Tormore

Die Speyside Destillerie Tormore war eine der ersten neueren Brennereien, die erst im 20. Jahrhundert gegründet wurden. Sie ist eher für ihre einzigartige und hübsche Architektur als für ihren Whisky bekannt, denn dieser wird überwiegend für Blends verwendet. Die Destillerie stand ab 1986, obwohl sie zu diesem Zeitpunkt nicht einmal 30 Jahre alt war, unter Denkmalschutz. Der gälische Name 'Torra Mhoir' bedeutet 'der große Hügel'.

Informationen über die Brennerei
77 Flaschen
Schottland, Speyside
-3.408553 57.398114
Geöffnet
Pernod Ricard
4 x 12.150 l
Normal
4 x 8.621 l
Gedrungen
11 x 48.600 l
10 t
1960
4.400.000 l
http://www.tormoredistillery.com
Durchschnittliche Geschmacksbewertungen Geschmacksbewertungen
Berechnet aus 112 Beschreibungen
i
Aroma
Süße:
Früchte:
Vanille:
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Malz:
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Apfel:
Öl:
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Herb:
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Weizen:
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Zimt:
Kiwi:
Getrocknete Früchte:
Geschmack
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Pfeffer:
Honig:
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Mandeln:
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Banane:
Vanille:
Grapefruit:
Herb:
Dunkle Schokolade:
Tropische Früchte:
Rauch:
Sherry:
Alkohol:
Ingwer:
Zimt:
Beeren:
Pflaume:
Leder:
Kirsche:
Pfirsich:
Nelke:
Abgang
Süße:
Malz:
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Öl:
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Gewürze:
Früchte:
Schokolade:
Pflaume:
Karamell:
Herb:
Kaffee:
Orange:
Pfeffer:
Floral:
Grapefruit:
Chili:
Kräuter:
Zitrus:
Apfel:
Rauch:
Vanille:
Beeren:
Beschreibung der Brennerei

Der Whisky

Der Tormore Whisky ist fruchtig, leicht und geschmeidig. Zudem gesellen sich süße Aromen wie Melone, Birne und auch malzige Noten dazu. Der meiste Whisky wird in Ex-Bourbon Fässern gereift, die schöne Vanille- und Gewürz-Aromen bieten.

Es gibt nicht allzu viele Abfüllungen der Brennerei, da der Single Malt hauptsächlich für Blends wie 'Long John' oder 'Chivas' verwendet wird. 2012 wurde ein 12-jähriger Tormore veröffentlicht, der 2014 durch einen 14- und einen 16-jährigen ergänzt wurde.

Der Tormore 14 Jahre ist ein sehr fruchtiger und leichter Single Malt mit cremigen Toffee-, Vanille- und würzigen Noten, die sich zu einem komplexen Charakter entwickeln.

Der 16-jährige Tormore wird aus den besten Fässern des Lagers ausgewählt und dann in kleinen Chargen veröffentlicht. Süße, fruchtige Aromen mit vollen, reifen Melonen und Birnen enden in dem angenehmen und reichen Charakter des Single Malts.

Neben diesen Original-Abfüllungen gibt es auch einige unabhängige Veröffentlichungen, die von Cadenhead's, Douglas Laing, Signatory Vintage und Blackadder veröffentlicht wurden.

Eine kleine Randinfo: Im Jahr 1991 stellte Pernod Ricard seine 'Caledonian Malts Collection', als Antwort auf die 'Classic Malts of Diageo', vor. Dazu gehörten Glendronach, Laphroaig, Miltonduff und auch Tormore, wobei dieser jedoch später von Scapa ersetzt wurde.

Außenansicht von Tormore
Außenansicht von Tormore

Die Produktion

Seit dem letzten Ausbau der Destillerie im Jahr 2012 wurde die Produktionskapazität um 20 Prozent erhöht und liegt nun bei rund 4,4 Millionen Litern. Die aktuellen Besitzer Chivas Brothers, eine Tochtergesellschaft von Pernod Ricard, betreibt die Brennerei hauptsächlich als Zulieferer für ihre Blends.

Das für die Produktion benötigte Wasser wird aus dem, an der Brennerei vorbeifließenden Achvochkie Burn, der nach einer Meile in den Fluss Spey mündet, bezogen. Bevor das Wasser bei Tormore ankommt, fließt es durch Heidebüsche, Torf und massive Granithügel.

Tormore verwendet einen Wärmetauscher, damit das Wash vorgewärmt wird und versucht so energieeffizient wie möglich zu arbeiten.

Die Mälzerei

Seit 2012 verwendet Tormore einen 'full-lauter' Maischbottich aus Edelstahl. Das Malz, das zum Maischen benutzt wird, wurde schon immer zur Brennerei gebracht, da die Destillerie noch nie einen eigenen Malzboden besaß.

Die Gärung

Bei Tormore gibt es keine traditionellen Gärbehälter aus Holz. Die 11 (vor 2012 gab es nur 8) Gärtanks sind, sowie der Maischbottich, aus rostfreiem Stahl gefertigt. Sie sind viel einfacher zu reinigen und das Wash bleibt nicht lange genug in der Tonne, um so einen besonderen Vorteil aus den traditionellen Gärtanks zu ziehen.

Die Brennblasen

Das 'still house' beherbergt vier Still-Paare. Die Erweiterung von zwei auf vier Paare fand bereits 1972 statt. Der Hals ist nicht besonders hoch und der Lyne Arm ist eher kurz gehalten, trotzdem ist der Rohbrand schön fruchtig und leicht. Der Geschmack entsteht hauptsächlich durch spezielle Reinigungsfilter. Nach der Destillation kommen die Dämpfe nämlich an den Filtern, die zusätzliche Kupferplatten enthalten, vorbei. Dadurch hat das Destillat mehr Kupferkontakt. Die Kapazität der Wash-Stills beträgt 12.150 Liter und die Spirit-Stills umfassen 8.620 Liter.

Brennblasen und Kondensatoren
Brennblasen und Kondensatoren

 

Die Lagerhäuser

Es werden nur wenige Fässer (hauptsächlich Ex-Bourbon) auf dem Brennereigelände selbst gelagert, denn die meisten reifen ein Stück weiter entlang der A95. Die Brennerei verwendet für die Alterung eine Mischung aus Stahl- und Paletten-Lagerhäusern. Bei Tormore gibt es aktuell keine eigene Abfüllanlage, deshalb wird der Rohbrand mit einem Tanklastwagen zu den Lagerhäusern transportiert. Die Destillerie erhält einige Fässer wieder zurück, um ihren Whisky abzufüllen, aber die meisten bleiben in den Lagern von Pernod Ricard.

Die Geschichte

1958 gründete eine Tochtergesellschaft von Schenley International, namens Long John Distillers, die Brennerei Tormore, um die steigende Nachfrage nach ihrem Blend “Long John” zu sättigen. Die Produktion wurde bereits 1960 gestartet.

Der berühmte Architekt Sir Albert Richardson, damals ein führender Architekt in England, entwarf die Brennerei und gab ihr ihren einzigartigen und gleichzeitig faszinierenden Stil. Das Granitgebäude mit den steinernen Balkonen und den Kupferdächern macht Tormore zu einer der schönsten Brennereien in Schottland. Seit dem Jahr 1986 steht das Gebäude sogar unter Denkmalschutz. Sehr berühmt ist auch die Uhr, die vier unterschiedliche schottische Lieder spielt, wobei jedes für eine Viertelstunde steht. Ein kleines, in dem selben Stil gehaltenes Dorf, das für die Brennereimitarbeiter entworfen wurde, ist mittlerweile schon verkauft worden. 

Im Jahr 1975 wurde Long John von Whitebread & Co. aufgekauft. Letztere wurden jedoch noch im selben Jahr von dem Unternehmen Allied Domecq, das für die nächsten 30 Jahre der Eigentümer der Brennerei sein sollte, erworben.

2005 wurde Allied Domecq von Pernod Ricard, dem aktuellen Besitzer der Destillerie, gekauft. Tormores Management liegt nun in den Händen der "Chivas Brothers", einer Tochtergesellschaft von Pernod.

Das Besucherzentrum

Die Tormore Destillerie ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich und es werden leider auch keine Touren angeboten.

Besucherinformationen

Brennereiadresse:

Tormore Distillery
4 Richardson Road
Advie
Grantown-on-Spey
PH26 3LR

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