Talisker: Wirklich nur was für Fortgeschrittene?

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  • [Gelöschter Benutzer] Dabei seit: 21.08.2015Beiträge: 0Bewertungen: 0
    , letzte Änderung 6. Dezember 2015 um 16:15
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    Ich hatte ja nun auch schon mal ein paar Talisker:exclaim:

    Wäre der 10er und nachfolgend der 18er nicht in mein Leben getreten, würde ich vermutlich immer noch am Kefir nuckeln... :biggrin:

    Wie schon beschrieben KANN Talisker mit den "verhältnismäßigen" niedrigen 20-25 PPM einen das Feld der rauchigen Whiskys behutsam näher bringen. Wer dann auch noch Pfeffer auf seinem oder in seinem Frühstücksei jeglicher Zubereitungsform schätzt, wird früher oder später begeistert sein. So mein Versprechen:cool:

    Allerdings versucht Talisker bzw. die Mama Diageo da gerade mit dem Skye die breite Masse abzuholen. Ich bin mir nicht sicher, ob das gelingt und ob hier nicht nachhaltig auch mit dem Dark Storm und dem "soliden PR" ein wenig der Erfolgskurs verlassen wird. Da aber die NAS-Diskussion woanders statt findet bin ich jetzt erst einmal fertig...

    Eins noch: Das Heruntersetzen der Prozente auf das Standard-Alk.Volumen von 45,8% in dem Alter >25yo finde ich sehr schade und ärgert mich ein wenig, da ich gerade die ungestümen älteren höherprozentigen Abfüllungen immer mehr schätzen gelernt habe. Aber so ist der Lauf der Dinge. Nehmen wir es so hin und warten wir erst einmal ab:biggrin:

    Um auf die Ausgangsfrage zurück zu kommen: Ich denke nicht, dass Talisker nur etwas für Fortgeschrittene ist. Würde meinen bei Erstkontakt bleiben hier eine Mehrzahl an Personen hängen als beispielsweise am Laphi 10... Muss aber nicht!
  • ASWhisky User ASWhisky Dabei seit: 18.08.2012Beiträge: 8,787Bewertungen: 288
  • Phycone User Phycone Dabei seit: 19.01.2013Beiträge: 346Flaschensammlung:Phycones SammlungBewertungen: 20
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    Wenn man das Whiskygenießen als "Aromenerkennungssport" sieht, gibt es meiner Meinung nach durchaus Einsteiger- und Fortgeschrittenen- Whiskies.
    Einsteiger Whiskies haben vielleicht nur 1-2 wirklich ausgeprägte Aromen, welche leicht zu erkennen sind. Diese sind von daher auch nicht komplex, können aber durchaus sehr gut gemacht sein und lecker schmecken.
    Whiskies für Fortgeschrittene wären dann Whiskies mit vielen eng verwobenen Aromen im Geschmack und Geruch. Diese sind dann entweder ein bisschen älter oder der Brennereicharakter an sich ist schon recht komplex.

    Geht man beim Whiskygenießen mit einer "Schmeckt-mir-oder-schmeckt-mir-nicht"-Haltung heran gibt es keine Einsteiger oder Fortgeschrittenen Whiskies, vorrausgesetzt man mag Whiskygeschmack an sich und ist den Alkohol gewöhnt.

    Von daher gesehen, wäre der Talisker für mich kein klassicher Einsteigerwhisky, aber auf jeden Fall auch nicht ausschließlich für Fortgeschrittene.
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  • Lehnhoff User Lehnhoff Dabei seit: 12.11.2015Beiträge: 623Bewertungen: 0
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    "Phycone" schrieb:
    Wenn man das Whiskygenießen als "Aromenerkennungssport" sieht, gibt es meiner Meinung nach durchaus Einsteiger- und Fortgeschrittenen- Whiskies.

    Das trifft leider zu. Bei Einsteigern ist der Kontext oft entscheidend, welche Bilder man mit Whisky oder gar einer bestimmten Marke verbindet. Meinen ersten Talisker fand ich damals viel zu scharf, ich mag aber auch überhaupt keinen Pfeffer oder pfeffrige Schärfe im allgemeinen. Aber er hatte natürlich etwas Rauhes und Ungestümes, weshalb ich mir gleich vorgestellt habe, dass das der richtige Whisky sei, um bei einem Spaziergang bei Wind und Wetter im Norden dabei zu haben.

    Ich denke, Einsteiger kommen immer mit solchen Assoziationen an die ersten Whiskys, weil das "sportliche" (noch) nicht ausgeprägt ist. Leider ist das Standardformat für Tastingnotes ja recht technisch und uninspiriert, es gönnen sich auch nur wenige die Freiheit, sich vom Whisky zu Assoziationen treiben zu lassen und diese womöglich auch zu kommunizieren.

    Wenn man Einsteiger gut vorbereitet, was vom Talisker zu erwarten ist, klappt das ausgezeichnet.
  • Maeks User Maeks Dabei seit: 24.03.2015Beiträge: 22Bewertungen: 0
    , letzte Änderung 6. Dezember 2015 um 17:34
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    Kann ich auch alles so unterschreiben.
    Der Talisker 10y war mein erster rauchiger Malt und ich fand ihn auf Anhieb sehr lecker.
    "Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer." -Sokrates
  • FrankDrebin User FrankDrebin Dabei seit: 18.05.2014Beiträge: 316Flaschensammlung:FrankDrebins SammlungBewertungen: 19
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    Ich finde überhaupt, dass Talisker eine geniale Destille ist. Und die Destillers Edition ist auch nicht zu verachten!
    http://www.whisky.de/typo3temp/_processed_/csm_attachment_d14f82db1a05f7b9eb699a6409526303_9094e6d4bc.gif "Nicht mehr ganz bei Toast!"
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  • morris User morris Dabei seit: 25.08.2011Beiträge: 605Bewertungen: 7
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    "FrankDrebin" schrieb:
    Ich finde überhaupt, dass Talisker eine geniale Destille ist. Und die Destillers Edition ist auch nicht zu verachten!


    Absolut!
    Spannend beim Tali 10 ist ja, dass er eben beides ist: ein Malt für Anfänger und Fortgeschrittene. Er war einer meiner ersten Raucher, ich fand ihn sofort toll. Was mich damals überzeugte, war die sirupartige Süsse, die nicht zu stark oder aufdringlich ist, verbunden mit einer perfekten Entwicklung am Gaumen. Der Rauch und der Pfeffer ergänzen. Diesem Aromenspiel lausche ich immer wieder gerne.

    Kürzlich hatte ich einen 30jährigen Tali in Fassstärke im Glas. Da zeigt sich die Qualität dieser Destille.
    Wer weiss, ob es solchen Stoff je wieder geben wird...?
    A whisky a day keeps de apple away!
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  • WithKeys User WithKeys Dabei seit: 28.03.2013Beiträge: 2,245Bewertungen: 3
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    Ich habe Talisker als Anfänger mal im Glas gehabt (war unter meinen ersten Proben), fand ich scheußlich.

    Heute, als Fortgeschrittener, mag ich das Zeug immer noch nicht...

    Süßer SoftieAntichrist und Bösewicht. Nichtfeder aus Überzeugung. WDE++: Das Forenhelferlein.

    Edradour selbstgemacht: Ein Stück Seife, eine Schüssel Brombeerschnaps und etwas Geduld.

    Team Auf-Peng-Weg!

    Man sollte immer eine Flasche Whiskey dabeihaben - für den Fall eines Schlangenbisses.
    Außerdem sollte man immer eine kleine Schlange dabeihaben.

    (W. C. Fields)

  • Christopher User Christopher Dabei seit: 02.11.2010Beiträge: 2,959Bewertungen: 143
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    "WithKeys" schrieb:
    Ich habe Talisker als Anfänger mal im Glas gehabt (war unter meinen ersten Proben), fand ich scheußlich.

    Heute, als Fortgeschrittener, mag ich das Zeug immer noch nicht...


    Geil, dann bin ich Profi.
    Ich mag das Zeug. Besonders die Abfüllungen >=20 Jahre.

    :cool:
    Das Leben ist zu kurz für schlechten Alkohol.
  • Quin User Quin Dabei seit: 25.05.2013Beiträge: 4,061Bewertungen: 0
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    Die im Gegensatz zu vielen anderen 10J doch schon gehobene Aromenvielfalt könnte ein ganz blutiger Anfänger evtl. nicht verstehen. Am Rauch kann man sich in der Situation ebenfalls stören. Ist das wichtig? Nö, kann man auch bei anderen haben. Aber ich glaube, dass die Schärfe missverstanden werden kann. So das man sich denkt "Och, ich hatte letzt nen 7€ Whisky ausm Lidl und der war genau so kratzig. - Rachenputzer!"

    Es ist nicht so, dass man ihn Anfängern zwingend ausreden sollte, aber er wäre ebenfalls nicht unter den ersten 10 Malts die ich Einsteigern empfehlen würde.
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