The Whisky Blog

Herzlich willkommen! Dies ist ein Video-Blog in dem ich Whiskys verkoste und über Wissenswertes rund um Whisky spreche. Es lohnt sich wiederzukommen. Ich freue mich über jeden Kommentar.

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Chefbüro und Bankenkrise

Es gibt eine Zeitschrift mit dem Namen Chefbüro. In dieser Zeitschrift gibt es auf der letzten Seite immer eine Glosse. Daraus habe ich mich für diesen Beitrag motiviert.


Haben Sie Bankaktien? Bis auf die indische HDFC Bank (+50%) und die brasilianische Banco Itau (+20%) habe ich im Juni bereits alle meine Bankaktien verkauft. Seitdem sind nur als Beispiel die Royal Bank of Scotland, Fortis und andere um fast 40% gefallen.


Woran hängt es? Es hängt an der amerikanischen Bankenkrise, wie wir es alle gestern wieder in den Nachrichten gehört haben. Subprime-Credits sind in die Hose gegangen. Manager (=angestellte Kapitalverwalter) haben das Risiko von Krediten falsch eingeschätzt und nun muss Hinz und Kuntz diese Kredite abschreiben. Nicht, dass man 10 oder 20% verlieren würden. Nein! Die Produkte, um die es hier ging, waren gebündelte, schlechte Kredite. Wer hier zugriff kaufte ein digitales Papier 0% oder 100%. So lautete die Wette.


Und jetzt kommt ein ketzerischer Gedanke. Glauben Sie, eine Bank beleiht ein Whiskylager ohne Sicherheiten? Nur so fiktiv: Wie viel Kredit bekommen Sie auf ein Whiskylager von 100.000 Euro? Ohne sonstige Sicherheiten? Null - Null komma nix! Das ist ebenfalls digital - das kann ich bestätigen.


Warum? Seit diesem Jahr gilt Basel II. Und diese Richtlinie bedeutet für die europäischen Banken ein Ranking und besonderes Durchleuchten des ganzen Kredit suchenden Unternehmens. Und ich meine damit jetzt nicht die Whiskyhändler sondern unsere gesamten Klein- und Mittelbetriebe.


Und hier sind wir bei der Glosse aus dem Chefbüro angekommen. Also, die europäischen Banken leihen dem Klein- und Mittelstand (so leicht) kein Geld mehr. In Folge sucht man sich im Mittelstand andere Geldgeber, die man in Form von amerikanischen Banken findet. Und was machen die Amerikaner, um an das nötige, flüssige Geld zu kommen? Sie sehen das Geld ungenutzt in Europa liegen und verkaufen den Europäern die Sub-Prime-Contracts, die als Wertpapier der Basel II Richtlinie nicht unterliegen.


Am Ende des Tages haben die europäischen Banken die schlechten Kredite und die Amerikaner die guten Kredite. Denn eins ist doch klar. Selten gibt es stabilere Unternehmen, als den deutschen Mittelstand.


Zugegeben, die Glosse ist schon ein paar Wochen alt. Und sie hat in letzter Zeit zu hinken angefangen. Kamen über den Sommer die IKB und manche Landesbank in Probleme, so hat es mittlerweile mit Merrill Lynch & Co., Inc. und JPMorgan Chase & Co. auch sehr große US Banken erwischt. Nicht alle faulen Kredite ließen sich nach Deutschland verkaufen icon_wink.gif


Wobei - und das halte ich für sehr interessant - mit der IKB und der einen oder anderen Landesbank es sich wieder einmal gezeigt hat, dass die öffentliche Hand recht oft öffentlich sichtbar und wirksam einen suboptimalen Unternehmer abgibt.

Techno-Taxi

Nur ganz selten benutze ich das Taxi. Ein paar Kilometer gehe ich gerne zu Fuß. Und meine Termine lege ich eigentlich nie so eng, dass ich mit einem Taxi von A nach B hetzen muss.


Zur Whiskymesse in Frankfurt nahm ich mir mitten in der Nacht dann doch ein Taxi. Der Abend war lang, das Wetter kalt und regnerisch und der Weg vom Restaurant zum Hotel mit 4 km doch ein wenig zu lang für 23 Uhr.


Also nahm ich mir ein Taxi. Und vorne am Armaturenbrett leuchte eine ganze Batterie von Bildschirmen auf. GPS ist klar - Radio auch. Doch was machte der PDA auf dem Armaturenbrett? Bei genauerem Hinsehen entpuppte sich der PDA als ein Gerät mit eigenem GPS. Und auf dem Bildschirm zeigte es in einer Liste die Taxistände der Umgebung an. Und nicht nur das. Zu jedem Taxistand gab es eine Zahl an eingebuchten, wartenden Taxis.


Hallo icon_exclaim.gif Da hatte einer echt mitgedacht. Statt nun eine ganze Anzahl an Taxiständen abzufahren und den zu finden, an dem die Schlange am kürzesten war, konnte man mit diesem Gerät genau den Stand anfahren, an dem die wenigsten standen, bzw. an dem die größte Nachfrage stattfand. Denn eine zweite Zahl gab auch dies an.


Auf meine Nachfrage präsentierte mir der Fahrer noch einen zweiten Gimmick. Auf Fingertipp zeigte der PDA ganz aktuell die gelandeten Flieger am Frankfurter Flughafen an. Daraus konnte der Taxifahrer genau die Zeitpunkte bestimmen, zu denen ein Anstellen am Flughafen für ihn am sinnvollsten ist.


Was mich immer in Taxis nervt ist das ewige, umständliche Ausfüllen der Quittungen, oftmals von Fahrern, die des Schreibens mir nicht ganz mächtig erscheinen. Doch dieser Fahrer drückte auf den PDA und schwups war die Quittung da. Nur unterschreiben musste er sie noch.


Leider wird dieses System nicht von allen Taxifahrern in Frankfurt eingesetzt. Was nicht ist, kann ja noch werden.

Vom anderen Stern

Vergangenen Monat hatte meine Frau eine Begegnung der Dritten Art. Eigentlich wollte ich nicht darüber berichten, weil es ein falschen Licht werfen könnte. Nun probiere ich es trotzdem. Ufo-Gläubige sind wir deshalb trotzdem nicht.


Es klingelte das Telefon und ein Berater eines globalen Beratungsunternehmens war dran. Es dauerte nicht lange und der Herr kam auf den Punkt: "Einer seiner Klientel aus New York fände ihr Unternehmen ganz toll und wolle finanziell mit einsteigen."


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Meine Frau erklärte diesem Berater postwendend, dass The Whisky Store ein Personenunternehmen sei und es da nichts 'einzusteigen' gäbe. Er hörte sich das alles an - und wie wir heute wissen - verstand er das alles nicht so wirklich. Naja, der Wunsch war bei diesem Herren der Vater des Gedankens.


Nach dem Gespräch brachte meine Frau einen Katalog auf den Weg - denn Berater trinken doch hoffentlich auch Whisky - und die Sache war vergessen.


Jetzt rief der Berater wieder an und sagte, dass der Klient kommende Woche nach Europa käme und man sich doch jetzt einmal zusammensetzen könne.


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Wenn jemand aufs zweite Mal nicht kapiert, dann wird meine Frau in der Regel deutlicher. Als er merkte, dass er nicht weiter kam, fragte er zum Schluss, ob denn nicht noch ein Anderer im Unternehmen da wäre, der sich mit ihm über dieses Thema unterhalten könne ...


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Personenunternehmen, Gespräch mit dem Inhaber ... und dann so eine Frage. Was befindet sich im Kopf von so einem Menschen?


Vermutlich kann man sich als globaler Berater überhaupt nicht in die Situation eines kleinen Personenunternehmens hineindenken. Eher denkt er sich wohl, dass man alles auf dieser Welt haben kann, wenn man nur ordentlich tief in die Tasche greift.


War meine Frau vielleicht zu naiv? Hätte sie sich den Lebensabend nicht mit einem achtstelligen Betrag vergolden lassen sollen? In so einem Fall könnte ein Lebensabend auch recht früh beginnen icon_wink.gif


Alles in allem war die ganze Geschichte aber nur Unsinn. Es gab einen Kontakt zwischen zwei Welten, die einander nicht fremder hätten sein können.


Meine persönliche Bitte an alle hier mitlesenden Berater: Bitte hören Sie wegen dieses Beitrags nicht auf, bei meiner Frau Whisky zu bestellen. icon_wink.gif

aktive User im Forum

Im letzten Monat, ganz von uns unbemerkt, hat sich der 1.000 User hier zu Wort gemeldet. Denn anmelden ist eine Sache und mitmachen eine zweite. Mehr als jeweils 10 Beiträge haben bereits über 300 User geschrieben. Und wie viele Beiträge sind es nun in Summe?


Ziehen wir einmal die eigenen, die im Archiv und die bei ein paar Teilnehmern neuerdings so beliebten 'Ich auch'-Beiträge ab, so bleiben von den aktuell knapp 30.000 Beiträgen rund 20.000 wirkliche übrig.


Viel interessanter ist aber die zeitliche Entwicklung der Teilnehmer-, Beitrags- und Zugriffszahlen.


Stagnation, Rückgang oder Aufschwung icon_question.gif


Das ist in der Regel für ein normales Forum nicht so einfach zu berechnen. In jedem Forum sammelt sich über die Monate und Jahre ein Bodensatz an nicht mehr erreichbaren Usern und vor allem SPAMmern an, die mit viel Handarbeit entsorgt werden müssen. Und das mache ich hübsch regelmäßig, damit dieses Forum schlank und schnell bleibt. In der Metadiskussion hatten wir es ja letztlich davon.


Doch das ist nicht der einzige Vorteil, den man von einer aktiven Forumswartung hat. Ein gut gepflegtes und zahlenmäßig kontrolliertes Forum gibt einem zusätzlich die Möglichkeit und Sicherheit sich verstärkt um die Themen zu kümmern, die die Leser wirklich interessieren. Peaks in den Anmeldezahlen und Aufrufzahlen zeigen uns, was die regelmäßigen 3.000 täglichen Leser so interessiert. Sie sehen die Diskrepanz? Wir haben nur 4.000 angemeldete User und haben 3.000 tägliche Leser? Nur ein Bruchteil der täglichen Leser meldet sich auch wirklich an. Die meisten lesen nur den Blog und klicken sich durch die Antworten auf die letzten Beiträge.


Und wenn sie wieder einmal ein Thema tödlich nervt und sie mir verstärkt Kontra geben, so sein sie bitte vergewissert, dass ich sie damit nicht ärgern möchte. Es gibt aber andere Menschen auf dieser Welt, die ebenfalls hier bedient werden wollen und die sich nicht aktiv an den Diskussionen beteiligen wie sie aber durchaus die Beiträge lesen und sich ihren Teil dazu denken.

Zwischenmeldung - Der neue Black Bowmore

http://www.whisky24.de/blog/image_BOWMO64BL_02.jpg

Ende vergangener Woche ist nun endlich der 'neue' Black Bowmore eingetroffen. Ich hatte ihn am 5.11.2007 hier vorgestellt:

www.forum.thewhiskystore.de/viewtopic.php


Im Shop finden Sie ihn hier:

www.whisky24.de/tws/product_info.php


Und wenn Sie diesen Blog-Beitrag etwas später aufrufen haben und der obige Shop-Link ist tot, so ist der BB wieder ausverkauft.


Meine Frau hat gekauft, was an Flaschen 'her gingen'. Trotzdem ist die Menge auf der Palette eher gering ausgefallen.


Drei sind auch schon verkauft. Und das zu Preisen deutlich über dem alten BB. Mir scheint, als ob alle Bowmore-Sammler jetzt schon die Alten komplett hätten und man sich auf den Neuen stürzt. Anders kann ich mir den hohen, akzeptierten Preis des neuen BB nicht erklären.


Gruß

Horst Lüning

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