The Whisky Blog

Herzlich willkommen! Dies ist ein Video-Blog in dem ich Whiskys verkoste und über Wissenswertes rund um Whisky spreche. Es lohnt sich wiederzukommen. Ich freue mich über jeden Kommentar.

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Hallo "Laphroaig"

Letzten Juli erhielt ich eine E-Mail, in der mich ein Kunde fragte, ob ich einen Nachweis erbringen könne, dass Laphroaig als männlicher Vorname in Schottland Verwendung findet.


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Keine Ahnung - ich antwortete das auch diesem Herren.


Im August kam dann eine weitere E-Mail, in der mir der Herr nun verkündete, dass sein Sohn offiziell 'Quentin Laphroaig' heißt. Einen anonymisierten Scan der Geburtsurkunde schickte er mir dann auch zu.


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Mir war bis dato bekannt, dass sich Menschen mit den Markennamen ihrer Lieblinge tätowieren lassen (Harley, Jacky), aber dass man einen Menschen Laphroaig nennt, war mir nun völlig neu.


Es scheint nichts zu geben, was es nicht gibt. Ich bewundere den Mut und den Kraftakt gegenüber unseren Behörden, diesen Namen tatsächlich eingetragen zu bekommen.


Und wenn der Filius diesen Namen nun nicht mag icon_question.gif


Aber auch hier gibt es Entwarnung. Auch ich mag meinen zweiten Vornamen nicht. Schließlich konnten mich meine Eltern bei der Namensvergabe nicht vorab befragen. Dass es nun eine zufällige Gleichheit zwischen einem Vornamen und einer Single Malt Whiskymarke gibt? Damit wird der Sohn leben müssen. Schließlich ist es ein schottischer, männlicher Vorname. Im Alter, kann ich mir vorstellen, findet er das dann ganz bestimmt ok.

Zusatznutzen

Whiskyflaschen wurden schon für PC-Gehäuse verwendet. Aus alten Whiskyfässern fertigte man auch Lautsprechergehäuse.


Hier habe ich eine Gitarre aus dem Holz eines Lagavulin-Fasses gefunden.


Aber der folgende Zusatznutzen, den ein Kunde aus einer Edradour-Whiskykiste herausholte, hat mich dann doch überrascht.


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Unser Hausl

Kennen Sie das bayerisch-österreichische Wort Hausl? Mit ihm wird eine gute Seele des Hauses, die alles aufräumt, putzt und wieder in Ordnung bringt, bezeichnet.


Wir haben uns im The Whisky Store nun auch ein Hausl gegönnt. Nach meinen privaten, positiven Erfahrungen mit dem Rasenmäh-Roboter haben wir uns einen Staubsauger-Roboter im The Whisky Store zugelegt.


http://www.thewhiskystore.de/blog/rc3000.jpg


Er stammt von Kärcher - das sind die Hersteller der Gartenbewässerungs- und Reinigungssysteme und nennt sich Robo Cleaner RC 3000.


Er hat einen Durchmesser einer kleinen Pizza, ist aber dreimal so hoch. Genauso wie unser Rasenmäher besitzt er eine Ladestation, die ihn mit Energie versorgt - und das ist besonders - auch das Reinigungsgut aufnimmt. In der Schulranzen großen Station ist natürlich noch ein Staubsaugerbeutel enthalten. Kaercher muss ja auch am Betrieb des Geräts verdienen icon_wink.gif


Wie funktioniert das Ding? Einfach genial.


Wenn der Hausl aufgeladen ist, dann verlässt er die Station und fährt deutlich brummend durch die Büros. Wo immer er anstößt, wechselt er die Richtung. Dabei gibt es zwei Programme. Einmal das normale Programm, bei dem der Robo Cleaner bei jedem Anstoßen von links nach rechts wechselt. Lange Gänge aber auch quadratische Büros werden damit sehr gut gesaugt. Das zweite Programm, in das er automatisch wechselt, ist ein Ecken-Reinigungsprogramm. Stellt der RC 3000 eine Ecke fest, so saugt er sie sehr ordentlich aus, bevor er sich auf den weiteren Weg macht. Allerdings ist nicht ausgeschlossen, dass sich nach ein paar Monaten in den Ecken trotzdem der Staub sammelt. Etwas Rundes geht halt nur zu bestimmten Zeiten in das Eckige. Hier ist genauso wie auf den Fußbodenleisten eine Nacharbeit von Hand erforderlich.


Stellt der Robo Cleaner eine besonders verschmutzte Stelle mit seinen Sensoren fest - wie das geht, weiß ich noch nicht - dann fährt er langsamer, um die Saugleistung pro Fläche zu erhöhen. Steigt die Verschmutzung noch höher an, so legt er kurzzeitig den Rückwärtsgang ein und saugt so dreifach über die Stelle. Ist der kleine Schmutzbehälter voll, so sucht sich der Roboter automatisch den Weg zur Entladestation. Das Andockmanöver findet viel eleganter als beim Rasenroboter statt. Im Zimmer kann man mit einem Infrarot-Peilstrahl von der Entladestation und einem 180 Grad Empfänger am mobilen Gerät zielgerecht fast direkt zum Andocken an die Station fahren.


Angekommen wird der RC 3000 erst einmal vom Sauggut durch ein Gebläse entladen. Gleichzeitig beginnt der Ladevorgang, der jedoch länger als die 30s des Entleeren dauert. Zwischen 10min bei stark verschmutzten Räumen und 20min bei sauberen Räumen dauert das Wiederaufladen der beiden Akkus.


Sind wir zufrieden icon_question.gif


Ein klares Ja icon_exclaim.gif Der Roboter saugt einen Raum so sauber, wie es ein Mensch fast nicht kann. Das ständige gleichmäßige jedoch zufällige hin- und herfahren saugt noch den kleinsten Schmutz auf. Und wie lange dauert das? Für ein kleines Büro etwa eine Stunde. Für unser Call Center mit rund 25m2 sind vielleicht 2 Std. erforderlich. Dabei gilt: Kein Bücken, kein Kriechen unter Tische und auch kein sperriger Staubsauger. Allerdings stellen wir die Papierkörbe auf die Tische und nehmen während der Reinigung die Stühle aus dem Zimmer. Der Putzerfolg ist dermaßen gut, dass sich jeder positiv über das Ergebnis geäußert hat.


Oder waren wir vorher gar so schmutzig icon_wink.gif


Auch draußen in der Halle auf dem glatten Boden macht der Roboter seinen Job gut. Er fährt unter Regale, zwischen Kisten und macht sich wirklich nützlich. Nicht so gut reagiert er auf Kunststoffstreifen und größeren Schmutz. Die schiebt er vor sich her an die Ränder. Doch auch in der Halle kann man den Erfolg wirklich sehen.


Und finanziell? Auch in Euros rechnet sich der Roboter. Wenn ich mir überlege, was wir früher an Reinigungskosten bezahlt haben, die heute einfach durch das Ausbringen des Roboters erspart werden können, so geht die Rechnung auf. Und wer sich ob der wegfallenden Arbeitsplätze Sorgen macht: In unserem Landkreis herrscht Vollbeschäftigung und Zugehfrauen werden nur unter der Hand weiter vermittelt. Und die Anfahrt eines extra Reinigungsunternehmens kann eine Kleinfirma eh nicht bezahlen.

Zeitreise

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Am Wochenende bin ich aus meinem Urlaub zurück gekommen. Ich habe mir eine Zeitreise gegönnt. Wer jetzt an eine Reise durch die Zeit denkt, liegt fast richtig. Die Zeitreisen werden von der Zeitung DIE ZEIT in Zusammenarbeit mit Reiseveranstaltern durchgeführt.


Meine Zeitreise fand zusammen mit dem Trekking-Spezialisten Hauser-Exkursionen statt. 11 Tage ging es so in der Zeit zurück. Und das zu Fuß! Heute bin ich groggy, 2 kg leichter und (fast) vollkommen zufrieden mit diesem anstrengenden Urlaub.


Die Reise stand unter dem Titel: 'Wilde Welt der Vulkane' und führte mit einem Flug nach Neapel. Ein süditalienische Stadt am Rande der Auslöschung. Unser Hotel befand sich im Südosten von Neapel in der Stadt Sorrento an der Amalfi-Küste. Was die Leute an dieser Gegend nur lieben? Ich weiß es nicht. Total laut, stinkende Zweitakt Roller, alles im Zerfall und nur hin und wieder ein halbwegs reparierter Palast. Der Rest befindet sich im ständigen Verfall.


Aber daran waren wir Zeitreisenden nicht wirklich interessiert. Uns trieb es zum Vesuv. Dem aktiven Vulkan oberhalb der Stadt Neapel. Das letzte Mal brach er 1944 aus, gerade als die Amerikaner in Neapel ihren ersten Brückenkopf errichteten. Viel berühmter ist jedoch der Ausbruch des Jahrs 79 nach Beginn unserer Zeitrechung, bei dem Pompeji verschüttet und erst 1700 Jahre später wieder ausgegraben wurde. Eine Wanderausstellung der benachbarten Stadt Herkulaneum hatte ich mir bereits in München angesehen. Pompeji mit dem späteren Besuch des Nationalmuseums in Neapel war ein Highlight der Reise. Und ach ja – den Vesuv haben wir natürlich auch schweißtreibend bestiegen. Der Vulkan dampfte ein wenig vor sich hin. Als wollte er sage: "Habt acht, ich lebe noch!"


Dann ging es mit der Fähre zur Insel Stromboli. Stromboli gehört zu den Äolischen Inseln. Uns begleitete ein echter Vulkanologie Professor aus Würzburg, der auf allen diesen italienischen Vulkanen viele, viele Male mit Studenten Feldarbeit gemacht hatte. Er kannte jeden Gipfel und jeden Lavastrom. Er nahm uns mit in die Millionen von Jahren Vergangenheit dieser Vulkankette nördlich von Sizilien.


Highlight der Äolischen Inseln war die Besteigung des 900m hohen Stromboli am späten Nachmittag. Nach mehreren Stunden schweißtreibenden Aufstiegs erfolgte dann die Belohnung. Rund 10 Eruptionen konnten wir von leicht erhöhter Position im Krater miterleben, während es langsam dunkel und immer spektakulärer und feuriger wurde. Dann ging es über eine Ascherutsche in Dunkelheit (Neumond) wieder mit Stirnlampe abwärts. Es war ein gigantisches Erlebnis. Da wundert es einen nicht, dass dieser ‚antike Leuchtturm des Mittelmeers’ für die Römer und Griechen der Sitz der Götter war.


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Natürlich bezwangen wir noch den benachbarten Vulcano, der allen Vulkanen auf der Welt Namenspate stand. Er stank ganz furchtbar nach Schwefel, der dort für Jahrhunderte abgebaut wurde. Für unsere Vorfahren im Mittelalter waren deshalb die Vulkane die Verbindung zur Unterwelt, in der die Teufel die Menschen quälten.


Den Abschluss der Reise machte das Besteigen des Ätna auf Sizilien. Obwohl er mit 3000 Metern der Höchste der Vulkane über dem Meeresspiegel ist, erhebt er sich nur um 2000 Meter über das Bodengestein. Der Stromboli, nur 900m hoch, ist vulkantechnisch gesehen viel höher. Er erhebt sich rund 3000 Meter über dem 2000 Meter tiefen Meeresboden. Auch beim Ätna erreichten wir einen Seitenkrater und konnten Eruptionen beobachten. Einen besonderen Kitzel bereitete das Überqueren eines knapp vier Wochen alten (11. Mai 200icon_cool.gif, großen Lavastroms. Wir ließen uns zur Beobachtung der Eruptionen auch auf ihm nieder und konnten die wohlige Wärme der bedeckten Lava noch spüren, obwohl wir uns in rund 2900m Höhe bei fröstelnden Temperaturen aufhielten.


Überraschend war die Alterszusammensetzung der kleinen Gruppe. Ich war der Jüngste – aber nicht der Fitteste icon_wink.gif Der Altersdurchschnitt dürfte um 60 Jahre gelegen haben. Alle fit wie die Turnschuhe. Alter bedeutet nicht Untätigkeit und auf keinen Fall dicke Bäuche und schlaffe Muskeln. Bis auf drei oder vier bei den Abstiegen revoltierenden Kniegelenken haben alle die 2.000 Höhenmeter und die geschätzten 30 Entfernungskilometer tadellos geschafft. Der älteste Teilnehmer war dabei immerhin 70 Jahre alt.


Diese Zeitreise wird im September noch einmal wiederholt. Dabei ist die Gruppe auf 12 bis 18 Teilnehmer begrenzt. Noch gibt es ein paar freie Plätze. Auch Zeitreisen bedürfen einer Zeitplanung.

Racke Rauchzart

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Vergangenen Monat erhielt ich aus UK die Kopie der gezeigten Anzeige zugemailt. Der Autor der E-Mail hat auf diesem Foto seinen Großvater erkannt und fragte nach der Whiskymarke.


Worum geht es in dieser Anzeige icon_question.gif


In dieser Anzeige aus den 60/70ern wird der deutsche Whisky Racke Rauchzart beworben, der auch zu meinen ersten probierten Whiskys meines Lebens gehörte.


Ein deutscher/bayerischer Tourist gerät mit seinem Koffer, in dem mindestens fünf Flaschen Racke Rauchzart Whisky transportiert werden, in die Zollkontrolle am Flughafen Glasgow. (zu erkennen oben links am Schriftzug: 'Welcome to Glasgow').


Der Bayer ist ein Genussmensch. Zwei Pornoheftchen - eins im Koffer und eins auf dem Tisch - liegen herum; ebenso eine Zigarettenschachtel. Ein Zöllner hat dem Angebot des Bayern nachgegeben und probiert gerade sichtlich angetan den Racke. Am linken Bildrand ist ein Zöllner skeptisch und ein anderer mit offenem Mund richtig aufgebracht. Im Hintergrund ist ein typisches, britisches Ehepaar zu sehen, das 'not amused' auf das genießende Zweiergespann blickt.


Wie kann man in Schottland einen deutschen Whisky genießen und nebenbei davon sogar noch angetan sein icon_question.gif


Die Ironie des Schicksals ergab sich erst später, als Racke seinen deutschen Rauchzart durch einen schottischen Blend ersetzte. Damit wird klar: Diese Szene war doch nur gestellt und die Schotten haben deutschen Whisky nicht wirklich gemocht.


Anders herum wird ein Schuh 'drauß.

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