The Whisky Blog

Herzlich willkommen! Dies ist ein Video-Blog in dem ich Whiskys verkoste und über Wissenswertes rund um Whisky spreche. Es lohnt sich wiederzukommen. Ich freue mich über jeden Kommentar.

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Knol, Wikipedia und die Journalisten

In meinen Beiträgen über den Journalismus habe ich eine große Lanze für das Internet gebrochen. Im vergangenen Jahr gab es vom Verband der Fachjournalisten eine Befragung unter seinen Mitgliedern. Es ging darum, woher die Journalisten ihre Informationen beziehen.


Auf den beiden ersten Plätzen fanden sich Google und private Kontakte wieder.


Ok, Google ist für alle da und private Kontakte? Nun private Kontakte zeugen davon, dass ein Journalist auch nur ein Mensch ist, der in sein Umfeld eingebunden ist. Diese beiden Antworten, die für mehr als 1/3 aller Nennungen verantwortlich waren, zeigen die Problematik der heutigen Zeit. Journalismus scheint einfach geworden zu sein. Auch Blogger sollen das neuerdings angeblich können icon_wink.gif


Bilder wie Photos oder Diagramme sind im Journalismus dagegen unheimlich schwierig zu bekommen. Sie sind teuer und selten. Ich helfe da oftmals im Whisky-Umfeld kostenfrei aus. Seit ich aber weniger und weniger als Bildquelle genannt wurde, ist meine Bereitschaft doch deutlich zurück gegangen. Niemand soll sich mit fremden Federn schmücken. Heute lasse ich mir schriftlich vorab bestätigen, dass meine Bilder mit Quellangabe genannt werden. Das tun zu müssen finde ich schlimm.


Geht es Ihnen auch so? Wann immer Sie in der Presse bzw. Medien einen Artikel/Beitrag lesen/hören, über den sie wirklich Bescheid wissen - z.B. aus Ihrem Ort, vom Verein oder einem Verwandten - dann stellen sich ihnen die Haare zu Berge!


Nein? Mir geht es immer öfter so! Hier hatten wir es schon einmal davon.


Und das hat mein Vertrauen in die Presse/Medien seit ein paar Jahren massiv untergraben. Denn im logischen Schluss ist all das, was sie nicht verstehen, in den Zeitungen mit dem selben 'Schrottfaktor' wie ihr spezielles Wissensgebiet versehen. Wie wollen sie da der Presse im Hinblick auf die Klimaproblematik, dem Welthunger, den Zuständen im Irak und in Afghanistan oder bei den Banken glauben?


Als mir das vor Jahren klar wurde, habe ich sämtliche Print-Erzeugnisse privat gekündigt. Eine Ausnahme gibt es noch - die Heimatzeitung.


Die andere Seite ist das völlig freie Internet. Hier darf jeder - auch sie und ich - schreiben was sie wollen, falls man mit den Gesetzen nicht in Konflikt kommt. Das Geschriebene ist auch nicht immer richtig (genauso wie in der Presse), aber man bekommt schon einmal mehr Seiten einer Sache zu sehen, als die dauerhysterische Presse es uns permanent unisono vermittelt.


Saufen, Rauchen, Mord und Totschlag. Das ist der Inhalt der aktuellen Presse. Die Musikgruppe Die Ärzte beschreiben das in einem ihrer Titel ja ganz toll. Doch keiner ist es sich bewusst. Der Alkoholkonsum geht in Deutschland seit Ende des Kriegs massiv zurück. Im Osten seit der Öffnung der Mauer. Je besser es dem Menschen geht, um so mehr löst er sich vom Alkohol. Je schlechter es den Menschen geht, um so mehr wird gesoffen.


Auch das Rauchen und die Kriminalstatistik zeigen ebenfalls, dass es stetig besser wird. Doch unsere Presse will uns permanent das Gegenteil beweisen. Die Leier von mir kennen Sie ja bereits. Nur beim Rauchen ist es ganz offensichtlich. Da kann auch die Presse nicht mehr aus.


Nun, das Gegenteil der Presse mit ihren kanalisierenden Agenturen ist Wikipedia. Wenn Sie etwas in der Presse nicht glauben, dann schlägt man erst einmal Wikipedia auf. Und siehe da - man findet eine ganze Menge. Und zwar beleuchtet von allen Seiten. Manche Artikel sind auch umstritten und werden ständig hin und her geändert.


Irgendwann ging das dann nicht mehr bei Wikipedia und man musste Administratoren einsetzen, die die umstrittenen Artikel treuhändlerisch verwalten. Basis-Kommunisten, Anarchisten und Ideologen versuchen sich in den Artikeln zu verewigen. Auch Braune sind wieder unterwegs, die an unserer Geschichte drehen wollen. Keine leichte Aufgabe für Wikipedia.


Wikipedia ist vielen zu kritisch und zu links angehaucht. Aber anders herum muss sich der User, der so etwas fühlt fragen lassen, warum er sich nicht selbst engagiert und etwas Anderes dagegen schreibt?


Nun, ich habe das einmal probiert und habe einen Artikel von Grund auf neu bei Wikipedia geschrieben und eingestellt.


Haben Sie das mal gemacht icon_question.gif


Nach 12 Minuten wurde er von einem selbst ernannten Wikipedia-Gralshüter zur Löschung wegen Nichtigkeit vorgeschlagen. Es schloss sich eine Diskussion an und nach 8 Tagen war der Artikel von einem 'echten' Admin tatsächlich gelöscht.


Gerecht - ungerecht icon_question.gif


Die Frage stellt sich nicht. Ich habe keinen belegbaren Anspruch und wenn die überkritische Masse einen Artikel nicht sehen will, dann kommt er eben weg. Punkt - Ende - Aus.


Nennt sich das Demokratie? Nicht wirklich! Hier herrschen Wenige über die Meinungsvielfalt von Vielen.


Knol (kurz für Knowledge Base) ist dagegen der Ansatz von Google. So wie Google in seiner Suche das Gefunden-Werden von Seiten über den Suchalgorithmus beeinflusst, so beeinflusst Google die Seitenerstellung in Knol ebenfalls und will damit eine Qualitätssicherung erreichen. Basis-Kommunisten, Rechtsaußen und Anarchisten sollen damit ausgeschlossen werden.


Sicherlich ein guter Ansatz. Und warum soll dann jemand ohne politisches Sendungsbewusstsein bei Google überhaupt mitmachen?


Weil es für die akzeptierten Autoren Geld zu verdienen gibt. Über Anzeigen neben den Artikeln sollen Tantiemen an den Schreiber gehen. Ha - da ist es wieder, was den kritischen deutschen Bürger an Google nicht gefällt. Dieser schiere Drang zum Geld (und wohl letzten Endes zur Weltherrschaft in Sachen Informationsvermittlung bzw. -hoheit).


Wer hat denn nun die Informationshoheit in unserem Land oder auf der Welt icon_question.gif


Die Presseagenturen, die organisierten Journalisten, der aktive, kritische Wikipedia-Schreiberling oder die Krake Google icon_question.gif


Hochgradig interessant finde ich die Tendenz weg von den Monopolen und hin zum einzelnen Menschen. Denn die Informationsmonopole hatten in der Vergangenheit nicht recht und werden es auch in der Zukunft nicht haben. Da können sie so kritisch sein wie sie wollen und so oft 'Katastrophe' rufen wie sie können. Richtiger wird das Abgedruckte dadurch auch nicht.


Auch 0,2% der Wikipedia-Nutzer - nämlich die Schreiber - haben nicht recht. Sie schreiben oftmals aus persönlichen Gründen. Weil sie etwas bezwecken und durchsetzen wollen. Z.B. die verbale Veränderung der Geschichte. Und die Mehrheit der 99,8% Leser nehmen dieses Geschreibsel dann als wahr hin.


Wird Knol besser? Weil man anerkannten Experten den Admin-Status zubilligt?


Schwierig - schwierig icon_exclaim.gif Wenn Knol nicht ausreichend kompetente und engagierte Schreiber findet, dann bleibt dieser Schuss im Lauf hängen. Doch die Vernetzung von Knol mit Google, Google Earth und der Werbung kann aus dem System einen wirklichen Renner machen.


Google hat es in der Vergangenheit geschafft, auch einen eigenen, nicht öffentlichen Suchalgorithmus entgegen großer Proteste durchzusetzen. Warum soll das mit diesem Wissen nicht klappen? Es gibt noch so viele Ansätze. Verlinkungen mit wissenschaftlichen Aufsätzen - damit geht es den extrem lukrativen Wissenschaftsjournalen an den Kragen - oder die Einbindung alter, copyrightfreier Bücher. Und das alles Online!


Wer nun von mir noch etwas Kritisches hören will, so habe ich auch noch was.


"So viel Macht in einer Hand - kann das gut gehen?"


Doch wer will Google hindern, wenn sie organisch wachsen und Nichts durch nennenswerte Akquisitionen dazu kaufen? Wenn sie einfach nur den richtigen Riecher haben? Wenn sie einfach besser sind als andere? Schließlich hätte das Jeder machen können.


Wer wollte es ihnen jetzt verdenken? Sie müssen ja nicht da rein sehen. Sie können ja auch über andere Suchmaschinen als Google suchen und durch Google gefundene Artikel nicht lesen. Doch bleiben wir ehrlich - Google sind derzeit die Besten. Diesen Tribut bin ich ihnen schuldig.


Anfang des Jahres kam eine Pressemeldung von Wikipedia. Jimmy Wales, der Gründer von Wikipedia, erwägt Prüfsysteme für Wikipedia-Einträge. Aha - hat er nun auch schon gemerkt, dass da was nicht stimmt. Ein schönes Beispiel ist hier zu finden:

portal.gmx.net/de/themen/nachrichten/deutschland/7554550-Wie-heisst-Guttenberg-richtig.html


Was will mir Jimmy Wales damit sagen icon_question.gif

Geburtstagsflaschen

Ein Forumsuser fragte letztlich nach einer Flasche, die genau an einem bestimmten Tag destilliert wurde. Der besondere Tag lag in der Mitte der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Vermutlich war es ein Geburtstag.


Die Wahrscheinlichkeit einen solchen Whisky zu erwischen ist ziemlich klein.


In Deutschland werden 30 Mio. Flaschen Whisky pro Jahr verkauft. Maximal 10% davon sind Single Malt Whiskys und wiederum maximal 5% von diesen sind Unabhängige Abfüllungen. Also reden wir von rund 100.000 potentiellen Flaschen. Doch leider ist nicht auf allen diesen Flaschen das Destillationsdatum angegeben. Ich schätze rein aus dem Bauch die mögliche Anzahl mit Datum auf rund 20.000 Flaschen. Teilen wir dies durch eine mittlere Flaschenanzahl pro Fass von 300, so haben wir es mit einem Aquivalent von 67 Fässern zu tun. Ok, nicht alle Flaschen aus Fässern kommen zu 100% nach Deutschland. Wir müssen also die vielen Teilfässer berücksichtigen. Also noch mal aus dem Bauch raus: 200 Fässern pro Jahr mit Datum.


Unabhängige Abfüllungen halten sich auf den Regalen nicht wirklich lange. In der Regel sind nach zwei Jahren 90% der angebotenen Flaschen verkauft. 300 Fässer für 365 Tage? Kein schlechtes Verhältnis, oder? Es gibt also durchaus die Möglichkeit ein Fass mit seinem Tag und Monat auf dem Etikett zu bekommen. Habe ich auch schon einmal geschafft. Wenn es denn aber auch die Jahreszahl sein muss, dann müssen wir die Fassanzahl noch durch alle in Frage kommenden Jahrgänge und damit rund 30 Jahre teilen. Damit errechnet sich die Wahrscheinlichkeit zu nur 300/30/365 = 3%. Ok, weiter oben habe ich eine Menge Annahmen getroffen, die auch besser ausfallen können. Doch wenn es sich, wie bei der Frage des Users um ein Datum von Mitte der 70er Jahre handelt, dann sehe ich wegen der absolut geringen übrig gebliebenen Fassanzahl eher eine Chance von nur 1% oder weniger.


Trotzdem - wenn man eine solche Flasche findet, dann hat das schon seinen Reiz und auch ich würde mir diese Flasche kaufen. Trotzdem habe ich aus der geringen Wahrscheinlichkeit aufgehört danach zu suchen. Aber vielleicht läuft sie mir dann doch noch einmal über den Weg.


Ich habe mir eine hochwertige Flasche aus meinem Geburtsjahr in Fassstärke (ca. 43% 1st Fill Sherryfass) zur Seite gelegt. Und ich mache sie sicherlich auf. Und zwar zu meiner Pensionierung im Jahr 2025. Hoffentlich fällt der Flüssigkeitsspiegel in der Flasche nicht vorzeitig ab.

Whisky Days Baden-Baden

Auch in diesem Jahr findet in Baden-Baden am 20.3. und 21.3.2009 die Whisky Days statt. Einzelheiten finden Sie unter:

www.whiskyconnoisseur.de/w-days/index.htm


Wer dort teilnehmen möchte sollte sich der Kosten bewusst sein. Für die Eintrittskarte für beide Tage sind 1.000 Euro zu entrichten. Die Übernachtung im Benner's Parkhotel, mit ganz toller Whiskybar, erhält man dafür ermäßigt.


Geboten wird viel und die Teilnehmerzahl ist auf übersichtliche 50 Personen begrenzt. Ob noch Plätze frei sind, weiß ich nicht.

Global Distiller of The Year 2009 - Benriach

Am Freitag erhielt ich eine E-Mail von Alistair Walker, dem Regional Sales Director der The BenRiach Distillery Co Ltd.


Das britische Whisky Magazine hat seine diesjährigen Preis-Gewinner bekannt gegeben. Danach erhielt BenRiach den Titel Global Distiller of the Year 2009.


In der Pressemeldung ließt sich das so:

"BenRiach Distillery"
Earlier this year, the Elgin distillery, with its headquarters in Larbert, won the Scottish title and last night it went on to scoop the global award, beating the Nikka Whisky Distillery Company of Japan and Heaven Hill Distillery, Kentucky, USA.


BenRiach has already won a number of top industry awards.


It was “Distillery of the Year” in the 2007 Malt Advocate Whisky Awards.


Whisky Magazine named it the “Best Rare Speyside” (for BenRiach Authenticus 21 Year Old) at its World Whisky Awards, also in 2007.


And it won Gold Medal (for BenRiach 16 year old) at the 2006 International Wines and Spirits Competition.



Wollen wir hoffen, dass dieser weitere Titel den Erfolgslauf dieser Brennerei weiter beflügelt.

Die Opel Pleite - letzter Teil

Opel in Deutschland hängt seit Jahrzehnten am Tropf der amerikanischen Mutter. So richtig große Gewinne hat Opel noch nie an GM (General Motors) abgeliefert. Das war Mitte der 80er, als ich bei Opel arbeitete, nicht so und das war in den vergangenen Jahren, wenn ich mich mit meinen Ex-Kollegen unterhalte, auch nicht so. Die Kosten liefen immer schlechter als die Erlöse. Natürlich kann man anführen, dass GM die deutsche Opel ausgeblutet hat und permanent Gewinne in Form von überhöhten Lizenzgebühren abgezogen hat.


Diese Arbumentation hängt vom Blickwinkel ab. Denn schließlich hat GM für Opel bezahlt. Und wer bezahlt, der schafft an und dem gehört auch alles, was erwirtschaftet wird. Zudem achtet das Finanzamt darauf, dass für Lizenzzahlungen nicht zu hohe Preise bezahlt werden. Das käme einer verdeckten Gewinnausschüttung gleich.


Wenn Opel nun in einer Situation ist, in der GM keinen positiven Cashflow aus dem Unternehmen erzielen kann und in der man nicht von Opel abhängig ist, dann würde ich mich als GM auf mein Hemd konzentrieren. Denn schließlich ist einem das Hemd näher als die Jacke.


Zunächst würde ich mich als GM selbst retten und erst dann Opel ... ja wenn ich nur eine Chance sehen würde, in Zukunft wieder Gewinne aus der Unternehmung zu ziehen. Ohne Zuversicht in zukünftige Gewinne, würde ich als Amerikaner den Laden pleite gehen lassen. Unterstützt wird die Sache durch das derzeitige Rückschrauben der Globalisierung. Man denkt als Politiker wählerpopulistisch nur ans eigene Land und verspricht etwaige Mittel ausschließlich für die eigenen Bürger einzusetzen. Das gilt für beide Seiten des Atlantiks. Obama knüpft Bedingungen für Hilfen an GM und die Kanzlerin für Opel. Und da die ganz Sache so unübersichtlich ist und man sich gegenseitig nicht vertraut, investiert man auch nicht mehr in das andere Land. Das Gegenteil scheint eher der Fall zu sein. Man zieht das Geld ab.


Doch Opel scheint - wie es jetzt aussieht - nichts zu besitzen. Wir Deutschen (klingt irgendwie nationalistisch - oder?) müssten eine vollkommen neue Opel AG ins Leben rufen, wenn wir Opel aus GM herauslösen würden. Und gleichzeitig müsste die neue AG für US-Patente Lizenzen bezahlen und Mieten für die Werkshallen und Büros. Denn schließlich gehören sie der GM bzw. den zahlreichen Kapitalgebern. GM und deren Kapitalgeber haben in der Vergangenheit Opel finanziert - damit gehört ihnen das erwirtschaftete.


Und genau an dieser Stelle stellt sich die Frage, ob 25.000 Arbeitsplätze in Deutschland und insgesamt 50.000 Arbeitsplätze in Europa die vielen Milliarden wert sein werden. An die genannten 3,3 Mrd. EUR glaube ich überhaupt nicht. Eher dürften es 5 oder gar 7 Mrd. oder noch mehr werden. Wenn dann alle tüchtig arbeiten und sich anstrengen, dann könnte es ganz vielleicht etwas werden. Vertrauen ist wieder aufzubauen, neue Autos gilt es langfristig ohne Dominanz von GM zu entwickeln und schließlich muss Geld zum Zurückzahlen der Schulden verdient werden. Falls es bei 5 Mrd. für die 25.000 deutschen Arbeitsplätze bliebe, so wären das immerhin 200.000 EUR pro Arbeitsplatz. Dagegen war die Schröder-Milliarde (für deutlich mehr Mitarbeiter) nur Peanuts.


Mit diesem Geld ließen sich verdammt viele Arbeitsplätze im Mittelstand finanzieren. Und das Risiko im Mittelstand ist nun auch nicht größer als bei einem angeschlagenen Großunternehmen.


Je länger ich diese Zahlen hin und her drehe, um so sicherer erscheint mir die heraufziehende Insolvenz von Opel zu werden. Könnte es sein, dass sich die Politik bereits entschieden hat und nur mehr ihre wahltaktischen Vorteile daraus zu ziehen versucht? Kann Opel bis September durchhalten?


Derzeit sucht man nach einem Investor für Opel, der die Mehrheit am Konzern übernehmen soll. GM würde als Lieferant von Lizenzen und Bauteilen einen Minderheitsanteil behalten. Das klingt soweit vernünftig. Doch wer könnte so ein Investor sein? Der Staat doch wohl überhaupt nicht, wenn er schon so pleite ist. Also muss ein privater Investor her. Hedgefonds? Risikokapitalfirmen? Heuschrecken? Privatleute?


Leider geht es derzeit allen diesen Gruppen reichlich schlecht. Alle wurden nämlich mit ihrem Geld ganz schön abgezockt und liegen derzeit da und lecken ihre Wunden. Bliebe noch eine Lösung, bei der ein Privatmann den 'Laden' für 1 Euro übernähme. Vergleichsweise so, wie es Herr Woehrl mit der Fluglinie Deutsche ba 2003 gemacht hatte. www.manager-magazin.de/koepfe/artikel/0,2828,329661,00.html


Doch wer würde das machen und würden die Banken für diese Person einspringen? Denn wenn man schon nur einen Euro bezahlt, dann steckt man nur seine Arbeitskraft und nicht noch eigenes Geld hinein. Frau Schaeffler oder Herr Merkle wären solche Personen gewesen, wenn sie sich nicht selbst mit Conti und VW so verzockt hätten.


Am Ende hängt es am Glauben von möglichen Investoren, ob die Opel-Produkte zusammen mit den Opel-Mitarbeitern eine Chance erhalten werden. Und die vergangene Streikbereitschaft der Belegschaft wird da wenig hilfreich sein. Ein gutes Unternehmen zeigt sich aus einer harmonischen Kooperation von Mitarbeitern und Geschäftsführung und Kapitalgebern ab. Und damit schlage ich den Bogen zurück zum Teil 1 dieser Beiträge. Und ich werde das Gefühl nicht los, dass mich mein Bauch anlässlich des Streiks vor 25 Jahren nicht betrogen hat.


Wir werden ja in den kommenden Monaten verfolgen können, wie es mit Opel weiter gehen wird.

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