The Whisky Blog

Herzlich willkommen! Dies ist ein Video-Blog in dem ich Whiskys verkoste und über Wissenswertes rund um Whisky spreche. Es lohnt sich wiederzukommen. Ich freue mich über jeden Kommentar.

Blog-Impressum  |  AGB-Community

 

 

Whisky-Piraten

Das mit den Piraten vor der Ostküste Afrikas ist so eine Sache. Ich habe bis vor einer ganzen Weile eigentlich nicht verstanden, was da so abgeht. Das Land ist arm, die Staatsstrukturen in der Auflösung begriffen und jeder, der Geld für eine Privatarmee hat (oder sich besorgen kann), der leistet sich das. Finanziert wird das mittlerweile durch Akte der Piraterie. Wie kann man das Problem lösen? Ganz grob gesagt muss man Afrika zu Wohlstand bringen, dann hört das von ganz alleine auf. Allein der Weg dahin ist nicht so einfach, wie man sich das am grünen Tisch vorstellen kann.


Was kann man denn ganz aktuell tun? Militärschiffe dorthin entsenden? Und dann die Piraten erschießen, wie das die Amerikaner gemacht haben? Ganz so einfach ist das nicht für uns Deutsche. Es gibt da nämlich ein paar Gesetze, an die wir uns zu halten haben. Wenn ein Soldat einen Menschen außerhalb Deutschlands verletzt, dann bekommt er es auf jeden Fall mit der deutschen Staatsanwaltschaft zu tun.


Am Jahresanfang ist mir das Dez./Jan. 09 Heft von Mare (dieser Fernsehsendung des NDR, die ich gerne sehe) in die Hände gefallen und darin hat Frau Dr. Stephanie Schiedermair, ihres Zeichens Juristin und Forscherin an der Uni Mainz (Themen: Völker- und Europarecht, Verfassungs- und Medienrecht) ein interessantes Essay geschrieben.


Betrachten wir einen deutschen Frachter, der durch den Suezkanal nach China unterwegs ist. Und da stellt sich erst einmal die Frage, was ein deutscher Frachter ist? Denn unsere 'normalen' deutschen Frachter haben zwar einen deutschen Halter (Reeder) und vielleicht einen deutschen Kapitän und ein paar deutsche Offiziere an Bord. Aber in der Regel weht keine deutsche Flagge mehr am Heck des Schiffes. Aus Kostengründen ist der Frachter in Panama, Zypern oder sonst wo zugelassen und der Großteil der Besatzung stammt aus Asien. Damit ist dieser Frachter kein deutsches Schiff und Deutschland wird einen Teufel tun und für viel Geld einem fremdem Schiff helfen.


Doch gehen wir weiter und betrachten wir ein deutsches Kreuzfahrtschiff mit wehender deutscher Flagge. Darf unsere Marine diesem Schiff helfen?


Die Antwort ist ein etwas unklares Nein. Wenn am Heck die deutsche Flagge weht, dann herrschen an Bord dieses Schiffes deutsche Gesetze. Und die besagen nun einmal, dass die Bundeswehr nicht auf deutschem Territorium eingesetzt werden darf. Bei all dem aktuellen Hick-Hack in dieser innenpolitischen Frage hat man diesen Umstand glatt bei der Klärung übersehen.


Toll icon_frown.gif


Die Sache wird aber noch etwas komplizierter. Wenn die Piraten durch die Gänge laufen und den Menschen nur das Geld abnehmen, dann ist das reiner Diebstahl und noch kein Akt der Piraterie. Selbst Mord und Totschlag in diesem Zusammenhang gilt noch nicht. Die Bundeswehr darf auch mit dem aktuellen Mandat nicht ran. Piraterie liegt dagegen erst dann vor, wenn sich der Angriff gegen das Schiff (z.B. Kursänderung, Zugriff auf die Fracht oder den Kapitän) und nicht nur einzelne Personen richtet. Erst dann kann nach dem Völkerrecht agiert werden und auch deutsche Schiffe können gegen die Piraten vorgehen. Dann haben sie aber in der Regeln schon Geiseln, was die militärischen Optionen einschränkt.


Andere Länder haben da andere Gesetze. Und wenn man aktuell diesen Fall mit dem amerikanischen Kapitän verfolgt hat, dann wird einem dies mal wieder deutlich.


Am Ende wird nur eine Hilfe für Afrika mit dem weitflächigen Anheben des Wohlstands in der Bevölkerung diesen Konflikt letztendlich lösen. Bis dahin bleibt zu hoffen, dass sich Länder mit den entsprechenden Gesetzen finden, die mit bis an die Zähne bewaffneten Köderbooten die Piraten zwischenzeitlich an ihrem Tun hindern.


Alle entwickelten Staaten haben Hunderttausende an Soldaten unter Waffen stehen, die den ganzen Tag (von ein paar Brennpunkten einmal abgesehen) zu Hause die Verteidigung üben. Es muss Mittel und Wege geben, wie diese geballte Kampfkraft unseren Warentransport und damit unseren Wohlstand zu sichern helfen kann. Wenn dies in Zukunft klappt, dann kann ich mir vorstellen, dass auch die Reeder wieder bereit sein werden, ihr Schiff unter deutscher Flagge fahren zu lassen. Für hohe Steuern muss man auch einen Vorteil im Gegenzug erhalten. Sonst wird sich da nichts machen lassen.


Interessant in diesem Zusammenhang ist ein Experiment der britischen BBC.

news.bbc.co.uk/2/hi/in_depth/business/2008/the_box/default.stm


Hier wird seit 2008 ein 40 Feet Container, ausgerüstet mit einem GPS-Tracking-System, auf seinem Weg um die Welt verfolgt. Die erste Ladung bestand aus 15.120 Flaschen Chivas Regal Scotch Whisky und ging nach China. Und wo fuhr das Schiff als erstes lang? Natürlich durch den Suezkanal und damit auch direkt vor der Nase der Piraten. Schön ist auf den Karten zu sehen, wie das Schiffe im Piratengebiet mit maximaler Geschwindigkeit fährt und pro Tag ein Mehrfaches der normalen täglichen Strecke zurück legt. Derzeit ist dies wohl die einzige Chance, dem Angriff der Piraten zu entgehen.


Wie man der Karte entnehmen kann, ist unser Whisky-Container wohlbehalten nach 6 Wochen in China angekommen.

Das neue Datenschutzgesetz § 28(3) BDSG - Updt 3

Kaum ist ein Monat seit der letzten Anhörung in Berlin vergangen, schon trifft man sich in Berlin wieder zu diesem Thema. Diesmal feilschen die Fraktionen um die Inhalte.


Hier ist wieder ein Ausschnitt aus dem aktuellen bvh-Newsletter vom 24.4.2009:

CDU und SPD verhandeln über Listenprivileg

Die Bundestagsfraktionen von CDU und SPD wollen sich am heutigen Freitag treffen und über die Datenschutznovelle beraten, mit der das so genannte Listenprivileg abgeschafft werden soll. Eine Anhörung im Innenausschuss des Bundestags hatte Ende März gezeigt, wie stark die Wirtschaft über alle Bereiche hinweg von der Neuregelung betroffen sein wird. Politiker beider Koalitionsparteien verdeutlichen im Anschluss, dass sie die Bedenken ernst nehmen und den Gesetzentwurf dahingehend noch einmal überprüfen werden. An diesem Freitag geht es nun um die Frage, wo die Kompromisslinien für die zukünftige werbliche Nutzung von Adressdaten liegen.


Details sollen heute verhandelt werden. Offen ist, ob einige Branchen von den strengeren Regeln beim Adresshandel ausgenommen werden. Im Gespräch sind Demoskopen, Verlage und der Versandhandel. Der Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Michael Bürsch, sagte dem Handelsblatt: "Es bleibt beim Paradigmenwechsel: Der Kunde muss einwilligen und nicht mehr wie bisher widerrufen." Allerdings sagte er auch gegenüber Spiegel Online in Bezug auf Paragraph 28 des Entwurfs: "Die derzeitige Formulierung ist viel zu kompliziert. Wir wollen sie praxisverträglicher machen." In 13 Punkten müsse am Entwurf noch geschraubt werden. Die CDU will der Wirtschaft entgegenkommen und Ausnahmen von der geplanten Einwilligungsregelung schaffen. Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Wolfgang Bosbach, sagte der Tagesschau: "Wenn ein Unternehmer hingeht und wirbt für ein ganz bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung und teilt mit, vom wem er die dafür verwendeten personenbezogenen Daten hat, dann soll das Erfordernis der Einwilligung nicht notwendig sein."


Na, da bin ich doch gespannt, was aus diesem Kuhhandel herauskommt.


Interessant ist für mich in diesem Zusammenhang, dass die Zeitungsverlage - und das hatte ich bereits an anderer Stelle gelesen - einen guten Zugang zur Politik zu haben scheinen. Sie sind ja wohl auch dafür verantwortlich, dass unsere Whiskywerbung weiter geschaltet werden kann. Nach dem Desaster mit dem Werbeausfall der Tabakindustrie geht es bei diesem Thema um die Pressefreiheit.


Auch die aktuelle Krise bei den großen Versandhändlern (Quelle, Otto) scheinen weitere Kanäle in die Politik geöffnet zu haben, so dann man nun von schwarzer und roter Seite auf seine Lobbyisten hören muss. Politik mit dem Parteibuch - also mit dem Kopf durch die Wand - hat sich in der Praxis selten gelohnt. Man kann nicht gegen die Menschen regieren. Ab jetzt heißt es für die Außenstehenden Riens ne va plus! Die Politik ist dran und die Hoffnung stirbt zuletzt.


Vielleicht kommt die Politik doch zu dem Schluss, den auch ich für mcih getroffen habe. Man soll Veränderungen lostreten, wenn es den entsprechenden Branchen gut geht und nicht Krisen verstärken, wenn sie gerade da sind. Etwas mehr Augenmaß auf die Wirtschaft statt rein populistisch auf Wählerstimmen loszugehen.


Was meinen Sie was passiert, wenn das Gesetz hart gegen die Wirtschaft vorgeht und es zu Massenentlassungen (vielleicht auch aus anderen Gründen) kommt. Das wird nicht differenziert - das wird voll gegen die Politik verwendet. Resultat ist ein weiterer Vertrauensverlust bei den Parteien.


Mein Tipp an die Politik: Jetzt erst einmal ein weiches Gesetz formulieren und dem Bürger und der Wirtschaft Zucker in den Allerwertesten blasen. Und erst dann, wenn sich die Wirtschaft in 24 Monaten erholt haben sollte, nachlegen, wenn man dann noch an der Macht ist.


Aber dann sind die entsprechenden Politiker ja vielleicht schon abgewählt. Zu dumm ... icon_wink.gif


Gruß

Horst Lüning

Ich und Fußball - Sicher entscheiden

Regelmäßig gehe zu Managementvorträgen und Schulungen nach München. Es ist schön, so eine große Stadt nur 50km vor der Tür zu haben. Und ein Fußballstadion haben sie dort natürlich auch.


Der Vortrag vorgestern Abend hieß: 'Sicher entscheiden' und der Vortragende war Dr. Markus Merk. Ich hatte keine Ahnung, wer dieser Herr Dr. Merk nun war und wofür er nun seinen Doktor bekommen hatte. Das mit dem Doktor erklärte er zu beginn des Vortrags ganz rasch. Er ist Zahnarzt. Er wurde in München auch ganz toll begrüßt. Das hätte mich stutzig machen müssen.


Bevor ich erkläre, wer dieser Herr Merk nun ist muss ich gestehen, dass ich mit Fußball nichts - aber auch gar nichts - am Hut habe. Immer wenn bei uns der Fernseher eine vorwiegend grüne Farbe aufweist, dann zappe ich sofort weg. Fußball ist nichts für mich und ich unterhalte mich auch so gut wie nie über Fußball. Ich habe da ein unbewältigtes Kindheitstrauma. Lesen Sie dazu bitte hier. www.forum.thewhiskystore.de/viewtopic.php


Dr. Merk ist bzw. war bis vor kurzem Schiedsrichter beim deutschen Fußballbund und der entsprechenden europäischen Vereinigung und pfiff in Europa viele, wichtige Spiele. Z.B. das Endspiel der Europameisterschaft zwischen Portugal und Griechenland. Er war 6-facher Schiedsrichter des Jahres in Deutschland und wurde zweimal zum Weltschiedsrichter gewählt. Sein Abschiedsspiel hatte er zusammen mit Olli Kahn.


Und da wird einem klar, warum dieser Mann sicher entscheiden können muss. In kürzester Zeit muss er Entscheidungen sicher - na ja ziemlich sicher - fällen können. Da dies Manager auch können müssen, gibt es da einige Parallelen. Und diese Entscheidungen sind nicht immer richtig. Auch das weiß ein Manager genauso wie ein Schiedsrichter. Hin und wieder muss man sich auch auf sein Team verlassen können und ab und an muss man auch einsame Entscheidungen fällen. Eines seiner schlimmsten Spiele war irgendein besonderes internationales Spiel - den Namen und die Parteien habe ich vergessen - bei dem ein Spieler plötzlich tot auf dem Platz zusammen brach. Hat mich irgendwie an unsere Mitarbeiterin erinnert, die zwar nicht tot zusammen brach, aber irgendwann einfach nicht mehr kam und kurz darauf verstarb. Das sind schon schwere Momente.


Ein besonders schwerer Moment für Herrn Merk war auch das letzte Spiel zwischen Schalke 04 und Bayern München in der Bundesligasaison 2000/2001. Das war das Spiel, bei dem in der anberaumten 4min Nachspielzeit die Bayern noch ein Tor zum Unentschieden und damit zur Meisterschaft erzielten. Als er nachher auf einer Autobahnraststätte mit einem Kollegen etwas essen wollte, klappte das mit der Umfeldbeobachtung - das muss ein Schiedsrichter auf dem Platz immer machen - nicht so richtig. Auf einmal war es richtig still in der vollen Raststätte und er schaute sich verwundert um. Alle in der Raststätte schauten ihn an und hatten blau-weiße Schals um ... Und ein Vater erklärte seinem Sohn: Das ist der Mann, der uns zum Meister der Herzen gemacht hat ... icon_wink.gif


Was mich an diesem Mann jedoch am meisten fasziniert hat ist sein unbändiger Arbeitswille und seine Leistungsfähigkeit. Nicht nur läuft (bzw. lief) er als Schiedsrichter fast an jedem Spielwochenende einen Halbmarathon mit irren Pulsraten (wird tatsächlich gemessen), nein er verdient nebenbei noch sein Geld mit einer Zahnarztpraxis. Und das war ihm nicht genug. Zusätzlich pfiff er noch jede Menge internationale Spiele in den verschiedensten Pokalen.


Und auch das war immer noch nicht alles. Wie so einige Ärzte, die ich kenne, verbringt er seine Ferien oftmals in der dritten Welt, um dort noch sozial tätig zu sein. Anfangs mit einer internationalen Ärzteorganisation und später dann mit seinen eigenen Entwicklungsprojekten in Südindien, die es zum Aufbau mehrerer Schule und Waisenhäusern gebracht haben.

www.indienhilfe-kaiserslautern.de

www.merk-es-dir.de/zur_person.html


Auch wenn ich bei diesen ganzen Fußballfragen nicht so richtig dem Vortrag folgen konnte, so habe ich doch für meine eigene Entscheidungsfindung einige Punkte gelernt.


Fünf Punkte sind bei einer schnellen Entscheidungsfindung lt. Dr. Merk wichtig:

- Bereitschaft zur Entscheidung

- nicht übereilt (zuvor Umfeldbeobachtung)

- Schnelle Entscheidungen sind überzeugender

- Schnelle Entscheidungen sind überraschender

- zeugen von Kompetenz und Souveränität


Komme ich und wir allgemein im The Whisky Store mit diesen fünf Punkten zurecht? Im Großen und Ganzen schon. Allerdings bin ich erst bereit zu einer Entscheidung, wenn zuvor eine rationale Grundlage gefunden ist. Das ist im Fußball mit seinem Regelwerk sicherlich einfacher. Und wenn man meine Entscheidung schnell fällt, dann darf sie trotzdem nicht übereilt sein.


Die letzten drei Punkte sehe ich als den großen Vorteil eines Kleinunternehmens, in dem die Chefin selbst entscheidet. Für den einen oder anderen Lieferanten sind unsere Entscheidungen wirklich überraschend und zeugen letzten Endes von Kompetenz und Souveränität.


Allerdings ist es im wirklichen Leben dann doch anders als im Fußballspiel. Im wahren Leben - und da schließen wir uns ein - werden schnelle Fehlentscheidungen auch mal wieder zurück genommen. Das ist beim Fußball dann doch grundlegend anders.

Super Size Me und die Klimakrise

Glauben Sie an die menschgemachte Klimakrise? So langsam sind einige Zig-Monate seit dem Lostreten dieser Krise durch den Film von Al Gore ins Land gegangen und es kommt etwas mehr Ruhe in die Debatte. Langsam wird klar, dass beide Seiten ('wir sind Schuld' vs. 'die Sonne ist Schuld') auf ihre eigene Weise recht haben. Man kann es an der offiziellen Sprechweise vermehrt feststellen. Es heißt mittlerweile immer öfter: "Klimawandel" oder auch "schneller Klimawandel". Wer den Menschen als Verursacher sieht, der setzt die Aussage: "Vom Menschen verursachter Klimawandel" ein. Auch die offiziellen Stellen (Prof. Lesch, ZDF, Abenteuer Forschung) spricht mittlerweile von 'nur' 3% durch den Menschen freigesetzten CO2s.


Was hat nun Super Size Me und das Thema Obesity (Fettleibigkeit) mit der Klimakrise zu tun icon_question.gif Sicher, die BBC verglich schon 2007 die auf uns zukommenden Probleme in beiden Krisen mit der selben Heftigkeit an Auswirkungen auf unsere Gesellschaft.

news.bbc.co.uk/2/hi/health/7043639.stm


Doch ich möchte auf etwas anderes heraus. Schon Richard von Weizsäcker, unserer ehemaliger Bundespräsident, ließ sich vor Jahrzehnten schon einmal über die Atomkraftgegner mit dem folgenden Satz (oder so ähnlich) aus: "Wenn jemand einen 'Atomkraft Nein Danke' Aufkleber auf sein Fahrrad klebt, dann nötigt mir das hohen Respekt ab, auf einem Auto jedoch nicht."


Wenn wir akzeptieren, dass es eine menschgemachte Klimakrise gibt, dann müssen wir uns auch fragen, wer die großen Verursacher sind. Schädliche Klimagase sind nämlich nicht nur bei der Kohle-, Öl- und Gasverbrennung zu erwarten, sondern auch durch unsere menschliche Eigenschaft als Fleischfresser. Kühe geben massenweise Methan ab, das rund 25-fach stärker als Klimagas wirkt, als einfaches CO2. 1,4 Mrd. Kühe soll es auf der Welt geben und jedes Tier soll täglich Hunderte Liter Methan abgeben. Und das ist noch nicht alles. Freilaufende Kühe tragen die methanproduzierenden Magenmikroben ebenfalls in den Boden ein, der dann seinerseits zum Methanlieferanten wird. Wenn wir dann noch dazu zählen, dass für die Fleisch- und Fettproduktion aus Tieren das 10- bis 100-fache an Wasser, Dünger und Ressourcen verbraucht werden als für pflanzliche Nahrung, dann sieht man einen direkten Zusammenhang zwischen Adipositas und menschgemachter Klimakrise. Trägt man dann noch dem Umstand Rechnung, dass sich übergewichtige Menschen viel öfter im Auto bewegen statt zu Fuß zu gehen oder sich in die engen Sitze der öffentlichen Nahverkehrsmittel zu quetschen, dann besteht ein deutlicher Zusammenhang zwischen Super Size Me und Klimakrise.


Phil Edwards and Ian Roberts von der London School of Hygiene haben herausgefunden, dass übergewichtige Menschen 18% mehr Essen zu sich nehmen und damit für steigende Nahrungsmittelpreise (und damit auch für die Welternährungskrise) sowie größeren Rohölverbrauch durch geändertes Bewegungsverhalten verantwortlich sind.

www.lshtm.ac.uk/news/2008/transportandfood.html


Betrachtet man gleichzeitig, dass noch rund 12% der Menschen auf der Welt mit weniger als 1000kcal/Tag auskommen müssen, so enthält das Super Size Me Thema noch weiteren, sozialen Sprengstoff.


SUVs werden abgefackelt, Pelzmäntel mit Farbe besprüht, Raucher geächtet, usw.


Wie lang wird es dauern, bis sich ein weiterer Riss in unserer Gesellschaft auftut?

Ardbeg Supernova - Video Vorstellung

Hier ist der Video-Mitschnitt der Ardbeg Supernova Vorstellung vom 20.4.2009 in München durch Hamish Torrie (Brand Director The Glenmorangie Company).

« August 2016»
So Mo Di Mi Do Fr Sa
  1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31      
Diesen Blog durchsuchen

Besuchen Sie unseren Internet-Shop. Rund 1.000 Whiskyflaschen und begleitende Artikel warten auf Sie! Jetzt zum Shop

Die Destillation

Die Destillation

 
Whisky früher und heute

Whisky früher und heute

 
Unabhängige Abfüller

Unabhängige Abfüller

 
Ihr Tasting zu Hause

Ihr Tasting zu Hause

 

Whisky-Datenbank 

Suchen Sie nach alten Flaschen oder legen Sie Ihre eigene Sammlung an und profitieren Sie von den Flaschen-Bewertungen!