Adventskalender 2019 - Rare Malts von Holzwurm & ThinLizzy - Der Verkostungsthread

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  • Ushnotz-Hammer8 User Dabei seit: 04.11.2016Beiträge: 11Bewertungen: 0
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    @ThinLizzy ">Hallo Whisky ist gut angekommen. Alles im grünen Bereich. Grüße von der Ostsee Thomas

  • DocF. User, Moderator Dabei seit: 31.07.2016Beiträge: 1,560Bewertungen: 2
    , letzte Änderung 5. Dezember 2019 um 00:47
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    In meinem Rachen hatten sich Lebensformen vermehrt, die da nicht hingehören, darum heute:


    Der Lebkuchenmann


    Der Lebkuchenmann riecht stark nach getrockneten Aprikosen, dazu matschig-reife Birnen plus ordentlich Säure. Dazu Kleber, Lakritze und Lavendel, und grünem Gummibärchen. Im Mund hat er eine gute Schärfe, dazu geröstete Kaffeebohnen, die "Fehl"noten, sofern es denn tatsächlich welche waren, kommen nicht mehr durch. Mentholbonbon. Abgang ist dann eher Otto Normalverbraucher, außer Aprikose und viel Holz kommt nicht mehr viel.


    Netter Einstieg, sehr "unabhängig abgefüllt", d. h. zu kantig für eine OA, hat mir besser gefallen als die Abfüllungen vom Tomatin-Stammtisch. Um die 85 Punkte WID:2519



    Highland Park 5yo 1997 Dun Eideann WID:86039 vom letzten Jahr

    Highland Park finde ich auch jung schon lecker, aber 5 Jahre gehen eher richtung "akademisch interessant". Für die Wissenschaft:

    Riecht für mich nach Highland Park und nichtmal besonders jung. Erde, Harz, leichter Rauch, Akazienhonig, etwas Vanille vielleicht, lecker. Zu meckern hätte ich am ehesten, dass er allgemein wenig riecht. Mund: Ersetze "riechen" durch "schmecken", und fertig. Hier kommt der Rauch deutlicher durch. Abgang: Mäßig spannend, weniger Harz, hauptsächlich vom Rauch getragen. Nix bitter, wie auch, nach nur 5 Jahren in Totholz.


    Die 2cl werden heute noch beseitigt, HP mag ich und er gefällt mir übrigens besser als die aktuelle 12yo OA. ~ 85 Punkte.



    Der Stern

    Nase: Da kommt für 55% ganz schön wenig an, leichter Rauch, leicht käsig. Sägespäne vielleicht. Mund: Rauch auch, ja, hauptsächlich Grappa, dazu erstaunlich bitter. Alkohol schmecken tue ich nicht. Mit Wasser: Tut ihm gut, die Nase fügt sich besser zusammen, Bratäpfel, hat Rottendon auf den Kopf getroffen, eine halbwegs rund wirkende Grappanote. Im Mund wird die Grappanote auch gezähmt, dafür etwas Spüli. Gnadenvoll kurzer Abgang.


    Gar nicht mal so schlecht, hat aber geschmacklich mit meiner Vorstellung von Malt Whisky wenig zu tun. Um die 70 Punkte. Nichtsdestotrotz des "Seltenheitswertes" wegen (in diesem Falle hauptsächlich, weil fast sich niemand für solchen Krempel interessiert :razz:) interessant. WID:34090


    Dun Naomhaig Water NAS FR WID:90939 aus dem letzten Jahr

    Riecht nach jungem Raucher, schmeckt nach jungem Raucher. Hat etwas teeiges, könnte ich mir schon als Lagavulin vorstellen. Hat auch so eine Bergamotte-ähnliche Note. Riecht und schmeckt langsam nicht mehr ganz so sehr nach jungem Raucher :rolleyes: Soll heißen: Eher meine Kragenweite. Heute ist nicht mein rauchiger Tag.

    Dank 40% extrem süffig, aber bei 40€ Ausgabepreis würde ich das "Upgrade" auf einen Laga 16 gerne bezahlen. ~ 83 Punkte.

    Probenliste --- #Modshot2019 --- BGB VIII: Who's next? --- Der Blinde Budget Bus v2 

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  • Holzwurm User Holzwurm Dabei seit: 25.06.2014Beiträge: 1,777Flaschensammlung:Holzwurms SammlungBewertungen: 11
    , letzte Änderung 27. Dezember 2019 um 11:18
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    Es haben zwar bestimmt noch nicht alle die Samples des 1. Advent verkostet, doch bevor hier die Notes zum 2. Advent eintrudeln, löse ich die Whiskys von letzter Woche schon mal auf.

    Frank wird heute Abend bestimmt noch ein paar Worte zu den Abfüllungen beisteuern.


    Der Lebkuchenmann

    Tomatin

    1989/2006 - 16 Years old

    Signatory Vintage

    Alkoholstärke: 46%

    Lagerung: Refill Butt

    Datenbank: WID:2519

    image

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    Der Stern

    Bladnoch

    2001/2012 - 10 Years old

    Alkoholstärke: 55%

    Datenbank: WID:34090

    image


    Hier geht es direkt zu den Abfüllungen des 2. Advent

  • ThinLizzy
    Themenersteller
    User ThinLizzy
    Dabei seit: 15.11.2014Beiträge: 4,055Bewertungen: 0
    , letzte Änderung 15. Dezember 2019 um 12:47
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    Hier also meine Eindrücke zu den beiden Malts des Ersten Advents.


    Tomatin 1989/2006 SV 46%

    Dezente Refill Sherry Nase. Schön, jedoch auch nicht außergewöhnlich. Zumindest kein deutlicher Brennereicharakter zu erkennen. Er gefällt mir trotzdem sehr gut, ist gut gereift. Konsistent von der Nase bis zum Abgang. Schöne Portion Eiche, zurückhaltende Süße. Schade, dass er nicht in CS ist. Aber eine knappe 88 hat er sich nach meinem Geschmack verdient. Vom Holzwurm gab es 87 Punkte.


    Bladnoch 2001/2012 Sherry Single Cask Lightly Peated OA 55%

    Typisch Bladnoch ist die grasige, leichte Nase. Rauch ist da wirklich nur zart zu spüren. Und Sherryfrüchte habe ich auch nicht. Mit etwas Ruhezeit und Wärme merkt man dann doch deutlicheren Rauch, macht ihn besonders, finde ich. Er hat auch etwas Kuhstallaroma. Wie ein zahmer, leichter Ledaig. Sehr lecker. In kleinen Schlucken finde ich ihn sogar recht weich für 55% und 10 Jahre. Bleibt lange am Gaumen. Sehr angenehm. Da hatte ich schon ruppigere Bladnochs. Das sind satte 88 Punkte. Die gab der Holzwurm ihm auch.


    Zu dieser Abfüllung müssen wir sagen, dass man sie in der Datenbank leider nicht exakt bestimmen kann. Die Fassdaten der Einzelfässer von Bladnoch hingen oft an einem Label um den Flaschenhals, welches in diesem Fall nicht mehr vorhanden war. Die Brennerei hatte damals auch die Single Casks auf 55% eingestellt. Das Flaschenetikett konnte so beliebig oft verwendet werden. Die WID:34090 kam unserer Flasche optisch am nächsten.

    Viele Grüße aus'm Westmünsterland, Frank
    Meine Probenliste
    Abgeschlossene Flaschenteilungen: Probierlücken I / II / III / IV / V / VI / VII / VIII / IX / X / XI / XII / XIII / XIV / XV / ??

    2015 / 2000und16 / 2Tausend17 / Januar bis Dezember Zwotausendachtzehn / 2019 (ab 60)

    60 / 61 / 62 / 63 / 64 / 65 / 66 / 67 / 68 / 69 / 70 / 71 / 72 / 73 / 74 / 75 / 76 / 78 / 79 / 80 / 81 / 82 / 83 / ??

    Aktuell laufende FT: Auchroisk 1989/2014 Cadenhead

    Adventskalender: Raritäten & Old School Malts 2016 / Rare Malts 2017 (mit Oktobull)
    / Rare Malts 2018 (mit Oktobull) / Rare Malts 2019 (mit Holzwurm)

  • uwst1 User uwst1 Dabei seit: 14.07.2016Beiträge: 153Bewertungen: 0
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    Heute Morgen am Start: Der Schneemann


    Nase: Salzig und Zitrone, eine nussige Frische, dann leicht tropische Früchte oder besser eine frisch zermatschte Banane, etwas Wachs, richtig gut


    Geschmack: leicht gesalzenes Toffee, die Banane bleibt im Kopf, jetzt habe ich auch ein klein wenig Rauch und auch Bitterstoffe


    Finish: milder Ingwer mit leichter Schärfe und Orangeat einschließlich Bitterkeit, leicht grasig und Pfeffer, das Grasige bleibt recht lange.


    Fazit: Mir kommt da Benromach, Ben Nevis oder Springbank in den Sinn. Tipp: 12 Jahre evtl. keine aktuelle Abfüllung mehr.


    WID 401 ein etwas älterer 10jähriger Springbank (war ich ja fast dran). Sehr guter Start in den Advent und ich habe noch genug übrig um die Tage noch mal zu verkosten. Danke das Ihr den noch aufgespürt habt.
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  • uwst1 User uwst1 Dabei seit: 14.07.2016Beiträge: 153Bewertungen: 0
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    und gleich hinterher: Der Weihnachtspinguin (kleine Pfütze da noch früh am Tag)

    Anmerkung: 2 Rauchsymbole


    Nase: süßer recht angenehmer aschiger Rauch; auch wieder Salz. Der Alkohol ist bei 55,7 % gut eingebunden. Helle Früchte, Waldhonig, Eiche


    Geschmack: sehr ölig, jetzt habe ich auch den angedeuteten starken Rauch mit sehr viel (angenehmer) Eiche, immer noch süß


    Abgang: Süße Bitterkeit aber alles sehr harmonisch und vollmundig, bleibt wundervoll lang


    Fazit: War für mich der bisher beste im Angebot, aber mir fällt nichts ein. Auf Grund des Rauchs wahrscheinlich Islay. 


    WID14826: Toller 12jähriger Bunnahabhain. Richtig gut.
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  • MonteGehro User MonteGehro Dabei seit: 01.01.2016Beiträge: 1,474Flaschensammlung:Hobs RegalBewertungen: 0
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    Gestern Abend schon probiert: Den Schneemann vom 2. Advent.

    Fast den ganzen Abend habe ich mich mit dem Sample (mit Unterbrechungen) beschäftigt, aber irgendwie bin ich in Sachen Notes auf keinen grünen Zweig gekommen. Die Geschmacksnerven waren gestern irgendwie unterentwickelt, also ist mein Kommentar absolut nicht aussagekräftig.

    Nase: Als rauchig gekennzeichnet. Wie beim Stern aus dem 1. Advent muss ich ordentlich danach suchen, ist diesmal aber minimal deutlicher zu spüren. Fruchtmix aus Birne und Tropenzeugs, Malz. Ist da noch 'ne erdig-dreckige Note dabei, oder ist das nur der Mix aus leichtem Rauch und Eichenwürze?

    Mund: Süß-fruchtiger Antritt mit Ananas, leicht rauchig, würzig auf der Zunge. Dazu noch leichte Sherry-Noten, und einen muffigen Unterton.

    Finish: Mittellang, eher einfach gehalten.

    Kommentar: Malt mit etwas Ecken und Kanten, aber stimmig. Passt, 85 Punkte.

    Tipp:

    ca. 12y, einfaches Sherryfinish oder Vatting mit Anteil von Ex-Sherry Fässern. Wegen erdig/dreckig/muffig (und dem geringen Rauchanteil) ist Springbank mein erster Tipp. Könnte aber auch Highlands sein, z.B. Ardmore.




    Gott schütze uns vor Sturm und Wind, und Autos die aus England sind.


    Bestätigter Forums-Spinner

    Stammtisch Region Bodensee/Oberschwaben: Planungsthread

    Mehrfacher Blind Guardian Battle Teilnehmer - mit wechselndem Erfolg


    Aktuelle FT: derzeit keine

    Abgeschlossene FT:  Ben Nevis 1996 / 2018 SCC  //  10  // 9 // //  7 // 6 // 5 // 4 // 3 // 2 // 1

  • rottendon User rottendon Dabei seit: 20.11.2014Beiträge: 2,898Flaschensammlung:the shelfBewertungen: 93
    , letzte Änderung 10. Dezember 2019 um 22:01
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    Na dann mal los, es beginnt: Der Schneemann 


    rottendon scored this whisky 85 points 

    Ein Geschmack aus vergangenen Tagen, ich würde spontan auf einen alten Aberfeldy tippen, wobei der Rauch hierzu nicht passt. Auf jeden Fall ist es immer wieder interessant, so etwas im Glas zu haben, bekommt man halt nicht mehr alle Tage.

    Notes aus einer Blindverkostung.
    • Nose
      83
      Den Anfang macht eine Note von altem Kork, gefolgt von frischer Apfelschale. Auf dem Label steht Rauch, könnte man reininterpretieren, mehr bisher noch nicht. Nach einiger Zeit ist der Kork in Old Bottle Flavour (OBF) umgeschlagen, die Äpfel sind absolut klar, Rauch ist nach wie vor nicht wirklich präsent, aber er ist jetzt klar zu erkennen, wenn man sich darauf konzentriert. Mehr kann ich beim besten Willen nicht finden. Erwärmt werden die Äpfel zunächst etwas reifer, der Rauch wird jetzt deutlich. Spät kommt erstmalig auch eine gewisse Süße dazu, gleichzeitig aber auch eine recht kräftige Säure, Fermentierung, dazu Brotteig. Nach dem ersten Schluck auch eine Prise Menthol in der Nase.
    • Taste
      87
      Auch im Mund OBF und Äpfel, dazu eine Menge Honig, der aber nicht extrem süß ist. Nach hinten zartes Menthol, und zumindest im zweiten Schluck auch ein paar Tannine sowie Faßsäure. Trotz des niedrigen Alkoholgehalts ist das Mundgefühl recht dicht und der Alkohol auch durchaus kräftig spürbar.
    • Finish
      85
      Im Abgang zunächst immer noch Menthol, die Süße ist schnell verschwunden, dann nur noch OBF. Im zweiten Schluck auch hier zunächst noch Tannine. Die Säure hält sich auch etwas länger. Der Abgang ist dabei auch gar nicht mal so kurz. Vor allem ein Apfelschalen-/ OBF-Mix hält sich wirklich lange auf der Zunge. Ein Hauch Asche ist wohl auch dabei.

    Schau an, Springbank. Nicht besonders typisch würde ich sagen, auch bedeutend jünger, als ich jetzt erwartet hätte (nicht auf die Reifezeit bezogen).
    Hut ab an @uwst1 und @MonteGehro, dass Ihr hier die Brennerei erkannt habt, ich fand den unglaublich untypisch! Wie Ihr den Notes entnehmen könnt, war ich hier ganz woanders... 

    Gruß von hier...               image


  • rottendon User rottendon Dabei seit: 20.11.2014Beiträge: 2,898Flaschensammlung:the shelfBewertungen: 93
    , letzte Änderung 9. Dezember 2019 um 03:26
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    Und dann der Schneepinguin:


    rottendon scored this whisky 87 points 

    Ein schöner Raucher, der alles hat, was er braucht, lediglich etwas dichter dürfte er sein und der Abgang ist verhältnismäßig kurz geraten.

    Notes aus einer Blindverkostung.
    • Nose
      89
      Ein kräftiger Schwall Rauch schlägt mir direkt nach dem Einschenken entgegen, eine Mischung aus Lagerfeuer und Phenolen. Gegen den Rauch kommt zunächst nichts an, Deckel drauf und warten. Nach einer guten halben Stunde ist da eine warme und malzige Süße, dazu feuchter Fels und Bratäpfel. Während der Rauch zurückgeht, wird der Malt zunehmend mineralischer. Ab und an kommen fruchtige Aromen verbeigehuscht, gelbe Früchte und Zitrusnoten. Erwärmt wird zunächst der Rauch chemischer, dazu kommt etwas blumig parfümiertes, das an edle Seifen erinnert. Dann übernimmt der Rauch wieder komplett.
    • Taste
      87
      Im Mund geht es ähnlich weiter, nur dezente dunkle malzige Süße, mineralische Noten, eine leichte Mentholfrische und Salz, das Mundgefühl ist ein wenig dünn, der Alkohol schiebt moderat, wirkt alles sehr harmonisch. Nach hinten wird er leicht herb, aber auch das ist dezent.
    • Finish
      86
      Der Abgang ist insgesamt mittellang, mit Betonung auf Süße und Menthol. Spuren von Asche sind zu finden, für die Rauchmenge in der Nase ist hier aber sehr wenig verblieben.

    Hier war ich tatsächlich bei Bunnahabhain, weil ich vor vier oder fünf Tagen einen im Glas hatte (WID:127004). Der war allerdings nur fünf Jahre alt und hatte mit seinen 64,5% so unendlich viel mehr Power, der hatte mir ehrlicherweise noch besser geschmeckt, dafür war die Nase da deutlich schwächer. 

    Gruß von hier...               image


  • DocF. User, Moderator Dabei seit: 31.07.2016Beiträge: 1,560Bewertungen: 2
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    Rechtzeitig, fast zum dritten Advent:

    Schneemann:

    Nase: Riecht, wie ein Springbank riechen soll, zuerst Schweiß, dann noch muffiger - die Flasche ist in der Tat nicht ganz neu -, nasse Kiesel, feiner Rauch, nasses Heu, später Kerzenruß, Weihrauch, schwelende Äste.
    Mund: Zuerst lecker mineralisch, dann für 46% fast brennend und immer bitterer, etwas Ruß kann sich gegen die massive Bitterkeit wehren, als hätte man auf verbranntem Brot rumgekaut. Vergammelndes Laub.
    Abgang: Schmeckt nach 08/15 Malzwhisky + einem nassen Stück Wellpappe mit dem verbrannten Brot.
    Kommentar: Er riecht schon wesentlich älter als 10 Jahre, aber schmecken tut er eher wie 30 Jahre in der halbleeren Flasche (vermute ich). Nase super, der Rest nicht so lecker, 83 Punkte. WID:
    96560



    Aberlour 10yo 2006 Single Cask Collection, Opitz Homok Cask Finish, 56,6% ABV WID:89406 aus dem letzten Jahr

    Nase: Mit Wasser: Süß und "hell", Hefe, gekochte Birnen, Bratapfel, etwas Zimt, Menthol, reife, grüne Trauben. Mit Luft: Waldboden, angenehmer Muff.
    Mund: Mit Wasser: Erstaunlich ölig, Traubensaft, Hefeteig, auch hier wieder gut süß, also eher sirupartig als ölig, Bratapfel ist immer noch da, Menthol auch. Muff etwas weniger, dafür Malz, Graubrot, und altes Eichenholz. Waldmeister.
    Abgang: Mittellang, Traubensaft, hauptsächlich schwarzer Kaffee, nicht zu trocken, etwas Menthol.
    Kommentar: Sample ist jetzt alle, fand ihn beim ersten Mal etwas langweilig, sherryähnliche Vorbelegung ergibt sherrywhiskyähnlichen Whisky, die Mentholnote verträgt sich gut mit den hellen Früchten, doch, hat gut geschmeckt. 87 Punkte.



    Kilkerran 8yo "Open Day 2018" OA, Recharred Sherry Cask, 58,4%ABV WID:112792 aus dem letzten Jahr

    Nase: Mit Wasser: Riecht, auch,wie er riechen soll, Senfkörner, frisch gemahlenes Getreide, Rauch finde ich eher wenig, viel Baumsaft, frische Winterluft. Himbeeren, Eiskaffee. Räucherstäbchen.

    Mund: Mit Wasser: Cremig, heiß brennende Späne, gleichzeitig angenehm kühl und frisch, frisch gemahlenes Getreide, im Hintergrund reife Orangen, Graubrot.
    Abgang: Lang, heißer Kaffee, Kaffeebohne pur, etwas Räucherstäbchen, malzig. Kerzenwachs.
    Kommentar: Ausreichend refill, dass der Sherry sich mit dem Destillat nicht in die Quere kommt, Glengyle taugt auch jung etwas, gefällt mir. 88 Punkte. Auch ein heißer Kandidat, das Sample heute zu erledigen.


    Schneepinguin - Heavily Peated

    Nase: Heftiger Rauch, zwischen brennendem Plastik, verkohltem Brot, Gemüsebrühe und Parmesan. Curry. Später Maggi, Gemüsebrühe und Parmesan normalisieren sich zu einer leichten, käsigen Note. Mit Wasser: Schweißfüße, Harz. Alles nicht besonders intensiv, aber eigenartig genug, um sofort aufzufallen.

    Mund: Mit Wasser: Sehr würziger, bitterer Rauch, auch richtung verkohltes Brot, sehr malzig, Eichenspäne. Vollmundig, und das weniger wegen des Rauchs.
    Abgang: Lang, hauptsächlich vom Rauch getragen, Malz, ein paar Zitrusfrüchte.
    Kommentar: Nicht hochkomplex, blablabla, ..., süffig ist er, subtil genug um nicht sofort zu langweilen, die Nase finde ich sehr eigenartig, aber auch nicht unlecker. 85 Punkte.


    Bunnahabhain 12yo 1997 SV, "Heavily Peated", WID: 14826. Von den peated Bunnas aus dem Jahr habe ich mal einen geteilt, ging in die gleiche Richtung, nichts, worauf die Welt gewartet hat, aber auch nicht langweilig.


    Probenliste --- #Modshot2019 --- BGB VIII: Who's next? --- Der Blinde Budget Bus v2 

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