The Whisky Blog

Herzlich willkommen! Dies ist ein Video-Blog in dem ich Whiskys verkoste und über Wissenswertes rund um Whisky spreche. Es lohnt sich wiederzukommen. Ich freue mich über jeden Kommentar.

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Volkswirtschaft - Teil 1

Wir Deutschen sind schon sonderbar.

Auf der einen Seite schimpfen wir darüber, dass Waren wie Whisky so teuer sind, aber auf der anderen Seite fliegen wir für 29 Euro nach Schottland. Und dann beschweren wir uns über die Unternehmen, die mit harter Hand den eigenen Laden sanieren und Menschen entlassen, nur um die verlangten 9,99 Euro Schnäppchen auch anbieten zu können.

Einmal spielen wir uns als die großen, weitsichtigen Gutmenschen auf und gleich hinterher sind wir alle neoliberale Turbokapitalisten, wenn wir auf die Jagd nach diesen Schnäppchen gehen. Warum mit Lufthansa für ein paar Hundert Euro nach Edinburgh fliegen, wenn man mit Ryanair für ein Zehntel nach Glasgow kommt? Wer denkt an die Mitarbeiter des Frankfurter Flughafens und die der Lufthansa?

Warum von Nokia oder Siemens-BenQ für 300 Euro ein Handy kaufen, wenn man bei der Telekom für 1 Euro ein asiatisches Samsung oder LG geschenkt bekommt? Dass bei Nokia und bei der Telekom Tausende an Jobs an dieser Entscheidung hängen, interessiert uns nicht. Hauptsache man hat ein schönes, modernes Klapphandy. Da kann man sein Nokia Handy schon einmal öffentlich wirksam wegschmeißen icon_wink.gif, wie es der eine oder andere Politiker populistisch gemacht hat.

Genug der Polemik - In der Lohntüte des deutschen Michels bleibt nicht genügend übrig, um all die Premiumpreise zu bezahlen, die die Sicherung von deutschen Arbeitsplätzen bedeuteten. Jeder muss sparen.

Schulden machen, nur der Arbeitsplätze halber willen? Den Konsum und die Binnenkonjunktur anheizen, wie das Regierungen von gestern vorgeschlagen haben? Ist das eine Alternative? Wollen Sie wie die amerikanischen Häuslebauer enden?

Also bleibt der letzte Ausweg: Es den Reichen wegnehmen! Ein Linksruck fährt durch Deutschland. Einige Teile der politischen Parteien wollen ganz massiv an der Steuerschraube für die 'Besserverdienenden' drehen und dann auch gleich die Vermögenssteuer wieder einführen. Denkt man das langfristig zu Ende, sieht man ein Land vor sich, das verblüffend ähnlich der untergegangenen DDR gleicht.

Das wollen wir natürlich auch nicht. Also wünschen wir uns einen Sozialismus light. Nicht so böse wie früher - mehr Freiheiten - alle nehmen sich gegenseitig an die Hände und tanzen Ringelreihen. Aber den großen, fetten Kapitalisten, denen nehmen wir es weg, da wir ja alle besser wissen, wie das Leben auf der Straße funktioniert icon_wink.gif

Kommen wir zurück auf den Boden der Tatsachen. Wie viele Reiche gibt es, denen man wirklich das Geld wegnehmen kann? Es gab um das Jahr 2000 rund 20.000 Einkommensmillionäre in Deutschland, so sagt es der 1. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung


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Auchroisk vom Palmbachtal

Meine Frau erhielt eine 'merkwürdige' Whisky-Bestellung. Sie war für einen Hund bestimmt.


Für einen Hund icon_question.gif


http://www.thewhiskystore.de/blog/auchroisk.jpg


Nicht wirklich, der Hund - ein Kurzhaar Collie - trägt den Namen Auchroisk vom Palmbachtal und kann auf der Seite www.Kurzhaar-Collie.de mit Seinesgleichen bewundert werden. Es sind ganz tolle, agile Hunde.


Und dieser Hund wurde, als erster Wurf mit einem A-Namen bedacht. Und wo kommen die Collies her? Es sind schottische Schäferhunde. Was liegt also näher, als diesen Hund Auchroisk (wie die Brennerei Auchroisk) zu nennen icon_question.gif


Ob der Whisky dem Hund schmeckt? Die knallrote Zunge lässt ja weitere Schlüsse zu ...


Apropos Hund bzw. Collie und Alkohol.


In meiner erweiterten Familie legte ein Collie-Besitzer vor Jahrzehnten ein paar Flaschen Bier in den Gefrierschrank. Und was passiert, wenn man die Flaschen dort vergisst? Sie explodieren. So auch in diesem Fall.


Damals wurde noch nichts verschwendet und so nahm man den halb gefrorenen Bierschaum mit trockenem Brot auf und reichte es dem Hund zum Fressen - unbeschreiblich!!


Auchroisk vom Palmbachtal wird dieses 'Schicksal' sicherlich nicht 'vergönnt' sein. Ein moderner Züchter/Besitzer mit Herz für Hunde wird niemals Alkohol einem Hund geben. Das ist nicht artgerecht. Da muss der Name der Whisky-Brennerei mit dem Bild der Flasche schon ausreichen.

Ardbeg Renaissance

 

"Ardbeg Brennerei"
Die Ardbeg Destillerie präsentiert 'Ardbeg Renaissance', eine limitierte Abfüllung zu Ehren ihrer 'Wiedergeburt' im Jahre 1997. Gleichzeitig schließt sie mit dem 'Ardbeg Renaissance' die Ardbeg-Whisky-Serie 'The Peaty Path to Maturity – dem torfigen Weg des Erwachsenwerdens' ab.



http://www.thewhiskystore.de/blog/ardbeg_ren.jpg


Da ist sie nun, die offizielle Pressemeldung des Herstellers zum neuen Ardbeg Renaissance. Und mit diesem Text hat auch die Spekulation um diesen Arbeg ein Ende.


Der Renaissance ist also die letzte Erscheinung in der Reihe der Very Young, Still Young und Almost Young Abfüllungen.


Auch wenn er es nicht in groß geschriebenen Ziffern sein Alter auf dem Etikett zeigt, so ist dieser Renaissance dennoch 10 Jahre alt. Gebrannt 1998 und abgefüllt 2008 steht klein geschrieben auf dem Etikett. 55,9% haben die Flaschen und liegen damit im selben Bereich, den wir von den Fassstärken von Ardbeg kennen.


Und der Preis icon_question.gif


Noch habe ich ihn nicht vorliegen. Aber mich würde es nicht wundern, wenn er die Preise der drei Vorgängerabfüllungen logisch weiterführen würde.


Die Flaschen werden offiziell ab Anfang Juni in Deutschland erhältlich sein. Sie müssen sich nicht wirklich darum reißen. Es wird meines Wissens für mindestens ein Jahr ausreichend Menge geben. Das wird sich ähnlich zum Ardbeg ANB einstellen. Da gab es auch zunächst eine Durststrecke, bevor ausreichend vorhanden waren.


Und der Geschmack?


Hierzu sagt die Pressemeldung:


Er bietet Ardbeg-Fans die einmalige und limitierte Gelegenheit, eine Abfüllung des torfigsten Single Malt Whiskys, der seine Entwicklung zum Ardbeg Ten Years Old abgeschlossen hat, in seiner ursprünglichen Stärke zu genießen. Der Whisky ist 'non-chill filtered', für ein Maximum an Geschmack und Textur.


Teil 2

Sicher und zuverlässig mit der Bahn

Sie haben den zweiten ICE-Unfall in Deutschland vor zwei Wochen mitbekommen? 135 Fahrgäste saßen in einem ICE, als er von einem (oder mehreren) Schafen aus den Schienen gehoben wurde. Diesmal gab es wegen eines Tunnels nicht 100 Tote wie in Enschede. Noch nicht mal einen. Doch zwei Menschen wurden schwer verletzt. Wenige Tage darauf krachte ein Regionalexpress in Thüringen in eine Rinderherde.


Ist die Bahn unsicher icon_question.gif


Nein icon_exclaim.gif Die Bahn gehört mit dem Bus und dem Flugzeug zu den verkehrssichersten Beförderungsmitteln in Deutschland und der ganzen Welt.


Massenverkehr ist sicher - Individualverkehr ist dagegen vergleichsweise unsicher.


Wenden wir uns lieber einem anderen Umstand zu, der bei diesem Unfall unter den Teppich gekehrt wurde.


Warum fuhren auf dem Zug nur 135 Personen mit? So eine ganze Garnitur eines ICEs mit 12 Wagen hat Platz für mehr als 1.000 Fahrgäste - Stehplätze noch nicht einmal inbegriffen.


Warum war der Zug gerade einmal zu weniger als 13,5% ausgelastet?


www.forum.thewhiskystore.de/viewtopic.php


In diesem alten Beitrag von 2007 habe ich eine Werbeanzeige der Deutschen Bahn zitiert. In dieser wurde für einen modernen ICE im Vergleich zu einem Auto ein Spritverbrauch von 2,3 Litern/100 km pro Person beworben. Und dies galt für einen neuen ICE bei einer Auslastung von 70%. Der jetzt verunfallte ICE vom ersten Typ liegt im Verbrauch durch die ungünstigen Triebköpfe mit den riesigen Motoren statt der vielen einzeln angetriebenen Fahrgestelle des neuen ICE-Models mit Bremsrückspeisung angeblich um 30% schlechter. Auch so wurde es von der Bahn beworben.


Machen wir kurz eine kleine Rechnung. 30% Aufschlag auf 2,3 Liter macht 3 Liter. Das ist noch nicht einmal so schlimm. Aber die schlechte Auslastung von 13,5% macht aus diesem Verbrauchswert 15,5 Liter/100km und Person. Denn der Zug braucht die gleiche Menge Energie - egal ob jemand drin sitzt oder nicht.


icon_exclaim.gif icon_exclaim.gif


Nach Adam Riese verbrauchte dieser verunfallte ICE (und die baugleichen Züge) umgerechnet rund 2.000 Liter Sprit auf 100km. Dabei ist es nahezu egal, wie viele Fahrgäste drin sind. Fahren nur 100 Personen mit, dann ergibt sich ein Verbrauch von Hummer-mäßigen 20 Litern pro 100 Kilometern. Ist der Zug dagegen voll, so liegen wir bei tollen 2 Litern.


Leider sind diese Züge bis auf seltenste Ausnahmen nicht voll. Und genau da finden wir das Problem. Der Energiepreis pro km liegt beim aktuellen Benzinpreis von 1,50 EUR/Liter zwischen 3ct und 30ct pro km und pro Person im ICE. Ein modernes Auto mit 5 bis 6 Litern/100 km liegt mit 8ct dichter am möglichen Optimum der Bahn. Sitzt man gar zu zweit oder zu dritt im Auto, so hat die Bahn eh verloren.


Und wer nun in CO2 rechnet, dem sei gesagt, dass sich diese Kostenrechnung 1:1 auf CO2-Ausstoß umrechnen lässt.


So wie wir bei unseren Autos mit Gesamtkosten rechnen müssen, so muss auch die Bahn ihre Gesamtkosten berücksichtigen und dem Kunden einen Mittelwert zwischen den 3 und 30 ct verrechnen. Wie voll die Züge im Schnitt wirklich sind, entzieht sich meiner Kenntnis. Aus meinem Fenster sehe ich auf die Bahnstrecke nach München, auf der täglich von 5 bis 23 Uhr jede Stunde die Züge verkehren. Und ja - ich sitze hin und wieder um 5:00 Uhr und öfter einmal um 23:00 Uhr zum ersten und zum letzten Zug am Fenster und genieße die Aussicht. Zur Rushhour sind die wenigen Züge brechend voll - mittags sehen wir die Schulkinder und die Menschen mit Halbtagsjobs und den Rest der Zeit und fast das gesamte Wochenende sind die Züge gähnend leer. 1% Auslastung sind da eher die Regel. Trotzdem fahren die Züge.


Gesamtauslastung icon_question.gif Gefühlte 25% icon_exclaim.gif


So ist es kein Wunder, dass die Bahn die nicht rentablen Strecken schließt. Und die Langstrecke (>500km) kann man wegen des Zeitverlusts gegenüber dem System Auto/Flugzeug als berufstätiger Mensch eh vergessen.


Aus meiner Sicht ist das Rad-Schiene-System bis auf ganz wenige Ausnahmen am Ende der Wirtschaftlichkeit angekommen. Die Ausnahmen sind für mich eindeutig: Berufsverkehr im Pendlerbereich sowie Schwerlast- und Gefahrguttransporte. Richtig toll sind U-Bahnen, die meist recht gut ausgelastet und schnell sind. S-Bahnen sind noch begrenzt sinnvoll. Toll in der Rushhour aber unter Tags leiden sie ganz mächtig an fehlenden Passagieren. Sämtlicher anderer Bahnverkehr ist für mich energetisch ein Fass ohne Boden.


Betrachtet man die ganze Sache weniger vom Geld, sondern mehr vom CO2-Ausstoß, so sieht es für die Bahn ganz mau aus. Denn der Strom der Bahn muss über große Entfernungen mit entsprechenden Verlusten auf den Stromleitungen transportiert werden. Bahnstrom hat nur eine Frequenz von 16 2/3 Hertz und damit kann man nicht an beliebigen Stellen und kurzen Wegen direkt auf unser Stromnetz gehen. Da gehört immer ein Wandler dazwischen. Ob die damaligen 2,3 Liter/100km an der Lok oder am Kraftwerk berechnet wurden?


Nichts Genaues weiß man nicht.


Wenn man dann dazu noch den ganzen Platzverbrauch durch die Trassen mit den absolut geringen Beförderungskapazitäten pro Stunde sieht, verteilt sich das wahnsinnig ausgegebene Geld für die Trassen auf zu wenige Personenkilometer. Dazu die Lärmbelästigung durch die Züge und den extremen Kapitalhunger für Hochgeschwindigkeitsstrecken und das jetzt aktuell aufgetauchte Sicherheitsproblem, dann hat die Bahn für mich im Personenverkehr auf der Fläche Null Zukunft.


Wird man der Bahn mit der Teilprivatisierung neues Leben einhauchen können? Wenn sich ein Investor findet, dann wird er nur mit extremen Bewertungsabschlägen zugreifen, um die Rendite halbwegs hoch zu halten. Das erinnert mich ein wenig an die verkauften Wohnungen der Stadt Dresden oder den Börsengang der Telekom.


Den Wettbewerb zwischen den Verkehrssystemen hat die Bahn bei den genannten Einsatzgebieten aus meiner Sicht schon verloren. Egal wohin man sieht (vor allem nach Frankreich), treffen die Streiks der Eisenbahner nicht mehr das Gros der Bevölkerung. Und in den Nachrichten heißt es regelmäßig: "Trotz des Streiks blieb das befürchtete Verkehrschaos aus!"


Klar - es fährt ja nur noch ein Bruchteil der Menschen mit der Bahn. Die Bahn ist aus Energie- und Personalkostengründen zu teuer geworden.


Und jetzt icon_question.gif


Irgendwann wird sich auch der in dieser Hinsicht ideologisch geprägte Staat aus der Bahnförderung zurück ziehen müssen. Das geht nicht von heute auf morgen. Doch die Bahn wird in 20 Jahren ganz anders aussehen als heute. Der aktuelle Privatisierungsversuch wurde von links und rechts mit etwas öffentlichem Gekabbel akzeptiert. Dies ist aber erst der Anfang.

Auto Emocion - Teil 3

Letztlich stand es in der Zeitung. Für den neuen Fiat 500 gibt es, trotz stattlichen Preises und 150.000 jährlich produzierten Wagen, Wartezeiten von über einem halben Jahr. Auch das neue kleine SUV von VW, der Tiguan, zeigt bei gewissen Motorisierungen Lieferzeiten von bis zu 12 Monaten. Dagegen stehen andere Fahrzeuge - auch aus den selben Konzernen - gewaltig auf Halde. Die PKW-Verkaufsstatistik ist in Deutschland auf einem langjährigen Minimum angekommen.

Es gibt ein paar grundlegende Tendenzen im Markt, die ich schon seit langem verfolge. Die erste - und das bin ich dem Titel dieses Beitrags schuldig - ist die übergroße Emotionalisierung des Marktes. Renault machte eine Werbung ganz ohne Autos, um die Sicherheitseigenschaften der Wagen 'rüber zu bringen. Den damals neuen VW Beetle Cabriolet und den Phaeton zeigte man in den Werbungen nur mehr ganz verschämt für 3s am Ende des 30s Spots. Und auch Lexus lässt sich bei der Reklame für ihre neuen Hybrids dazu hinreißen, erst in der zweiten Hälfte der Spots den Wagen zu zeigen.

Alles Unsinn icon_question.gif Für mich schon icon_exclaim.gif

Der Erfolg des neuen Sports Utility Vehicles von VW, dem Tiguan, zeigt es ganz deutlich. Die Deutschen stehen auf emotionale Autos. Brauchen tut dieses Auto Niemand. Ein mir bekannter Förster fährt lieber einen Subaru Kombi mit Allr


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