4. Internationale Whisky Ausstellung Frankfurt
Hotel InterContinental
22. - 24. November 2002

InterWhisky 2002 - Rushhour

Zum vierten Mal trafen sich Tausende begeisterter Whisky-Liebhaber zur jährlich stattfindenden großen InterWhisky-Messe in Frankfurt. Bereits 1997 traf sich eine damals noch kleine Gemeinde zum ersten Mal in Frankfurt. Heute ist aus dieser Messe die vermutlich größte Whisky-Messe Europas geworden.

InterWhisky 2002 - Sonntag Morgen

Die Messe ist vor allem eine Herstellermesse. Zu den Fachbesuchern gesellen sich von Jahr zu Jahr mehr und mehr private Liebhaber, die heute das größte Kontingent der Besucher stellen. Auf 70 Ständen stellte aus, was in der Branche Rang und Namen hat. Allen voran die großen Konzerne Diageo, Pernod Ricard und Allied Domecq. Aber auch die mittelgroßen Hersteller mit weniger Brennereien waren zahlreich vertreten. Vervollständigt wurde die Schar durch Aussteller im Whisky-Umfeld. Kiltmaker, Wasser- und Glaslieferanten, Buch- und Zeitungsverlage, die Barkeeper Union sowie ein Reiseveranstalter.

InterWhisky 2002 - Foyer mit Shop (im Hintergrund)

Allen Gourmets sei gesagt: Besuchen Sie die Messe möglichst mehrere Tage und jeweils kurz nach der Öffnung. Freitag Morgen und Sonntag Morgen sind die besten Zeitpunkte zum Probieren hochwertiger Whiskys. Zu dieser Zeit sind die Geschmacksknospen noch unbelastet vom Tag und dem allgegenwärtigen Tabakqualm. Auch die Hitze der vielen Besucher hat sich noch nicht so verbreitet. Absolute Spezialisten waren auf der Messe zu sehen, die den Großteil der eingeschenkten Whiskys in kleine Proben-Fläschchen für daheim umfüllten.

Bis auf das oberste hier gezeigte Bild stammen alle anderen aus der Aufbau-Phase oder wurden noch kurz vor der Öffnung für das Publikum gemacht. So haben Sie als Leser den vollen Überblick.

InterWhisky 2002 - Aufbau

Die Stände wurden durch den Messeveranstalter einheitlich aufgestellt, dekoriert und mit den Logos der Marken versehen. Damit ersparte sich der einzelne Aussteller eine Menge an eigener Arbeit. Flaschen und Zubehör aufstellen - fertig! Gleichzeitig begrenzte dies übermäßige Ausgaben für die Messebauer und man musste mehr durch Qualität anstatt Aufmachung die Besucher überzeugen.

Bevor wir uns den einzelnen Ständen zuwenden und uns in Einzelheiten verlieren, beantworten wir noch einige generelle Fragen. Wie lief alles für den Besucher ab? Wie hoch waren die Kosten? Was gab es noch zu sehen?

Der Eintritt betrug 10 Euro pro Tag. Wer kein eigenes Glas mitbrachte, konnte sich eins für 2,50 Euro kaufen. Beliebig oft konnte man sein Glas gegen ein frisch gespültes kostenfrei austauschen.

Für jede Probe musste an den Ständen mit Chips bezahlt werden. Einfache Whiskys (auch Malts mit 12 Jahren) kosteten 2 oder 3 Euro pro 2cl. Fast immer wurden jedoch 3cl und mehr ausgeschenkt. Man meinte es gut mit den Besuchern. Umsonst gab es aber sehr, sehr selten etwas. Man wollte die 'Saufkumpane' nicht frühzeitig ins Nirwana schicken. Für 20-jährige Malts wurden 7 bis 10 Euro fällig und Spitzen-Malts ab 30 Jahre schlugen mit 12 bis 25 Euros zu Buche.

Weitere Kosten? Das InterConti ist ein internationales First Class Hotel in Frankfurts Zentrum. Preise, die dem Normalbürger in alter DM für überdurchschnittlich erscheinen, wurden im InterConti in Euro überschritten. Doch bleiben wir realistisch - es ginge noch teurer. In der Tiefgarage bezahlte man 22 Euro pro Tag. Im Zentrum Manhattans kostet ein Garagenplatz genau soviel pro Stunde!

Während der gesamten Messe lief ein kostenloses Vortragsprogramm in den angeschlossenen Seminar-Räumen. Neben hochinteressanten Vorträgen in Englisch und Deutsch gab es meist auch tolle Malts unter kompetenter Anleitung in rauchfreier Atmosphäre zu verkosten.

Für Presse, Funk und Fernsehen sowie einzelne VIP-Gäste fand über den Dächern Frankfurts ein besonderes Programm der Hersteller statt. Hier wurde Klartext geredet und gleichzeitig wurden große Geschäfte abgeschlossen. Alle Geschäftsführer der großen mitteleuropäischen Whiskyvertriebsfirmen waren anwesend.

Auch die Gourmets kamen nicht zu kurz. Am Samstag Nachmittag traf sich das deutsche Chapter No. 1 der 'The Keepers Of The Quaich'. Die Mitglieder dieser Gruppe haben sich allesamt besonders um die Verbreitung des schottischen Whiskys verdient gemacht.

InterWhisky 2002 - The Haggis Ceremony
Foto mit freundlicher Genehmigung von Dipl.-Ing. Ingo Nix, Hemer

Krönender Höhepunkt der InterWhisky 2002 ist aber das alljährliche Highland Dinner. 250 festlich gekleidete Gäste (man kann sich Kilts leihen) feiern den Whisky aus aller Welt. Toasts werden ausgebracht und die obligatorische Haggis-Zeremonie wurde dieses Jahr von einen brillanten William F. Bergius, dem Head of Brand Heritage von Allied Distillers durchgeführt.

Der Abend oder besser Morgen klang mit kostenfreien Malts und einer Skyline-Disco im 21. Stock des InterConti aus. Viele Gespräche auf Englisch, Amerikanisch und Schottisch wurden geführt. Und hörte man in das eine oder andere Gespräch hinein, so redete man über gemeinsame Freunde, die Familie, die berufliche Zukunft und das Leben an sich. Es ging nicht mehr nur um Whisky. Es waren die Menschen, die diesen Abend so bezaubernd machten.

Die einzelnen Stände

InterWhisky 2002 - Eingang

Diageo

Diageo als größter Spirituosen-Hersteller der Welt war natürlich mit seinem Zugpferd den Classic Malts of Scotland vertreten. Vier Neuigkeiten gab es zu sehen und zu probieren. Die 6 Distiller's Edition der Classic Malts, die drei neuen Caol Ila, die seltenen Originalabfüllungen: Dalwhinnie 36J, Talisker 20J, Port Ellen 24J und Brora 30J und letztendlich die vier in diesem Herbst erschienenen Rare Malts.

InterWhisky 2002 - The Classic Malts of Scotland

InterWhisky 2002 - Caol Ila

Und Diageo wäre nicht die No. 1 im Whisky weltweit, wenn sie nicht auch für Ihren Blend die Werbetrommel rührten.

InterWhisky 2002 - Johnnie Walker

Internationale Fachleute am Stand von Diageo waren: David Hardy - Distillery Manager von Dalwhinnie, Billy Stitchell - Distillery Manager von Caol Ila und Andrew Ford - Manager Brand Technical Center von Johnnie Walker.

Pernod Ricard

Pernod Ricard, aktuell durch den Erwerb von The Chivas & Glenlivet Group aus dem Seagram's Nachlass zur weltweiten No. 2 aufgestiegen, bewarb neben seinen bekannten The Glenlivet und Aberlour Malts auch Chivas Regal, Wild Turkey Bourbon und den irischen Jameson. Der Wunsch Pernod Ricards, das alte Seagram's Zugpferd Chivas wieder flott zu bekommen, zeigte der Chivas-Limousinen-Service, der mit zwei schwarzen Jaguars einen VIP-Pendelverkehr von und zum InterConti ermöglichte.

InterWhisky 2002 - Chivas, Glenlivet, Aberlour, Wild Turkey, Jameson

InterWhisky 2002 - Bushmills

Die Pernod Ricard Marke Bushmills wird in Deutschland von einem anderen Distributor vertrieben und hatte einen eigenen Stand. International anwesende Fachleute von Pernod Ricard waren: Jim Cryle - Master Distiller von Chivas Brothers, Daniel Undhammer - Brand Ambassador Chivas Brothers, der legendäre Jimmy Russel - Master Distiller von Wild Turkey und der nicht minder als Mister Irish berühmte John Ryan - Brand Ambassador von Irish Distillers (Jameson, Bushmills).

Allied Domecq

Allied steht auf Platz 3 der weltweiten Spirituosen-Hersteller. Alle seine Marken waren in einem langen Stand zusammengefasst. Neben den drei Malts The Glendronach, Laphroaig und Scapa wurde mit Tormore 12J das erste Mal dieser neue Malt gezeigt. Kostenlos für die 'Friends of Laphroaig' zu probieren gab es den Laphroaig 30 Jahre. Mit Ballantine's war Deutschlands Top-Blend vertreten. Auch Amerika wurde vorgestellt. Maker's Mark Bourbon und Canadian Club vertraten die neue Welt. Auch der Irish Tullamore Dew, der in Lizenz in der irischen Midleton Brennerei hergestellt wird, wurde gezeigt.

InterWhisky 2002 - The Glendronach, Laphroaig, Scapa

InterWhisky 2002 - Ballantine's und Canadian Club

InterWhisky 2002 - Maker's Mark und Tullamore Dew

Zu den internationalen Fachleuten gehörten: William F. Bergius - Head of Brand Heritage Allied Distillers, Sandy Hyslop - Blenderin Allied Distillers und der neue Brennerei Manager von Laphroaig.

InterWhisky 2002 - Mittelgang mit Blick zur Bühne

Dies waren die drei Top-Konzerne mit den größten Marken. Begleiten Sie mich weiter zu den mittelgroßen Anbietern mit mehreren Brennereien.

Weiter zu Teil 2

 

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