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Whisky & Blues

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Im Forum haben wir schon lange einen Thread laufen, in dem wir Whisky in der Musik zitieren. Musiker - wie viele andere Künstler auch - scheinen sich stark für Whisky zu interessieren. Ich höre abends gerne zu einem Dram Whisky schöne Musik. Auf die Musikrichtung bin ich dabei nicht wirklich festgelegt. Ich höre gerne Pop und Rock sowie viele Unterarten, die ich gar nicht wirklich mit der richtigen Bezeichnung versehen kann. Hip-Hop, House, Funk, Soul, R&B sind bestimmt darunter. Aber auch Klassik mag ich gerne. Geige ist für mich schwierig. Sopran auch. Ebenfalls brauche ich keine schreiende Männer, die mir mit ekstatischen Rhythmen den Aufstand predigen. Aber Klassik als Ganzes und sogar Tenor-Arien höre ich mir genauso gerne an, wie modernen Mainstream. Wenn die Melodie und die Harmonien stimmen, dann kann ich mich für fast jede Musik begeistern. Aber bitte nicht zu viel Wiederholungen, wie auf den nervenden Radiosendern. Ach ja - nicht nur der Künstler muss gut sein - auch technisch fordere ich einiges. Nicht umsonst habe ich mir einen modernen High-End-AV-Receiver gekauft. Da will ich keine großen Rausch- und Knacksymphonien hören.


Mutter zahlreicher moderner Musikrichtungen ist der Blues, den sogar ich - der ich kein Instrument spiele - über seinen speziellen Rhythmus sehr gut unter der Vielzahl an Musikrichtungen erkennen kann.


Vor Monaten erhielt ich einen Anruf von der Fima inakustik. Sie würden einen Fachmann für Whisky suchen, der ihnen bei der Erstellung einer Blues-CD mit dem tollen Titel: "Whisky & Blues" helfen kann.


Aus diesem Projekt ist eine tolle CD mit 11 sehr schönen, einfühlenden, whiskybezogenen Blues Stücken mit rund einer Stunde Länge geworden. Ein 16-seitiges Heftchen mit einer Einführung in das Thema Whisky liegt bei.


Sie finden die CD hier bei uns im Shop. Wenn sie ein einfaches, unkompliziertes Geschenk zu Weihnachten suchen, so verschenken sie doch eine gute Flasche Whisky mit dieser CD. Das gibt ihrem Geschenk eine weitaus persönlichere Note, als einfach eine Flasche zu schenken, die nach der Leerung im Altglas entsorgt wird.


Das ist aber noch nicht alles. Nicht jeder mag Whisky. Inakustik hat deshalb eine ganze Serie an CDs für die verschiedensten Genießer mit dem Namen 'A Tasty Sound Collection' heraus gebracht, die neben Whisky auch noch Musik zum Kaffee, Tee und Wein bereit halten.

Weihnachtsgeschenke

Am Wochenende schreiben wir den 1. Advent. Und wie ich diese Zeilen so schreibe, scheint vor meiner Zimmertür bullig die Sonne. Makellos blauer Himmel. Kein Wölkchen zu sehen und die Temperaturen steigen von frostigen 2 Grad heute früh auf Werte wie im Frühling.


Wer will da an Weihnachten, 1. Advent, Christkindlmarkt oder Glühwein denken icon_question.gif Trotzdem rückt Weihnachten beständig näher und damit auch unsere Hauptarbeitszeit. Bereits jetzt sind die Bestellzahlen massiv angestiegen und liegen deutlich über Vorjahresniveau. Wenn sich dann noch die Geschenkauslieferungen wegen des guten Wetters auf später verschieben ... Gute Nacht icon_exclaim.gif


Habe ich meine Weihnachtsgeschenke in diesem Jahr schon icon_question.gif


Ja, ich habe sie. Wie findet man nun seine Weihnachtsgeschenke icon_question.gif Ich habe mir angewöhnt, meinen Gegenübern in dieser Hinsicht zuzuhören. Über was reden Sie? Was leisten sie sich nicht? Was zieht sie an? Das ist das beste Anzeichen für einen Wunsch. Ich notiere mir das in meinem Smartphone und vor zwei Wochen habe ich noch einmal geprüft, ob sich die zu Beschenkenden diese Dinge vielleicht zwischenzeitlich gekauft haben.


Was wichtig in diesem Vorgehen ist, dass sich ab Mitte November Niemand in den Familien mehr lang gehegte Wünsche erfüllt. Konsumverzicht vor Weihnachten ist doch einmal eine tolle Sache.


In der FAZ am Sonntag kam nun eine ganze Doppelseite über das Schenken zu Weihnachten. Selten habe ich einen besseren Artikel gelesen, der mir meine weihnachtlichen Gedanken besser sortiert hat. Warum wir schenken, wie wir schenken und was wir schenken.


Warum schenken Sie icon_question.gif


Es gibt zwei aus meiner Sicht zwei Hauptgründe.


1. Man will altruistisch anderen eine Freude machen

2. Man erfüllt Erwartungen


Ok. Nun gibt es noch einen dritten Grund. Und der ist das paternalistische Schenken. Also das bevormundende Schenken. "Du solltest mal wieder eine neue Krawatte haben; die pinkfarbene Jacke steht doch auch Jungs; Gabardinhosen sind genauso bequem, wie für Deinen Großvater und das Buch über [...] solltest Du schon lange einmal lesen."


Wie ich diese Geschenke hasse. Ich weiß schon heute, dass ich von einer bestimmten Stelle in meiner Großfamilie ein Geschenk bekomme, das ich nicht mag. Ich bekomme es jedes Jahr. Ich habe mich schon oft darüber ausgelassen, angeprangert, mockiert, eingesagt, ausfallen lassen, liegen gelassen, usw. Nichts hilft. Es wird geschenkt, was geschenkt werden muss. Erst war ich enttäuscht, dann war ich verärgert, dann war ich wütend und heute habe ich nur mehr Mitleid um diese Person.


Der amerikanische Professor Joel Waldfogel hat sich Gedanken über das Schenken gemacht und ist zu einem eigentlich vorhersehbaren Ergebnis gekommen. Schenken ist volkswirtschaftlicher Unsinn. Es vernichtet nicht nur in den USA, sondern auch bei uns und weltweit Milliarden an Volksvermögen. Er hat das empirisch gerechnet, indem er Menschen befragt hat, wie viele Geschenke sie überhaupt nicht brauchen können. Und diese Zahl muss man nun nicht glauben, sondern kann sie an sich selbst überprüfen. Wie viel Prozent der ihnen überreichten Geschenke haben sie nicht haben wollen? Wie viele haben sie anschließend entsorgt? Und andersherum - wie viele Geschenke von sich finden sie nach einem Jahr noch im Haushalt des Beschenkten? Haben sie das einmal überprüft?


Prof. Waldfogel ging noch einen Schritt weiter und befragte Beschenkte, was ihnen die Geschenke denn wert waren? Und - Überraschung - sie waren ihnen deutlich weniger wert, als andere dafür ausgegeben hatten.


Und genau an dieser Stelle kommt Prof. Waldfogel auf den selben Schluss, auf den Großmütter in der Regel mit den Jahren selbst gekommen sind. Sie verschenken eine Tafel Schokolade (mag fast jeder) und binden daran einen mehr oder weniger klein zusammengerollten Geldschein.


Das klingt nun richtig blöd. Einfach Geld schenken - was soll das icon_question.gif Das widerspricht doch unseren Moralvorstellungen vom altruistischen Schenken. Doch am Ende müssen wir uns fragen, ob wir nicht mit schnödem Geld mehr Freude bereiten können, als mit krampfhaft ausgesuchten Geschenken.


Denkt man nun diesen Gedanken zu Ende, so schenken sich auf einmal alle gegenseitig Tafeln Schokolade mit Geld. Das könnte man doch gleich saldieren. Und wenn man sich ebenbürtig ist, dann sollte das Null zu Null aufgehen.


Und nun kommen wir zurück zum Anfang. Schenken bedeutet, dass man sich um den Beschenkten kümmert. Dass man sich in seine Lage versetzt und ihm eine Freude macht. Leider klappt das viel zu selten. Man kann in andere nicht hineinsehen und ein Großteil der Geschenke ist direkt für die Mülltonne. Es sei denn, man hätte vorher nach Wünschen gefragt. Aber dann ist der Sinn des Geschenks und die Überraschung ja weg. Das wichtige Nachdenken über den anderen entfällt.


Wir erlegen uns also einen Beschenken-Stress auf, der oftmals in Selbstbelügen oder Paternalismus mündet. Wir haben doch schon Alles. Warum sollen wir uns etwas schenken? Und so ist klar, warum viele Menschen sich darauf geeinigt haben, sich gegenseitig nichts mehr zu schenken. Man vermeidet Lügen, Bevormundungen und vor allem Verschwendung.


Hat man sich darauf geeinigt, dann bleibt ja Geld übrig, das ansonsten volkswirtschaftlich verschwendet würde. Und mit diesem Geld kann man nun anderen, ganz fremden, bedürftigen Menschen eine Freude machen. Und dort ist es üblich Geld zu spenden. Spenden sie also Geld an gemeinnützige Organisationen und machen sie für die jetzt leer Ausgehenden eine Kopie vom Überweisungsträger. Statt das zu 50% fehltreffende und unterbewertete Geschenk zu überreichen, schenken sie eine Tafel Schokolade und zeigen sie die Kopie des Überweisungsträgers. Beginnen sie auch ein Gespräch darüber und diskutieren sie das zu Ende. Wer es nicht versteht, der hat die Tafel Schokolade noch nicht einmal verdient.


Kinder selbstverständlich ausgenommen icon_exclaim.gif

Die Macht des Geistes

Hin und wieder gebe ich mich ja auch der Esoterik hin. Ganz selten zwar, aber ich tue es. Hier ist ein Beispiel (The Secret). Damals haben wir diskutiert, dass das, was wir wirklich wollen, wir auch schaffen werden. Was wir unterbewusst aber nicht wollen, wird auch nicht funktionieren. Es ist die Konditionierung des Geistes, die uns zu Höchstleistungen motiviert.


Von Markus Hofmann (link) habe ich noch ein schönes Beispiel auf seinem Vortrag erzählt bekommen. Es ist schon reichlich alt, stammt wie The Secret ebenfalls aus Australien, es ist aber immer wieder gut. Hier ist ein beschreibender Link (auf Englisch) dazu.


Es geht um den Ultra-Marathon Sydney Melbourne. Ein enger Familienangehöriger von mir läuft/schwimmt/radelt Triathlon auf der olympischen Distanz. Wer sich so etwas einmal angesehen hat der weiß, das ist kein Zuckerschlecken. Das kann man natürlich noch toppen. Es gibt den Ironman auf Hawaii und natürlich Doppel- und Dreifach-Triathlone. Olympische Distanz kann ich ja gerade noch so verstehen. Aber ein Mehrfaches davon icon_question.gif Alle gaga. Aber darum soll es nicht gehen.


Der Ultra-Marathon von Sydney nach Melbourne geht über eine Distanz von 875km. Er wurde von 1983 bis 1991 ausgetragen und man lief wohl eine Woche. Die Läufer wussten, sie mussten jeden Tag 18 Stunden laufen, fünf Stunden schlafen und eine Stunde Frühstücken. 1983 traten, bis auf einen, nur Cracks im Alter von 25 bis 30 Jahren mit Supportteam und Sponsorenunterstützung an.


Aber ein Herr, 30 Jahre älter als der nächste - nämlich 61 Jahre - trat ohne Supportteam mit einem einfachen Trainingsanzug an. Alle lachten ihn aus. Auch die Presse ging davon aus, dass man nur einen Tag von ihm etwas hören würde.


Um es kurz zu machen, der alte Mann - Cliff Young - zog alle anderen ab und gewann mit 10 Std. Vorsprung das Rennen. Was hatte er gemacht? Er hatte zum ersten ganz klar an seinen Gewinn geglaubt. Das reicht ja aber im Normalfall nicht aus. Seine Gegner glaubten schließlich auch ganz fest, dass sie gewinnen würden. Und hier kommt die Krux icon_exclaim.gif Sie glaubten ebenfalls ganz fest daran, dass man 4 Stunden schlafen und eine Stunde frühstücken musste. Und daran glaubte Cliff Young jedoch nicht. Er rannte einfach durch und gönnte sich hin und wieder eine Kurzschlafpause von einer Stunde.


Geistige Randbedingungen zu durchbrechen und Dinge zu glauben, die andere Menschen nicht glauben, ist ein wichtiger Baustein zum Erreichen der eigenen Ziele.


P.S.: Es dauerte zwei Jahre, bis sich ein zweiter diese Strategie zu eigen machte und den Rekord von Cliff Young um knapp 10min unterbot. Der Rekord von Cliff Young wurde nur noch dreimal geschlagen, bis man den Wettbewerb einstellte.

Neues Gesetz zum Scotch Whisky

Seit gestern ist in Großbritannien ein neues Scotch Whisky Gesetz in Kraft getreten. Lange stritt sich die Industrie innerhalb der Scotch Whisky Association, bis man sich nun auf die folgenden, neuen Punkte geeinigt hat.


Hier sind die neuen Fakten für Scotch:

1. Zum ersten Mal werden fünf Kategorien im Scotch definiert: Single Malt, Single Grain, Blended Malt, Blended Grain und Blend Scotch. Diese Kategorie muss klar auf dem Label angegeben werden.

2. Die Flaschenabfüllung muss zwingend in Schottland erfolgen.

3. Die Bezeichnung Pure Malt darf nicht länger verwendet werden.

4. Ein Brennereiname darf nicht auf einer Flasche angegeben werden, wenn der Whisky nicht zu 100% in dieser Brennerei hergestellt wurde.

5. Es werden in Zukunft fünf Whiskyregionen unterschieden: Highland, Lowland, Speyside, Islay und Campbeltown.

6. Reifung für 100% der Zeit in Schottland.


Damit hat die SWA ihre Rolle als Retter der schottischen Whiskyindustrie einmal mehr unter Beweis gestellt. Für uns Liebhaber im Single Malt Whisky Umfeld haben diese neuen Regelungen im Gesetz relativ wenig Einfluss. Einige Etiketten werden sich (mal wieder) ändern. Die Sammler wird es freuen. So musste sich der Marktführer Glenfiddich der Mehrheit in der SWA beugen und darf ab sofort nicht mehr die altehrwürdige Bezeichnung 'Pure Malt' auf ihren ehemals als Special Reserve bezeichneten Single Malt aufdrucken.


Aber auch die Üblichkeit, hin und wieder einmal einen Whisky hier in Deutschland nachzureifen, kann man nun getrost vergessen, wenn man Scotch darauf schreiben will. Denn ab sofort muss sämtlicher Scotch in Schottland gereift sein.


Diese beiden neuen Regelungen finde ich durchaus schlüssig und schärfen das Profil des Scotch Whiskys. Aber auch im Massenmarkt hat sich etwas getan. Vermutlich nicht zuletzt auf Grund der aktuellen, angespannten Arbeitsmarktsituation im Blended Scotch Umfeld in Schottland. Ab sofort darf sich ein Scotch nur mehr Scotch nennen, wenn er auch in Schottland in die Flasche gefüllt wurde. Diese Regelung hat Einfluss auf nicht zu wenige Arbeitsplätze und die Whiskypreise in Deutschland. Denn anstatt jede Menge Glas von Schottland in die deutschen Discounter zu karren, hatte man bislang den preiswerten Scotch erst in Deutschland vom Fass bzw. Großcontainer nach dem Blending in die Flasche gefüllt. So bekamen wir auch hier in Deutschland arbeitstechnisch ein wenig vom Whiskykuchen ab. So verschieben sich ein paar Millionen abgefüllte Flaschen von Deutschland (und viele Millionen aus dem Rest der Welt) auf die Abfüllanlagen in Schottland.

Michael Hüter - Ein Karikaturist

Whiskygenießer wie wir sind schon ein komisches Volk. Da wird das Flaschenöffnen per Drehbewegung zelebriert und ab und an ein richtiger Tanz um das Objekt der Begierde aufgeführt. Wir sind manches mal schon etwas komisch. Da wundert es einen nicht, wenn ein Karikaturist uns mit spitzer Feder und Wasserfarben aufs Korn nimmt.


Michael Hüter ist seines Zeichens Karikaturist und hat uns einfach so - das war eine tolle Überraschung - zwei Karikaturen zugesandt. Ich werde sie mir rahmen und aufhängen. So toll sind sie. Ganz artig habe ich gefragt, ob ich diese Fotos veröffentlichen darf und er hat mir die Erlaubnis zur Veröffentlichung gegeben. Sein auch sie bitte so freundlich und kopieren sie diese Fotos nicht, sondern schicken sie stattdessen einen Link, falls sie diese tollen Bilder weitergeben wollen.


Michael Hüter © 2009 Michael.Hueter.MDS@remove-this.t-online.de


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