Now Drinking 2019

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  • Marko_I User, Moderator Marko_I Dabei seit: 11.01.2006Beiträge: 14,704Flaschensammlung:Whiskybar bi-clubBewertungen: 1425
    , letzte Änderung 17. September 2019 um 23:33
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    Penderyn 7 03.2011/01.2019 Bordeaux Grand Cru Cask GC1 60,2% WID:129891


    Lecker, der normalerweis recht starke künstlich-fruchtige Brennereicharakter kriegt hier vom Fass ordentlich eins übergebraten und wird in die richtige Richtung gelenkt, und ordentlich Würze gibt's auch bei. Nicht billig, aber auch nicht unverschämter und/oder schlechter als vergleichbare Schotten.
    • Nose
      Zimt, Spekulatius, Baumnadeln, Orangenmarmelade, getrocknete Aprikosen, Pfeffer; mit wird die Fruchtigkeit frischer, geht eher in Richtung rote Trauben/Beeren, Cocktailkirschen
    • Taste
      Holz/Harz, Pfeffer, erst kräftig exotisch-herb-fruchtig (Richtung Maracuja), mit längerer Verweilzeit im Mund dann süßer, marmeladiger (rote Beeren/Kirsche)
    • Finish
      mittellang, warm, Pfeffer, Muskat, Harz, ein Hauch schwarzer Johannisbeersaft/Holunder


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  • Marko_I User, Moderator Marko_I Dabei seit: 11.01.2006Beiträge: 14,704Flaschensammlung:Whiskybar bi-clubBewertungen: 1425
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    Adnams Triple Malt (England) 47% WID:87712


    Solides Teil, geht sogar in Richtung lecker, wenn man die Süße mag. Man merkt schon, dass er nicht der älteste ist, etwas kantig ist er noch, aber sprittig/beißend/metallisch ist da nix mehr, für 5 Jahre ist der schon sehr OK.
    Blind hätte ich wohl auf einen gelungenen deutschen Vertreter getippt.
    • Nose
      sehr süß, leicht würzig, Lebkuchen, Honig, Kokos, Zimt
    • Taste
      siehe Nase, aber noch süßer, dazu Milchschokolade und ein Hauch Pfeffer
    • Finish
      mittellang, Bitterschokolade, Eiche, leicht pfeffrig-warm


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  • DocF. User, Moderator Dabei seit: 31.07.2016Beiträge: 2,008Bewertungen: 2
    , letzte Änderung 18. September 2019 um 04:01
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    Glen Elgin 12yo White Horse Distillers, 43% ABV WID:118152 von grinface

    Farbe: Old Gold - E150

    Nase: Kerzenwachs, alter Eichenschrank, Ruß oder doch Torfrauch? Nasse Kiesel. Nasses Herbstlaub, Baumsaft. Später macht sich hier auch old bottle flavour breit.

    Mund: Hier merkt man, dass der Whisky irgendwie doch nur 12 Jahre alt ist. Bizzelt erstmal etwas. Besonders viel Geschmack pro Volumen steckt auch nicht wirklich dahinter, und hier taucht auch old bottle flavour auf, inklusive etwas nasser Wellpappe. Ruß, Blockmalz, Möbelpolitur, Orangen, Tannenharz. Modriges Holz.

    Abgang: Mittellang. Nur noch wenig Ruß, trocken-bitter.

    Kommentar: Schöne Nase, aromatisch älter als 12 Jahre. Danach meh. Wenn man mehr Rauch nicht abgeneigt ist, ist der Longrow Peated eine würdige Alternative, meiner Meinung nach 'ne ähnliche Aromenkiste. Oder auch der Longrow 18. Vermutlich beide billiger, mit mehr Wumms (auf mehrere Weisen). Als (nicht allzu teure) Probe trotzdem interessant. 85P - die Nase versprach deutlich mehr.


    White Horse Fine Old Scotch Whisky, 43% ABV WID:123783 (oder zumindest ähnlich) von Dir_k

    Farbe: Deep Gold - E150

    Nase: Wirkt jünger als der Glen Elgin, kratzbürstiger, heller, und weniger torfig. Mit mehr Luft beruhigt er sich deutlich, Senf, Curry, Streichhölzer, der süßeste Hustensaft ever, wüsste ich doch nur noch, welche Marke das war, Ricola. Gemüsebrühe. Reife Himbeeren, Apfelschalen, holzige Birnen.

    Mund: Doch keine Kratzbürste, Möbelpolitur, wieder Hustensaft, wieder Gemüsebrühe, insbesondere Sellerie, Spirit-Schwefel. Ein klein wenig duftender Torfrauch. Eher Torfruß. Ölig ist er nicht gerade, das ist kein Mangel, dünn ist nichts.

    Abgang: Mittellang. Hefe, hier vergleichsweise stark rauchig, weniger trocken-bitter.

    Kommentar: Vielleicht auch kein Whisky, über den sich ein Roman schreiben lässt, er geht aber nach der Nase  nicht baden und alles in allem wunderbar zusammengeblendet. 88P


    White Horse? Aus Limburg mitgebracht, erstanden bei Michiel W., und selbst da für irgendeinen abgespaceten Preis, deshalb ein ganzer Centiliter*:

    Lagavulin 16yo White Horse Distillers, 43% ABV WID:4594 (leider nicht genauer auf die Flasche gesehen, darum die generische WID)

    Farbe: Chestnut / Oloroso Sherry - E150

    Nase: Mit dem heutigen Torfrauch hat die Nase fast nichts gemein. Riecht eher nach Haferbrei, und im Nachbarzimmer raucht jemand 'ne Zigarre, der Rauch kommt nur noch abgekühlt an. Gerade gebrochene Äste, Gries, dann fängt doch noch jemand an, an den grünen Ästen rumzuzündeln, trockener Humus. Earl Grey, eine winzige Vanillenote. Pinienkerne. Grüne Banane, unreife Pflaumen, dreckige Fahrradkette. Hat nach längerem Atmen etwas erstaunlich salziges. Papaya, Sternfrucht.

    Mund: Hier dann doch noch eine Ladung erdiger Torfrauch, jup, schön ölig, mit einigen Humusbröckchen drin, der Haferbrei schaut auch noch mal vorbei, Earl Grey dazu, schwarzer Pfeffer, mehr Bergamotte, eine süße Variante einer sehr unreifen Banane, holzige Birnen, knarzend rauchende nasse Äste. Sternfrucht.

    Abgang: Lang, hier besonders viel Bergamotte, Kakaopulver, Banane, poliertes Eichenholz, etwas salzige Gischt. Trockene Erde.

    Kommentar: Der Whisky lässt sich in unzählige subtile Aromen sezieren und verbindet ein weites Spektrum zwischen Tropenfrucht und Salz. Am meisten gefällt mir der nach dem ersten Schluck omnipräsente Torfrauch, der gesetzt und kühlend wirkt (nicht auf die 60++% Alk-Menthol-kühlende Art und Weise, nein, einfach nur kühl), der Rauch ist nur solides Rückgrat und überdeckt nichts. Der einzige heutige Whisky, der annähernd in die gleiche Kerbe schlägt, ist ein Top-Batch des Longrow 18, und aromatisch leider auch wieder 'ne ganz andere Kiste. 93P


    *Der Abfüller dieser Probe hat mir übrigens meine 1cl-Flasche unter Ausnutzung der Oberflächenspannung zugestopft. Also eher bis knapp unter 2cl. Mein Held des Tages.


    Ist ja eigentlich ein Sakrileg, noch was danach zu trinken, naja:

    Lagavulin 16yo OA bottled 2018, 43% ABV WID:110764

    Farbe: Burnished - E150

    Nase: Lagavulin ist für mich zumindest nach 16 Jahren keine reine Aschebombe mehr, der Torfrauch ist dennoch deutlich knarzender, hat für mich etwas grünes, von überlang gezogenem grünen Tee, Tang bei Ebbe, salziger Gischt, Schlick, und heute auch Chips ungarisch :lol: Nach dem ersten Schluck cremiger / schäumend? Verrotende Blätter, Kampher.

    Mund: Auch nach den (leicht) rauchigen Vorspeisen heute Abend beißt der Rauch hier nochmal nach, als hätte man einen Schwall nassen Rauch eingeatmet, fruchtig ist hier nur noch wenig, süß schon eher, mit etwas Fantasie die Bergamotte-Note. Der Whisky ist - bei dieser Rauchlast selbstredend - mundfüllend. Auf Earl Grey-Tee können wir uns einigen. Salzig ist er hier deutlich weniger, aber harziger, verkohlendes Kolophonium.

    Abgang: Lang. Hier irgendwie dann doch Bergamotte dabei, und grüne Banane, überlagert von einem Schwall knarzendem Rauch.

    Kommentar: Auch so ein Whisky, der im Grunde genommen jede Sonderabfüllung überflüssig macht. Im Vergleich mit der White Horse-Abfüllung hat er viel Subtilität eingebüßt, ich frage mich allerdings hier, ob oder wie viel durch Änderungen am New Make. Viele Aromen finden sich in Ansätzen immer noch, nur die Fruchtigkeit ist fast vollständig verloren gegangen. Bleibt mir nichts anderes übrig, als 10cl abzuzwacken und 20+ Jahre auf die Beantwortung dieser Frage zu warten. Wie auch immer, eine Hausnummer. 88P


    Probenliste --- BGB VIII: Who's next? --- Der Blinde Budget Bus v2

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  • maltaholic User maltaholic Dabei seit: 29.07.2014Beiträge: 21,358Flaschensammlung:maltaholics KellergeisterBewertungen: 535
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    Zur bestandenen Bachelor-Prüfung gibts heute mal was ganz was Edles.


    image



    Vielen Dank an @Yazzfryk für die Teilung vor einiger Zeit.

    In der letzten Staffel vom Bachelor mitgemacht? ...


    “Whisky, like a beautiful woman, demands appreciation. First you gaze, then it's time to drink.” ― Haruki Murakami
    Vallado gefällt das
  • HuebscherZwerg User Dabei seit: 12.02.2019Beiträge: 31Flaschensammlung:HuebscherZwergs SammlungBewertungen: 0
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    @maltaholic nein aber in der kommenden :biggrin:

  • craide User craide Dabei seit: 14.07.2016Beiträge: 387Flaschensammlung:mcBewertungen: 3
    , letzte Änderung 18. September 2019 um 09:42
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    Nachtrag von gestern Abend....


    image



    Glenallachie 10y Wood finish  Clubflasche Whisky.de

    WID: 138356


    Danke an @Waschbär  für das sample. 



    Der wird wohl niemanden so richtig überfordern. Angenehm, leicht zu trinken. Das Fass-Finish find ich gut und schmeckt mir. Ist aber leider nicht sehr dominant. Alle Aromen verschwimmen etwas ineinander. Wenn mir meine anderen easy-drinking Whiskys ausgehen wäre das einer zum kaufen. Aber das wird wohl erst nächsten September soweit sein. :wink::mrgreen:

    • Geruch
      85
      Nicht sehr aufdringlich in der Nase. Angenehme süße, leicht erfrischende Note. Rote Früchte kommen durch.
      Rote Äpfel, Erdbeeren. Wirkt schon alles irgendwie harmonisch für mich. Aber sonderlich spektakulär ist er nicht.
    • Geschmack
      84
      Weich, leicht ölig. Dezent würzige Schärfe ist drin. Die roten Früchte und die süße bleiben. Dazu kommen noch exotische Früchte wie Mango, Ananas und Pfirsich. Hinten raus kommt nochmal kurz die Eiche durch. Leicht trinkbarer, nicht sehr komplexer Whisky.
    • Abgang
      84
      Kurz, leicht bitter nach Schokolade. Verblasst aber recht zügig. Nur die süße bleibt etwas länger.


  • Totoro User Totoro Dabei seit: 11.10.2017Beiträge: 613Bewertungen: 0
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    galli schrieb:

    Heute gibt es das Blind Sample von @Totoro 

    Notes gibt es keine. Allerdings eine Einschätzung. 

    Farbe ist schon mal schön. Sieht nach Sherrywhisky aus.

    Nach der ersten Nase bin ich jetzt dann doch eher weg vom Sherry und schwanke zwischen Rotwein oder Portwein. Tippe aber dann doch auf Rotwein, da ich noch einen klein bisschen Säure vernehme. Schöne Sauerkirschen angedickt mit Vanillepudding oder so. Ein wenig florale Note habe ich auch. Im Mund dann cremig. Auch hier habe ich das Gefühl, dass die Früchte nicht so wirken wie es bei Sherry der Fall wäre. Mir kommen sie einfach etwas frischer, heller, leichter und dennoch rot rüber. Dazu gleicht das Mundgefühl einem Rotwein. 

    Auch wirkt er nicht zu jung. Also wahrscheinlich kein NAS. Aber extrem alt ist er auch nicht.

    Zusätzlich Fassstark. 

    Mein Tipp:

    Region: Ich sag mal Highlands

    Vorbelegung Fass: Rotwein

    Alter: 10 - 13 Jahre

    Alkoholgehalt: 53 - 56%

    Mir hat er gut geschmeckt. Vielen Dank @Totoro 



    @galli Beim Alter liegste richtig, bei der Region auch. image
    Bei der Fassvorbelegung hast du dich allerdings von den typischen milchigen Säurenoten der Brennerei (Sauerkirschen & Vanillepudding fand ich super) auf die falsche Fährte führen lassen: es war in der Tat Sherry und kein Rotwein. Und den Alkoholgehalt hast du vielleicht etwas großzügig geschätzt.
    Freu mich, dass er dir geschmeckt hat!
    Nun zur Auflösung: es war eine Abfüllung, deren "Geschwister" hier im Forum in letzter Zeit ganz schön Furore gemacht haben, nämlich ein ...
    ...

    [Trommelwirbel]

    ... 

    Edradour 2005/2016 aus der Signatory Vintage Unchillfiltered Collection, abgefüllt mit 46% und in der Base zu finden unter der WID 83774.


    FT (aktuell): TBA

    FT (abgeschlossen): 25 /// 24 /// 23 /// 22 /// 21 /// 20 /// 19 /// 18 /// 17 /// 16 /// 15 /// 14 /// 13 /// 12 /// 11 /// 10 /// 9 /// 8 /// 7 /// 6 /// 5 /// 4 /// 3 /// 2 /// 1


    Hier geht’s zur :arrow: Sampleliste mit über 100 Abfüllungen.

  • galli User galli Dabei seit: 04.01.2015Beiträge: 2,143Bewertungen: 0
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    Totoro schrieb:


    galli schrieb:

    Heute gibt es das Blind Sample von @Totoro 

    Notes gibt es keine. Allerdings eine Einschätzung. 

    Farbe ist schon mal schön. Sieht nach Sherrywhisky aus.

    Nach der ersten Nase bin ich jetzt dann doch eher weg vom Sherry und schwanke zwischen Rotwein oder Portwein. Tippe aber dann doch auf Rotwein, da ich noch einen klein bisschen Säure vernehme. Schöne Sauerkirschen angedickt mit Vanillepudding oder so. Ein wenig florale Note habe ich auch. Im Mund dann cremig. Auch hier habe ich das Gefühl, dass die Früchte nicht so wirken wie es bei Sherry der Fall wäre. Mir kommen sie einfach etwas frischer, heller, leichter und dennoch rot rüber. Dazu gleicht das Mundgefühl einem Rotwein. 

    Auch wirkt er nicht zu jung. Also wahrscheinlich kein NAS. Aber extrem alt ist er auch nicht.

    Zusätzlich Fassstark. 

    Mein Tipp:

    Region: Ich sag mal Highlands

    Vorbelegung Fass: Rotwein

    Alter: 10 - 13 Jahre

    Alkoholgehalt: 53 - 56%

    Mir hat er gut geschmeckt. Vielen Dank @Totoro 



    @galli Beim Alter liegste richtig, bei der Region auch. image
    Bei der Fassvorbelegung hast du dich allerdings von den typischen milchigen Säurenoten der Brennerei (Sauerkirschen & Vanillepudding fand ich super) auf die falsche Fährte führen lassen: es war in der Tat Sherry und kein Rotwein. Und den Alkoholgehalt hast du vielleicht etwas großzügig geschätzt.
    Freu mich, dass er dir geschmeckt hat!
    Nun zur Auflösung: es war eine Abfüllung, deren "Geschwister" hier im Forum in letzter Zeit ganz schön Furore gemacht haben, nämlich ein ...
    ...

    [Trommelwirbel]

    ... 

    Edradour 2005/2016 aus der Signatory Vintage Unchillfiltered Collection, abgefüllt mit 46% und in der Base zu finden unter der WID 83774.


    @Totoro 
    Ok. Zumindest zwei Treffer:lol:
    Auf den Rotwein habe ich mich tatsächlich aufgrund der Säure versteift und war irgendwie auch recht zuversichtlich.
    Und gestern war ich wohl etwas empfindlicher unterwegs. Hatte danach noch einen 46%igen im Glas und der kam mir auch stärker als sonst vor. Solche Tage gibts auch mal.


    Gallis Sampleliste


    Beendete FTs: 12345678910


    "Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts." - Willy Brandt

  • waal User waal Dabei seit: 15.12.2015Beiträge: 929Bewertungen: 0
    , letzte Änderung 18. September 2019 um 16:21
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    Teeling 1991/2016, 24yo, Cask 6767, 50,2% Vol., bottled for Aquavitae - WID: 88150

    "Lieblich, süßer Früchtekorb"

    Ersteindruck:
    Typische Flasche (ohne Umverpackung) der älteren Abfüllungen von Teeling mit blassgoldenen Inhalt.

    Aroma:
    Die Nase ist sowas von typisch Irland. Angeblich ja "nur" zweimal destilliert ist der irische Single Malt dennoch sehr weich und rund. Ist wohl dann den 24 Jahren geschuldet. Eine unglaubliche fruchtige Süße strömt aus dem Glas, in welcher sich noch weitere Aromen verstecken. Diese Süße ist nicht alleine nur süß, wie man es oft in Whiks(e)y vorfindet, sondern die Süße an sich ist bereits sehr komplex. Als würde man seine Nase in zwei Hände voll verschiedener Süßigkeiten stecken. Hatte ich so auch noch nicht. Dominiert wird das Ganze aber sicherlich vom lieblichen Duft, welcher aus einem vermeintlichen Honigglas empor steigt. Daneben erfreue ich mich an Fruchtnoten von unter anderem Melone, Marille, Mango und reifer Banane. Ganz unterschwellig ist etwas Würze erkennbar. Der Alkohol (immerhin 50% Vol.) ist praktisch nicht vorhanden. Vanille spielt beim Gesamteindruck auch eine nicht unwesentliche Rolle.
    Man könnte Stunden daran verriechen und würde immer wieder auf neue Nuancen stoßen. Sehr fein!

    Geschmack:
    Ein wundervoll geschmeidig, seidenweicher Körper mit dezent vorhandenen Aromen aus dem Gewürzfach. Vanilleeis, schmilzt langsam im Mundraum und nur mäßig stark kitzelt der Alkohol an der Zungenspitze. Die Früchte erkenne ich hier deutlich weniger als im Aroma. Ich würde hier meinen, dass die floralen Noten die Fruchtnoten übertrumpfen. Der Irish Single Malt bietet mir im Geschmack vor allem eine Crème Brûlée in welche Pfeffer, Nelken, Kardamom und weitere feine Sachen eingearbeitet wurden. Ist ja schließlich auch nicht zu verachten image

    Abgang/Nachschmecken:
    Minimalste Bitterkeit und lang währende Süße mit sich abwechselnder Säure halten sich die Waage. Die Gewürze sind auch hier noch deutlich zu schmecken. Hier kommt nach ein paar Minuten die Marille wieder extrem(!) durch. Herrliche Überraschung!

    Fazit:
    Ein schöner alter Ire mit ausreichend Komplexität bei gleichzeitig Gaumen schmeichelnden Aromen sowie Konsistenz. Richtig schön. Schade, dass davon nicht einmal 200 Flaschen abgefüllt wurden. Ich bin gespannt, wie sich die Aromen nun mit etwas Luft entwickeln werden.
    Zum Fass könnte ich nichts sagen. Müsste ich tippen, würde ich auf reine Ex-Bourbonfass-Reifung tippen. Ob da aber nicht doch ein Süßweinfass dabei war? Ich weiß es leider nicht. Wundern würde es mich aber nicht...
    Jedenfalls ein Single Malt, welchen man aus vielen herauskennen würde. Ich hatte eigentlich eine hohe Erwartungshaltung, gleichzeitig aber die Befürchtung, dass ich enttäuscht werde (bin jetzt nicht der größte Teeling-Freund). Zusammenfassend ein Ire, welchen man probiert haben sollte. Herausstechend!

    Punkte:
    91/100


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    Alexanders "waal" Samples

    !! AB EUR 44 gebe ich 44% RABATT auf den Gesamtpteis !!

  • Thomas_D15 User Thomas_D15 Dabei seit: 23.12.2009Beiträge: 306Flaschensammlung:An Thomas sei SammlungBewertungen: 54
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