Eigenblend

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  • thebeas User thebeas Dabei seit: 20.12.2010Beiträge: 1,445Bewertungen: 101
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    "theo22" schrieb:
    Ach so, einen Namen sollte man dem Gebräu auch noch geben.


    Nö. Streng genommen sollte man es sogar meistens sein lassen. :wink:

    Aber
    "theo22" schrieb:
    Octamill


    klingt wirklich gut. Gefällt mir auf Anhieb.
    Obwohl ich meinen Littlemill 12 ja mit nix anderem als frischem Apfelsaft mische.
    Aber was ergäbe das für einen Namen... :mrgreen:
    Samples? Hier entlang... My Collection at Whiskybase "Fehlerhafte Zitate sind in Internetforen leider alltäglich" J.W. v. Goethe
  • Kathrin User Kathrin Dabei seit: 31.08.2011Beiträge: 924Flaschensammlung:WhiskyschrankBewertungen: 22
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    Ich habe 2 cl Octomore in die halbvolle Flasche Bowmore Legend gekippt- das hat beiden was gebracht und letztendlich auch mir :mrgreen:
    The angels have the phone box!
  • GlenTen User GlenTen Dabei seit: 05.01.2012Beiträge: 4,333Flaschensammlung:GlenTen's BottlephernaliaBewertungen: 109
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    Bei uns ist mal im Anschluß an ein Interessierte-Überzeugungstasting ein Blend aus über'n Daumen 3 Teilen Quinta Ruban und 2 Teilen Talisker 10 zustandegekommen.
    Von dem enstandenen Glenmorisker muß ich dringend abraten, das war unschön für alle beteiligten...
    To alcohol! The cause of -and solution to- all of life's problems! Πάντα χωρεῖ καὶ οὐδὲν μένει (Platon) TEGIDA - Tolerante Europäer gegen die Idiotisierung des Abendlandes
  • theo22
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    User theo22
    Dabei seit: 07.10.2011Beiträge: 4,628Bewertungen: 0
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    "GlenTen" schrieb:
    Bei uns ist mal im Anschluß an ein Interessierte-Überzeugungstasting ein Blend aus über'n Daumen 3 Teilen Quinta Ruban und 2 Teilen Talisker 10 zustandegekommen.
    Von dem enstandenen Glenmorisker muß ich dringend abraten, das war unschön für alle beteiligten...


    Das überrascht nicht wirklich, eine gewisse Grundqualität müssen die Ausgangsprodukte schon haben... *duck* :lol:
  • theo22
    Themenersteller
    User theo22
    Dabei seit: 07.10.2011Beiträge: 4,628Bewertungen: 0
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    Ich danke für die Antworten.
    Offenbar bricht man mit dem "panschen" von Malts kein Tabu. Das sieht beim Wein etwas anders aus.

    Ich denke, dass das zielgerichtete Mischen von Malts durchaus lehrreich sein kann.
    z.B.
    - Wieviel Ardbeg 10 braucht es, um einen anderen Whisky deutlich rauchig zu machen?
    - Wieviel von einem Süßen Whisky braucht es, um einem spröden Malt etwas Breite zu verleihen?
    - Welche Kombinationen schmecken gar nicht und wie könnte man sich das erklären?

  • Tabrulavubeg User Tabrulavubeg Dabei seit: 13.04.2010Beiträge: 1,419Bewertungen: 0
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    Ein Whisky kann sogar trotz "Panschens" ein SINGLE Malt bleiben...

    "Tabrulavubeg" schrieb:
    Caol Ila DE Moscatel Finish 43% - erst original und dann "gepimpt"

    An manchen Tagen ist er gut so, wie er ist. Allerdings schmeckte er mir heute irgendwie mau, obwohl ich auf den "Grundgeschmack" schon Bock hatte. Die ölige Caol Ila-Note ist mir aber etwas zu sehr vom süsslichen Moscatel-Einfluss verdrängt worden und die 43% machten mich auch nicht wirklich glücklich. Also auf rund 2cl einfach mal ein paar Tröpfchen Caol Ila Cask Strength zugegeben und mit Wasser auf gefühlte 45/46% abgeschmeckt. Resultat: mehr torfig-ölige Aromen im Hintergrund, die Süsse immer noch da, angenehme Trinkstärke - lecker so!
  • theo22
    Themenersteller
    User theo22
    Dabei seit: 07.10.2011Beiträge: 4,628Bewertungen: 0
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    "Tabrulavubeg" schrieb:
    ein paar Tröpfchen Caol Ila Cask Strength


    Der Caol Ila 12yo unpeated mit 64% würde sich auch eignen um anderen Malts etwas mehr "wumms" zu verpassen, ohne gleich geschmacklich alles zu übertönen.
  • AndreasK User AndreasK Dabei seit: 12.09.2012Beiträge: 55Flaschensammlung:AndreasKs SammlungBewertungen: 0
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    Ja, der eigene "Blend" kann schon was haben, was andere nicht haben. Es gibt sogar bestimmte Regeln und Erfahrungswerte, womit man zu einem guten Ergebnis kommt. So ein "Rezept" (aus "Fach"-Literatur interpoliert und schon ausprobiert), ohne konkrete Whiskys zu nennen, könnte wie folgt aussehen (ohne Gewähr!!):

    Welche Whiskys braucht man?

    Islay (Caol Ila, Lagavulin, Laphroaig, ...)
    Islay gehört einfach in jeden guten Blend, er bindet gut das zusammen, was sonst noch rein muss.

    Highland/Speyside (Glenfiddich, Macallan, Glenlivet, ...)
    Sie geben dem Blend Weichheit und sorgen für ein angenehmes Bouquet und bestimmen den Blend massgeblich.

    Lowland (Glenkinchie, Rosebank, Auchentoshan, ...)
    Als Füllung, damit man auch eine entsprechende Menge zusammenkommt und als Moderator für den Speysider/Highländer.

    Campbeltown (Glengyle o.ä.)
    Leichte und junge Whiskys aus Campbeltown harmonieren gut mit Islay.

    Grain (irgend ein guter Single-Grain)
    Wie Lowland, um das Ganze nicht zu teuer zu machen.

    Und die Mengen für das "Grundrezept" ?

    35% Speyside/Highland, 20% Islay, 25% Lowland, 15% Campbeltown und 5% Grain (oder ohne Grain mit 20% Campbeltown, dann wäre es ein Blended Malt).

    Und das Alter?

    Die einzelnen Whiskys sollten nicht älter als 12 Jahre sein, eher jünger. In der Abteilung Speyside/Highland kann man ruhig etwas Besseres nehmen, hier wir die Grundausrichtung des Blend bestimmt. Ob man einen rauchigen Islay nimmt, oder nicht, ist natürlich Geschmacksache. Man kann natürlich auch auch Whiskys der einzelnen Regionen mischen und dann die Mischungen mischen.

    In der Flasche braucht so ein Gemisch aber 3 Monate, bis alles zusammen gut verbunden und vermischt ist.

    Richards Nase ist Millionen wert - sein Teppich auch.
  • AndreasK User AndreasK Dabei seit: 12.09.2012Beiträge: 55Flaschensammlung:AndreasKs SammlungBewertungen: 0
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    Weil gerade darüber gesprochen wurde, hier mein "Herbst"-Blend 2012 (entspricht im Wesentlichen dem, was ich oben geschrieben hatte):
    AmFoghar.jpg 67.2K
    Richards Nase ist Millionen wert - sein Teppich auch.
  • Eule User Eule Dabei seit: 06.01.2014Beiträge: 58Bewertungen: 1
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    Ich grabe mal diesen alten Thread aus, da ich das Thema an sich recht interessant finde.

    Der Anlass bei mir:
    Ich bin gerade noch so in der "Orientierungs- und Probier-Phase". Ich habe schon ein paar Favoriten gefunden, aber man will natürlich auch wissen, was es sonst noch so gibt.

    Das heißt, ich informiere mich zunächst über einen Whisky per Forum und Tasting-Video und bestelle mir dann diejenigen, die für mich am vielversprechendsten klingen.

    Dabei kann es natürlich auch vorkommen, daß hin und wieder mal ein Whisky dabei ist, der einen nicht so vom Hocker haut, den man aber möglicherweise durch gezieltes Blending noch "gewinnbringend" einsetzen kann.
    Nach diversen Versuchen habe ich nun tatsächlich eine Kombination gefunden, von denen meiner Meinung nach beide Single Malts profitieren.

    Und zwar:
    3 Teile Bowmore 12
    1 Teil Bushmills 16

    Der 12er Bowmore hat mich ein wenig enttäuscht. Ich habe bereits den Darkest, der einer meiner Favoriten ist, und den Enigma, der mir ebenfalls sehr gut schmeckt. Der ("normale" ) 12er Bowmore ist dagegen etwas farblos. Und als Bourbon-gereifter, rauchiger, nicht super-komplexer Single Malt gibt mir der Ardmore Traditional Cask irgendwie mehr.
    Der 16er Bushmills hingegen wirkt für mich fast aufgesetzt fruchtig (außerdem sticht nach meinem Geschmack eine bestimmte Note sehr heraus). So richtig überzeugt hat der mich also auch nicht.

    Doch beide Whiskys zusammen im Blend ergeben ein meiner Meinung nach sehr stimmiges und durchaus interessantes Gesamtbild.
    Da schmeckt mir der Blend besser als die Summe seiner Teile ... oder so ähnlich ... :wink:
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