Glen Ord

Glen Ord liegt in Muir of Ord in den Northern Highlands, in der Nähe eines Gerstenanbaugebietes mit dem Namen "Black Isle".

Video
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Informationen über die Brennerei
84 Flaschen
Schottland, Highlands
-4.476220 57.523290
Geöffnet
Diageo
3 x 17.000 l
4 x 16.000 l
4 x 16.000 l
Normal
3 x 16.000 l
4 x 14.000 l
4 x 14.000 l
Normal
12 x 56.000 l
25 t
1838
12.000.000 l
Durchschnittliche Geschmacksbewertungen Geschmacksbewertungen
Berechnet aus 103 Beschreibungen
i
Aroma
Süße:
Früchte:
Gewürze:
Malz:
Karamell:
Eiche:
Kräuter:
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Gerste:
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Getrocknete Früchte:
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Banane:
Salz:
Haselnüsse:
Kokosnuss:
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Maritime Noten:
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Tropische Früchte:
Pfirsich:
Kirsche:
Geschmack
Süße:
Früchte:
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Kräuter:
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Nüsse:
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Chili:
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Floral:
Alkohol:
Herb:
Dunkle Schokolade:
Leder:
Ananas:
Pflaume:
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Pfeffer:
Tabak:
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Kuchen:
Abgang
Gewürze:
Süße:
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Rauch:
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Herb:
Karamell:
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Kräuter:
Floral:
Dunkle Schokolade:
Alkohol:
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Pfeffer:
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Kaffee:
Zitrone:
Getrocknete Früchte:
Vanille:
Beschreibung der Brennerei

Der Whisky

Die meisten Abfüllungen der Destillerie Glen Ord, die sich in den nördlichen Highlands auf der "Black Isle" befindet, sind schon vergriffen. An die alten Originalabfüllungen kommt man heutzutage nur sehr schwer heran. Aktuell gibt es eine 12-jährige Originalabfüllung der Brennerei. Seit 2007 wird diese unter Diageos Marke “Singleton” vertrieben, die hauptsächlich für den asiatischen Markt veröffentlicht wurde. Unabhängige Abfüllungen der Brennerei sind noch schwerer zu beziehen. Douglas Laing und Signatory Vintage haben bis jetzt einige Abfüllungen auf den Markt gebracht. Douglas Laings Sortiment umfasst einen 11-jährigen, einen 14-jährigen und einen 21-jährigen. Signatory Abfüllungen sind eher jünger, mit einem 14- und einem 16-jährigen. Etwa 80% des produzierten Single Malts werden für die Blends Dewar’s und Johnnie Walker verwendet.

Glen Ord aus der Ferne
Glen Ord aus der Ferne

Die Produktion

Glen Ord ist eine von Diageos größten schottischen Brennereien. Die Produktionskapazität lag bereits vor der Erweiterung 2015 bei sehr beeindruckenden Millionen Litern Alkohol pro Jahr. Seit die Zahl der Stills von sechs auf 14 erhöht wurde, konnte auch die Produktionsmenge mehr als verdoppelt werden, auf 12 Millionen Liter pro Jahr. Das für die Produktion notwendige Wasser wird aus dem Loch nam Bonnach und dem Loch nam Euan bezogen.

Seit der Erweiterung ist die Produktion bei Glen Ord sozusagen zweigeteilt. Zu der ersten Mash Tun mit 12,5 Tonnen Inhalt kam eine weitere hinzu. Während die beiden Maischebottiche noch im selben Gebäude stehen, werden die entstehenden Maischen anschließend aufgeteilt, eine durchläuft den 'alten' Produktionsprozess und eine den 'neuen'. Der neue Produktionsbereich hat 12 Washbacks mit 56.000 Litern Fassungsvermögen. Mit dem klaren wort und der Zugabe von flüssiger Hefe entsteht hier ein leichtes, grasiges und florales Wash, welches in dne 8 neue Stills destilliert wird. Im alten Produktionsbereich gibt es immerhin 10 Washbacks und die 6 alte Stills. Dieses "doppelgleisige" Produktionsverfahren funktioniert gut und die entstehenden Rohbrände sind identisch. 

Brennhaus von Glen Ord
Brennhaus von Glen Ord

 

Die Brennblasen

Glen Ords alter “Stillroom” ist mit drei Wash- und drei Spirit Stills ausgestattet. Die drei Wash Stills besitzen jeweils eine Kapazität von 17.000 Litern, während die Spirit Stills mit einer Kapazität von 16.000 Litern etwas kleiner sind. Die Wash Stills sind birnenförmig und etwas kürzer als die durchschnittlichen Stills. Außerdem besitzen sie einen sehr breiten, sich verjüngenden Hals und einen breiten kugelförmigen Deckel. Die Spirit Stills haben eine flache Birnenform, mit einem breiten kugelförmigen Deckel. Sie sehen fast wie ganz gewöhnliche birnenförmige Brennblasen aus, mit dem Unterschied, dass sie eine flachere Oberseite besitzen. Das neue, 2015 ergänzte Brennhaus beherbergt 8 weitere Brennblasen, 4 Wash (16.000 Liter) und 4 Spirit Stills (14.000 Liter), welche die gleiche Form haben. 

Zusätzlich zu den 'normalen' Shell&Tube Kondensatoren, besitzt Glen Ord auch weitere Kondensatoren, welche als Wärme-Energiespeicher genutzt werden. Die gespeicherte Energie wird dann wiederum in der gesamten Brennerei eingesetzt, etwa auch in der eigenen Mälzerei. Man haushaltet also effizient mit der eigenen Energie. 

Brennblasen von Glen Ord
Brennblasen von Glen Ord

Die Mälzerei

Die Destillerie liegt auf der “Black Isle”, etwas nördlich von Inverness. In dieser Region gibt es die wohl beste Gerste Schottlands. Deshalb ist es nicht überraschend, dass Glen Ord eine der wenigen Brennereien ist, die noch eine eigene Mälzerei besitzen. Dabei produziert sie auch gleichzeitig Malz für andere Destillerien von Diageo, wie Talisker, Clynelish oder Brora. Zusätzlich zum Black Isle Getreide verwendet man auch Gerste aus den Lowlands zum Mälzen. Früher importierte man auch Getreide aus Deutschland oder Tschechien, jedoch kommt man heute ausschließlich mit schottischer Gerste zurecht. 

In den so genannten Industrial Style Big maltings wird das Korn in Tanks eingeweicht, woraufhin das Getreide zu keimen beginnt. Bis es soweit ist, dauert es etwa einen Tag lang. Am Ende sieht man eine kleine Sprosse aus jedem Korn wachsen. Anschließend kommen jeweils die Inhalte von zwei Einweichtanks in eine Trommel, wo das Getreide ausgebreitet und rotiert wird. Dort sind die Temperatur und Feuchtigkeit so kontrolliert und eingestellt, dass das Getreide optimal keimen kann. Dieses wird im Anschluss auf dem Trocknungsboden ausgelegt, wo es durch den Einsatz von heißer Luft trocknet, die durch heißes Wasser aus der Brennerei erhitzt wird. Manchmal nimmt man zusätzlich auch Gas oder auch Torf für rauchiges Malz zur Hilfe. Getrocknet wird bis nur noch 5% Feuchtigkeit im Getreide enthalten sind und so der Keimprozess gestoppt wird; dies dauert etwa 24 Stunden. 

Rauchmalz wird mit kräftigen 100 ppm hergestellt und anschließend so mit nicht rauchigem Malz gemischt, dass der gewünschte Rauchgehalt entsteht. Das bei Glen Ord verwendete Malz ist nicht-rauchig.

Malting Drums
Malting Drums

Die Lagerhäuser

Aufgrund der hohen Produktionskapazität verfügt Glen Ord über einen großen Lagerkomplex auf dem Brennerei-Gelände. Mittlerweile haben sich die Lagerhäuser vom verdunsteten Alkohol schwarz verfärbt und sind ein faszinierender Anblick. Die eine Hälfte der verwendeten Fässer sind amerikanische Weißeichen- und die andere Hälfte Oloroso Sherry-Fässer.

Insgesamt stehen bei Glen Ord acht 'dunnage warehouses'. Dabei wurden drei davon 2021 zu einem Besucherzentrum umfunktioniert und -gebaut. In den weiteren fünf dunnage warehouses lagert nach wie vor der Glen Ord Single Malt für die Singletons und Blends. 

Lagerhaus Innenansicht bei Glen Ord
Lagerhaus Innenansicht bei Glen Ord

Die Geschichte

Thomas MacKenzie gründete die Brennerei im Jahr 1838. Der MacKenzie Clan leistete einen großen Beitrag zur Geschichte und zur Entwicklung der Destillerie. König Alexander III. von Schottland übergab das Land, auf dem die Brennerei heute steht bereits im Jahr 1263 an die Familie MacKenzie. Thomas MacKenzie lizenzierte die Brennerei 1838 unter der Ord Distillery Company. Das Eigentum ging an Robert Johnston und D. McLennan. Nach ein paar Jahren erfolgreicher Produktion übernahm Johnston die Brennerei vollständig, kam jedoch kurz darauf in finanzielle Schwierigkeiten. 1847 ging er bankrott und die Glen Ord Destillerie wurde zum Verkauf freigegeben.

Die Brennerei lag daraufhin still, bis sie 1855 von Alexander McLennan und Thomas McGregor gekauft wurde. Die Produktion wurde wieder erfolgreich aufgenommen und als McLennan im Jahr 1870 starb, übernahm seine Witwe die Leitung. 1877, nach der Wiederverheiratung der Witwe mit Alexander MacKenzie, war die Brennerei schließlich wieder im Besitz der Familie MacKenzie. Traurigerweise brannte die Brennerei kurz nach der Hochzeit ab. Nach dem Tod von Alexander MacKenzie im Jahr 1896, wurde Glen Ord an James Watson & Co. verkauft. 1923 gab es erneut einen Besitzerwechsel, als Glen Ord an Dewars veräußert wurde. Ab diesem Zeitpunkt wurde der Single Malt der Brennerei auch in den Blends von Dewars verwendet. Glen Ord durchlebte einige weitere Fusionen, bis die Destillerie schließlich in den Besitz der Distillers' Company Limited (DCL) kam. Im Jahr 1966 wurde die Brennerei renoviert und erweitert, wobei die Anzahl der Stills von zwei auf sechs erhöht wurde. 1985 wurde Glen Ord von United Distillers & Vintners, die ein Jahrzehnt später ein Teil von Diageo wurden, erworben.

Geschichtliche Dokumente
Geschichtliche Dokumente

Das Besucherzentrum

Das Besucherzentrum von Glen Ord hat einen hervorragenden Ruf und bietet eine Brennerei-Tour und ein Museum.

Besucherinformationen

Brennereiadresse:

The Glen Ord Distillery
Muir of Ord
Ross-shire
IV6 7UJ
Tel: +44(0)1463-872004
Email: glen.ord.distillery@remove-this.diageo.com 

 

Öffnungszeiten:

Januar bis Februar: Mo - Sa, 10:00 - 16:00 Uhr
März bis April: Mo - Sa, 10:00 - 17:00 Uhr
Mai bis September: Mo - Fr, 10:00 - 18:00 Uhr; Sa, 10:00 - 17:00 Uhr; So, 11:00 - 17:00 Uhr
Oktober: Mo - Sa, 10:00 - 17:00 Uhr
November - Dezember: Mo - Sa, 10:00 - 16:00 Uhr

Erfahrungen und Tipps

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Wir hatten eine Führung mit insgesamt 4 Teilnehmern, Andy der führer war absolute Spitzenklasse, so wie man sich einen Schotten vorstellt. Und er verstand sein Handwerk, er konnte alle Fragen beantworten, und ich stelle keine Standardfragen. Weil wir mit dem motorrad da waren, hat er uns ein paar Proben in kleine Behälter gefühlt (12,15,18 Jahre) und probiert haben wir auch noch 2. Man muss sagen, schade das der Glen Ord nicht in Deutschland so einfach zu bekommen ist, die 15 jährige Standardabfüllung ist echt der Hammer, aber eigentlich nur für den Asiatischen Markt und vor Ort zu erhalten.
Benutzer unbekannt
07.02.2020
Wir hatten eine Führung mit insgesamt 4 Teilnehmern, Andy der führer war absolute Spitzenklasse, so wie man sich einen Schotten vorstellt. Und er verstand sein Handwerk, er konnte alle Fragen beantworten, und ich stelle keine Standardfragen. Weil wir mit dem motorrad da waren, hat er uns ein paar Proben in kleine Behälter gefühlt (12,15,18 Jahre) und probiert haben wir auch noch 2. Man muss sagen, schade das der Glen Ord nicht in Deutschland so einfach zu bekommen ist, die 15 jährige Standardabfüllung ist echt der Hammer, aber eigentlich nur für den Asiatischen Markt und vor Ort zu erhalten.