Now Drinking 2020

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  • LDB User LDB Dabei seit: 22.08.2015Beiträge: 4,538Bewertungen: 28
    , letzte Änderung 3. Januar 2020 um 19:16
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    Ein 3 D - Abend (old-school, ganz ohne Brille), sponsored by

    @BehindSpace und @dRambo 


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    Featuring (v.l.n.r.):


    Dalwhinnie 15-year-old Standard Bottling WID 301 -  und zwar der Rest von einem Blindsample von dRambo, der mich vor ca. 2 Jahren begeistert hat als MiracleDRAM(bo)#84

    Nase: erdig, würzig, salzige Aprikose, irgendwie springbankesk


    Geschmack:

    weiches Mundgefühl, total ausgewogen mit Honig und nussigen Aromen

    sowie einem Hauch Fliederbeeren (also Holunder). Süß und kräftig, sehr interessant!


    Abgang:

    sahnige Creme mit leicht gerösteten Mandelsplittern, lang und edel.


    Also der gefällt mir sehr gut, meine Vermutung:

    Alk ~50%, etwa 2/3 Bourbonfass, 1/3 Sherryfass, Alter um die 17 Jahre?

    Wäre mir aufgrund seiner Eleganz um die 90 Euro wert.


    HEUTE: Tatsächlich bleibe ich dabei: der ist klasse, weich und würzig, milder Honig en Masse, einfach (und) lecker!


    Und nun zum Dalwhinnie 15 aus den 1990er Jahren WID 34171 von BehindSpace:


    What? Karpfenteich, frisch geöffneter Fisch (das ist nicht negativ!) - scheint ein ordentlicher Schwall OBF dabei zu sein.

    Im Mund durchaus komplex, leicht rauchig, leckere Würze, aber wenig oder herberer Honig sowie getrocknetes Heidekraut, dabei alles sehr harmonisch.

    Definitiv anders! Und wenn ich ehrlich bin: sehr gut.


    Zum Schluss noch der Samplerest vom  Dalwhinnie 25-year-old 1989 SR WID 73365


    Also mit viel Zeit und gutem Willen gewinnt der zwar noch um Einiges, haut mich aber nach wie vor nicht vom Hocker, insbesondere auch wenn man den Preis bedenkt.

    LDBs Sample-Bar - come in and find out! httpwwwlasportsmanhccomcommunitySmileysdefaultwhiskeygifIch hab sie nicht alle - aber viele.

  • Fetterkern User Dabei seit: 08.07.2015Beiträge: 263Flaschensammlung:Fetterkerns SammlungBewertungen: 3
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    Vorgestern Blood&Sand: 3cl Auchentoshan American Oak, 3 cl Orangensaft, 2 cl italienischer Wermuth und 2 cl Heering Cherry. Auf Eis gerührt. Sehr bekömmlich. 


    Gestern das gleiche mit The Ileach, einem rauchigen Preis-Leistungs-Whisky. Etwas rauchig und unharmonisch. 


    Jetzt überlege ich, entweder zurück zum Auchentoshan zu gehen oder einfach weniger Whisky zu nehmen.

  • galli User galli Dabei seit: 04.01.2015Beiträge: 2,376Bewertungen: 0
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    Tobermory 20yo 46,3%  WID:84333


    Neben den Sherrynoten habe ich - wie manch andere auch - so weihnachtliche Gewürze und Früchte. Ebenso auch die etwas parfümartigen Noten.
    Im Mund ist er nun deutlich weniger intensiv, kommt belangloser rüber und wirkt eichenbetonter.

    Die Nase gefällt mir noch ziemlich gut. Könnte aber etwas präsenter sein. Im Mund fehlt ihm dann irgendwie das Volumen.



    Gallis Sampleliste


    Beendete FTs: 1234567891011, 12


    "Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts." - Willy Brandt

  • Catweazl User Catweazl Dabei seit: 17.12.2018Beiträge: 469Bewertungen: 1
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      Ohne viel zu schreiben, einfach mal paar Samples aufgemacht. Irgendwie kommt bei keinem so recht Begeisterung auf. Am ehesten noch beim Laphi ( eh klar :mrgreen:). Bin wohl noch so geflasht von den Laphi 25yo-2015, 28yo und 30yo Ian Hunter, dass es schwer fällt, sich mit „normaler“Kost zufrieden zu geben.


    ich hoffe, das legt sich bald wieder, sonst wird es demnächst richtig teuer. :banghead:

    Intelligenz ist auf diesem Planeten eine feste Größe. Blöderweise verteilt sie sich auf immer mehr Menschen.

  • galli User galli Dabei seit: 04.01.2015Beiträge: 2,376Bewertungen: 0
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    Noch ein Tobermory.


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    Tobermory 1995/2017 53,8% Ian Macleod  WID:98457


    Witziger Whisky. Der hat durchaus andere Noten drin. Blind wäre ich vielleicht nicht auf Rum Finish gekommen. Wissend kann ich aber schon ableiten, welche Noten wohl vom Rum kommen.
    Nichts für eine Großflasche. Aber für ein Sample oder mehr allemal.
    • Geruch
      Der muss ein paar Minuten stehen, da der Alkohol etwas sticht. Auch etwas Handwärme und Wasser tun ihm gut. Dann kommt fassgereifter Birnenschnaps. Bratapfel mit Zimt und darüber Zitronensaft. Auch Banane und Ananas. Entfernt etwas Kokosnuss. Saftiges Holz. Muskat.
    • Geschmack
      Süß und würzig. Zuckerrüben und ein bisschen Ingwer. Wieder die Banane und Ananas. Ätherische Öle. Nun noch Orangen mit Nelken. Es wird trockener.
    • Abgang
      Jetzt eher Orangenschale mit Nelken. Etwas floral. Weißer Tee.

    Gallis Sampleliste


    Beendete FTs: 1234567891011, 12


    "Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts." - Willy Brandt

  • robse211 User robse211 Dabei seit: 25.12.2018Beiträge: 1,280Bewertungen: 0
    , letzte Änderung 3. Januar 2020 um 21:18
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    Secret Orkney The Maltman 49,9% WID 140523 Sample by @arpeja


    Nase: Anfänglich sehr zurückhaltend, um nicht zu sagen unspektakulär. Mit etwas Zeit und Handwärme öffnet er sich ein wenig. Meersalz, dezenter Rauch im Hintergrund, Backpflaumen, ein wenig Speck. Nichts besonderes. 87


    Geschmack: Für seine 24 Jahre empfinde ich den Alkohol ungewöhnlich scharf und schlecht eingebunden. Etwas Salz, Leder, Kandis. 86


    Abgang: Scharf, lang, Tannine, etwas Honig. 86


    Ich war bei dem schon etwas traurig, keinen mehr abbekommen zu haben. Da zeigt sich wieder wie toll die Samplebörse ist, heute bin ich glücklich darüber keinen mehr abbekommen zu haben. Das ist sicher kein schlechter Whisky, aber er erfordert sehr viel Aufmerksamkeit um überhaupt seine in Nuancen vorhandenen Aromen wahrzunehmen. Mag Tagesform sein, aber ich bin eher enttäuscht.

    FT Aktuell: coming soon...

    Samples:  robse‘s Whiskyvitrine

    FT Beendet: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21

    +++ After Party Bus Haltestelle 10/2019 +++

  • pianoman User pianoman Dabei seit: 27.02.2014Beiträge: 4,423Bewertungen: 0
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    Inchgower 22Y 1996/2018 51,5% DL
    WID:118969
    Aroma
    Vergorene helle Trauben, gelbe Äpfel, etwas Minze. Dann Rosinen, heller Honig, Nüsse und Zimt. Nasses Laub, Leder, Vanille und ein Hauch Lösungsmittel.
    Geschmack
    Aprikosenmarmelade, Honig, brauner Zucker und roter Pfeffer. Schwarztee mit Zitrone. Haselnuss, dunkle Schokolade.
    Fazit
    Gefällt mir hervorragend. Nicht überladen, sondern eine stimmige Kombination aus Süße, Würze und herben Noten. Toll!

    Imperial 29Y 1990/2019 53,3% ElD
    WID:133400
    Aroma
    Frisch. Gelbe Äpfel, Mandarinenschale, etwas Wachs. Helles Holz. Säuerliche Trauben, Limettensaft, Weißwein. Feuchte Erde, Lehmboden, alter Steinkeller.
    Geschmack
    Cremig, würzig. Obstsalat mit Honig und gehackten Nüssen. Weiße Schokoladenmousse, kandierter Ingwer. Kakaopulver.
    Fazit
    Die Nase gefällt mir sehr gut (wenn auch für meinen Geschmack einen Tick zu säuerlich), der Mund ist noch besser. Hat auf jeden Fall etwas Besonderes. Sehr sehr sehr gut!

  • Hastur User Hastur Dabei seit: 12.01.2008Beiträge: 1,872Flaschensammlung:Bewertungen: 0
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    Der nächste unabhängige PC, WID 143097 aus hiesiger Flaschenteilung.  


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    Ja, da ist Rauch in der Nase. Aber auch nicht so massiv, wie man es von den OAs kennt.  Darunter süße tropische Früchte. Ananas, Mango, Kiwi. Ledernoten, schwerer Blütenduft, Waldhonig, Sattelfett und Möbelpolitur. Riecht alles sehr schwer und alt. Wie eine kräftigere und reifere Variante des PC Bourbonfasses, das ich vor ein paar Tagen probiert habe. 


    Die Fassstärke prickelt schön im Mund. Der Geschmack ist weniger süß als die Nase. Ich schätze, weil sich der staubtrockene Kaminfeuerrauch hier stärker bemerkbar macht. Trotzdem sind hier auch wieder der tropische Obstkorb und der Honig sehr präsent.  Noch nie habe ich so eine deutliche Kiwi in einem Whisky geschmeckt. Als dritte Geschmackskomponente habe ich wieder diese trockenen Ledernoten, die an einen Sattel erinnern, der frisch gewienert wurde. Im Abgang jetzt auch trocken-erdige Geschmäcker und etwas Pfeffer. Dazu Akazienblüte. Vielleicht auch Feilchen. 


    Fazit: Alter, Fassstärke,  Rauch und das Rumfass ergänzen sich gut. Der bessere Ardbeg Drum... 

    Ich schwanke zwischen 88 und 89 Punkten, von daher Schulnote 2+, aber preislich sind knapp 300 Tacken dann doch jenseits von Gut und Böse. 

  • Alianor User Dabei seit: 08.10.2017Beiträge: 119Flaschensammlung:Alianors SammlungBewertungen: 0
    , letzte Änderung 3. Januar 2020 um 23:58
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    Was für ein Whisky! Mein Highlight des letzten Jahres- getrunken noch kurz vor Ende des Jahres in der Balmoral Whiskybar, gleich bestellt bekommen (Danke JuBo) und heute sofort getrunken. Er ist so gut wie ich ihn in Erinnerung hatte. Da lass ich jeden Dronach stehen.

    Toll eingebundener Sherry und Alkohol und das in dem Alter und bei dem PLV - ein Traum!

  • DocF. User, Moderator Dabei seit: 31.07.2016Beiträge: 1,589Bewertungen: 2
    , letzte Änderung 4. Januar 2020 um 02:40
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    Wie wäre es mit Glenfarclas, 1970er, Jahrgänge auf dem Kopf?


    Glenfarclas 24yo 1977 OB, Sherry Cask, 43% ABV WID:1134

    Farbe: Burnished

    Nase: Zuerst wenig, kurz riecht er etwas älter, dann trockenes Holz... Ein kurzer Wink richtung moderner Sherryreifung, fast nur Früchte plus Vanille, dann legt er erst richtig los, voll Möbelpolitur, Harzen, Baumsaft, Jodsalbe und Weihrauch. Erst nach einer ganzen Weile kämpft sich der Sherry zurück, mit Bitterorangenmarmelade, und in der Sonne verkohlten Brombeeren.

    Mund: Gefühlt dichter als für 43% üblich, aber sofort auffallend tanninlastig, Weihrauch, Harz, etwas Tannenhonig, Bitterorangen in Mengen, heißer Kaffee, altes Eichenholz, wenige frische Sägespäne. Holundermarmelade, angebranntes Brot.

    Abgang: Als hätte man 80% Kakao-Schoko auf verbranntem Brot geschmolzen. Nein danke. Trockenes Holz, mit viel Herumgelutsche lassen sich überreife Brombeeren hervorlocken, naja.

    Kommentar: Nase old style, dann geht es steil bergab, der hätte früher aus dem Fass gemusst. Übrigens: Über 400 €, schönschön. 86 Punkte.



    Glenfarclas 24yo 1973 OB, Sherry Cask, 43% ABV WID:3953

    Farbe: Deep Gold

    Nase: Riecht zu Beginn vollkommen anders, stark käsig, dann Vanille und Reneclauden, reife Birnen, Bratäpfel, eine dezente ranzige Note wird er nie los, passt aber zu den übrigen hellen Früchten, dann reife Schwarzkirschen und Himbeeren mit Sahne, eine harzige Seite hat er auch, die ist im Vergleich zum 1977er wesentlich zurückhaltender und heller, vielleicht eine klitzekleine Weihrauchnote, Vanillepudding, Waldmeister, Pflaumenmus. Nach längerem Atmen: Maracujasaft, Orangenschalen, Fliederblüte, etwas Zimt.

    Mund: Relativ trocken, Orangenschalen, unreife Pflaumen, Bratapfel, Birne, Waldmeister plus Vanillesoße, wenige Sägespäne, etwas Flieder, Rumrosinen, mit etwas Kauen auch Maracuja. Mit Wasser: Beseitigt Sägespäne und Frucht gleichermaßen.

    Abgang: Mittellang, harzig, verkohlte Orangenschalen, kalter Kaffee, nicht ganz maracujafrei, klasse, etwas Fliederblüte ist auch noch da, trockene Erde.

    Kommentar: Die Nase ist eine 60er Laphi-Tropenfruchtwolke, der Rest ist, sagen wir mal, thematisch passend, aber sperrig, vielleicht lag's auch an der langen Zeit in der Flasche bei niedriger Alkoholstärke. Nichtsdestotrotz... 91 Punkte. Meine 400€ setze ich eher auf dieses Ferkel.



    "GF" 39yo (?) 1970 RF, Sherry Butt, 54,9% ABV WID:69174 #ModShot2019

    Farbe: Sehr appetitliches mahagoni

    Nase: Direkt alt, sofort altes Holz, wo sind die Superdunkelfrüchte? Etwas Vanillesoße, Orangenschalen, wenige überreife Pflaumen, tut sich da bitte noch etwas... Mit Wasser: Noch etwas Zeit obendrauf, und los geht's. Pflaumenmus aus vermutlich überreifen Pflaumen, passend gewürzt mit etwas Zimt, mehr Nelken und Orangenschalen. Altes Eichenholz, Nadelwald-Unterholz, Sommerblütenhonig, Ricola, eher alter Cognac als einfach nur Rosinen, Thujahecke.

    Mund: Vielversprechend, aber nicht ohne Wasser... Mit Wasser: Ölig, saftig, fruchtig und vor allem perfekt bittersüß. Nach fast 40 Jahren im Fass schmeckt der heftige Sherryanteil deutlich nach gleich altem Cognac, etwas Kardamom, viel poliertes Holz, Kaffeebohne pur, Vanille, Zimt, Nadelholz, Tannenhonig und Ingwer, Nougat, Walnüsse in weniger bitter, etwas modrige Erde, leicht angekohltes Holz.

    Abgang: Lang, Pflaumenmus, hier hauptsächlich Zimt, überreife, grüne Trauben, frisch gebrochene Äste, gefallenes Laub, alte Gewürze, nie trocken.

    Kommentar: Am liebsten hätte ich bei "perfekt bittersüß" aufgehört, die Aromen sind nach so langer Zeit im Fass fast zu verwoben; das auszeichnende Merkmal dieser Abfüllung ist nicht der Geschmack an sich, sondern die millimetergenau getroffene Balance zwischen Frucht und Holz. Gut verständlich, dass die Flasche über Jahre ein Dauerbrenner im Forum war, keine Ahnung was die mal gekostet hat, ein angemessener Grund, finanziell unvernünftig zu werden. 93 Punkte, und meinen Dank.


    Noch ein 1970er für den Heimweg?


    Glenfarclas 28yo 1970 CA, "Chairman's Stock", Sherry Hogshead, 55,9% ABV WID:26907

    Farbe: Burnished

    Nase: Zuerst mehr Sherry als im 77er, weniger Holz, mehr Gewürze, etwas Möbelpolitur, Bahnschwellen in der Sonne, hier besonders viel Baumsaft, frische Winterluft mit Heizungsabgasen, Reneclauden, Limettensaft, wachsgetränkter Zellstoff, Pflaumenmus mit Zimt, Heuschuppen, Fliederblüte. Mit Wasser + Zeit: Floraler. Geißblatt, Sommerblütenhonig.

    Mund: Ohne Wasser schon fett und ölig, süß, floral, duftend, Fliederblüten, reife Orangen, Baumsaft, duftender Torfrauch, Erde nach dem Regen. Mit Wasser: Nicht weniger dick, ein Mundvoll zu kauen, ölig, kühl, Orangenlikör, weniger Baumsaft, floraler, weniger rauchig, mehr Orangenschalen als Baumsaft. Tannennadeln, hintergründig Akazienhonig. Limettensaft, etwas old bottle flavour. Minze.

    Abgang: Eher kurz, Minze, Limettensaft, etwas Malz, wird nach kurzer Zeit stark grasig, immerhin nie wirklich trocken, Zedernholz, Kardamom, Blätterteig, endet auf Orangeat. 

    Kommentar: Ähnlicher Jahrgang, aber doch unterschiedlicher Stil als die beiden Originalabfüllungen, rauer, mehr Destillat als Fass, der Sherry ist nach der Nase fast vollständig verschwunden. Schwächelt auf den letzten Metern. 92 Punkte.

    Probenliste --- #Modshot2019 --- BGB VIII: Who's next? --- Der Blinde Budget Bus v2 

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