Elijah Craig 12

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  • Bruefrost
    Themenersteller
    User Bruefrost
    Dabei seit: 13.09.2015Beiträge: 385Flaschensammlung:Bruefrosts SammlungBewertungen: 109
    Am Wochenende haben wir uns den Elijah Craig 12 zugelegt und natürlich abends sofort verkostet.Er hat uns gut geschmeckt,was uns sofort beim verriechen und im Geschmack aufgefallen war,war diese Assoziation nach Klebstoff.Anscheinend sind wir nicht die einzigen denen das aufgefallen ist.
    Jetzt frage ich mich,wie schafft man das bzw ist das tatsächlich gewollt???

    "It's oil on my soul!" 


     H.H. Frentzen nach seinem ersten Formel 1 Sieg im Jahr 1997 in Imola  ;)




    Meine Samples :

    https://www.whisky.de/forum/discussion/40069/sampeliste-bruefrost/p1









  • PAWhi User PAWhi Dabei seit: 01.02.2016Beiträge: 67Bewertungen: 0
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    das wirst du in gewissem Maße in allen Boubons finden, da diese Note maßgeblich vom Mais kommt. Und der Maisanteil im Bourbon muss ja bekanntlich mindestens 51% sein.
    Es gibt - ähnlich wie ein Malt Whisky mal mehr oder weniger malzig ist - auch Bourbons, die diese Note (ich nehm's immer als Nagellackentferner wahr, kommt aber aufs gleiche raus) nicht so haben, schau mal hier
    (21:33) Bona: pawhi is der erste chattende kellerfund
  • [Gelöschter Benutzer] Dabei seit: 05.12.2011Beiträge: 0Bewertungen: 0
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    Hey Bruefrost,

    wie mein Vorredner schon sagte; ist bei Bourbons immer zu finden. Mal stärker, mal schwächer. Wenn man es gar nicht mag ... lieber weiter Japaner, Schotten, Iren oder Inder probieren. Aber es gibt auch länger gelagerte Varianten, bei denen diese "Kleberkomponente" wunderbar rund eingebunden ist. Ich habe aktuell einen Woodford Reserve "Double Oaked" offen mit einer Zweitlagerung für das Finish in einem "heavily toasted barrel". Das hat schon was.
  • hell10 User hell10 Dabei seit: 30.10.2014Beiträge: 493Flaschensammlung:Sammlung allgemeinBewertungen: 5
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    Bei Bourbons mit mehr Umdrehungen (alc.Vol.) wird die Klebstoffnote auch geringer bzw ist nicht mehr wahrnehmbar. Zumindest meine Erfahrung - wurde mir aber auch schon bestätigt.
    'Es ist ein langer Weg zum Whisky-Experten - und es ist eine schöne Zeit bis dahin' Quelle unbekannt Flaschenteilungen: aktuell abgeschlossen Mackmyra Blomstertid & Vinterrök / Ben Nevis & Glenlivet / DE Lagavulin & Oban / El Maximo No.8 & Green Spot / Sherry Bomben / BenRiach / Bowmore
  • FireRock User FireRock Dabei seit: 27.03.2015Beiträge: 5,913Bewertungen: 207
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    "Bruefrost" schrieb:
    Am Wochenende haben wir uns den Elijah Craig 12 zugelegt und natürlich abends sofort verkostet.Er hat uns gut geschmeckt,was uns sofort beim verriechen und im Geschmack aufgefallen war,war diese Assoziation nach Klebstoff.Anscheinend sind wir nicht die einzigen denen das aufgefallen ist.
    Jetzt frage ich mich,wie schafft man das bzw ist das tatsächlich gewollt???


    Wie schon meine Vorredner gesagt haben ist das absolut normal. Wobei ich das jetzt nicht unbedingt bei einem Elijah Craig in Erinnerung habe. Habe ihn aber auch schon lange nicht mehr getrunken. Ist bei manchen Bourbons sehr stark ausgeprägt, meiner Erfahrung nach vorallem bei günstigeren Bourbons. Was aber nicht einer mangelnden Qualität zugeschrieben werden kann. Ist manchmal auch bei teuere Bourbons stärker ausgeprägt.
  • QUIGGEDYQUiN User QUIGGEDYQUiN Dabei seit: 15.12.2014Beiträge: 20Flaschensammlung:Das ist Chefsache!Bewertungen: 10
    , letzte Änderung 21. Februar 2016 um 16:07
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    Kann ich so auch nicht bestätigen. Hatte den EC12 noch vor ca. zwei Wochen im Glas. Mit seinen 47% ist der auch nicht gerade an der unteren Prozentgrenze. Gibt sich möglicherweise auch dadurch, wenn sich die Flasche etwas leert.
  • Hufeisen User Dabei seit: 07.02.2016Beiträge: 39Bewertungen: 0
    , letzte Änderung 21. Februar 2016 um 18:15
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    Ich habe inzwischen die zweite Flasche EC 12 auf und beide unterscheiden sich etwas. Die erste Flasche hatte eine dunklere Frucht, etwa wie Rosinen, und eine leichte Klebstoffnote. Die zweite Flasche ist von der Frucht her heller, etwa wie weiße Weintrauben, und hat keine spürbare Klebstoffnote. Der EC 12 wird im Small-Batch-Verfahren hergestellt, was auch immer das konkret heissen mag. Meine Eindrücke und die unterschiedlichen Erfahrungen, die hier angemerkt werden, deuten auf vergleichsweise große Unterschiede zwischen den einzelnen Batches hin.

    Rein logisch gesehen, sollte die Alkoholstärke keinen Einfluss auf die Wahrnehmbarkeit der Klebstoffnote haben, wenn diese aus dem Mais stammt?!
  • [Gelöschter Benutzer] Dabei seit: 24.11.2015Beiträge: 0Flaschensammlung:Wolliwonkers SammlungBewertungen: 0
    , letzte Änderung 21. Februar 2016 um 19:29
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    "Hufeisen" schrieb:
    Ich habe inzwischen die zweite Flasche EC 12 auf und beide unterscheiden sich etwas. Die erste Flasche hatte eine dunklere Frucht, etwa wie Rosinen, und eine leichte Klebstoffnote. Die zweite Flasche ist von der Frucht her heller, etwa wie weiße Weintrauben, und hat keine spürbare Klebstoffnote. Der EC 12 wird im Small-Batch-Verfahren hergestellt, was auch immer das konkret heissen mag. Meine Eindrücke und die unterschiedlichen Erfahrungen, die hier angemerkt werden, deuten auf vergleichsweise große Unterschiede zwischen den einzelnen Batches hin.

    Rein logisch gesehen, sollte die Alkoholstärke keinen Einfluss auf die Wahrnehmbarkeit der Klebstoffnote haben, wenn diese aus dem Mais stammt?!


    Ich nehme an, ohne es sicher zu wissen, dass Small-Batch-Verfahren bedeutet, dass der Masterblender eine vergleichsweise kleine Menge an Fässern für eine Abfüllung vermischt. Ich glaube, dass sind so um die 60 Fässer. Klingt plausibel, dass du dann vergleichsweise große Unterschiede zwischen den Batches wahrnimmst.

    Die Alkoholstärke wird schätze ich schon einen Einfluss darauf haben insofern, dass bei niedrigerer Alkoholstärke der Whisky stärker verdünnt abgefüllt wird. Gut möglich, dass deswegen die Klebstoffnote intensiver oder weniger intensiv wahrgenommen wird. Wie Whiskys da genau reagieren ist mir ohnehin ein Rätsel bei den Unterschieden die schon nach einem Tropfen bemerkbar werden und teilweise recht krass sein können.
  • Hufeisen User Dabei seit: 07.02.2016Beiträge: 39Bewertungen: 0
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    Gestern habe ich noch einmal den EC 12 aus der zweiten Flasche probiert. Wenn man darauf achtet, findet man auch Klebstoff. Die Note ist aber sehr zart und könnte auch Menthol oder Alkohol sein, obwohl der EC weder nach Alkohol riecht noch schmeckt. Mit Klebstoff gefällt er mir besser :redface:.
  • sokrat3s User sokrat3s Dabei seit: 28.10.2006Beiträge: 2,015Bewertungen: 1
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    "Bruefrost" schrieb:
    Am Wochenende haben wir uns den Elijah Craig 12 zugelegt und natürlich abends sofort verkostet.Er hat uns gut geschmeckt,was uns sofort beim verriechen und im Geschmack aufgefallen war,war diese Assoziation nach Klebstoff.Anscheinend sind wir nicht die einzigen denen das aufgefallen ist.
    Jetzt frage ich mich,wie schafft man das bzw ist das tatsächlich gewollt???


    Ob das gewollt ist kann dir nur der Hersteller beantworten.

    Ich unterstelle: In gewisser weise ja, da es sich um einen Bestandteil von gewissen Estern handelt und diese definitiv gewollt sind. Denn was du das als Klebstoff wahr nimmst ist Ethylacetat, auch als Essigsäureethylester bekannt. Die Krux an dem Zeug: Ohne die Estern würde der Whiskey nach nix schmecken da wir ihnen im Grunde den Geschmack/Geruch im Whiskey verdanken.

    Gruß,
    Christian
    Slàinte Mhath! No one ever said on their death bed "I wish I had spent more time in the office" Philosophen Samples WB-Profil: BottleBox
  • Quin User Quin Dabei seit: 25.05.2013Beiträge: 4,061Bewertungen: 0
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    "sokrat3s" schrieb:
    "Bruefrost" schrieb:
    Am Wochenende haben wir uns den Elijah Craig 12 zugelegt und natürlich abends sofort verkostet.Er hat uns gut geschmeckt,was uns sofort beim verriechen und im Geschmack aufgefallen war,war diese Assoziation nach Klebstoff.Anscheinend sind wir nicht die einzigen denen das aufgefallen ist.
    Jetzt frage ich mich,wie schafft man das bzw ist das tatsächlich gewollt???


    Ob das gewollt ist kann dir nur der Hersteller beantworten.

    Ich unterstelle: In gewisser weise ja, da es sich um einen Bestandteil von gewissen Estern handelt und diese definitiv gewollt sind. Denn was du das als Klebstoff wahr nimmst ist Ethylacetat, auch als Essigsäureethylester bekannt. Die Krux an dem Zeug: Ohne die Estern würde der Whiskey nach nix schmecken da wir ihnen im Grunde den Geschmack/Geruch im Whiskey verdanken.

    Gruß,
    Christian



    Wo kommt das Ethylacetat denn her? Liegen die Klebernoten tatsächlich daran? Wenn ich den Wikitext zu "Ester" überfliege (und dabei 10% verstehe..), dann müsste auch Scotch danach schmecken.

    [...]durch die Reaktion einer Säure und eines Alkohols oder Phenols unter Abspaltung von Wasser[...]

    Wäre sehr interessant zu wissen.
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