The Whisky Blog

Herzlich willkommen! Dies ist ein Video-Blog in dem ich Whiskys verkoste und über Wissenswertes rund um Whisky spreche. Es lohnt sich wiederzukommen. Ich freue mich über jeden Kommentar.

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Microsoft Home Server

Egal wie ich persönlich zu Microsoft stehe - Bill Gates und Steve Ballmer haben es aus meiner Sicht voll drauf! Sie haben die Evolution der Märkte verstanden. Sie fokussieren nicht auf einzelne Produkte oder Sparten, sondern haben überall ihre Eisen im Feuer (oder die Finger drin, wenn man nicht so wohlwollend eingestellt ist).


Seit ich mich um die Digitalisierung aller meiner Medien (Musik, Bilder, TV) zu Hause kümmere, bin ich sensibel für diese Entwicklung geworden. Wo geht der Weg in den kommenden Jahren hin? Welche Dateiformate und welche Technik wird sich durchsetzen? Manchmal erscheint mir das wie ein Lesen im Kaffeesatz.


Die wichtigste Medienfrage, die es in Zukunft zu beantworten gibt, ist die Frage nach der Speicherung und Verteilung von Media-Daten. Letztlich habe ich ein Zitat eines Vertreters von Beate Uhse in der Presse gelesen. Bei ihm war die Frage nach dem neuen Speichermedium für bewegte Bilder bereits beantwortet. Nicht HD-DVD oder Blu-ray oder Kombigeräte werden das Rennen machen. Man hat sich so lange um das Zukunftsformat gestritten, dass der Kuchen bereits verteilt wurde.


Die Verbreitung der Media-Inhalte wird über Video-Streams im Internet erfolgen. Ohne die Zwischenspeicherung auf einem optischen Datenträger und dessen aufwändigem Versand. Pornos, wie sie von Beate Uhse vertrieben werden, zeichnen wohl für einen großen Prozentsatz aller angesehenen Bildinhalte weltweit verantwortlich. Und hier wurde über das Zukunftsformat bereits durch die Masse abgestimmt. HD-DVD und Blu-ray könnte ein Schattendasein ins Haus stehen, wie es dem DAT-Audio-Tape und der SACD (Super Audio CD) bereits widerfahren ist.


Geschichte scheint sich manchmal zu wiederholen. Auch das Videorecorder-Format VHS setzte sich gegen Video2000 und Betamax durch, weil man dort zuerst die 'interessantesten' Inhalte anbot.


IPTV ist also das Zauberwort der Zukunft. Die Marktbeobachter gehen von einem zukünftigen Boom dieser Verbreitungsform in den Jahren 2008 bis 2012 aus. Ich kann das nachvollziehen. Mit meinem neuen Noxon IP-Radio höre ich neuerdings Radiosender aus Hawaii, Kalifornien und Hong Kong. Der Musikberieselungseinheitsbrei der deutschen Privat- und öffentlich rechtlichen Sender hat damit für mich ein Ende gefunden. Ich kann mehr als eine Stunde am Stück Musik im Radio hören, ohne dass mir eines der Stücke vorher bekannt gewesen wäre - Toll!


Doch es gibt Daten, die will man auch oder ausschließlich im eigenen Haus vorhalten. Vielleicht will man sich eventuelle Lizenzgebühren für ein mehrfaches Ansehen bzw. Anhören sparen oder man möchte die Privatvideos nicht einem mehr oder weniger öffentlichen Server anvertrauen.


Ich habe mich für die Speicherung meiner Musik auf einem UPnP Server (Fritz!Box) im eigenen Haus entschieden. Doch noch scheint diese Speicherform nicht für Video-Streams so richtig geeignet. Mir macht das nichts aus, da ich (noch) keine zu streamenden Videos besitze. Die Box enthält auch noch einen Samba-Server, auf den eine Wiedergabebox am Fernseher durchaus über das Haus-Netzwerk zugreifen könnte.


Die ganze Installation war nicht gerade ohne. Sicherlich zu kompliziert für Jedermann. Und genau hier kommt Microsoft mit seinem neuen Home-Server ins Spiel.


Wer einen eigenen Server betreibt, der weiß, wie kompliziert und nervenaufreibend die eine oder andere Einstellung im System sein kann. Der Home-Server ist bewusst vorkonfiguriert, weitgehend geschlossen und einfach gehalten. Natürlich kann er nicht alles. Doch er ist erweiterbar und standardisiert konfigurierbar.


Während meine Noxon/Fritz-Kombination noch eine Insellösung darstellt, wird der Home-Server in ein paar Jahren von Touch-Screen-Endgeräten aus jedem Zimmer zu bedienen sein. Wenn es nach Microsoft geht, wird der Home-Server die Technikzentrale eines jeden Haushalts werden. Die ersten Unterstützer, allen voran Siemens-Fujitsu mit seinen Energiespar-Servern, haben angekündigt, die idealen Plattformen für den Home-Server anbieten zu wollen.


Wir leben in einer tollen Zeit. Blätterten unsere Großeltern noch in verklebten, alten Fotoalben und schauten unsere Eltern Urlaubserinnerungen auf Schmalfilmen an, so erleben wir die Integration aller dieser Medien auf ein bequemes, zentrales Medium. Die Zukunft hat begonnen.

Korken

Im Forum wurde in den vergangenen Tagen über korkenden Wein und Whisky gesprochen.

www.forum.thewhiskystore.de/viewtopic.php


Zuerst möchte ich eine kleine Anekdote zum Besten geben. Vor ein paar Jahren war ich mit Andrew Symington (Edradour/Signatory) in Edinburgh beim ersten Chinesen am Platze zum Essen. Wir hatten einen Aperitif (natürlich einen Malt) und dann ein mehrgängiges, opulentes Mahl. In unserer Gruppe befand sich auch ein spanischer Weinhändler und sein Sohn.


Natürlich wurde zum Essen ein guter Wein gereicht. Wer ihn probiert hat, kann ich nicht mehr sagen. Aber wie wir beim Essen den Wein genießen, findet der Sohn des spanischen Weinhändlers tatsächlich einen Korkstich im Wein. Erst nach dem zweiten oder dritten Schluck. Als er es dann sagte, konnten wir alle ihn ebenfalls lokalisieren. Ausgerechnet der Jüngste fand ihn unter uns alten 'Supernasen'.


Es war nur ein geringer Stich und der Aperitif und das opulente Mahl hat sicherlich diese Note weitgehend unterdrückt.


Das mit dem schlechten Kork gibt es definitiv auch beim Whisky. Es gibt ein Grundrauschen an schlechten Korken auch bei unserer Lieblingsspirituose.


'Korkschmecker' (olfaktorisch-gustatorische Weinfehler) stammen von einer chemischen Substanz, die sich 2,4,6-Trichloranisol (TCA) nennt. Sie ist ein Stoffwechselprodukt gewisser Pilze. Chemisch verwandt ist diese Substanz mit dem Phenol, das wir in rauchigen Whiskys so lieben.


Wo kommt dieses TCA aber her?


Jemand im Forum bemerkte:

Der Raubbau an den Korkeichen ist ein Fakt.



Nunja - Ich möchte nicht von Raubbau an den Korkeichen sprechen. Die bewirtschafteten Korkeichenwälder wurden in ihrer heutigen Größe im Süden Spaniens und in Portugal vom Menschen angelegt. Es handelt sich um Kulturen und nicht um Urwald. Und eben in diesen Kulturen werden die Rinden der Korkeichen geerntet. Der Baum ist dann nicht tot! Er braucht halt rund 10 Jahre, um seine Rinde wieder zur verwertbaren Dicke aufzubauen.


Und nicht wir Whisky- oder Weingenießer nehmen ausschließlich dieser Rinde ab, sondern ganz heftig auch die Bauindustrie, die 'biologische' Wandisolierungen, Verkleidungen und Fußböden daraus herstellt. Und dann sollten wir die berühmten Ökolatschen mit Korksohle in Millionenauflage nicht vergessen.


Und damit die Ausbeute besonders gut ist, werden/wurden diese Korkeichen mit Pestiziden gespritzt. Und eben diese gespritzten Chlorphenole werden anscheinend von den Pilzen zu TCA verstoffwechselt. Dumm gelaufen. Man will etwas Gutes tun und erreicht das Gegenteil.


Da hilft auch kein Kochen oder Dämpfen der Korken während der Herstellung. Das Zeug ist drin, dabei sehr stabil und damit hat es sich.


In Schottland hat man mir (unter der Hand) es so erklärt. So wie die Brennmeister wissen, in welchem Lagerhaus der beste Whisky lagert, so wissen die Korkproduzenten, wo besonders stark gespritzt wurde. Wenn man nun als Neukunde eine Ladung Korken ordert, so erhält man in der Regel für die ersten zwei Jahre gute Ware. D.h. nicht, dass keine schlechten Korken dabei sind - aber halt ein normales Maß. Wenn sich dann die Lieferung über ein paar Jahre eingependelt hat, dann geht es mit der Qualität dahin. Und dann muss man auf der Hut sein.


Nur hartes Durchgreifen soll helfen, dass es bei geringen 'Korkschmeckern' bleibt.


TCA ist eine verteufelte Substanz. Manche Menschen können selbst geringste Mengen davon wahrnehmen. Und sie bleibt recht lange in unserer Nase und im Gehirn vorhanden. Manch ein Kunde hat 5 Flaschen unterschiedlicher Brennereien mit der Bemerkung zurück geschickt, dass alle korken. Statistisch gesehen ist das völliger Unsinn. Seine Nase wurde das Zeugs einfach nicht los!


Dass die obige - hinter vorgehaltener Hand gemachte Aussage stimmt - können wir gut sehen, da in zeitlichen Wellen bestimmte Flaschen in erhöhtem Maß zurück geschickt werden.


In Summe haben die großen Whiskykonzerne ihre Korklieferanten jedoch ganz gut unter Kontrolle. Auf etwa 1:1000 schätze ich die fehlerhafte Ware. Natürlich erhalten wir weniger zurück geschickt, da viele Genießer diese schimmelig-muffigen Gerüche manchem Whisky zuschreiben. Was auch nicht gut für den Hersteller ausgeht.


Beim Wein spricht man von Fehlerraten um 1:200. Das hat sicherlich damit zu tun, dass hier viele kleine Weingüter agieren, die keine so starke Position beim Lieferanten wie die großen Whiskykonzerne haben.

Gedanken zur praktischen Globalisierung

War bzw. bin ich wirklich einem Hehler aufgesessen, als ich per Internet die Billigware aus Hong Kong erworben habe?

www.forum.thewhiskystore.de/viewtopic.php


Das ist schwer mit meinem juristischen Halbwissen zu beurteilen. Letztlich wurde ein Käufer freigesprochen, der ein gestohlenes Navi über das Internet ersteigert hatte. Er konnte die gestohlene Ware als solche nicht erkennen. Allein der geringe Preis war nicht Indiz genug.


Doch lösen wir uns vom Juristischen. Warum klappt die ganze Geschichte mit der Hong Kong-Ware und warum können wir so viel Geld sparen?


Es liegt an der Globalisierung. Der Warentransport ist auf unserer Welt einfach, schnell und billig geworden. Dazu wird die Herstellung jedes technischen Gutes auf Grund des Fortschritts von Jahr zu Jahr billiger, falls wir kein Monopol oder straffes Oligopol vorliegen haben.


Es kommt ausschließlich auf das örtliche Lohnniveau und die beteiligten Handelspartner an.


Bleiben wir bei meiner kleinen Platine aus Hong Kong. In der Herstellung kostet sie - wie ein T-Shirt auch - rund 50ct. Bislang importierte sie ein findiger, deutscher Großhändler zu Hunderten und vertickte sie hier in Deutschland einzeln weiter. Aber Deutschland ist ein Hochpreisland. Hohe Lagermieten, hohe Verwaltungskosten, hohe Steuern, hohe Löhne, hohe Sozialabgaben, hohe Logistikkosten, hohe ...


All diese hohen, lokalen Kosten trieben den Preis für meine erste hier in Deutschland gekaufte kleine Platine auf den dreifachen Preis der jetzt direkt aus Hong Kong gekauften zweiten Platine.


Und jetzt kommt die Gretchenfrage: Ist mein Kauf moralisch besser, wenn ich die Platine hier in Deutschland zum dreifachen Preis erworben hätte?


Ich für mich persönlich glaube das nicht. Denn die beiden Platinen stammen aus der selben Quelle. Der erste findige deutsche Zwischenhändler hat den Bedarf in Deutschland für diese Teile erkannt und sein Geschäft gemacht. Er hat durch seinen Handel zwischen Deutschland und Hong Kong einen Mehrwert und damit zusätzlichen Wohlstand geschaffen.


Doch die Globalisierung hat ihn binnen weniger Monate eingeholt. Das Geschäft, das der ehemals deutsche Großhändler machte, macht nun der HK-Chinese selbst. Die Handelskette wurde um eine Stufe verkürzt.


Und nicht nur das icon_exclaim.gif Das Produkt wurde für den deutschen Kunden um den Faktor 3 günstiger, so dass wir aus der preisgünstigeren Benutzung dieses technischen Bauteils den selben, zusätzlichen Mehrwert/Wohlstand erarbeiten können, wie aus dem ersten, teureren Teil.


An dieser Stelle kommt immer der Einwurf der Arbeitsplätze, die hier in Deutschland wegfallen, wenn wir die Ware direkt in Hong Kong erwerben. Doch hier liegen wir einem Trugschluss auf. Wenn ausschließlich ein Zwischenhändler hier in Deutschland die Ware verteilt, dann haben wir keinen Mehrwert geschaffen, sondern nur die Komplexität erhöht. Der Zwischenhändler kann keinen Nutzen beisteuern, wenn man die Ware genauso bequem woanders bekommt.


Natürlich ist da die Frage nach der Garantie. Doch wir sprechen hier nicht vom privaten Endkunden, der seine gesetzlichen 2 Jahre Garantie vorenthalten bekommt. Im B2B-Bereich gilt das alles nicht. Für diesen Kleinteile - vor allem direkt aus dem Internet - gibt es keine Garantie.


Was kann nun der arbeitslose Zwischenhändler hier in Deutschland tun? Er muss sich seinen Zusatzverdienst tatsächlich hart erarbeiten, bis er erneut eine Ware findet, die es bei uns nicht gibt und die uns einen Zusatznutzen und ihm seine Existenzberechtigung gibt. Eine Ware mit der wir gemeinsam Wertschöpfung und Wohlstand erarbeiten können. Ein ewiger Kreislauf, der sich mehr und mehr beschleunigt.


Niemand hat gesagt, dass das Leben als Händler einfach ist.


Ein Versuch, diese Zusammenhänge auf den Whisky zu übertragen, ist wenig erfolgreich. Der Whiskyhandel geschieht in der Regel vom Händler zum Endkunden und hier sind Garantieansprüche und Rückgaberechte (letzteres nur im Versand) zu berücksichtigen.


Zum Zweiten handelt es sich bei den Whisky-Herstellern um sehr wenige, große Unternehmen, die sich alle in einem straffen Oligopol befinden. Und die Hersteller achten sehr geschickt darauf, dass die Preisunterschiede zwischen den verschiedenen Märkten nicht zu groß werden, dass sich solche Direktkäufe in anderen Regionen der Erde nicht rechnen.


Und für Whisky ist auch noch die Alkoholsteuer zu entrichten. Damit sind dem Privatmann/-frau und seinem Einkauf per Versand aus dem Nicht-EU-Ausland (z.B. Asien) ganz schöne Hürden in den Weg gelegt.


Im B2B-Umfeld - also im Großhandel - hat man die innereuropäischen Hürden abgebaut. Gleichzeitig beginnen sich die Preise in Europa anzugleichen. Große Arbitragegeschäfte mit dem europäischen Ausland sind da nicht mehr zu machen.


Und damit man nicht den Billigwhisky der großen Konzerne aus Südamerika reimportiert, achtet man in Deutschland regelmäßig darauf, dass die Ware auch verkehrsfähig ist (Chargennummern, Rückverfolgbarkeit).


Vor vielleicht zwei Jahren gab es einen Skandal (bzw. größere Unstimmigkeiten und Ärger), da über graue Wege preiswerter Wodka aus einem südamerikanischen Land reimportiert wurde.


Wir alle spüren so den Druck, den der technische Fortschritt und die preiswerten Arbeitskräfte aus aller Welt auf uns ausüben. Sollen wir Handelsschranken errichten? Wie können wir uns wehren?


Die einzige Lösung ist aus meiner Sicht eine beständige, harte und innovationsfreudige Arbeit, die es uns erlaubt, unseren hohen Wohlstand auch zu halten. Und wenn uns andere Gesellschaften auf diesem Globus näher kommen oder sogar überholen?


Dann haben sie es sich redlich verdient, wenn Sie die Gesetze und Menschenrechte einhalten. Schließlich arbeitet jeder auf dieser Welt, um mit seinem kleinen, persönlichen Wohlstand weiter zu kommen.

Praktische Globalisierung

Vor ein paar Monaten habe ich hier in einem Beitrag über die Umstellung eines PCs im The Whisky Store auf eine 8GB CF-Karte (Flash-Speicher mit IDE-Adapter) statt Festplatte berichtet.

www.forum.thewhiskystore.de/viewtopic.php

Was soll ich sagen: Es funktioniert wunderbar. Keine Probleme - tolle Geschwindigkeit!

Wenn man nun so ein System produktiv einsetzt, dann braucht man natürlich auch Backup-Teile. Was habe ich von der tollen Geschwindigkeit, wenn mir der Rechner ausfällt und ich ewig für die Reparatur benötige?

Also habe ich mit einen weiteren CF-IDE-Adapter im Internet ersteigert. Ersteigern ist gut gesagt. Man konnte ihn per Sofort-Kauf für 1 Euro erwerben. Dazu kamen noch 4 Euro für Porto und Verpackung.

Meine Überraschung folgte eine Woche später. Ich erhielt einen Brief aus Hong Kong.

Toll waren die Briefmarken zu 4,10 HK$ (0,37 EUR) für Luftpost icon_exclaim.gif und das auf chinesische Weise zugebundene Kuvert. Auf der R


[mehr]

Nachgelagerter Gewinn

Durch die aktuelle Debatte über die Steuerreform und die Alterssicherung wissen die meisten, was eine nachgelagerte Steuer ist. Z.B.: Wenn man eine Lebensversicherung aus dem unversteuerten Einkommen bezahlen darf und erst bei der Auszahlung in Zig-Jahren versteuert, dann liegt eine nachgelagerte Steuer vor.


Und beim nachgelagerten Gewinn aus der Überschrift?


Das beste Beispiel zum nachgelagerten Gewinn findet man bei John Davison Rockefeller. Er sagte (sinngemäß): 'Verschenke die Öllampen und verkaufe das Petroleum!'


Rockefeller gab seine Öllampen an die chinesischen Wanderarbeiter im aufstrebenden USA kostenfrei ab und diese kauften für ihre Lampen sein Petroleum. Auf dieser Strategie wuchs sein Unternehmen Standard Oil ganz prächtig. Heute kennen wir es unter dem Namen Exxon bzw. Esso.


Heute funktioniert dieses System nicht mehr. Wir alle würden uns diese Lampen schenken lassen und anschließend das Petroleum dort kaufen, wo man es am billigsten bekommt. Der globale Wettbewerb gibt uns diese Möglichkeit.


Doch auch heute gibt es noch diese nachgelagerten Gewinne. Das schönste Beispiel der eskalierenden Spirale geben die Druckerhersteller. Während bei HP & Co. Anfangs sich die Druckerpatronen wunderbar verkauften und für nachgelagerte Gewinne während des Betriebs sorgten, sprangen zügig Trittbrettfahrer auf und boten kompatible bzw. wiederbefüllte Kartouchen zu einem Bruchteil des Preises an. Anzumerken ist: Herr Cartouche (*1693 +1721) war ein französischer Räuber und Bandenchef icon_wink.gif


Wie es mit den Druckerherstellern (als Gesamtheit) weiter ging ist hinlänglich bekannt. Kill - Overkill - Over-Overkill! Sprich: kompatible Cartouchen, per Chip gesicherte Patronen, Klage wegen Gebrauchsmusterverletzungen vor Gericht.


Und warum das Ganze? Weil der Mensch im Allgemeinen und der deutsche Verbraucher Alles sofort besitzen möchte und sich nicht so sehr viele Gedanken um die Zukunft macht. Der Drucker ist billig - bingo! Dass man später Zig-Euro für diese Patronen bezahlen muss, wird sehr vielen erst später bewusst. Manche kauften einfach neue, billige Drucker, weil sie preiswerter als die nachzukaufenden Patronen waren. Seit diesem Zeitpunkt setzen die Hersteller nur wenig befüllte Patronen für die Erstausstattung der Drucker ein. (Kill - Overkill).


Doch die Druckerhersteller sind nicht die einzigen, die auf diese Strategie stehen. Kaffee-Brühgeräte mit merkwürdig geformten Pads (damit man andere nicht rein bekommt), Staubsauger mit verrückt aussehenden, individuellen, teuren Beuteln und als absoluter Hit: die elektrische Zahnbürste.


Ich habe einmal einen Brief an den Marktführer der elektrischen Zahnbürsten geschrieben und mich über die Preise der Ersatzbürsten künstlich aufgeregt.


In Retour bekam ich ein Entschuldigungsschreiben mit dem Hinweis, dass die Bürsten tatsächlich so teuer in der Herstellung seien (2,50 EUR/Stk. HaHaHa!) und es lagen zwei frische Zahnbürsten dabei. Auch ein Konkurrent mit einer neuen Ultraschall-Zahnbürste verfolgt das selbe System. Wer geglaubt hat, dass das Quasi-Monopol bei den elektrischen Zahnbürsten endlich aufgebrochen würde, wurde leider eines Besseren belehrt.

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