Eigenblend

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  • theo22
    Themenersteller
    User theo22
    Dabei seit: 07.10.2011Beiträge: 4,628Bewertungen: 0
    Habt ihr schon mal zwei oder mehrere Malts zusammengeschüttet, um gewisse Defizite gezielt auszugleichen?

    Z.B. fand ich die zweite Flasche Littlemill 12 nicht ganz so toll wie die erste. Wahrsch. wurde sie früher abgefüllt.
    Mir gefällt der Grundcharakter zwar gut, aber das Ganze ist etwas trocken und "schmal".
    So bin ich auf die Idee gekommen, 3/4 Littlemll mit 1/4 Glendronach Octarine zu mischen, um etwas Volumen und Saft in den Malt zu bringen.
    Ich finde das Resultat ganz angenehm. Die Reife, die Tannine und die "irren" Noten vom Littlemill, Saft und Kraft vom Octarine.

    Findet ihr sowas daneben?

    Falls nicht, welche "Eigenblends" habt ihr schon erfolgreich getestet?
  • Noface83 User Noface83 Dabei seit: 06.05.2011Beiträge: 4,790Bewertungen: 306
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    Ich habe ne Mischung (0,5l) aus
    1/3 Arran 14
    1/6 Bowmore Mariner
    1/6 Glenrothes Select Reserve
    1/6 Glenmorangie 10
    1/6 Balvenie Signature 12

    Das ist ne verdammt gute Mischung mit ner leichten Rauchigkeit, angenehmer Süße und Vanille aus den Bourbon-Faß Whiskyies und einer leichten Eichennote
    Bin auch in der bösen Base und beim Fassstarken Whisky unter Noface83 zu finden ^^
  • theo22
    Themenersteller
    User theo22
    Dabei seit: 07.10.2011Beiträge: 4,628Bewertungen: 0
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    "Noface83" schrieb:
    Ich habe ne Mischung (0,5l) aus


    Wie bist du darauf gekommen? Hast du dir das im Kopf so zurechtgelegt, oder sind das einfach Reste, die zufällig ganz gut schmecken, wenn man sie mischt?
  • Noface83 User Noface83 Dabei seit: 06.05.2011Beiträge: 4,790Bewertungen: 306
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    Teils/Teils

    Der Arran hat mir nicht geschmeckt - also habe ich überlegt wie ich den negativen Touch mildern/bzw. Ausgleichen kann. Da habe ich nach einigem verriechen den Balvenie und den Glenrothes dazugegeben. Der Glenmorangie war ein Rest wo ich mir sagte - ist nen Experiment - hau ma den einfach auch noch mit rein. Nach 2 Monaten dann die ertse Probe - die war schon gut und ausgeglichen - aber es fehlte der Biss. Also nahm ich einen mittel rauchigen Whisky (der Bowmore eben) und hab das ganze noch mal zwei Monate ruhen lassen.
    Bin auch in der bösen Base und beim Fassstarken Whisky unter Noface83 zu finden ^^
  • thebeas User thebeas Dabei seit: 20.12.2010Beiträge: 1,445Bewertungen: 101
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    "theo22" schrieb:
    Habt ihr schon mal zwei oder mehrere Malts zusammengeschüttet, um gewisse Defizite gezielt auszugleichen?


    Aaaaber klar doch. Wenn auch gelegentlich ein "Unfall" nachgeholfen hat. So entstand bspw. ein "Ardmorangie", der wirklich gut war. Und zwar aus dem Glenmorangie Quinta Ruban, der ja zweifellos schöne Aromen hat, aber auch manchmal schon fast zu gefällig erscheint, und einem Ardmore Traditional Cask, der eine gute Portion Kraft mitbringt.
    Solange ich beide Flaschen offen hatte, hab' ich mir das gelegentlich nachgemischt. Der Vorteil: je nach Tageslaune konnte man die Anteile leicht variieren...
    Samples? Hier entlang... My Collection at Whiskybase "Fehlerhafte Zitate sind in Internetforen leider alltäglich" J.W. v. Goethe
  • andPS2 User andPS2 Dabei seit: 28.08.2012Beiträge: 195Bewertungen: 0
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    Habe mal Ralfys Tip probiert : 2/3 Talisker und 1/3 Caol Ila.
    Hat mir wirklich gut gefallen. Der Abgang wird dadurch sogar noch
    aufgewertet. Interessant wäre es zu versuchen den Johnny Walker Green
    nachzumischen. Die beteiligten Whiskys sind teilweise bekannt, beim
    Mischungsverhältnis müsste man probieren...
    MacRunrig gefällt das
  • megabreit User megabreit Dabei seit: 14.12.2010Beiträge: 4,454Bewertungen: 0
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    Hallo und einen schönen Tag. Ich besitze eine Livingflask zum mitnehmen ins Westfalenstadion, in die immer wieder mit irgendeinem Malt (meist Reste auch von Samples)aufgefüllt wird. Ich mache keine Aufzeichnungen, aber bislang war das Ergebnis immer zufriedenstellend bis richtig lecker. Ich lass mich da gern von meinen Mischergebnissen überraschen. Einmal habe ich ein Restsample vom Edradour port, den ich überhaupt nicht mochte, mit einem Bowmore aufgehübscht. Im Ergebnis hat die Mischung dann zwar halbwegs geschmeckt, hat aber dann eigentlich auch zu einer Abwertung des Bowmore geführt. Fazit: Gezielt werde ich ein solches Experiment nicht mehr durchführen. Ist auch nicht notwendig, da es für mich genügend gute Malts oder auch Blends auf dem Markt gibt. Trotzdem wünsche ich natürlich allen Hobby Blendmasters viel Spass und Erfolg im Heimlabor:wink:.
    Gruss aus dem Pott,
    Uwe
    B 1 da steh ich drauf. :-)
  • theo22
    Themenersteller
    User theo22
    Dabei seit: 07.10.2011Beiträge: 4,628Bewertungen: 0
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    "thebeas" schrieb:
    "Ardmorangie"


    Ach so, einen Namen sollte man dem Gebräu auch noch geben.
    In meinem Fall:
    Littledronach?
    Octamill?
  • Nordik User Dabei seit: 19.09.2012Beiträge: 204Bewertungen: 2
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    Mir ist vor einiger Zeit mal aufgefallen, dass die beiden Buddeln vom Glengoyne 10 und The Glenlivet 15 nicht so recht leerer werden wollten. Beide haben ihre Berechtigung - sind aber auf ihre (unterschiedliche) Weise etwas einseitig, und wollten daher nicht mehr wirklich ihn meinem Glas landen.
    Um dem Abhilfe zu schaffen habe habe ich dann mal eine 100ml-Sampleflasche 50/50 gefüllt - das Ergebnis hat mir dann bereits beim sofortigen Probieren deutlich besser geschmeckt als einer von beiden alleine (Ergänzen sich gut - finde ich). Ca. 2 Wochen später habe ich dann das Sample ausgetrunken und ich hatte den Eindruck, dass es mit der Zeit noch besser geworden war.
    Darauf hin habe ich dann den "Rest" der Flaschen zusammengekippt und freue mich über den GlengoyneLivet der dabei herausgekommen ist. Es hat sich sogar (für meinen Geschmack) von Vorteil erwiesen, dass der Anteil vom Glengoyne etwas größer gewesen ist - ich schätze ca. 60/40.

    Die Sache mit dem Probesample vorweg, hat das "Risiko" gleich eine große Menge Glenbrennwürg zu erzeugen deutlich reduziert.

    Wenn mir mal wieder was nicht so recht schmeckt, dann würd ich das sicher wieder machen.
    (Und wo ich das hier schreibe - so fällt mir mein (ungeliebter) Bushmills 10 ein - evtl. 20/80 mit dem GM Lasanta...mal sehen.)
  • Marko_I User, Moderator Marko_I Dabei seit: 11.01.2006Beiträge: 14,496Flaschensammlung:Whiskybar bi-clubBewertungen: 1425
    , letzte Änderung 14. Oktober 2012 um 23:51
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    Da sich öfter mal relativ "unspektakuläre" Whiskys zu mir verirren (Glen Grant o.A., J&B, Tullamore Dew, aktuell Queen Margot), "verschönere" ich die gern mit leckeren, aber sehr intensiven Single Malts, speziell extremen Sherry- oder Torfbomben. Oder andersrum - ich "verdünne" die guten, teuren nicht mit Wasser, sondern mit preiswertem WHisky, der eben hauptsächlich nach WHisky schmeckt, und kann so manch kräftige Flasche auf das 2-3fache verlängern.
    Das mache ich dann aber live im Glas.

    Letztens habe ich 'ne Flasche "Geburtstagblend" kreiert - etwa Hälfte Blend, jeweils ein ordentlicher Hieb (10-15cl) Ardbeg 10 und irgendwas mit kräftig Sherry, dann mit paar anderen Flaschen "feinabgeschmeckt" (das schwierigste ist, es halbwegs "rund" zu bekommen), ein paar Tage stehenlassen - kam dann im Freundeskreis sehr gut an, Rauch und Sherry kamen noch ordentlich durch und das Ergebnis wurde auch als angenehm ausgewogen empfunden, die 50% Billigblend wollte mir keiner so recht glauben. Die Flasche hat den Abend nur knapp überlebt.

    Bourbon mit Torf habe ich vor längerer Zeit mal probiert (mir war geschmacklich nach so'ner Kombi, gibt's ja leider nicht), aber da kam leider nichts vernünftiges bei raus. Bourbon+Sherry ging halbwegs, aber den sehr leckeren Wild Turkey Sherry Signature, den ich vermisse, konnte es nicht ersetzen.

    Mein "erster" dürfte vor ca. 4 Jahren hier gewesen sein:
    http://www.whisky.de/nc/tfg/forum/forum/mm_forum_pi1/beitraege//edradour_tokaji_matured_mich_interessiert_eure_meinung//1.html#pid50303
    "Zu später Stunde habe ich ein gar absonderliches Experiment gewagt: 1:1 "Verdünnung" mit Ardbeg 10. Der Edradour Tokaji Matured hat sich kurz im Glas aufgebäumt, sein Maul aufgerissen und den zitternd am Glasboden kauernden Ardbeg restlos verschlungen. Sprich: Vom Rauch und Phenol des Ardbeg konnte sich so gut wie nichts durchsetzen, der Edradour dominierte total."

    Nur damit kein falscher Eindruck aufkommt: Ich pansche nicht dauernd herum. Aber ab und an ein wenig experimentieren ist interessant und lehrreich und macht Spaß.

    "Every question I answer will only lead to another question", 'Mother', Lost S06E15
    Whisky-Chat-Stammtisch auf Whisky.de / TWS-Ersatzchat
    Proben: mein komisches Zeuchs / WID-Nummern in Link verwandeln

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  • Kapaneus User Kapaneus Dabei seit: 15.02.2010Beiträge: 1,051Flaschensammlung:Kapaneus's SammlungBewertungen: 51
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    Das neue Ralfy Video passt vermutlich ganz gut:
    http://www.youtube.com/watch?v=YQnilg1TwtM

    Prinzipiell eine gute Idee (auch wenn ich ihm das mit dem Malt Mill nicht abnehme) aber im Normalfall leere ich meine Single Malts ziemlich problemlos und genüsslich, ohne die in einer anderen Flasche zu mischen. :wink:

    Wo ich persönlich mal gemischt habe war bisher höchstens ein Blend (Adelphi, Campeltown Loch usw.) der mich nicht so 101%ig überzeugt hat,da hab ich nen Tropfen Laphroaig o.ä. zugegeben.
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