Was tut sich am Whisky-Sammlermarkt?

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  • dRambo User dRambo Dabei seit: 23.09.2015Beiträge: 8,932Bewertungen: 3
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    Bücherwurm schrieb:

    ...

    Das ist auch nochmal ein Thema für den nächsten Stammtisch. Für mich persönlich ergeben sich aus dieser Situation z.B. auch einige Ambivalenzen. @dRambo

    na ob ich noch so recht seriös bin - nach den paar vielen Drams dort? :smile:

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    Aktuelle Flaschenteilung: Laphi 25 CS 2017(OLO) Samples: InstaDram

    Abgeschlossene pornöse Flaschenteilungen: I  II  III  IV V VI VII VIII VIIII IX X XI XII XIII XIV XV privatTeilungen:: 13                     

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  • Bücherwurm User Dabei seit: 11.12.2018Beiträge: 423Bewertungen: 0
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    @dRambo Es wird hoffentlich nicht so schlimm wie beim letzten Mal. :biggrin:


    abgeschlossene FT: 1., 2.

    Die Zukunft ist ziemlich sicher. Es ist die Vergangenheit die schwierig vorherzusehen ist.


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  • HolgerT. User HolgerT. Dabei seit: 29.07.2011Beiträge: 4,696Flaschensammlung:MedizinschrankBewertungen: 48
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    Waschbär schrieb:


    Bücherwurm schrieb:

    Wer sammelt um Geld zu machen soll sich am Ende einfach nicht über hohe Preise, teures Marketing, etc. beschweren. 

    Stell dir vor es gibt überteuerten Malt und keiner kauft ihn. Die Blase platzt nur nicht,  wir uns weiterhin von einigen Konzernen ausnehmen lassen (durch Sammlerflaschen, Limitationen, usw.). Die Blase platzt erst dann, wenn die Abnehmer den Anbieter abstrafen. Solange wir uns aber in der derzeitigen Marklage befinden gibt es nur zwei Möglichkeiten: 

    1. Die horrenden Preise bezahlen ( weil man etwas tolles im Glas haben will)

    2. nach Perlen suchen (und hoffen das mehr Liebhaber mit geänderten Konsumverhalten den Markt beeinflussen)


    Mein Apell an alle! Bitte kauft nicht die Xte Ardbegsonderediton. Es sei denn ihr kauft ihn wenigstens mit der Absicht ihn irgendwann zu genießen. Zuletzt bleibt es eine Frage jedes einzelnen Verbrauchers und die muss man sich nur vor sich verantworten.


    @Bücherwurm 

    Mein Apell an alle: Kauft alle die Xte Ardbergsonderedition und stellt sie euch ungetrunken in den Schrank! (Das reduziert wenigstens die Ressourcen für die Nachfrage nach dem wirklich leckeren Zeug.)

    Also wenn mich die Ardbeg Spezialabfüllungen nicht interessieren, dann ist mir auch ziemlich egal, ob die jemand anderes kauft.

    Für mich muss ich sagen, dass ich seit Jahren (fast) jede Abfüllung zum "Normalpreis" bei TWS und Ardbeg(Day) bekommen habe.

    Über 100€ habe ich nur für einen Alligator Nauchkauf hingeblättert - leider geil.

    Die Dödels sind doch nur die Leute die die Schwarzmarktverkäufer belohnen und Mondpreise bezahlen.

    Würde jeder nur noch bei offiziellen Shops kaufen, würde der Schwarzmark zusammenbrechen, vieeel mehr für den Konsumenten, ja sogar den Sammler bleiben und die Ausgabepreise stabil bleiben.

    Eine Brennerei dafür abzustrafen, dass der Endverbraucher Spekulanten züchtet halte ich für den falschen weg.


     

    Blindverkostung öffnet die Augen...
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  • dRambo User dRambo Dabei seit: 23.09.2015Beiträge: 8,932Bewertungen: 3
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    Bücherwurm schrieb:

    @dRambo Es wird hoffentlich nicht so schlimm wie beim letzten Mal. :biggrin:


    Was war denn da schlimm? keiner ist umgefallen, hat sich entleert oder geprügelt? voll langweilig :frown:


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  • Waschbär User Waschbär Dabei seit: 01.05.2014Beiträge: 20,333Bewertungen: 6
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    HolgerT. schrieb:


    Waschbär schrieb:


    Bücherwurm schrieb:

    Wer sammelt um Geld zu machen soll sich am Ende einfach nicht über hohe Preise, teures Marketing, etc. beschweren. 

    Stell dir vor es gibt überteuerten Malt und keiner kauft ihn. Die Blase platzt nur nicht,  wir uns weiterhin von einigen Konzernen ausnehmen lassen (durch Sammlerflaschen, Limitationen, usw.). Die Blase platzt erst dann, wenn die Abnehmer den Anbieter abstrafen. Solange wir uns aber in der derzeitigen Marklage befinden gibt es nur zwei Möglichkeiten: 

    1. Die horrenden Preise bezahlen ( weil man etwas tolles im Glas haben will)

    2. nach Perlen suchen (und hoffen das mehr Liebhaber mit geänderten Konsumverhalten den Markt beeinflussen)


    Mein Apell an alle! Bitte kauft nicht die Xte Ardbegsonderediton. Es sei denn ihr kauft ihn wenigstens mit der Absicht ihn irgendwann zu genießen. Zuletzt bleibt es eine Frage jedes einzelnen Verbrauchers und die muss man sich nur vor sich verantworten.


    @Bücherwurm 

    Mein Apell an alle: Kauft alle die Xte Ardbergsonderedition und stellt sie euch ungetrunken in den Schrank! (Das reduziert wenigstens die Ressourcen für die Nachfrage nach dem wirklich leckeren Zeug.)

    Also wenn mich die Ardbeg Spezialabfüllungen nicht interessieren, dann ist mir auch ziemlich egal, ob die jemand anderes kauft.

    Für mich muss ich sagen, dass ich seit Jahren (fast) jede Abfüllung zum "Normalpreis" bei TWS und Ardbeg(Day) bekommen habe.

    Über 100€ habe ich nur für einen Alligator Nauchkauf hingeblättert - leider geil.

    Die Dödels sind doch nur die Leute die die Schwarzmarktverkäufer belohnen und Mondpreise bezahlen.

    Würde jeder nur noch bei offiziellen Shops kaufen, würde der Schwarzmark zusammenbrechen, vieeel mehr für den Konsumenten, ja sogar den Sammler bleiben und die Ausgabepreise stabil bleiben.

    Eine Brennerei dafür abzustrafen, dass der Endverbraucher Spekulanten züchtet halte ich für den falschen weg.


    @HolgerT. 


    Ich strafe diese Brennerei nur ab, weil mir ihre Plörre nicht schmeckt. Das ist natürlich mein persönliches Problem. Ich kaufe die NASen Marketinghype Sonderabfüllungen aber trotzdem, wenn ich sie zum Normalpreis bekommen kann. Weil ich hoffe, sie irgendwann irgendeinem Schwarzmarktdödel teuer verkaufen zu können.

    [Aktiv] FT 79. Chat-Stammtisch September: GlenAllachie – eine Entdeckungsreise

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  • SmokeyRuhr User SmokeyRuhr Dabei seit: 22.12.2013Beiträge: 1,472Flaschensammlung:smokeyruhrBewertungen: 8
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    Ganz so einfach wird sich das "Problem" Sammlermarkt wohl nicht lösen und das da eine Investment Blase platzen könnte, sehe ich auch nicht wirklich.

    Ich schätze, manche Flaschen oder Brennereien haben einfach einen sehr schnellen preislichen Höhenflug hingelegt. Da kann man preislich wohl daneben greifen, aber insgesamt ist Whisky halt ein Gut, welches weniger wird. Nicht in der Menge gesamt, aber in der Menge eines älteren Jahrgangs, der Anzahl guter Fässer, etc.

    Was davon für den Einzelnen wichtig ist, ist bestimmt unterschiedlich.


    Aber hier im Forum liest man es doch auch hin und wieder... "Zum Glück habe ich noch genug alte Abfüllungen...."

    Schön für den oder diejenigen, die das sagen können. Andere, wie auch ich, haben halt später mit den qualitativ besseren Whiskys angefangen. Und auch da ist doch der Wunsch, ein paar bessere, oder ältere Abfüllungen zu haben, vorhanden.


    Da viele Whiskys, bzw. Jahrgänge selten sind, sind sie teuer und oft nur auf dem Zweitmarkt erhältlich. Ist es jetzt verwerflich, wenn man den auch mal haben möchte? Klar, er ist dadurch teurer und man befeuert die Preissteigerungen.


    Gleichzeitig schaut man auf die jetzigen Abfüllungen und legt sich sicherheitshalber welche zurück. Manche davon werden im Laufe der Zeit bestimmt getrunken, manche werden aber auch da dem Zweitmarkt zugeführt, denn irgendwie (sehen wir doch hier immer wieder) klappt das mit "ich kaufe nix mehr" nur so semi-optimal (oder sagen wir: meist gar nicht!)

    Irgendwann sammelt sich dann eine Menge an Flaschen an und selbst trinken kann und will man die dann vielleicht gar nicht mehr. 


    Ich denke, es ist zwar traurig, dass dieses Hobby so kostspielig ist, aber jeder kann und sollte auf der Ebene, die er sich leisten kann, das Hobby ausleben. Wenn dazu gehört, auch mal hin und wieder eine Flasche zu verkaufen, dann ist das halt so. Wir sind hier kein Sammlerforum und trotzdem stehen bei vielen hier eine Menge Flaschen in Schränken, Regalen, ganzen Räumen oder Kellern rum. Auf Wertsteigerungen zu spekulieren und die Flaschen irgendwo zu verwahren ist eine Sache, die es gibt, aber ist das wirklich die große Menge? Oder stehen die meisten Flaschen nicht doch irgendwo rum, mit dem Gedanken: Irgendwann trinke ich den oder die...


    Auch Flaschen, die mehrere Tausend kosten, werden bestimmt oft genug geöffnet, denn es gibt jede Menge Menschen, für die auch das wenig Geld ist. Ist doch schön, wenn man als feiner Geist dann eine Flasche hat, die man so jemandem verkaufen kann. Dafür gibt es dann genug andere leckere Drams.


    Nein, so lange Genießer von Whisky nachrücken, werden die Preise nicht sinken. Spezialabfüllungen hin oder her. Jeder Genießer möchte doch innerhalb seines Rahmens etwas Besonderes haben. Und an mir selbst sehe ich, wie sich die preisliche Obergrenze immer mehr nach oben verschiebt. Treu geblieben bin ich bisher nur der Grenze, das ich über 100 Euro noch keine Flasche geöffnet habe, Gekauft aber schon. Für später. (oder es kommt doch anders als man denkt)



    Abgeschlossene FT: 1  2  3




  • HolgerT. User HolgerT. Dabei seit: 29.07.2011Beiträge: 4,696Flaschensammlung:MedizinschrankBewertungen: 48
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    @Waschbär 

    Du kaufst Ardbeg, also unterstützt du Ardbeg.

    Sehr lobenswert! :mrgreen:


    ...dass du nicht alle Käufe ob der hohen Anzahl auch selber trinken willst/kannst verwundert mich nicht, bzw. beruhigt mich schon fast.

    Aber da du ja bekanntermassen Sherryschorle lieber als richtigen Whisky trinkst, verwundert mich dein Verhalten nicht :cool:




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  • Coco_Malt User Coco_Malt Dabei seit: 18.10.2018Beiträge: 642Bewertungen: 20
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    @maltaholic 


    Danke für den Link zu dem Bericht. Einige Aussagen fand ich sehr spannend und aufschlussreich.


    Meiner persönlichen Einschätzung nach fürchte ich, dass das Potenzial für weitere Preissteigerungen noch nicht ausgeschöpft ist. Zum einen haben wir neue Nachfrager in den westlichen Ländern, wo zwar insgesamt durch gesundheitliche Aufklärung der Alkoholkonsum langsam sinkt, gleichzeitig der Konsument aber bereit ist, für den gelegentlichen Konsum mehr Geld auszugeben. Single Malts stehen an der Spitze unter den Spirituosen und werden durch den sich verändernden Konsum hin zum Hochwertigen gewiß noch eine verstärkte Nachfrage erfahren.


    Zum anderen wächst die Kaufkraft in sehr bevölkerungsstarken Ländern wie China und Indien, was den Druck auf den begrenzten Markt der Single Malts weiter erhöhen mag. Solange auch dort der Nimbus eines Single Malts besteht und die Leute bereits heute bereit sind, 110€ für einen Aberlour 12y auszugeben (Jakarta, Indonesien), mag ich mir gar nicht vorstellen, welche Märkte zukünftig um die knappen Malts mitbieten werden. Ohne eine Ausweitung der Produktion wäre nach den Gesetzen des Marktes eine Preissteigerung bei uns die logische Folge.Und ist nicht Indien eh schon unter den 10 größten Whisky/Kopf - Nationen?


    Die Entwicklung der Preise im Bordeaux durch die Nachfrage aus China sollte eine Warnung sein, auch wenn früher die Weine dort mal gerne mit einer Cola "verfeinert" wurden, um sie dem asiatischen Geschmack anzupassen. Hauptsache teuer und exklusiv. Ist oder war halt so 'ne kulturelle Geschichte...


    :banghead: :rolleyes:

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    "Wer nur Wasser trinkt, hat vor seinen Mitmenschen etwas zu verbergen."
                                                                                                      Charles Baudelaire

  • Hastur User Hastur Dabei seit: 12.01.2008Beiträge: 1,495Flaschensammlung:Bewertungen: 0
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    Unter Meiner Mitwirkung wird sich am Sammlermarkt gar nichts tun. Weder sammle ich Whisky noch kaufe ich Whisky auf dem Zweitmarkt. Als reiner Genießer würde ich mir ja die Unterhosen mit der Kneiffzange anziehen, wenn ich Leute, die mir das miese Zeug nur wegkaufen, um es mir später für den zigfachen Preis wieder anbieten zu können, auch noch unterstütze. Abgesehen davon, für meinen Geschmack gibt es immer noch genug Alternativen auf dem Erstmarkt. Wobei die preisliche Schmerzgrenze natürlich steigt, ist klar und sei es dem Forum gedankt... :razz:

  • maltaholic
    Themenersteller
    User maltaholic
    Dabei seit: 29.07.2014Beiträge: 20,474Flaschensammlung:maltaholics KellergeisterBewertungen: 524
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    Hastur schrieb:

    Unter Meiner Mitwirkung wird sich am Sammlermarkt gar nichts tun. Weder sammle ich Whisky noch kaufe ich Whisky auf dem Zweitmarkt. Als reiner Genießer würde ich mir ja die Unterhosen mit der Kneiffzange anziehen, wenn ich Leute, die mir das miese Zeug nur wegkaufen, um es mir später für den zigfachen Preis wieder anbieten zu können, auch noch unterstütze. Abgesehen davon, für meinen Geschmack gibt es immer noch genug Alternativen auf dem Erstmarkt. Wobei die preisliche Schmerzgrenze natürlich steigt, ist klar und sei es dem Forum gedankt... :razz:

    Ob nur Erstmarkt, Zweitmarkt oder Aktionsbörsen, jeder trägt zur Nachfrage bei, unterstützt damit die Preissteigerungen und weckt die Gier nach Spekulationsgewinn. 
    Wir tragen alle dazu bei, ob direkt oder indirekt, bewusst oder unbewusst, weil wir alle Teil des Marktes sind...


    “Whisky, like a beautiful woman, demands appreciation. First you gaze, then it's time to drink.” ― Haruki Murakami
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