Adventskalender 2018 - Eindrücke, Feedback und Auflösungen

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  • Anuminas User Anuminas Dabei seit: 05.02.2015Beiträge: 458Bewertungen: 0
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    @Plankton 

    Das ist gut, dass du da Verständnis hast - hatten gestern ein Tasting mit 8 Abfüllungen.

    Ich brauche jetzt erst einmal eine Pause.

    Trotzdem habe ich enormen Respekt vor der Arbeit (auch planungstechnisch), die du mit der Orga des Kalenders hattest. 

    PlanktonChriz0832 gefällt das
  • Bloodwyn User Bloodwyn Dabei seit: 16.07.2016Beiträge: 214Bewertungen: 0
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    Bei mir war das ähnlich wie bei @Anuminas ...Tastings, zu viele Samples (die ganzen Maltmans und Local Dealer wollen halt alle probiert werden, dazu neue Mortlachs etc.) und der Termin ist belegt.


    Deswegen jetzt von 2 auf 16! :mrgreen:


    Aroma: leichte Sherrytöne, exotische Früchte (Papaya, Sternfrucht) mischen sich mit zurückhaltenden Waldbeeren (vor allem Heidelbeeren und auch ganz dezent Erdbeeren), dazu Vanille und etwas Karamellsirup. Eine Litschi im Obstsalat vom Chinesen, in dem sonst eher helle Weintrauben zu finden sind. Die Holznoten sind sehr zart, fast seidig. Ich bilde mir Safran ein, auf jedenfall aber hellen Pfeffer und eventuell Muskatnuss. Milchkaffee und eine gute Portion Kakaopulver. Oder doch lieber würzigen "Weihnachtstee" mit feinem Zucker? Da sind auch mineralische Anklänge (die bei mir übliche Kalksteinwand^^).


    Geschmack: anfangs ein kurzer pfeffriger Antritt, dann sehr mundfüllend und ölig. Süßer werdend mit Weingummi- oder gar Kaugummassoziationen. Verschiedene Beeren (jetzt auch helle wie die Stachelbeere, aber auch wieder die schüchterene Erdbeere sowie die Heidelbeere; allerdings nun eher im Joghurt), erneut erscheint mir der Obstsalat und hat etwas von dem Honig daneben abbekommen. Irgendwie kommen plötzlich Apfelaromen auf und übernehmen so ziemlich: roter Apfel, Apfelmus bis zum Apfelkuchen. Im Milchkaffee ist brauner Zucker. Dazu reicht der Kellner ein paar Stücke Zartbitterschokolade.


    Abgang: sehr kurz sehr wärmend, danach back to Apfelbusiness. Eine leicht angebrannte Note kommt hinzu, war der Kuchen zu lange im Ofen? Der Zucker im Kaffee reicht nicht aus, deswegen gibt es noch etwas Kardamomsirup. Der Kaffee ist an sich schon so fruchtig, dass seltsam erscheinende Nuancen von Müsli mit roten Früchten im Nachklang verweilen.


    Durchaus schöner Whisky, der irgendwie ziemlich in der Mitte von "gut trinkbar" und "komplex" liegt. Interessant sind die Apfelnoten im Geschmack, die ich mal so gar nicht im Aroma hatte. Mir wäre der vor allem durch den höchstens mittellangen Abgang aber dann doch etwas zu langweilig.

    Gibt trotzdem gute 86 Punkte.


    Dann noch mein Tipp:

    Gerade durch die o. g. Apfelnoten hatte ich dann einen Longmorn im Kopf, jedoch passt die Nase da nicht wirklich zu. Bei der Destillerie habe ich somit keinen blassen Schimmer, würde mich jedoch auf die Speyside festlegen wollen. Vom Alter her dürfte der so zwischen 18 und 22 Jahren liegen und es sollten Refill Sherry-Hogsheads (wenn nicht sogar Re-Refill) gewesen sein. ABV würde ich auf 46-48 % schätzen. Könnte durchaus eine Old Particular Abfüllung von Douglas Laing sein, die haben oft einen ähnlichen "Fass-Charakter".
  • K_Biker User K_Biker Dabei seit: 22.08.2017Beiträge: 1,655Bewertungen: 0
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    Nach einigen stressigen Tagen komme ich heute auch mal wieder zum Öffnen eines Fläschens


    Nr. 17


    Orange, Rauch, etwas Süße

    Im Mund dann auch Rauch und Orange. Zudem ist da noch etwas undefinierbares, was mich etwas an Zement erinnert (nicht dass ich das schon einmal im Mund hatte, aber die Assoziationen sind da). Antritt ist sehr schwach, was wohl auf 40-43% hin deutet.

    Abgang ebenfalls recht kurz und leicht rauchig 


    Eher kein Komplexitätsmonster, eher easy drinking. Der Rauch lässt natürlich auf Islay schließen. Könnte Bowmore sein aufgrund der doch dunklen Farbe, im Vergleich zu seiner Aromenvielfalt und des von mir geschätzten eher jungen Alters. Oder aber auch eine Distillers Edition einer Islay Brennerei. Hatte ich zumindest noch nie im Glas. Eine Großflasche wird es davon auch nicht geben :mrgreen:

    Es ist ein langer Weg zum Whisky-Experten - aber auch eine schöne Zeit bis dahin


    Abgeschlossene FT: Glenrothes 1997 Whisky-FässleGlenrothes 19J Dun Bheagan, Ballechin 14, Vega 28 & Longmorn 26 SVGlenfarclas FC 1993GD18 (2019)

    Aktuelle FT: -


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  • Anuminas User Anuminas Dabei seit: 05.02.2015Beiträge: 458Bewertungen: 0
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    Ich hole mal ein Paar nach:


    Nr 17
    Refill Sherry ist mein erster Gedanke nach Farbe, Nase und den ersten Schlucken. Den Rauch nehme ich erst später wahr. Ansonsten ein netter Dram mit Honig, Fruchtnoten (dunkel), aber auch Einflüsse aus dem Eichenfass sind merklich. Er hält seine Eindrücke doch halbwegs lange in seinem Abgang.

    Könnte Bowmore (oder ein Speysider alter Prägung mit Rauchnoten) sein.


    Nr 18
    Gut - Anfängerfehler. Nach dem Rauch von Nr17 sind jetzt nicht mehr so viel Einzelheiten wahrnehmbar.

    Schöne Bourbonfassnase mit Vanille, Honig und hellen Früchten (aber nicht grasig und frischfruchtig). Geschmacklich eher wenig helle Früchte, mehr Vanille und Honigwasser, dazu Kräuternoten und es folgen die Fasseinflüsse. Evtl ein Mix aus diversen Fassarten - ein wenig Sherry mit dabei.

    Ich schätze mal eher 43% Trinkstärke und ein Standard.

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  • K_Biker User K_Biker Dabei seit: 22.08.2017Beiträge: 1,655Bewertungen: 0
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    Nr. 19


    blumig, kräuterig, etwas Honig, Brombeeren, Litschi, Pfirsiche, erfrischen

    im Mund direkt süß und sofort wieder diese extreme Kräuter-Note, Pfeffer, etwas Eiche, Sandelholz

    Abgang ist mittellang


    15 Jahre, 46%, Region geschweigen Brennerei habe ich absolut keine Ahnung, hatte ich sicher noch nie, könnte auch ein Nicht-Schotte sein. Sind mir aber zu viele Kräuter :mrgreen:

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  • K_Biker User K_Biker Dabei seit: 22.08.2017Beiträge: 1,655Bewertungen: 0
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    Nr 16


    Würzig, Vanille, Malz, Getreide, Brot mit Marmelade, 

    Auch im Antritt schön würzig und süffig, Wasser läuft im Mund zusammen, schöne Balance zwischen Eiche und Frucht, Weihnachtsgewürze 

    Schön lang wärmend im Abgang, leider etwas Bitterkeit 

    Refill Sherry mit gutem Alter und 46%. Trotz des von mir eher hoch geschätzten Alters, vermisse ich ein wenig Komplexität. Deshalb eher easy drinking


    Gefällt mir recht gut um z.b. am TV zu genießen, ohne ewig darüber nachdenken zu müssen

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  • Anuminas User Anuminas Dabei seit: 05.02.2015Beiträge: 458Bewertungen: 0
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    Nr 20 (aus dem Gedächtnis)


    Sehr schöne islaytypische, „dreckige“ Nase mit durchaus aromatischer, süßer und leicht fruchtiger Nase.

    Der Geschmack führt dies fort, ist aber trotz Fassstärke auch cremig und nicht zu alkoholisch. Ich finde ihn sehr harmonisch und der Abgang ist zum Glück sehr lange.

    Auf jeden Fall ein Tropfen von der Islay Südküste, Bourbonfass - Laphroaig!? Sehr sehr schmackhaft!

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  • Anuminas User Anuminas Dabei seit: 05.02.2015Beiträge: 458Bewertungen: 0
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    Nr 21

    Ein schöner Fruchtcocktail heller, reifer Früchte mit dezentem Rauch.

    Voller Geschmack auch mit Kräuternoten. Gefällt mir sehr gut.

    Etwas aus dem Bourbonfass...


    Nr 22

    Eine rauchige Sherrynase findet sich wieder in torfigem, rauchigem Geschmack. Rosinen, dunkle Früchte, Pflaumen treffen sich mit einem sauren Unterton. Am Ende kommt der Fasseinfluss mit Eiche.


    Nr 23 

    Rumtopf trifft Sherry. Ein feiner Malt mit vielen sherrytypischen Aromen, aber hauptsächlich Zartbitterschokolade und weihnachtliche Gewürze. Sehr passend für den heutigen Abend.


    Schöne Auswahl - Danke Plankton. :biggrin: 

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  • Bloodwyn User Bloodwyn Dabei seit: 16.07.2016Beiträge: 214Bewertungen: 0
    , letzte Änderung 25. Dezember 2018 um 11:00
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    Notes von gestern Nacht (24):


    Aroma: eher helle und auch leicht florale Holznoten vermischen sich mit Wachs. Minze, Pfirsichjoghurt und Aprikosen vermischen sich mit dem Geruch (!) von eingelegten Datteln. Eine Prise Salz und ein minimales Stechen in der Nase, wie beim Essen von scharfem Senf oder Wasabi kommen hinzu. Das ist echt schön. Fruchtmüsli mit vor allem getrockneter Banane, Cashew- und Haselnüssen, Kokosraspeln...hmm, allgemein viel Trockenobst. Weißbrot mit Butter. Leichter Milchkaffee mit Sahnehaube wird mit Shortbread serviert. Schöner Blütenhonig und auch etwas Apfel- oder Birnenschale und helle Trauben.


    Geschmack: sirupartige (Honig-) Süße, Grapefruit bzw. verschiedene Citrusnoten treten recht kurz, dafür aber stark hervor. Begleitet wird das von einer minimalen Spur von Pfeffer und der erneut sehr "seidigen" Holzigkeit. Der Milchkaffee hat wieder mal braunen Zucker abbekommen. Sahne bleibt. Ein Brioche mit salziger Butter ist sehr dünn mit Marmelade bestrichen worden. Dazu ein Müsliriegel mit ein paar roten Früchten. Irgendwo sind da auch für mich nicht ganz definierbare "grüne" Noten oder gar ein wenig Paprika edelsüß...


    Abgang: gut ölig mit gleichzeitiger etwas trockener Süße, wieder die filigranen Holznoten und überhaupt nicht bitter. Etwas Rosenwasser, Shortbread und jetzt sogar Fudge. Hinterlässt ein Gefühl von einer seidigen und wärmenden Spur im Rachen und gegen Ende habe ich tatsächlich etwas seltsam anmutendes, ich denke jedoch nach jedem Schluck genau daran: Petersilie

    Da war ich mal allergisch gegen, Glück gehabt. :mrgreen: :wink:


    Schöner, gut gereifter Whisky. Der braucht aber Zeit und vielleicht etwas Erfahrung, um ihn wirklich wertschätzen zu können. Mir fehlen jedoch etwas die Ecken und Kanten...da hat nur die Nase mit dieser leichten Senf/Wasabi-Assoziation schon was in der Richtung geliefert. Ich gebe sehr gute 88 Punkte.


    Mein Tipp:

    Schon beim Geruch habe ich sofort an eine Reifung in Ex-Bourbon gedacht und durch diese etwas wachsartigen Aromen auch, dass der älter sein wird (auf jedenfall 20+). Bei der Destillerie tue ich mich schwer, denke aber es könnte ein Lowlander sein, weil der so elegant und echt fast filigran daherkommt. Durch die gleichzeitig auch dezent maritimen (salzigen) Züge sage ich mal Bladnoch, 25 Jahre in einer Vase von Signatory Vintage in Fassstärke (vielleicht sehr gut eingebundene 48%, nicht so viel auf jedenfall).


    Mein Kommentar zur Auflösung: WTF? Den hatte ich tatsächlich bisher noch nicht probiert, mir aber echt mal anders vorgestellt. :eek:


    AnuminasPlankton2 gefällt das
  • Chriz083 User Chriz083 Dabei seit: 13.02.2017Beiträge: 25Bewertungen: 0
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    ich hab zwar alle verkostet und in einem Notizheft mitgeschrieben, aber ich werde jetzt nicht mehr alle abtippen ausser den letzten beiden


    nr24

    Geruch: deutlicher sherry, Vanille, dann kommt der Alkohol durch, die intensive Eiche sagt ein etwas höheres Alter voraus, er wird würzig , floral und im Anschluss noch erfrischend


    Geschmack: der Alkohol trifft mich zu erst, dann dunkle Früchte und wieder das Holz, zum Abschluss noch recht süß.


    Abgang: lange, mit Schokolade, pfeffer und wieder Holz


    der Alkoholgehalt verrät ja bereits, in welche Richtung es geht und lässt nur noch 3 Destillerien zu, meines Wissens nach


    mein Tipp: Fass: sherry; Alter 21y; Region: Inseln; Destillerie: Tobermory? 89 Punkte


    nr25

    Geruch: habe den Eindruck nach Jod, oder Meer, dann kommt etwas Obst durch, kann noch nicht genau sagen, welches, dann kommt ein Apfel durch, eher säuerlich, dann etwas Birne, Kekse und Butter


    Geschmack: sehr süß vom ersten Schluck an, wieder Kekse, dann der Alkohol und Vanille


    Abgang: lang und intensiv, etwas säuerlich nach zitrone


    mein Tipp: Bourbon Fass, älter als nr24, Region Highlands, Destillerie? keine Ahnung; 89 Punkte


    wow, wirklich toller Abschluss, danke wieder einmal an Plankton, für die viele Arbeit und die echt spannende und interessante Auswahl.

    Hat sehr Spaß gemacht die Proben zu verkosten und verriechen. Für mich war keiner dabei, den ich bereits hatte und ich hab sogar 3 Mal die Destillerie erkannt :wink:



    Frohe Weihnachten!!!





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