Tasting Experte werden oder wie wird man besser?

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  • LangNase
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    User LangNase
    Dabei seit: 19.01.2019Beiträge: 8Flaschensammlung:Meine Whisk(e)ysBewertungen: 0

    Guten Abend zusammen,

    ich stell mir immer wieder die Frage, wie man beim verkosten von Whisky besser wird bzw. mehr von Whisky erkennen lernt als man es im Moment tut.

    Ich habe jetzt schon mehrere Whiskys probiert und versucht zu verkosten, jedoch hab ich oft das Gefühl, das mir da noch was entgangen sein muss, wenn ich dann im nachhinnein so verkostungsnotizen aus Bücher zu diesem Whisky lese oder die Geschmacksangaben im Shop oder direkt auf der Flasche sehe.

    Wie war das bei euch? Habt ihr irgendwelche speziellen Herangehensweisen oder Trainingstips für mich? Klar viel kommt wahrscheinlich mit der Erfahrung und steigenden Anzahl der Whisky die man verkostet hat, aber sicher kann mir doch der ein oder andere von euch Experten :wink: was mit auf den "Verkostungs-weg" geben :smile:

    War schon viel im Internet auf der Suche aber da findet man auch immer nur die üblichen Verskostungsanleitungen.

    Aber nicht was direkt was mit der verbesserung der Tastingfähigkeit zu tun hat.


    Gibts vieleicht gute Lieratur zu dem Thema?

    Hab da von Philip Reim (eye for spirits) die Bücher ausgespäht, bin mir aber nicht sicher ob das das ist wonach ich suche.

    Hat die zufällig schon jemand gelesen? :smile:


    PS: ich hoffe ich hab den Post in der richtigen Kategorie gepostet...


  • Naga_Sadow User Naga_Sadow Dabei seit: 27.01.2014Beiträge: 8,208Bewertungen: 1
    , letzte Änderung 21. Februar 2020 um 20:36
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    Bücher kannst du da vergessen. Besser ist Praxis. Darum verkoste mal mehr. Irgendwann wird man da besser.


    probieren geht über studieren

    Friend of Laphroaig since 2003 "Ich traue keinem Mann, der keinen Alkohol trinkt"
  • dRambo User dRambo Dabei seit: 23.09.2015Beiträge: 10,939Bewertungen: 3
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    @Naga_Sadow richtig - ist wie mit den Dating Büchern - bringt nix. machen.. äh trinken halt :smile: 

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  • Sam_Mumm User Sam_Mumm Dabei seit: 20.08.2017Beiträge: 2,601Bewertungen: 0
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    "Es ist ein weiter Weg zum Whisky - Experten, aber auch eine geile Zeit dahin!"


    So pauschal kann ich Dir da keinen Rat geben. 

    Die Geschmäcker sind verschieden, und die Wahrnehmung von Geschmack / Aroma ist von Mensch zu Mensch verschieden. Und die Tagesform ist auch nicht zu unterschätzen. 

    So mancher wird über "schmeckt - schmeckt nicht" kaum hinauskommen (den Verdacht hab ich zumindest bei mir). 

    Letztlich hilft nur: Probieren, probieren, probieren. 


    Wenn Du bewusst schmeckend und riechend durch Deinen Alltag gehst, kannst du Dir mit ein wenig Glück eine eigene kleine "Geschmacksdatenbank" erschnuppern, und dann findest Du das eine oder andere sicher auch im Whisky wieder. 


    "Learning by doing", anders wird das kaum gehen. 

    Anlesen kannst Du Dir sowas jedenfalls nicht - ist zumindest meine Erfahrung.

    "Am Rausch ist nicht der Whisky schuld, sondern der Trinker" (schottisches Sprichwort)

  • LangNase
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    User LangNase
    Dabei seit: 19.01.2019Beiträge: 8Flaschensammlung:Meine Whisk(e)ysBewertungen: 0
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    @dRambo @Naga_Sadow da hab ich ja glück, das probieren macht ja eh am meisten spaß :biggrin:

    naja vieleicht sollte man das ganze einfach etwas lockerer sehen. Mach mir da immer selber bissle Druck...

    obwohl mir klar ist das der Genuss im vordergrund steht!



  • LangNase
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    User LangNase
    Dabei seit: 19.01.2019Beiträge: 8Flaschensammlung:Meine Whisk(e)ysBewertungen: 0
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    @Sam_Mumm Danke für deine Antwort Sam_Mumm, freut mich zu lesen das ich dann ja schon zumindest die richtige Richtung eingeschlagen habe.


    Klar, manche trinken die Whisky weil er Ihnen gut schmeckt, ohne jetzt groß auf die einzelnen Aromen zu achten oder diese herraus zu schmecken. Ich finds aber immer beeindruckend und erstrebens wert, wenn man so ein Tastingvideo von den Lünings oder Pat Hock etc sieht und von den gesagt bekommt was da so alles zu erriechen ist.

    Klar trinke ich den Whisky auch gerne zum genuss, aber wenn man einen Whisky so ,ich nennen es jetzt mal "erleben" kann. Ist es denk ich nochmal was ganz anderes. Aber wahrscheinlich kommt das dann wirklich einfach mit der Erfahrung und wie du schon geschrieben hast, mit der erweiterung der "Geruchsdatenbank" :smile:

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  • Hastur User Hastur Dabei seit: 12.01.2008Beiträge: 1,990Flaschensammlung:Bewertungen: 0
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    @LangNase Mir hilft es unheimlich,  meine Eindrücke hier in "Now Drinking" in Worte zu fassen. Ansonsten sorge ich vor dem Genuss mit ordentlich Wasser dafür,  "Altgeschmäcker" aus dem Mund zu bekommen.  Und die Nase sollte auch frei sein. 

  • Waschbär User Waschbär Dabei seit: 01.05.2014Beiträge: 22,980Bewertungen: 5
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    LangNase schrieb:

    @Sam_Mumm Danke für deine Antwort Sam_Mumm, freut mich zu lesen das ich dann ja schon zumindest die richtige Richtung eingeschlagen habe.


    Klar, manche trinken die Whisky weil er Ihnen gut schmeckt, ohne jetzt groß auf die einzelnen Aromen zu achten oder diese herraus zu schmecken. Ich finds aber immer beeindruckend und erstrebens wert, wenn man so ein Tastingvideo von den Lünings oder Pat Hock etc sieht und von den gesagt bekommt was da so alles zu erriechen ist.

    Klar trinke ich den Whisky auch gerne zum genuss, aber wenn man einen Whisky so ,ich nennen es jetzt mal "erleben" kann. Ist es denk ich nochmal was ganz anderes. Aber wahrscheinlich kommt das dann wirklich einfach mit der Erfahrung und wie du schon geschrieben hast, mit der erweiterung der "Geruchsdatenbank" :smile:

    @LangNase 


    Mir persönlich erhöht das den Genuss kein bisschen, wenn ich mal irgendwelche Aromen erkennen oder benennen kann. Schon gar nicht schmälert es meinen Genuss, wenn ich es nicht kann.


    Aber wenn du drauf stehst und das anstrebst, dann ist üben, üben, üben sicher eine gute Idee. Und wahrscheinlich ist es hilfreich, hin und wieder mal bewusst an den Originalen zu schnuppern (Früchten, Gewürzen, Holz, Kuhstall usw.), wenn du diese im Whisky wiedererkennen möchtest.

    Die Battle läuft! Blind Guardian Battle XII Fremde Welten - fremde Völker *** Forengeprüfter Living Bottle Panscher *** / *** Gefallener Gladiator der Enthaltsamkeit 2016+2017 *** / *** Dreifache After-Chat-Party-Bus-Haltestelle *** / *** Blind Guardian Battle III+XI Silbermedaillengewinner *** / *** Blind Guardian Battle VI und XII Gastgeber *** / *** Blind Guardian Battle IX Tagessieger *** / *** Blind Guardian Battle XI geteilter Tagessieger *** / *** Erfahrener Ahnungsloser Genieser *** / *** scotchkauftrocken seit 26.12.2019 *** / Meine Probenliste

  • LangNase
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    User LangNase
    Dabei seit: 19.01.2019Beiträge: 8Flaschensammlung:Meine Whisk(e)ysBewertungen: 0
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    @Waschbär jap das finde ich auch. Dem Genuss tut es nichts ab. Der Whisky sollte halt schmecken :smile: da stimme ich dir absolut zu.

    Ich fand es halt von vornherein beeindruckend was Andere so aus einem Whisky herraus riechen können. Hatte mir damals durch Zufall mal so ein Tastingvideo angesehen noch bevor ich meinen ersten Single Malt getrunken hatte. Vielecht kommt daher der antrieb so etwas können zu wollen :smile: Ich denke aber sowieso, da man ja Whisky über einen langen Zeitraum zu genießen lernt ( ich hoffe den Rest meines Lebens :biggrin:) das ich auch meine Tasting- und Genussansichten" früher oder später ändern werden.

  • Bruno59 User Dabei seit: 15.06.2013Beiträge: 1,185Bewertungen: 0
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    Erfahrung sammeln durch Verkostung von möglichst vielen Abfüllungen. Wenn Du Dich dann noch im Schreiben von Tastingnotes übst ...

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  • Zaphod User Zaphod Dabei seit: 15.04.2011Beiträge: 624Bewertungen: 0
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    @LangNase 


    Naja, "herausriechen" ist so eine Sache für sich...was geschildert wird sind halt Assozitationen, im Whisky gibt es keine Kirsche, keinen russischen ZUpfkuchen und hoffentlich nichts aus dem Kuhstall oder Mullbinden :cool: Es ist "nur " ein Versuch das in Worte zu fassen, was man zu riechen meint.


    Wozu also? Diese "Notes" sind eigentlich nur hilfreich im Austausch mit anderen Whiskyfans und dann auch nur wenn man diese schon länerg kennt. Was meint der User xy wenn er von "modrigen Holz im bergischen Frühlingswald" spricht und womit verbinde ich selber besagten Geruch? Bei so komplexen Beschreibungen ist oftmals viel Show dabei...was nützt jemanden die Beschreibung einer "simbalesischen Waldnussmuschel" wenn er niemals in den Genuß einer solchen kommen kann...und wenn mir das bewusst ist, warum erwähne ich eine solche Assozitation, wenn sie doch niemandem nützt.


    Da finde ich den Weg von Horst Lüning besser der sich bemüht nur Dinge zu benennen wo eine möglichst grosse Übereinstimmung zu erzielen ist. Rauchig/nicht rauchig, süß/bitter/salzig etc...nach zig Jahren und Videos meine ich mittlerweile seine Beschreibungen für mich übersetzen zu können, dies gilt ebenso für den ein oder anderen User hier.


    Um Assoziationen herstellen zu können muss ich halt mal im Kuhstall gewesen sein, muss wissen wie Obst oder bestimmte Gewürze riechen...oder eben Teer oder auch Mullbinden.


    Ich erfreue mich aber genauso an einem komplexen Whisky an dem ich viele Deatails wahrnehmen kann, auch ohne sie im Einzelnen benennen zu können. Geht mir mit der Natur übrigens genauso...bin leidenschaftlich gern im Freien und kenne weder viele Bäume, Blumen noch Vögel...und doch geht mein Herz auf wenn ich eine Woche durch die Highlands streife (oder alternativ bei uns im Sauerland)

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