Maker's Mark reduziert von 45% auf 42%

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MoT
Themenersteller
User MoT
Dabei seit: 11.07.2012Beiträge: 12Bewertungen: 0
, letzte Änderung 15. Februar 2013 um 00:15
SimonB hatte es schon in einem anderen Thread beiläufig erwähnt ...

Maker's Mark wird, um der rasant steigenden Nachfrage folgen zu können, das Alkoholvolumen seines Red Seals um 3% reduzieren.

Ich zitiere:
[...]We wanted you to be the first to know that, after looking at all possible solutions, we’ve worked carefully to reduce the alcohol by volume (ABV) by just 3%. This will enable us to maintain the same taste profile and increase our limited supply so there is enough Maker’s Mark to go around, while we continue to expand the distillery and increase our production capacity.

We have both tasted it extensively, and it’s completely consistent with the taste profile our founder/dad/grandfather, Bill Samuels, Sr., created nearly 60 years ago. We’ve also done extensive testing with Maker’s Mark drinkers, and they couldn’t tell a difference.[...]

" target="_blank" class="link_10">http://www.bourbonblog.com/blog/2013/02/09/makers-mark-reducing-bourbon-3-abv-proof-reduction-helps-demand-supply/

Schmeckt man wirklich selbst als Profi den Unterschied nicht heraus?

Wie muss man sich diese Änderung im Produktionsprozess vorstellen? Wird der "fertige" Whisky einfach gepanscht? Anders dürfte ja eine Mengenerhöhung nicht realisierbar sein ...
Soweit ich gelesen habe, soll der MM mit 42% in Kürze in den Regalen stehen.

Die Reaktionen, z.B. auf Facebook, sind natürlich verheerend. Könnte mir vorstellen, dass diese Entscheidung noch zurückgenommen wird ...
  • jocmueller User jocmueller Dabei seit: 21.05.2012Beiträge: 1,892Bewertungen: 0
    , letzte Änderung 15. Februar 2013 um 00:21
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    "MoT" schrieb:
    SimonB hatte es schon in einem anderen Thread beiläufig erwähnt ...

    Maker's Mark wird, um der rasant steigenden Nachfrage folgen zu können, das Alkoholvolumen seines Red Seals um 3% reduzieren.

    Ich zitiere:
    [...]We wanted you to be the first to know that, after looking at all possible solutions, we’ve worked carefully to reduce the alcohol by volume (ABV) by just 3%. This will enable us to maintain the same taste profile and increase our limited supply so there is enough Maker’s Mark to go around, while we continue to expand the distillery and increase our production capacity.

    We have both tasted it extensively, and it’s completely consistent with the taste profile our founder/dad/grandfather, Bill Samuels, Sr., created nearly 60 years ago. We’ve also done extensive testing with Maker’s Mark drinkers, and they couldn’t tell a difference.[...]

    " target="_blank" class="link_10">http://www.bourbonblog.com/blog/2013/02/09/makers-mark-reducing-bourbon-3-abv-proof-reduction-helps-demand-supply/

    Schmeckt man wirklich selbst als Profi den Unterschied nicht heraus?

    Wie muss man sich diese Änderung im Produktionsprozess vorstellen? Wird der "fertige" Whisky einfach gepanscht? Anders dürfte ja eine Mengenerhöhung nicht realisierbar sein ...
    Soweit ich gelesen habe, soll der MM mit 42% in Kürze in den Regalen stehen.

    Die Reaktionen, z.B. auf Facebook, sind natürlich verheerend. Könnte mir vorstellen, dass diese Entscheidung noch zurückgenommen wird ...



    Im Prinzip ja, es wird mit Wasser "gepanscht". Dies ist i.Ü. auch nichts anderes, als wenn anderen - auch schottische - Distilleries ihre Original-Abfüllungen (die ja eigentlich bis zum Bottlin alles Fasstärken sind) verdünnen, z.B. auf 46%, 45,8%, 43% oder 40% (als gängige Alkoholgehalte für in dieser Reihenfolge z.B. Bunnahabahin, Talisker, Caol Ila und Glenfiddich (oder Dalmore... sorry)). Gerade Talisker steht derzeit ebenfalls in der Kritik, da die ehemals in Fassstärke abgefüllten 25yo-Bottlings nun auch reduziert werden, das noch dazu mit einer saftigen Preiserhöhung. M.E. geht dies nicht ohne Veränderung des Geschmacksprofiles (wie die das nennen), aber eine Begründung muss man halt bringen...

    Ich muss mir jetzt mal eine "verdünnte" Talisker Abfüllung holen um zu entscheiden, wie es da aussieht, aber einerseits von CS auf 45.8% zu strecken, dann aber den Preis auch noch um über 30% anheben ist doch hart, aber die Nachfrage scheint wohl da zu sein.

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  • Tabrulavubeg User Tabrulavubeg Dabei seit: 13.04.2010Beiträge: 1,417Bewertungen: 0
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    Ich denke, die Reduzierung der Alkoholstärke von 45 auf 42% Vol. ist nur der erste Schritt der vollständigen Transformation des Maker's Mark in den ja ohnehin schon fast identischen John Medley's, wie ja auch schon von einigen Experten hier angedeutet.
  • Jock User Dabei seit: 05.12.2011Beiträge: 252Bewertungen: 0
    , letzte Änderung 16. Februar 2013 um 19:53
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    Hallo zusammen,

    und danke für den Hinweis, Marko. Dachte mit dem expliziten Verweis auf die Urheberschaft ist das okay. Aber es soll natürlich auf keinen Fall Streß geben. Hier also der Link mit der Hoffnung, dass das auch noch einige Zeit Verfügbar sein wird.

    Viele Grüße
    Jock



    Quelle: http://wirtschaft.t-online.de/trinker-wut-in-den-usa-durch-whisky-streckung/id_62168560/index <-------------------------

  • Marko_I User, Moderator Marko_I Dabei seit: 11.01.2006Beiträge: 9,615Flaschensammlung:Whiskybar bi-clubBewertungen: 983
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    Tollen Artikel hast du da geschrieben, Jock.
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    Unbekannt gefällt das
  • Jock User Dabei seit: 05.12.2011Beiträge: 252Bewertungen: 0
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    Man beachte den link am Ende des Sermons! rolleyes
  • Unbekannt Dabei seit: -
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    Man beachte, dass du den kompletten Artikel 1zu1 kopiert hast!
  • War_Starter User War_Starter Dabei seit: 22.10.2012Beiträge: 167Flaschensammlung:Spirits from the Twilight WorldBewertungen: 0
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    Mhh, ich weiß nicht. Mein entsetzen hält sich irgentwie in Grenzen. Ich hatte davon mal zwei Miniaturen geschenkt bekommen und fand die etwas sprittig. Nicht unbedingt schlecht, aber schon ein bischen zu aufdringlich im Alkohol. Mal sehen. Vieleicht tuts im ja garnicht schlecht.
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  • gunti User Dabei seit: 04.02.2013Beiträge: 13Flaschensammlung:guntis-BourbonsBewertungen: 0
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    Ich kann nur sagen eine Alkoholreduzierung hat einem Whiskey noch nie gut getan.Ein Jack Daniels vor 30 Jahren mit 45% war ein ganz anderes Kaliber,als daß ,was man heute zu kaufen bekommt.Aber die Tendenz ist eindeutig,die Amerikaner übernehmen diese Unsitte aktuell von den Schotten um die Gewinne zu maximieren.Buffalo Trace ist das beste Beispiel dafür,besagten Whiskey(ich meine den Buffalo Trace Whiskey) von 45% auf 40% zu reduzieren.Ich glaube nicht,daß Irgend wer in Asien oder Rußland einen Single Malt mag,geschweige denn trinkt.Ich bin selbst jedes Jahr 2 Monate in Thailand in Urlaub und für die Thais zählt nur Jonny Walker in allen Variationen,die dieser Blend nur haben kann.Bei einem Ardbeg Ten wurde mir von den Meisten Thais die Freundschaft verweigert.Und ob die Russen außer Wodka noch etwas anderes trinken,möchte ich stark bezweifeln.
  • Marko_I User, Moderator Marko_I Dabei seit: 11.01.2006Beiträge: 9,615Flaschensammlung:Whiskybar bi-clubBewertungen: 983
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    "gunti" schrieb:
    Ich glaube nicht,daß Irgend wer in Asien oder Rußland einen Single Malt mag,geschweige denn trinkt.Ich bin selbst jedes Jahr 2 Monate in Thailand in Urlaub und für die Thais zählt nur Jonny Walker in allen Variationen,die dieser Blend nur haben kann.Bei einem Ardbeg Ten wurde mir von den Meisten Thais die Freundschaft verweigert.

    Das geht einem hier nicht anders, Single-Malt-Geniesser kannst du im normalen Umfeld mit der Lupe suchen und bei einem Ardbeg 10 würden auch die meisten angewidert gucken. Aber es gibt sie hier und genauso gibt es sie dort. Das Dumme ist nur: In SÜd-/Ost-/SÜdostasien leben etwa 3,5Mrd Menschen, und von denen genügt ein verschwindend geringer Prozentsatz - viel geringer als bei uns - an Maltheads/Sammlern, um uns Erstweltlern gehörig die WHiskypreise zu versauen.
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  • gunti User Dabei seit: 04.02.2013Beiträge: 13Flaschensammlung:guntis-BourbonsBewertungen: 0
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    Aber deswegen schmeckt ein gepanschter Whiskey für den europäischen Liebhaber trotzdem schlechter,als der alte Whiskey und das ist schlimm genug.
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