The Whisky Blog

Herzlich willkommen! Dies ist ein Video-Blog in dem ich Whiskys verkoste und über Wissenswertes rund um Whisky spreche. Es lohnt sich wiederzukommen. Ich freue mich über jeden Kommentar.

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Pralinenclub

Erinnern Sie sich an den Young Business Award, den meine Frau vor einem Jahr vom Bundesverband des Deutschen Versandhandels e.V. verliehen bekommen hat?

www.forum.thewhiskystore.de/viewtopic.php


Jetzt war es wieder soweit und auf der Gala-Veranstaltung in Wiesbaden konnten wir der Preisverleihung auch dieses Jahr folgen. Den Gewinner kannten wir bereits vorab, da meine Frau von der Jury dazu befragt worden war.


An the Winner is: "Pralinenclub"

www.pralinenclub.de


Was macht der Pralinenclub? Er bieten auf einer Abo-Basis monatlich (oder vierteljährlich) frische Pralinen im Versand an. Dazu bereisen die beiden Inhaber die verschiedenen Chocolatiers und nehmen die neuesten bzw. besten Kreationen in die aktuelle Lieferung auf.


Natürlich sind wir seit ein paar Monaten Mitglieder im Pralinenclub und da die monatliche Lieferung immer zwei Stück von einer Sorte enthält, gönnen meine Frau und ich uns werktäglich am Nachmittag eine Praline.


Gestern war es z.B. ein Venus-Brüstchen der Confiserie Kunder www.kunder-confiserie.de aus Wiesbaden. Scharf! Aber delikat.

fr-aktuell.de/frankfurt_und_hessen/freizeittipps/marktfuehrer/


Meine Frau hat sich länger mit Klaus Passerschröer, einem der beiden Gründer des Pralinenclubs, am Telefon und auf der Preisverleihung unterhalten. Zwei Dinge wurden recht schnell klar. Der Pralinenclub ist auf einem steilen Weg nach oben. Zigtausende an Abonnenten haben sie schon und die Steigerungsraten sind gewaltig. Es wird nur mehr ein oder zwei Jahre dauern, und sie werden uns mit wehenden Fahnen mit ihrer Kundenbasis überholen.


Auch das Herz meiner Frau schlägt für Pralinen. Ganz speziell Trüffel. Und so hat sie sich in diesem Jahr wieder von der selben Confiserie, die auch an den Pralinenclub liefert, drei verschiedene Sorten an Whisky-Trüffeln herstellen lassen.


Trüffel mit Balvenie 12J

www.whisky24.de/tws/product_info.php


Trüffel mit Bowmore 12J

www.whisky24.de/tws/product_info.php


Trüffel mit Blanton's

www.whisky24.de/tws/product_info.php


Wir gönnt ihnen den Erfolg von ganzem Herzen. Presse, Funk und Fernsehen berichten nonstop.


Doch auch Herr Passerschröers Herz schlägt für The Whisky Store. Und so waren sich beide auf der Preisverleihung einig. Im nächsten Leben werden die Unternehmen getauscht! Meine Frau macht dann in Pralinen und Herr Passerschröer in Whisky.

Rachel Barrie

Dies ist die Fortsetzung der großen Glenmorangie-Veranstaltung im münchener G* mit Rachel Barrie.

www.forum.thewhiskystore.de/viewtopic.php


Rachel Barrie ist seit ein paar Jahren das Aushängeschild von Glenmorangie. Ihr Name ist in Deutschland vielleicht noch nicht so bekannt. Ihre Funktion ist in etwa mit dem schon besser bekannten Richard Paterson bei Whyte & Mackay zu vergleichen.


Masterblender(in)! Das hat nun nichts mit Blended Whisky zu tun, sondern vielmehr mit der richtigen Auswahl der Fässer für die Abfüllungen der verschiedenen Single Malts und die zu treffenden Entscheidungen in der Brennerei für die Zukunft. Während der Distillery Manager den größten Teil im Frontend - der Produktion - beschäftigt ist, konzentriert sich die Aufgabe des/der Masterblenders/in auf das Backend - die Fassauswahl und -abfüllung.


Ich war froh, dass mich ein offizieller Vertreter von Moet Hennessy ihr vorstellte. Denn auch ihr war klar, dass es sich um ein Presse-Event handelte und von ganz wenigen Anwesenden Whisky-Wissen zu erwarten war. Vor unserem Gespräch machte Sie - wie wir alle anderen auch - Smalltalk an der Oberfläche des Whiskys. Mich fragte man: "Aus welchen Trauben wird dieser Whisky gebrannt? Whiskey stammt doch aus Amerika! Ich trinke nur Gin-Tonic!" You name it. Ihr erging es nicht anders.


Da war das folgende Fachgespräch doch ein wirklicher Lichtblick.


Was gibt es wirklich Neues bei Glenmorangie? Gehen wir in der Reihe der verkosteten Whiskys vor.


Der 10-Jährige mit dem Namen The Original hat sich wirklich verändert. 1994 begann man bei Glenmorangie mit der Einführung der Artisan Casks. Das sind Fässer, die aus speziellen Fassdauben hergestellt werden. Die Dauben bestehen aus sehr langsam gewachsener amerikanischer Weißeiche mit engen Jahresringen, das aufgeschnitten 24 Monate an der Luft trocknen durfte. Man fand dieses Holz nach langer Suche in den Ozark Mountains im amerikanischen Bundesstaat Missouri. Hier ist der Anteil an Frühholz in den Jahresringen besonders hoch und die Struktur des Holzes mit seinen Poren ist schwammähnlich. Das führt zu einer besseren Extraktion von Aromen aus dem Holz während der Lagerung.


1995 hat man nach den ersten Tests dann massiv Artisan Casks bei Glenmorangie zur Lagerung des frischen Destillats verwendet. Jetzt nach 10 Jahren ist der Inhalt aus den neuen Fässern fertig. Mit dem Beginn der Abfüllung des neuen The Original hat man auch den Anteil an in Artisan Casks gereiften Malts im 10-Jährigen deutlich erhöht. Es handelt sich nicht nur um 5%. Der Anteil ist mittlerweile deutlich größer! Wie viel wollte Sie nicht genau benennen. Was schätze ich? Nun - die Fässer werden bei Glenmorangie für den 10-Jährigen dreimal verwendet. Und der Megaoutput der Brennerei betrifft vorwiegend den 10-Jährigen. Damit ist der Anteil an Artisan Casks naturgemäß maximal 33%. Man wird aber nicht alles auf eine Karte gesetzt haben. So viel darf man als Unternehmen nicht riskieren. Also wird die Menge zwischen 10 und 15% betragen.


Der zweite verkostete Malt war der Lasanta, der in Oloroso Sherryfässern nachgereift ist. Ich hatte schon immer die Frage, was man bei Glenmorangie mit diesen Olorosofässern denn nun macht, wenn sie die Weinaromen in relativ kurzer Zeit abgegeben haben. Schließlich sind die Fässer aus kräftiger, europäischer Eiche gefertigt und würden den Ex-Bourbon-Cask-Grundcharakter des Glenmorangie verändern, wenn man den Whisky länger darin lagerte. Man will ja nur die Weinaromen im Whisky haben.


Die Antwort ist so einfach, dass ich selbst darauf hätte kommen müssen. Nur zweimal werden die Olorosofässer für längstens 2 Jahre zur Nachreifung verwendet, dann gehen sie weiter zu anderen Brennereien. So einfach ist das! Dafür ist ein Konzernverbund gut und da. Glen Moray und Ardbeg können so kostengünstig profitieren.


Zum Quinta Ruban war wenig zu sagen. Es ist und bleibt der alte Port Wood Finish. Jetzt aber nicht kühl gefiltert und mit kräftigen 46%, wie alle anderen nachgereiften Malts der neuen Extra Matured Serie auch. Meiner Meinung nach hat die Intensität dieses Malts deutlich zugenommen.


Der Nectar d'Or reifte in Sauternes Barrique Fässern nach und ist damit der legitime Nachfolger des 15-jährigen Sauternes Wood Finish. Letzterer ist nur noch in geringen Stückzahlen verfügbar. Auch der reguläre 15-jährige geht den Weg alles Irdischen. Wer einen Pure First Fill Ex-Bourbon-Cask Glenmorangie mit höherem Alter haben will, sollte bei diesem bald zugreifen. Lange gibt es diesen interessanten Malt nicht mehr.


LVMH besitzt mit dem Chateau d'Yquem eines der berühmtesten und teuersten Weingüter in der Region Sauternes. Doch die Fassanzahl dieses Chateaus reicht bei weitem nicht aus, um den Bedarf für diesen Malt zu decken. Glenmorangie muss leere Fässer anderer Chateaus zukaufen. Tatsächlich machen die Fässer vom Chateau d'Yquem nur einen winzigen Teil im Nectar d'Or aus.


Der 18- und der 25-Jährige wurden nicht verkostet. Das wäre der anwesenden Klientel, die anscheinend ganz modern auf Wodka und Longdrinks steht, auch nicht angemessen gewesen. Im Wodka spricht man von Premium Ware, wenn Preise bis 20 Euro bezahlt werden. Super Premium geht bis 25 Euro. Ultimate Marken erreicht Preise bis 35 Euro.


Wenn man es aus diesem Winkel betrachtet, dann haben wir den Promis und der Presse Ultimate Whiskys vorgestellt, die erst den Einstieg in die wirkliche Welt der hochwertigen Single Malts bedeuten. Unter den anwesenden Promis waren sicherlich wenige, die die wirklichen Schätze aus den Lagerhäusern von Glenmorangie hätten würdigen können. Und in der rauchigen Atmosphäre schon gar nicht.


Einen Input habe ich dennoch von Rachel zum 18-Jährigen bekommen. 30% Sherryfassanteil haben die neuen Abfüllungen. Die Flaschen vom 25-Jährigen sind von Hand abgezählt. Wir können uns glücklich schätzen, wenn wir zwei Dutzend von ihnen in den kommenden Monaten erhalten werden.


Fazit der ganzen Veranstaltung icon_question.gif


Wieder etwas über die Welt gelernt. Durch die hohe Rauch- sprich Feinstaubkonzentration sicherlich ein paar Tage des Lebens verloren. Und eine halbe Stunde toll den Ausführungen einer Fachfrau in Sachen Whisky folgen können. Das hat für alles Andere entschädigt.


Und am Ende gibt es auch eine Gemeinsamkeit von meiner Frau und Rachel Barrie - wie Rachel selbst bemerkte. Beide gehören zu den wenigen Frauen in der Whiskywelt, denen größere Aufmerksamkeit zu Teil wird.

Die Rückseite der Medaille

Hätten Sie gerne mit mir auf meinen gestrigen Promi-Abend getauscht? Keine Sorge - neben dem ganzen Glanz gab es auch eine Menge Schatten.


Es begann mit der Anfahrt. Als wir zu dem Hotel kamen, standen die ganzen Porsche Cayennes bereits auf dem Gehweg; zwei Fackeln brannten vor der opulenten Glastür, Taxis versperrten die Anfahrt und ich wusste nicht, wohin mit meinem Boliden. Mit Mühe bekamen zwei andere Gäste das Tiefgaragentor geöffnet. Nur um anschließend festzustellen, dass die Parkgarage aus lauter reservierten Plätzen und 20 belegten Hotelparkplätzen bestand. Am Ende blieb allen wie immer nur der Gehweg. Danke Herr Ude!


Natürlich habe ich versucht, eine andere Garage zu finden. Doch um dieses Hotel im total zu geparkten Untergiesing zeigt das Navi erst in mehr als 2 km Entfernung die nächsten Parkgaragen an. Dort hin? Wechsel ins Taxi? Das kann man von einem VIP-Gast eigentlich nicht erwarten. Und mit dem ÖPNV aus Seeshaupt nach München zu fahren ist für einen Abendtermin mit festlicher Kleidung auch nicht so ideal.


Das ging ja gut los.


Die Organisation am Empfang war perfekt. Lauter schicke Mädels im (sehr) kleinen Schwarzen und goldenen, langen Handschuhen. Und dann ging es in die Sardinenbüchse und es galt die Zeit mit Smalltalk füllen. Zwei Drittel der Gäste rauchte in einer Tour und so war von Brot und Raspelkäse nicht wirklich viel zu schmecken. Denn der Geruch des Brots und des Käses gingen in der Hitze, den Ausdünstungen der Menschen und dem ganzen Rauch unter. Dazu ein Lärmpegel von 100 sich unterhaltenden Menschen auf vielleicht 100 m2 Stehfläche. Da half ein großes Aquarium und ein flackerndes Lagerfeuer auf einem Flachbildschirm zur Beruhigung der Sinne auch nicht wirklich weiter.


Platzangst? Panik?


Eine Gruppe von 10 Nichtrauchern fand sich so recht bald bei fröstelnden Temperaturen draußen auf der Straße zusammen. Es waren sehr interessante Menschen. Draußen hat es uns auf jeden Fall besser gefallen als drinnen. Mit der richtigen Kleidung geht auch sowas. Also ein Wort an die Raucher - draußen ist es auch schön. Ab dem 1.1.2008 wird auch in Bayern der Spieß umgedreht!


Dann war es soweit. Man bat zu Tisch. Doch wer nun an ein Highland Dinner, silbernes Besteck und feines Glas dachte, wurde enttäuscht. Man ging in einen kahlen, weißen, minimalistischen Raum mit Stehtischen. Der Lärmpegel stieg unglaublich durch die ungedämpfte Kulisse an. Dazu dudelte in einer Tour Barmusik aus den Deckenlautsprechern.


Rachel Barrie stellte mit erhobener Stimme die vier Whiskys zu vier Gängen Fingerfood vor. Von der Vorspeise habe ich nur zwei kleine Stückchen bekommen, denn die Bedienungen waren einfach nicht in der Lage, die Köstlichkeiten auf den großen Tabletts zu allen Menschen zu bringen.


Mit der Zeit nahm die Rauchsättigung immer weiter zu - warum können Architekten in Deutschland keine vernünftigen Lüftungen bauen? - und so wurde aus einem späteren Glenmorangie schnell ein rauchiger Ardbeg. Und wer will sich auf einen Whisky wirklich konzentrieren, wenn die Akustik einer Bahnhofshalle mit einfahrendem ICE gleicht?


Wer hat diesen Event verbockt icon_question.gif


Die Frage ist falsch. Dieser Event war nicht verbockt. Dieser Event war genauso, wie er sein sollte. Ich war lediglich im falschen Kino icon_exclaim.gif


66% Raucher (bei 25% Bundesdurchschnitt) aus dem Presse- und Promi-Umfeld lieben solche Veranstaltungen. Sehen und gesehen werden und dabei seinen Süchten frönen. 26 Aromen in kleinen Köstlichkeiten? Feine Aromen im Whisky? Fehlanzeige! Darüber wird geschrieben - wirklich geschmeckt hat sie wohl keiner.


Beauftragt mit dem Event war eine Marketing-Agentur, die Starkoch und Veranstalter zusammen brachte. Hier findet im Vorfeld ein Briefing statt. Und dieses Agentur-Briefing war sicherlich so gehalten, dass man maximale Presseaufmerksamkeit erregen wollte. Und was ist dazu in München am besten geeignet?


Promis und Fußball! Wie überall. Den Starkoch der Nationalmannschaft zu mieten war schon ein genialer Schachzug. Da mussten sich natürlich das schlecht liegende, überfüllte Hotel und die beengten, ungeeigneten Räumlichkeiten unterordnen. Leider konnten nicht so viele Promis kommen, denn die A-Promis hielten es mit Willy Bogner, der mit einem riesigen Tamtam zur selben Zeit seine Winterkollektion in München vorstellte. Diese ärgerliche Terminüberschneidung war sicherlich ein Lapsus, der der Agentur zu Lasten gelegt werden muss. Unsere Tageszeitung brachte Willy Bogner als Top Thema auf Seite 1 ganz oben.


Die Herren der Presse und der Medien - auf die es wirklich ankam - die wohnen sowieso in München und kommen mit dem Taxi. Der extreme Rauch, der jedes sensorische Vergnügen zunichte machte, störte die wichtigen Leute nicht. B-Promis ließen sich sogar mit dekorativem Zigarettenstummel ablichten. Eigentlich pafften alle in einer Tour.


Die Klientel war zweigeteilt. Die Business-Riege in schwarzen Anzügen, die eingeflogenen Briten und die wirkliche Prominenz rauchte nicht und probierte die üppig eingeschenkten Whiskys nur vorsichtig. Niemand kann es sich heute in der Businesswelt noch erlauben, öffentlich mit einer Zigarette und/oder Whiskyglas abgelichtet zu werden.


Hier ging es ums Geschäft - Arbeitszeit!


Eine örtliche Modedesignerin, mit zwei sehr schicken Models im Schlepptau (BMI 16, Silikonimplantate und rückenfrei bis zum letzten Lendenwirbel) ließen sich mit Whiskyglas ablichten und tauschten anschließend dessen Inhalt gegen Champagner. Und für manch einen Gast der schreibenden Zunft waren die üppig mit 6cl gefüllten Gläser nicht voll genug.


So ist das Leben. Ich war live dabei.


Morgen kommen wir (endlich) zum tollen Whisky auf diesem Event.

Glenmorangie im G*

Vorgestern Nacht war meine Frau im Münchener IN-Restaurant G* www.g-munich.de eingeladen. Es befindet sich im Souterrain des 4-Sterne-Hotels Prinzessin Elisabeth in München Giesing www.deraghotels.de . Ich durfte mit.


Es war ein aufwändiger Abend. Rachel Barrie, Scotch Whisky Master Blenderin bei Glenmorangie, war gekommen, um uns die neue Range von Glenmorangie vorzustellen.

www.forum.thewhiskystore.de/viewtopic.php


Bekocht wurden wir von dem "Jungen Wilden" Sternekoch Holger Stromberg, der als Schalke-Anhänger seit August auch Mannschaftskoch unserer Nationalmannschaft ist www.dfb.de/index.php. Bevor es sich mit dem G* selbstständig machte verdiente er sich seinen Stern im Mandarin Oriental München www.mandarinoriental.com/munich .


Die Veranstaltung stand ganz unter den Zeichen 'Whisky and Food' zusammen mit Gewürzen, die das Steckenpferd von Holger Stromberg sind. Zu der ganzen Veranstaltung war ein Gewürzbuffet zum Anschauen mit 26 toll drapierten Gewürzen aufgestellt. Allererstes Kino!


Zu verkosten gab es mit Anleitung durch Rachel Barrie vier Glenmorangie Single Malt Whiskys. The Original und die Extra Matured Range mit Lasanta, Quinta Ruban und Nectar d'Or. Dazu wurden in einer Art Stehempfang eben genau 26 kulinarische Häppchen auf gebogenen Löffeln, in Gläschen oder kleinen Schalen gereicht. Zur Eröffnung und zur Überbrückung der Wartezeit gab es zwei Sorten trockenes Brot mit verschiedenen geraspelten Käsen, ein Glas stilles Wasser und einen Früchtetee aus einem leeren Hühnerei. Freaky!


Wer nun die üblichen Verdächtigen in Sachen Whisky auf diesem Event erwartete, der irrt. Diese Veranstaltung war ganz auf die Presse ausgerichtet. Dazu ein Haufen Prominenz, damit die Presse auch einen entsprechenden Kontext zum Berichten hat. Zwei Fernsehteams und ein knappes Dutzend Fotografen lichteten so die rund 100 geladenen Gäste in einer Tour ab.


Einen Verfasser eines Whiskybuchs (aus München) und einen öfter einmal über Whisky schreibenden Journalisten (auch aus München) und ein Whisky-Blogger icon_wink.gif gehörten zu den Whisky-Fachautoren.


Welcher Business Case steckt dahinter? Das Unternehmen Louis Vuitton Moet Hennessy, Besitzer von Glenmorangie, lädt die allgemeine Presse ein, diese veröffentlicht 20 Artikel und 2 Fernsehbeiträge, diese werden von Hunderttausenden oder Millionen wahrgenommen, ein paar Tausend reagieren und kaufen Flaschen. Und die Barchefs sehen zu, dass sie diese Flaschen auf die Regale bekommen, da mittlerweile alle sie kennen. Man muss dabei sein.


Das ist aber nur das kurzfristige, erste Business Ziel. Das langfristige Ziel ist die Steigerung des Bekanntheitsgrades und das Nachkaufen der Flaschen durch die Genießer. Am besten natürlich bei meiner Frau icon_wink.gif .


Der ganze Event kostete bestimmt eine höhere, fünfstellige Summe für die 100 geladenen Gäste und wird sich in den kommenden Jahren über gesteigerte Absatzzahlen refinanzieren.


Das war die schöne Seite der Medaille. Morgen kommt die Rückseite! Und da gibt es ganz schöne Schatten!

Google und die Magnetfeld Resonanz Therapie

Letztlich habe ich einen Vortrag von einem Google-Offiziellen aus Hamburg gehört. Leider kam ich zu dem Vortrag etwas zu spät und so setzte ich mich still an die Seite und hörte zu, was der Herr zu sagen hatte. Angekündigt war Nikesh Arora, Vice President von Google Europe.


Doch der Herr, der da sprach, war nicht Nikesh Arora sondern ein anderes hohes Tier aus der deutschen Google Zentrale in Hamburg. Ich bin doch immer wieder überrascht, wie jung die heutigen Business Leader doch so sind. Oder bin ich alt geworden?


Dieser Herr hielt jedenfalls ganz gekonnt einen 'die Lücke füllenden' tollen Vortrag über die 10 sich am besten haltenden Gerüchte über das Internet. Einen kleinen Schwank möchte ich aus diesem Vortrag wiedergeben.


Eine ältere Dame jenseits der 70 betritt das Foyer von Google-Deutschland in der ABC-Straße in Hamburg. Der Herr am Empfang fragt die Dame, was sie denn möchte, denn nicht alle Tage treten Senioren durch die Eingangstür bei Google.


Gibt es bei Ihnen die Magnetfeld-Resonanz-Therapie?


Wie kommen Sie denn darauf icon_question.gif icon_question.gif


Als ich meinen Arzt nach dieser Therapie fragte sagte er, da müsse ich bei Google nachsehen icon_exclaim.gif


Netter Scherz - er soll sich so wirklich lt. Google Chef vor ein paar Monaten in Hamburg zugetragen haben. An dieser kleinen Anekdote kann man die Digitale-Kluft, die sich durch die Generationen und die Gesellschaft zieht, bestens erkennen.


Auch wir fühlen diese Kluft immer wieder im The Whisky Store, wenn wir Kunden auf Informationen im Internet hinweisen und Unverständnis ernten. Andersherum finde ich es immer wieder bemerkenswert, wie sich manche Menschen jenseits der digitalen Kluft mit Mühe durch das Internetangebot arbeiten, da sie diese Informationen woanders gar nicht finden können.


Wussten Sie, dass seit 2007 die Menschengruppe im Internet jenseits des Alters von 60 zahlenmäßig die Altersgruppe der 14 bis 19-Jährigen im Internet schlägt?


Zugegeben nicht nach Traffic. Aber nach Anzahl Köpfen.

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