelkorn schon eine ganze Menge. Aber ja - man will der frisch gestarteten Brennerei einen Gefallen tun.


Jetzt flattern kurz hintereinander zwei Neuerscheinungen in meine Mailbox. Der X4+3 von Bruichladdich (Foto links) und der 'The Spirit Drink that blushes to speak its name' (Foto rechts).


Was ist nun das icon_question.gif


Zum 'The Spirit Drink' habe ich nähere Informationen. Es ist wieder ein Doppelkorn aus der Glenglassaugh Brennerei, der allerdings bereits 6 Monate in kalifornischen Rotweinfässern lagerte. Die Hintergründe des X4+3 von Bruichladdich sind mir noch unbekannt. Stehen die +3 für drei Monate in einem Sherryfass? Oder gar 3 Jahre? Wenn es drei Jahre wären, dann hätten wir es jetzt tatsächlich mit Whisky zu tun. Wer erinnert sich, wann Bruichladdich diesen Bioethanol für den Rennwagen gebrannt hat? Das war nämlich nichts anderes als ein paar ersyte Liter des X4.


Es sieht so aus, als ob nun Glenglassaugh genau das machen würde, was Ardbeg mit der Almost There-Serie vorgemacht hat. Man begleitet den Werdegang vom Doppelkorn zum Whisky mit regelmäßigen Abfüllungen.


Müssen wir diese Flaschen haben? Ich bin unentschieden.

Port Charlotte PC8

Haben Sie in den vergangenen Jahren eine Flasche von Port Charlotte (Bruichladdich) erwischt? Es begann mit PC5, dann folgte PC6 und im vergangenen Jahr der PC7, von dem es immer noch Flaschen auf dem Markt gibt.


Jetzt (Sep./Okt.) ist der PC8 angesagt und dies wird lt. Aussage des Herstellers der letzte des Jahrgangs 2001 sein. Es wird keinen PC9 2010 mehr geben. Stattdessen folgt ein neues Konzept für die Brennerei.


Für die Sammler: PC5 bis PC8 ergeben alle vier Flaschen der Serie.

Whisky und Essen - Nachspeise

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Die Nachspeise ist vor allem mein Ding. Schon mein Vater sagte: "Ein Essen fängt mit dem Nachtisch an!" Und so entschied ich mich, das Glenmorangie Lasanta Tiramisu aus diesem Forumsbeitrag zuzubereiten. Zum Servieren habe ich im Gedenken an meinen Vater die alte Bleikristallschale meiner Großmutter verwendet. Bis auf die sauren Johannisbeeren (mein Vater war ein ganz Süßer) hätte die Nachspeise meinem Vater ganz bestimmt geschmeckt.


Allerdings ist Tiramisu die Leibnachspeise meiner Frau und dann muss man sich schon einmal anstrengen. Zu diesem Essen sollte ja der Whisky im Vordergrund stehen und so wurde der Apfelsaft des Rezepts schon gleich durch den Lasanta ersetzt. Für 4 Personen haben die Bisquits rund 0,1 Liter (10cl) Lasanta aufgenommen. Wir haben also den Whisky nicht unter die Creme gemischt, sondern in den Bisquit gepackt. Auch den Kakao haben wir weggelassen und dafür den Anteil an Schokoladenbruch erhöht. Und selbstverständlich haben wir noch in einem Extraglas einen Glenmorangie Lasanta dazu gereicht.


Einen leichteren Malt, z.B. ohne Sherryfass, hätte man zu dieser Nachspeise nicht servieren dürfen, da der Hauptgang immer noch ganz kräftig am Gaumen präsent war. Allerdings war der Rauch des Supernova erstaunlicherweise schon weg. Nein, nein, er war natürlich immer noch da, aber nicht mehr so präsent icon_wink.gif


Und wie passt das ganze Abendessen zu meiner Gewichtsreduktionen und bewusstem Lebensstil? Schließlich hätte ich an diesem Abend getränketechnisch bestimmt eine gelbe Karte bekommen icon_wink.gif


Dazu kann ich nur sagen: "Man wird nicht von dem dick, was man zwischen Weihnachten und Neujahr isst, sondern von dem, was man zwischen Neujahr und Weihnachten so zu sich nimmt." Übersetzt heißt dies, dass man solche Schlemmermähler halt nicht zu oft machen soll. Aber einmal im Monat darf das sein.


Alkoholtechnisch habe ich drei Whiskys mit jeweils rund 3cl zu den Gängen sowie eine Nachspeise mit noch einmal 3cl zu mir genommen. Kein Wein, kein Bier! Das sind in Summe also 12cl oder 50g Alkohol. Das ist für einen Abend (besonders für mich) zwar reichlich, entspricht aber 'nur' der Menge von etwas mehr als einem Liter Bier oder einer knappen Flasche Wein. Es war für mich vergleichsweise viel - hielt sich am Ende aber dennoch im Bereich des Möglichen. Gegen den Durst und zur Geschmacksneutralisierung haben wir Seeshaupter Leitungswasser getrunken. Jeder bestimmt einen Liter.

Whisky und Essen - Hauptgang

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Zum Hauptgang fand meine Frau von einem Versandhändler noch ein Stück Rentierlende im Gefrierschrank. Da wir unseren Schrank mal wieder abtauen wollten, musste dieses Stück also daran glauben. Sie glauben gar nicht, was man für tolles und ungewöhnliches Fleisch im Versandhandel bekommt. Gazelle, Antilope, Gnu, Karibu aber auch heftigere Dinge wie z.B. Alligator.


Im Sud pochierte Rentierlende mit Pfifferlingen an Speckkohl

Als Zubereitungsart hatte sich meine Frau eine Art Pochieren, also ein schonendes Garziehen, ausgesucht. Aber nicht in schnödem Wasser, sondern in einer Mischung aus 2/5 süßer Sojasoße, 1/5 Sojasoße, 2/5 Reisessig und der selben Menge Rotwein. Dazu noch Gewürze (Sternanis, Zimtstangen, etc.), kräftig Zucker und alles einmal aufkochen lassen. Dann die Temperatur runter auf 70 Grad, das Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen, in Stücke schneiden und einlegen und 10min bis 15min ziehen lassen. Um es gleich zu sagen, ich habe noch nie ein zarteres Fleisch gegessen. Auch der Saft war noch weitgehend im Fleisch, da - im Gegensatz zum gekochten Rindfleisch - die Temperatur so niedrig und die Zeitdauer so kurz ist, dass nichts verloren geht. Aus dem Sud, den man toll vorbereiten kann, lässt sich dann auch noch schnell per Eindampfen eine kräftige Soße zaubern. Als Beilage gab es Weißkohl. In Achtel geschnitten, den Strunk entfernt und mit je zwei Streifen Bauchspeck eingewickelt. Damit etwas Geschmackskraft an diesen Kohl kam, gab es noch geviertelte Charlotten dazu und der Kohl nebst Speckstreifen wurde aus einer Mischung aus Geflügelfonds und Butter übergossen. Das alles muss aber schon früher in den Ofen als das Fleisch eingelegt wird, da der Kohl doch eine Dreiviertelstunde bis zum Weichwerden benötigt. Nach der halben Zeit wenden.


Und welchen Whisky dazu?


Meine Frau suchte für diesen Hauptgang den Ardbeg Supernova aus. Ich hatte erst Bedenken, da ich diese Supertorfmonster nicht so wirklich liebe. Doch in Verbindung mit dem kräftigen Fleisch, der würzigen Sojasoße und den leicht geräucherten Speckstreifen fügte sich der Supernova wunderbar in das Geschmacksbild ein. Besser hätte man nicht auswählen können. Zu so einem aromastarken Hauptgang benötigt man unbedingt einen nicht minder starken Single Malt.


P.S.: Entschuldigen Sie bitte das 'schnelle' Bild mit dem 'angefressenen' Hauptgang. Doch zwischen Vorspeise und dem Fertigwerden des Hauptgangs blieb sehr wenig Zeit. Jeder musste zum Anrichten und Herrichten mit ran und so vergaß ich zunächst das Foto.

Whisky und Essen - Vorspeise

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Schon ein paar Mal habe ich hier im Nebensatz fallen lassen, dass meine Frau sehr gerne kocht und dazu die Kochbücher von Paul Bocuse und Sacher verwendet. Irgendwann hat man sich dann soweit entwickelt, dass man auch mit dem Nachkochen bzw. Nachbacken aufhören kann und die Zutaten nach neuen Schemata selbst kombiniert. Seit ein paar Jahren ist meine Frau schon soweit und sie traut sich mittlerweile auch, neue Ideen vor Gästen auszuprobieren. Wie halt eine Unternehmerin so ist. Immer zu wenig Zeit; dafür aber Mut zum Risiko und Lust zu experimentieren. So muss es sein.


Vergangenen Monat hatten wir Freunde zu einem Abendessen eingeladen. Sie haben in den vergangenen Jahren ein altes Weingut in der Toscana wieder zum Leben erweckt und kennen sich mit gutem Essen und guten Weinen aus. Was unsere Gäste jedoch noch nicht kannten, war guter Whisky.


Gourmets und Weinkenner einzuladen ist für ein Hobbykoch schon einmal eine Ansage. Wenn man dann noch unter der Woche für 19:00 Uhr Gäste einlädt und selbst nicht vor 18:15 Uhr aus der Firma heraus kommt, dann ist das schon eine Herausforderung. Dazu noch ein dreigängiges Menü ... Wirklich hart.


Und so nahmen wir uns Mittags zwei Stunden Auszeit und bereiteten schon alles das, was man so vorbereiten kann, vor. Gemüse putzen und schneiden, Sud ansetzen, Bräter befüllen, Creme anrühren, usw. Man kann schon eine Menge im Voraus machen.


Vorspeise: Seafood Carpaccio mit frischen Steinpilzen

Zur Vorspeise beschloss meine Frau Carpaccio aus rohem Fisch anzurichten. Aber nicht einfach so Stücke auf einen Teller zu legen, wie wir das Abends häufiger genießen. Nein, es sollte auch noch optisch etwas hermachen. Also wurde frischer Lachs (rot) nicht zu fein geschnitten und auf eine Küchenfolie ausgelegt. Darauf wurden dicht an dicht zylindrisch beschnittene Jakobsmuscheln (weiß) platziert und alles fest in der Folie zusammengerollt. Dann ging es für rund fünf Stunden ab in den Gefrierschrank.


Am Abend wurde dann diese Rolle aus der Folie genommen, mit der Brotschneidemaschine in feine Scheiben geschnitten und auf den Tellern drapiert. Darauf ein Salatblatt und die frisch gebratenen Pilze. Bis zum Verzehr war der Fisch nicht mehr frostig sondern nur noch ideal leicht gekühlt. Die Pilze sollte man nicht so stark würzen wie normal üblich, sonst überdecken sie den feinen Geschmack des Fischs.


Und was gab es für einen Whisky zu diesem Essen?


Meine Wahl fiel auf den irischen Greenore Single Grain mit 8 Jahren. Er ist leicht genug, um den Fisch nicht zu erschlagen und dennoch ausreichend aromareich, um nicht völlig unter zu gehen. Ganz wichtig ist der verhaltene Abgang, der die Geschmacksknospen nicht zu sehr für all das, was noch kommen sollte, belastet.

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