Reisebericht: Bodensee-Whisky Tour

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  • Issie
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    User Issie
    Dabei seit: 13.04.2018Beiträge: 919Bewertungen: 0
    , letzte Änderung 24. März 2019 um 18:54

    Wer kennt das nicht? Irgendwann spricht es sich rum, dass man gerne Whisky trinkt und man bekommt gut gemeinte Geschenke, die dem Namen nach irgendwas mit Whisky zu tun haben :mrgreen:


    So auch bei mir der Fall. Geschenkt bekam ich einen Gutschein mit der Aufschrift Bodensee-Whisky Tour. 


    Beschreibung laut Homepage:


    Bei der einzigartigen Bodensee-Whisky-Tour erwartet Sie das ganz besondere Whisky-Erlebnis.

    Hervorragender Whisky vom See, besondere Sehenswürdigkeiten und die regionale Kulinarik lassen Sie die schöne Bodensee-Region neu erleben!


    So was steht genau auf dem Plan:

    - Besichtigung und Verkostung Senft

    - Kloster Birnau (oh man was soll denn das überhaupt....) 

    - Besichtigung und Verkostung Steinhauser

    Verkostung Waibel


    Ich glaube ich hatte mal einen Dram von irgendeiner Steinhauser Abfüllung, aber das war noch bevor ich mich genauer mit Whisky beschäftigt habe. Von den anderen beiden Brennereien habe ich auf jeden Fall noch nichts probiert. 


    Ich geh da best möglich unvoreingenommen hin - ganz ohne Vorurteile geht ja durch das Lesen hier im Forum nicht :mrgreen:

    Verfallen lassen werde ich den Gutschein auf jeden Fall nicht. 


    Ich nehme mir vorsichtshalber mal noch n Glencairn und ne Hand voll Samples mit :twisted:


    Ich bin am 23.03. auf dieser Tour. Falls da zufälligerweise noch jemand einen Gutschein einzulösen hat oder aus anderen Gründen am selben Termin auch dort teilnimmt kann mir gerne Bescheid geben. 


    Falls jemand diese Tour schon mal gemacht hat würde mich natürlich interessieren wie's war. 


    Der Bericht folgt dann nach der Tour

  • Waschbär User Waschbär Dabei seit: 01.05.2014Beiträge: 21,580Bewertungen: 5
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    @Issie 


    Vielleicht könntest du @Tier noch einen Senft für seinen Dachboden besorgen.

    Grand Prix de Single Malt IX - das Finale bis 15.12.2019 12:00 Uhr

    *** Forengeprüfter Living Bottle Panscher *** / *** Gefallener Gladiator der Enthaltsamkeit 2016+2017 *** / *** Dreifache After-Chat-Party-Bus-Haltestelle *** / *** Blind Guardian Battle III+XI Silbermedaillengewinner *** / *** Blind Guardian Battle VI Gastgeber *** / *** Blind Guardian Battle IX Tagessieger *** / *** Blind Guardian Battle XI geteilter Tagessieger *** / *** Erfahrener Ahnungsloser Genieser *** / Meine Probenliste / aktuelle FTs:

  • Issie
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    @Tier gerne aber nur gegen Vorkasse, das ist mir dann doch zu riskant :twisted:


    Wie gesagt ich hatte noch keinen Senft und mein erster Slyrs von @Joachim_S8 zum Jubelstammtisch hat ja auch alle überrascht. Sprich ich hatte noch keinen schlechten Slyrs :mrgreen:

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  • DerDennis User DerDennis Dabei seit: 11.03.2014Beiträge: 1,946Flaschensammlung:Irland, Schottland, USABewertungen: 0
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    Issie schrieb:

    So Senft habe ich überlebt. Ich war wirklich positiv überrascht. 


    Ich gebe immer mal Zwischenmeldungen. Der vollständige Bericht kommt erst morgen. 

    Warst du deswegen mal beim Arzt? :mrgreen:


    TWS-Mobbing-Opfer

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    Das Forum tut mir nicht gut....:lol:

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    Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet. - Mark Twain

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    Whisk(e)y is water - without the bad parts...


    Samples: Mieses Zeug


    FT#1 (beendet) FT#2 (abgebrochen) FT#3 (beendet) FT#4 (beendet) FT#5 (beendet)

    FT#6 (beendet) FT#7 (abgebrochen) FT#8 (beendet)  FT#9 (beendet) FT#10 (beendet)

  • DerDennis User DerDennis Dabei seit: 11.03.2014Beiträge: 1,946Flaschensammlung:Irland, Schottland, USABewertungen: 0
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    Issie schrieb:

    @DerDennis Frage zurück: welche Senft Abfüllungen hast du denn schon probiert? 

    Das habe ich tatsächlich...verdrängt. Es wird wohl der „normale“ gewesen sein. Ich wusste bisher nichtmal, dass es mehrere Abfüllungen gibt.

    Hast recht, eigentlich kann ich mich gar nicht dazu äußern, da mir die Vergleiche fehlen. Ich nehme also alles zurück :wink:


    TWS-Mobbing-Opfer

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    Das Forum tut mir nicht gut....:lol:

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    Samples: Mieses Zeug


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    User Issie
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    So hier der versprochene Bericht. Ich bin leider kein großer Fotograf, daher gibt es leider keine Bilder.

    Ich versuche hier bestmöglich alles aus meiner Erinnerung wiederzugeben und natürlich noch meine eigene Meinung dazu zu schreiben. Bitte korrigiert mich Falls ich irgendwo Quatsch erzählen sollte.


    So los ging es für mich am P&R in Überlingen. Da gibt es natürlich nicht all zuviel zu erzählen. Es gibt auf der Tour 3 Zustiegsmöglichkeiten, an denen die Leute eingesammelt werden. Da es die erste Tour dieses Jahr war gab es nur 15 Teilnehmer und daher wurde die tour nur mit einem kleinen Bus durchgeführt. So wie ich erfahren habe finden die Touren normalerweise mit einem normal großen Bus mit bis zu 50 Personen statt, daher kann dort das Erlebniss natürlich etwas anders ausfallen. Ich fand es eigentlich gut, dass es nicht ganz so viele Teilnehmener waren, da einige Stellen auf der Tour nicht so viel Platz hatten und man sich dann ziemlich quetschen hätte müssen.


    Station 1

    Die erste tatsächliche Station auf der Tour war die Destillerie Senft. Die Führung dieser Station übernahm Silke Senft. Frau Senft arbeitet seit 2007 zusammen mit ihrem Vater und Gründer der Brennerei Herbert Senft in der Brennerei und ist seit 2014 ausgebildete Edelbrand Somilière. Frau Senft konnte durch umfangreiches Wissen überzeugen und hat die Führung und nachfolgende Verkostung super durchgezogen.


    Zuerst gab es eine Erklärung zum Herstellungsprozess (bis zum Bier) - darauf werde ich jetzt nicht näher eingehen, dass sollte dem gemeinen Whisky Nerd ausreichend bekannt sein. Frau Senft hat hier dennoch einige interessante Dinge erzählt: Es wird nur Gerste aus eigenem Anbau für den Whisky verwendet. Das einzige was nicht selbst gemacht wird ist das mälzen, das übernimmt eine Mälzerei in der Umgebung - ich kann mich leider nicht ehr an den Namen erinnern. Die Fermentationsdauer beim Senft Whisky beträgt 3 Tage.

    So jetzt kommt ein mir nicht ganz schlüssiger Punkt: Frau Senft hat den Senft Whisky als Single Malt bezeichnet. Es kommt zu 100% gemältze Gerste zum Einsatz und der Whisky stammt nur aus einer Brennerei, aber der Whisky wird auf einer Collumn Still gebrannt (mehr dazu gleich). Gilt die Regelung, dass Single malt auf einer Pot Still gebrannt werden muss nur für Scotch Single Malt? Falls ja wäre mir das bisher so nicht bewusst gewesen. In der bösen Base stehen alle Senft Abfüllungen als Single Malt drin. Ich konnte das hier leider nicht nachfragen und ärgere mich deswegen immer noch. Falls das jemand genau weiß bitte Bescheid geben. ansonsten würde ich das bei Senft auch nochmal anfragen....


    Danach haben wir noch kurz den Neubau angeschaut, da gab es leider noch nicht viel zu sehen, soll angeblich ende dieses Jahres fertiggestellt werden und dadurch soll das Prodiktionsvolumen verdreifacht werden.


    Der nächste Punkt war die Brennvorrichtung selbst. Zum Einsatz kommt eine Collums Still mit 500 Litern Fassungsvermögen und 5 Zwischenböden. Hier gab es etwas bei 80° Getrocknetes Malz zu probieren und etwas Vorlauf konnte verrochen werden. Sehr interessant war hier die Aussage, dass der Vorlauf (in Beisein des Zolls) auf den Acker gespritzt wird. Hatte ich so auch noch nirgends gehört und ich war bisher auch der Meinung, dass Alkohol nicht unbedingt so gut für Pflanzen ist.


    Als nächstes ging es in den Bereich, in dem die Whisky Fässer gelagert werden. Die Fässer werden alle liegend gelagert. Nach Aussage von Frau Senft wird aktuell jeder Whisky zuerst 2 Jahre in Ex-Rotweinfässern aus der Region, dann 2 Jahre in Ex-Bourbon Fässern und zum Schluss nochmal 2 Jahre in Ex-Sherry Fässern gelagert. Die Fässer sollen nur ein Mal mit Whisky befüllt werden. Hier gab es dann noch etwas Malz zu probieren, das bei 110° getrocknet wurde. Das Malz war natürlich deutlich dunkler und hatte auch deutliche Röstaromen im Vergleich zum gerade eben probierten Malz.

    Dann gab es den ersten Whisky des Tages - mit der Pipette direkt aus dem einem Sherry Fass. Geschmacksnotizen habe ich natürlich keine gemacht... Als Somilière hat Frau Senft erzählt, was wir denn riechen und schmecken sollten. So weit ich das noch weiß klang das alles weitgehend nachvollziehbar, aber natürlich hatte ich hier und da etwas andere Eindrücke, aber das ist ja normal.


    Das war das Ende der Führung und es ging weiter in den Verkaufsraum zum Tasting. Hier wurde natürlich Tische mit Sitzgelegenheiten, Wasser und Behältnisse zum auskippen der Gläser bereitgestellt. Was ich hier vermisst habe wäre eine Möglichkeit gewesen den Whisky selbst verdünnen zu können, sprich kleine Karaffen, Pipetten oder ähnliches. Ich verdünne Whisky eigentlich eher selten und habe das daher auch nicht wirklich gebraucht :mrgreen:


    dort angekommen gab es den nächsten Whisky - Senft Edition 79 WID:116197 dieser sollt natürlich auch jeweils 2 Jahre Rotwein, 2 Jahre Ex-Bourbon und 2 Jahre Sherry Fässer gesehen haben, auf 47% runterverdünnt sein und 6 Jahre alt sein (laut Base 2013 - 201:cool:. Dazu gab es wieder Geschmackseindrücke von Frau Senft und nachfolgend ist sie mit einer Pipette durchgelaufen und hat einen Tropfen Wasser in jedes Glas getan um zu zeigen wie auch nur ein Tropfen Wasser den Whisky verändern kann.

    Als nächstes gab es den Bodensee Whisky, dieser wurde als Fassstärke verdünnt auf Trinkstärke bezeichnet - ich vermute mal, dass das WID:109762 war. Genannt wurde wieder die gleiche 2/2/2 Fasszusammensetzung, 42% und 6 Jahre Gesamtalter.


    Das waren quasi alle aktuellen Abfüllungen. Ich finde es nur seltsam, dass laut base alle Abfüllungen in Fassstärke genau 55,0% haben sollen, das finde ich doch ziemlich verdächtig, dass es dann doch keine Fassärke ist. Ich fand alle 3 Abfüllungen als sehr gut trinkbar. Am besten gefallen hat mir das Singel Cask. Ich werde mir davon bei Gelegenheit sogar ein Fläschchen kaufen - 350ml für 27€ sind meiner Meinung nach auch sehr fair bepreist. Also Vorsicht bei Wichteln/Blinden von mir :mrgreen:


    Whisky gab es jetzt bei Senft keinen mehr, aber dafür noch andere Dinge zum probieren.

    Als nächstes gab es einen Whisky Likör - der war mir viel zu süß und ich musste den wegschütten.

    Danach gab es noch einen Rum, 3 Jahre alt, 40% - Mein Fall war es nicht, ich hatte da irgend eine seltsame Gummi Fehlnote in der Nase, anderen hat diese sehr gut gefallen und haben sogar eine Flasche davon gekauft.

    Dann gab es noch einen Williams mit Fruchtauszug, den ich auch sehr lecker fand und als letzten noch den Dry Gin 21 pur und auch noch mit etwas Tonic Water.

    Bis hier hin hat Frau Senft zu allen probierten Bränden ihre Eindrücke geschildert, so dass etwas unerfahrenere Teilnehmer einen Anhaltspunkt hatten was es denn da zu riechen und schmecken gibt.


    Danach hatten wir noch die Möglichkeit weitere Dinge aus dem kompletten Senft Angebot zu probieren. Ich habe mich für den Himbergeist entschieden und fand den auch lecker - für mehr war leider keine Zeit.

    Das ist eigentlich auch der größte Kritikpunkt: die Frequenz war doch ziemlich hoch und somit haben viele Teilnehmer doch einiges weggeschüttet oder haben sogar ausgesetzt. Ich habs natürlich voll durchgezogen :mrgreen:. Etwas mehr Zeit zwischen den Gläsern wäre doch schön gewesen. Ich hab nicht auf die Uhr geschaut, aber ich schätze mal, dass es ca 10 Minuten +- pro Glas waren.


    Station 2

    Dann gings zur Klosterkirche Birnau - 30 Minuten dafür war OK, hätte man aber auch weglassen können.


    Station 3

    Danach Mittagessen à la carte im Restaurant Rebmannshof (nicht im Preis der Tour inbegriffen). Essen war in Ordnung, die Bedienungen waren Zeitweise irgendwie etwas überfordert. Keine Ahnung was schief gelaufen ist oder wie das aussieht wenn statt 15 Personen 50 Personen kommen :twisted:

     

    Station 4

    Nach dem Essen ging es dann weiter zu Steinhauser. Die Führung dort übernahm Marin Steinhauser. Zuerst ging es ein eines der Lagerhäuser, das sich direkt gegenüber des Ladengeschäftes befindet. Zu trinken gab es erst mal den See Gin. Herr Steinhauser erzählte hier einige lustige Geschichten zur Geschichte der Brennerei. Der Stil war ganz anders als dies Frau Senft gemacht hat und man muss das so mögen. Viele Teilnehmer hatte Schwierigkeiten Herrn Steinhauser zu folgen, da dieser sehr schnell gesprochen hat und auch oft hin und her gesprungen ist. Ich hatte aber kein Problem ihm zu folgen. Tiefgreifende Informationen gab es leider nicht.

    Die einzige interessante Information war, dass sie aktuell nur ca 10% so viel Whisky verkaufen wie sie aktuell herstellen und der Rest gelagert wird. Die Lagerhäuser müssen so ständig erweitert werden und dazu gab es dann einige lustige Anekdoten.

    Danach ging es zur Produktion. Hier konnte man auch die ganzen anderen Gerätschaften begutachten, wie auch Weinpressen, die Lagertanks für den Obstbrand und die Abfüllanalge. Zu trinken gab es einen Gin, der in einem Ex-Grand Marnier Fass gelagert wurde. Zu letzt hat Herr Steinhauser die Destillen gezeigt. Der Whisky wird hier anders als bei Senft auf einer eigenen Anlage gebrannt. Die Anlage wurde wohl um das Jahr 1890 gebaut und Herr Steinhauser hat diese gebraucht gekauft. Ob die Anlage als Pot Still durchgeht - keine Ahnung. Auf der Webseite kann man ein Bild finden. Zum trinken gab es einen fassgelagerten Obstler

    Nach der Führung gab es endlich auf Whisky zum probieren :mrgreen:. Das ganze Fand am Tresen im Verkaufsraum statt und hatte eher eine Stammtischatmosphäre. Es gab kein geleitetes Tasting - das war eher Selbstbedienung von den Abfüllungen, die man probieren wollte. 

    Ich habe hier folgende Abfüllungen probiert:

    - Brigantia Classic 5J --> keine WID

    - Brigantia Fassabfüllung Fass Nr. 730 WID:126946

    - Brigantia 8 Jahre WID:126945

    - Brigantia Islay Cask Finish WID:126947


    Das Islay Cask Finish war sehr interessant. In der Nase hat mich der irgendwie an einen Bowmore mit sehr schwachem Rauch erinnert. Im Abgang hatte er dann doch ordentlich Rauch und richtig aschige Noten. Den hätte ich definitiv auf geräuchertes Malz geschätzt. Am besten geschmeckt hat mir hier der 8 Jährige.

    Leider war hier auch nicht besonder viel Zeit zum probieren. Als weitere Whiskys hätte es noch eine limitierte Heiligabend-Abfüllung gegeben (WID:106172 ) und ein Rum Cask finish (ähnlich WID:122788 ). Ansonsten gabe es auch noch jede Menge andere Brände.


    Die Flaschen sind alle sehr optimistisch bepreist - dafür würde ich mir dann doch etwas ganz anderes kaufen - knapp 100€ für den 8 Jährigen sind dann doch ne ganz schöne hausnummer


    Auf dem Weg zur letzten Station gab es noch eine Butterbrezel und dazu einen Säntis Edition Himmelberg (old Beer Casks - Wine Cask Finish WID:74768 )


    Station 5

    Die letzte Station befand sich in der Markthalle in Überlingen. Hier gab es keine Besichtigung, nur eine Verkostung mit Marco Waibel. Hier leider auch wieder ein ziemlicher Kritikpunkt: das Tasting fand direkt neben einem Essens-Verkaufs-Stand statt. Es roch hier die ganze Zeit nach Essen - natürlich nicht besonders Ideal für ein Whisky Tasting.

    Zu Beginn gab es etwas geräuchertes Malz zum probieren. Nach Aussage von Herrn Waibel war dies das am stärksten geräucherte Malz was man kaufen kann - meine Nachfrage wie viel ppm das Malz denn haben soll konnte er nicht beantworten und meinte, das müsste er in den Unterlagen nachsehen. Ich bezweifle irgendwie auch, dass das an das Octomore Malz ran kommt.

    Zu trinken gab es dann zuerst eine heavily peatet new Make nach 3 Monaten im Fass - wirklich heavily peated kam mir das aber nicht vor..

    Als nächstes einen 1 Jahr lang gelagerten new Make in einem Ex-Rum Fass.

    Dann gab es Whisky. Die Abfüllungen von Herrn Waibel nennen sich "Keyne Eyle" den namen finde ich schon mal ziemlich dämlich... Wirkliche Namen haben die Abfüllungen nicht. Die Abfüllungen kann man auch irgendwie nur an ganz wenigen Orten überhaupt kaufen. Den ersten Whisky wurde Keyne Eyle 9/18 8J 42,5% genannt. gelagert wurde der wohl in Ex-Bourbon und Ex-Port Fässern. hat mich irgendwie nicht vom Hocker gehauen. Dann gab es noch irgend eine super Spezial Abfüllung (Name irgendwie 1 40/100 1001) mit 52% das Ding wurde in einer handgefertigten Holzschatulle gefertigt es gab nur 100 Flaschen und diese wurden alle persönlich übergeben - Preis > 500€. So super besonders fand ich den jetzt auch nicht wirklich - viele Teilnehmer fanden den herausragend. Kann ich natürlich nur schwer einschätzen wie viel Whisky Erfahrung die Anderen hatten, aber ich vermute eher deutlich weiger als der gemeine Whisky Nerd.

    Zum Abschluss gab des dann noch etwas ganz seltsames: einem Apfelbrand - 10 Jahre in einem Ex-Port Fass und 10 Jahre in Glas gelagert. Den Fand ich besser als die beiden Whiskys hier :twisted:

    Das war es dann auch schon.


    Als letztes wurden die Teilnehmer wieder zur gewünschten Ausgangsstelle gefahren und ich bin dann doch sehr gut angetrunken abgeholt worden :mrgreen:


    Hoffentlich hattet ihr etwas Spaß beim lesen und würde mich über ein paar Kommentare freuen.

  • Smiler User Dabei seit: 27.11.2017Beiträge: 1,251Flaschensammlung:Smiler's SammelsuriumBewertungen: 0
  • MonteGehro User MonteGehro Dabei seit: 01.01.2016Beiträge: 1,416Flaschensammlung:Hobs RegalBewertungen: 0
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    @Issie 

    Cool, dein ausführlichlicher Bericht. Senft und Steinhauser kenne ich ja, aber von Marco Waibel und seinem "Keyne Eyle" Whisky habe ich noch nix gehört bzw. gelesen.


    Jedenfalls eine gute Diskussionsgrundlage für unseren nächsten Stammtisch! :wink:

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