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Über The Whisky Store

The Whisky Store wurde gegründet, um breitflächig erstklassige Whiskys zu fairen Preisen anzubieten. weiter...

Whisky Empfehlung (interaktiv)

Suchen Sie einen Single Malt Whisky? Mit wenigen Fragen empfehle ich Ihnen die richtige Flasche. weiter...

Nachrichten

15.03.2012
Horst Lüning im Video

In dieser Woche wurde das 2 millionste Video von The Whisky Store bei YouTube angesehen. Sie kennen unsere Videos noch nicht?

14.02.2012

Die Videos von The Whisky Store wurden in der taz Online-Ausgabe vorgestellt.

5.10.2011
Horst Lüning im Video

The Whisky Store ist Onlineshop des Jahres 2011 - Kategorie Video

6.06.2011

Ein rundes Dutzend schottische Single Malt Whiskys hat mein Genießerherz erobert.

10.05.2011

Lernen Sie, welche Single Malt Whisky Flaschen Sie in Ihrer Bar stehen haben sollten und warum.

Wasser und Whisky

Ein wichtiger Zusatz zum Single Malt Whisky

Oft höre ich diesen Satz bei meinen Kunden: 'Ich trinke meinen Whisky nur pur'. Sollte man diesen Satz so stehen lassen? Sicher nicht. Aber dieser Satz drückt eigentlich eine positive Grundeinstellung zum Genießen von Whisky aus: 'Ich werde meinen kostbaren Whisky doch nicht verwässern!'

Warum man seinen Whisky vielleicht doch einmal mit etwas Wasser verdünnen sollte und welches Wasser man am besten verwendet, ist in diesem Artikel beschrieben.

Ohne Wasser geht im Leben nichts. Wir können zwar 10 Wochen lang ohne Nahrung überleben, da der Körper Nahrungsreserven angelegt hat, aber nach wenigen Tagen ohne Wasser steht unser Leben auf der Kippe. Unser Körper besteht im Wesentlichen aus Wasser, von dem wir ständig große Mengen durch die Atmung und durch Schwitzen verlieren. Der Durchschnittsmensch verbraucht zwischen 1,5 und 2,5 Liter pro Tag, die er möglichst schnell wieder auffüllen muß. Strengt man sich zusätzlich an oder treibt Sport, kann dieser Bedarf sich leicht verdoppeln. Pro Jahr trinkt im Durchschnitt jeder Deutsche knapp 100 Liter Mineralwasser.

Wasser ist das Allroundmittel in unserem Körper, das sämtliche Lebensfunktionen reguliert. Wasser ist das Lösungsmittel, mit dem der Transport der Nährstoffe und der Abfallstoffe bewerkstelligt wird. Wasser reguliert weiterhin die Körpertemperatur. Die Verdunstungskälte des Schweiß auf der Haut kühlt den überhitzten Körper.

Mineralwasser ist eines der natürlichsten Lebensmittel. Der Geschmack des Mineralwassers reicht von völlig neutral bis zu stark sauer oder salzig. Woher kommt dieser Geschmack? Es sind die gelösten Mineralien und anderen anorganischen Substanzen, die das Wasser auf seinem Wege an die Erdoberfläche mitbringt.

Füllt man einen Behälter mit Mineralwasser und taucht zwei Metallplatten hinein, so kann man mit einer angelegten Spannung die Ionen im Wasser zu einer geordneten Bewegung anregen. Die positiven Ionen scheiden sich an der negativ geladenen Metallplatte ab (Kathode). Man nennt sie deshalb auch Kationen. Mit den negativen Ionen geschieht das gleiche an der positiv geladenen Anode.

Die am häufigsten anzutreffenden Ionen sind in der folgenden Tabelle aufgeführt.

Man teilt die Mineralwasser entsprechend Ihrem Mineralgehalt in 'arme' und 'reiche' Sorten, je nachdem wieviel mineralischen Inhalt das Wasser mit sich führt. Rekordhalter der 'reichen' Mineralwasser ist die Bad Mergentheimer Albertquelle mit 42 Gramm je Liter (g/l). Zu den 'ärmsten' Sorten gehört das Hawaii Water mit nur 5mg/l (5-Tausendstel Gramm je Liter). Den deutschen Armheitsrekord hält Kirkeler Waldquelle mit 55 mg/l.

Zu den Mineralwassern mit weniger als 1g/l gehören die bekannten 'Franzosen' Volvic, Evian, Perier und Vittel.

Die häufigsten Kationen- und Anionenkombinationen in Mineralwässern ergeben sich aus den Gesteinsschichten, durch die das Wasser floß.

Natriumionen und Chloridionen ergeben zusammen Kochsalz. Mineralwässer mit vorwiegend diesen Bestandteilen werden also salzig schmecken. Salz besteht zu 60 Gewichtsprozenten aus Chloridionen und zu 40 Gewichtsprozent aus Natriumionen. Man muß also nur die Chloridmenge in einem Wasser durch 0,6 teilen und bekommt so die Menge Kochsalz, die im Wasser gelöst ist. Dies stimmt aber nur solange, wie die Natrium-Menge im Wasser für die Salzbildung ausreicht. Andernfalls muß man die Natrium-Menge durch 0,4 teilen, um die Kochsalzmenge zu erhalten.

Whisky wird in der Regel mit 63,5 Volumenprozenten Alkohol in die Fässer zur Lagerung abgefüllt. Mit der Lagerung über viele Jahre verliert der Whisky in der Regel an Alkoholstärke, da der Alkohol durch die Faßwand entweicht. Gleichzeitig nimmt der Whisky Inhaltsstoffe aus dem Holz auf, was ihm seine Weichheit verleiht. Jedes Jahr verliert der Whisky im Faß zwischen einem halben und einem Prozentpunkt Alkohol. Bei der Abfüllung hat der Whisky noch 50 bis 60% Alkohol. In dieser Stärke würde der Alkohol unsere Geschmacksknospen auf der Zunge und im Mundraum paralysieren. Unser Geschmacksempfinden wäre massiv beeinträchtigt.

Hochwertige Whiskys werden immer öfter in Faßstärke abgefüllt, um es dem Genießer selbst zu überlassen, in welcher Stärke der Whisky genossen sein will. Beginnen Sie mit einer geringen Stärke und steigern Sie sie, wenn sich Ihr Gaumen an den Geschmack gewöhnt hat.

Welches Wasser sollten wir für die Verdünnung des Whiskys verwenden? Sollen wir ein ‘gesundes, reiches’ Heilwasser verwenden? Oder nehmen wir besser ein ‘armes’ bzw. deionisiertes Wasser, das nach rein gar nichts schmeckt? Sollen wir Sodawasser nehmen, wie wir es im Fernsehen in den zahlreichen Agentenfilmen immer wieder vorgespielt bekommen, oder wird der Whisky interessanter mit einem kräftig mit CO2 angereicherten Sprudel?

Aus meiner Sicht gibt es zwei Argumentationen, die einer kritischen Überprüfung standhalten:

1) Verwenden Sie zur Reduktion Ihres Whiskys auf Trinkstärke destilliertes bzw. deionisiertes Wasser, da der neutrale Geschmack des Wassers den Eigengeschmack des Whiskys nicht verfälscht. Schottische Whiskys, die mit 50 bis 60 Volumenprozenten Alkohol aus dem Faß kommen, werden mit eben diesem Wasser auf die geforderte Flaschenstärke reduziert. Das schottische Whisky Gesetz schreibt diese Vorgehensweise zwingend für die Flaschenabfüllung vor.

2) Schotten verwenden für die Verdünnung Ihres meistgeliebten Getränkes ausschließlich frisches Quellwasser aus heimischer Herkunft. Wer in einem schottischen Pub einen Whisky bestellt, erhält gleichzeitig einen Krug mit Quellwasser direkt aus dem Wasserhahn. Was ist also stilechter als das Nationalgetränk der Schotten mit dem heimischen Wasser zu verdünnen?

Schottland besteht zum überwiegenden Teil aus Granitfelsen und Sandstein. Regenwasser, das über oder durch diese Gesteinsschichten fließt, enthält sehr wenig Mineralien, wie es die folgende Analyse zeigt.

Am Ende dieses Artikels finden Sie eine Aufstellung der am Häufigsten in Deutschland erhältlichen stillen Mineralwasser. Es ist zu erkennen, daß eine Vielzahl der Mineralwasser einen viel größeren Mineralgehalt aufweisen als ihre schottischen Brüder. Die Tabelle enthält ausschließlich stille Mineralwasser, da sprudelnde Wasser den Whisky unruhig auf der Zunge machen und mit ihrer Kohlensäule den Geschmack negativ beeinflussen.

Den größten Einfluß auf den Geschmack des Mineralwassers hat das Salz und das Hydrogencarbonat. Das folgende Diagramm zeigt die Einordnung der hier vorgestellten Mineralwasser in Bezug auf diese beiden Inhaltsstoffe. Die Mineralwässer im linken unteren Quadranten eignen sich besonders zur Verdünnung unseres geliebten Single Malt Whiskys.

Die in unseren Landen so leicht erhältlichen Wässer wie Apollinaris, Gerolsteiner, Fachinger, OberSelters oder Überkinger eignen sich leider überhaupt nicht für jede Art von Whisky. Der hier aufgeführte Franken Brunnen ist eine Spezialabfüllung, die leider in den Abholmärkten in der Regel nicht erhältlich ist. Am Besten eignen sich original schottische oder die bekannten französischen stillen und armen Mineralwässer.


 

Sollten Sie weitere Fragen in Sachen Mineralwasser haben, so empfehle ich Ihnen das folgende Buch:

Claus Arius "Mineralwasser" Der Guide zu 170 Marken aus aller Welt, 12,8 x 21,4 cm, 236 Seiten, gebunden.

Alles andere als trocken beschreibt dieser Guide die großen Wassermarken Deutschlands und anderer europäischen Länder - bis hin zu besonderen Wässern aus aller Welt. Es sind über 170 an der Zahl. Alle Marken sind getestet in bezug auf ihren Geschmack und ihre Gebrauchsmöglichkeiten. Der Leser wird zudem informiert über die Unterscheidung der Wassertypen, die Sortenvielfalt, über Mineral- und Heilwasserquellen sowie die im Wasser enthaltenen Mineralien und Spurenelemente.

Ein unverzichtbarer Guide für alle Wassertrinker und ein nützlicher Guide für alle, die mehr über das reinste und am besten kontrollierte 'Lebensmittel' wissen wollen.

Claus Arius arbeitet als Journalist für kulinarische und gastronomische Themenbereiche. Sein Hauptinteresse gilt den Getränken - und hier im besonderen dem Mineralwasser

Fazit:
Stilecht ist ausschließlich schottisches stilles Quellwasser. Gut zu verwenden sind ebenfalls die stillen, 'armen' Franzosen. Und haben Sie beides nicht zur Hand, so nehmen Sie doch einfach destilliertes Wasser.

Warnung: Trinken Sie nie größere Mengen reines, destilliertes Wasser. Der Mangel an Ionen im destillierten Wasser kann Ihren körpereigenen Mineralhaushalt gravierend stören und sogar lebensbedrohend wirken.

Fügen Sie Ihrem destillierten Wasser aus diesem Grund immer eine entsprechende Menge Single Malt Whisky hinzu. ;-)