The Whisky Blog

Herzlich willkommen! Dies ist ein Video-Blog in dem ich Whiskys verkoste und über Wissenswertes rund um Whisky spreche. Es lohnt sich wiederzukommen. Ich freue mich über jeden Kommentar.

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Freiheit - Teil 3

Gestern fragte ich, wie man das Problem sich schlecht gegenüber dem einzelnen Bürger verhaltender, unfreier Länder von außen lösen kann. Heute blicke ich nach innen. Es gab unfreie Länder, denen (bzw. deren Großteil der Bevölkerung) geht es heute besser als gestern. Z.B. sind das die fünf neuen Bundesländer. Nach meinem Rechts- und Gesellschaftsempfinden geht es ihnen heute besser als vor 20 Jahren. Aber das ist relativ. Manch einer (man spricht von 20%) wünscht sich die Mauer zurück. Doch ich denke an die ärztliche Versorgung, den auf einmal verfügbaren Zahnersatz, geringere Umweltverschmutzung, besseres Essen mit höherer Vitaminversorgung, längeres Leben, Reisefreiheit, usw.


Auch in China ist es 'besser' geworden. Lehrer werden - im Gegensatz zur Kulturrevolution - nicht mehr umgebracht und der Einzelne kann sich mittlerweile eigenen Wohlstand aufbauen. Doch wenn man China aus unserem Blickwinkel betrachtet, dann hat Frau Merkel bei jedem Besuch die Menschenrechte auf ihrer Agenda.


Besser sieht es in Staaten wie Monaco oder Singapore aus. Obwohl vom Prinzip her unfrei und undemokratisch, lässt man den einzelnen Menschen doch eine gehörige Portion an Freiheit. Ok - Kaugummikauen auf offener Straße ist in Singapore nicht drin. Aber Monaco macht auf den ersten Blick doch einen vergleichsweise vernünftigen Eindruck, wenn man mit mehreren Hundert Videoüberwachungskameras auf zwei Quadratkilometern Fläche leben kann.


Ich will diese undemokratischen Staaten nicht absolut bewerten. Das wird man wohl nicht können. Ich will damit nur aufzeigen, dass es auch in unfreien Gesellschaften einen Pfad hin zu Wohlstand und persönlichem Wohlergehen - wenn man sich an die Regeln hält - gibt. Wir müssen also nicht für immer mit den übelsten Zuständen in unfreien Ländern rechnen.

www.gapminder.org/videos/human-rights-democracy-statistics/


Haben wir eine Chance, von uns aus an diesen Unfreiheiten in fremden Ländern etwas zu ändern? Dürfen wir das überhaupt, wenn wir an das Völkerrecht denken? Das Völkerrecht in der aktuellen Definition verbietet uns - sowiet ich das überlicken kann - die Einmischung in innere Angelegenheiten fremder Staaten. Und das bekommen wir immer postwendend zu hören, wenn wir wieder einmal eine gefakte Wahl in einem unfreien Land in unserer Presse öffentlich anprangern.


Eines erscheint mir klar. Es gibt einen Weg zur Freiheit, der immer auch mit mehr Wohlstand für den Einzelnen und am Ende auch für das gesamte Land einher geht. Viele Länder schaffen das. Es gibt aber sowohl freie als auch unfrei Staaten, die überschreiten eine Grenze, ab der ein Land ins Chaos abgleitet und alles in Bürgerkrieg, Anarchie und/oder Tod abgleitet. Es sind glücklicherweise nur einige wenige Staaten, die darunter zu leiden haben. Die Mehrheit dieser Staaten befindet sich bloß leider auf dem afrikanischen Kontinent.


Helfen dürfen wir den Menschen nach dem Völkerrecht direkt nicht. Nur den jeweiligen Regierungen dürfen wir eine Hilfe anbieten, die dann üblicherweise nur zu einem Teil (oder gar nicht) bei den wirklich Bedürftigen ankommt.


Das ist mein eigentliches Problem. Wann darf man die Freiheit eines anderen Menschen nicht anerkennen? Wann muss man mit Gewalt gegen einen anderen vorgehen? Oder anders gesagt, wann muss ich meine Tötungshemmung überwinden und symbolisch den Dicken von der Eisenbahnbrücke schubsen, damit die 5 Gleisarbeiter am Leben bleiben?


Kann es für mich einen Grund geben, einen Krieg zu befürworten icon_question.gif Ich hasse Krieg, da er erarbeiteten Wohlstand vernichtet und Menschen tötet. Aber muss ich nicht manchmal für einen Krieg sein, damit am Ende eine menschenverachtende Zwangsherrschaft von 10 bis 20% der Bevölkerung über den armen Rest ein Ende findet?


Es ist schwer, Mensch zu sein.

Parteiendiktatur...*gähn*...hat vielleicht jemand Lust auf eine Runde Bullshit-Bingo? (nur aus Scham greife ich hier auf das mir verhasste Denglisch zurück)
<div class="tx-mmforum-pi1-pt-quote">&quot;MWTede&quot; <br />Hauptsache die eigene Zukunft ist gesichert, und das ein mir bekannter MdB fuer das vdL-Gesetz gestimmt hat, hat mir den letzten Beweis gegeben, das man seine eigene Freiheit aufgibt, wenn man in den Bundestag gewaehlt wird. Parteizwang geht vor alles, und wenn man als Nichtprominenter Politiker seine eigene Meinung in den Vordergrund stellt, ist man bei den naechsten Wahlen eben nicht mehr aufgestellt, und basta.</div><br />
<a href="http://www.forum.thewhiskystore.de/viewtopic.php?t=4976" target="_blank" class="link_10">Parteiendiktatur</a><br />
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<div class="tx-mmforum-pi1-pt-quote">&quot;Ben Nevis&quot; <br />Das mache ich dann auch und die Zustimmung zu dem von Hort_S weiter oben geschriebenen bedeutet ja nicht, daß wir Brüder im Geiste sind. Wenn mir mal wieder zu heftig ausgeteilt wird, werde ich auch wieder austeilen. </div><br />
Danke <img src="fileadmin/templates/mm_forum/tmpl/Whisky.de/img/smilies/icon_exclaim.gif" alt="icon_exclaim.gif" /><br />
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Gruß<br />
Horst Lüning
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Alkoholpolitik - Neues Ungemach aus Schweden?

Seit 1.7.2009 hat Schweden den EU-Vorsitz übernommen. Und was ist da aus Stockholm zu hören? Schweden will einen Vorstoß in Sachen Alkoholpolitik machen.


Und wer es nicht weiß - Schweden hat die härtesten Alkoholgesetze der Welt. Nicht nur die Alkoholsteuern erreichen astronomische Höhen (ca. 4-facher Satz von Deutschland), auch die Alkoholwerbung ist vollständig verboten und der Verkauf von Alkoholika über die Straße erfolgt durch das Staatsmonopol Systembolaget. Nicht zu vergessen: Der Versand von Alkoholika ist selbstverständlich untersagt.


Und hier zwei Zitate von der offiziellen Seite:


“Long term, patient efforts are required to reduce the harmful effects of alcohol. The EU’s alcohol strategy is a good tool”, says Minister for Elderly Care and Public Health Maria Larsson. “We must ensure that the measures to counteract the harmful effects of alcohol remain high on the EU’s agenda.”



Soweit noch gut und nachvollziehbar. Aber dann:


This status report, together with the results of a conference of experts on alcohol and health, which the Presidency is arranging in September, will form a basis for the Council’s discussions. The Presidency’s ambition is that the Council shall adopt conclusions at its meeting in December to support the EU alcohol strategy.



Aber in diesem Teilsatz liegt der Sprengstoff begraben. "The Presidency’s ambition is" heißt in Klartext nichts anderes, als dass er die Empfehlungen aus dem letzten Statuspapier zur Alkoholpolitik in verbindliche EU-Richtlinien umwandeln will. Darin eingeschlossen ist natürlich das Alkoholwerbeverbot über das ich mich vor ein paar Jahren schon einmal hier ausgelassen habe.

<div class="tx-mmforum-pi1-pt-quote">&quot;Bernd_H5&quot; <br />... dann können ja auch die Händler nicht mehr beliefert werden <img src="fileadmin/templates/mm_forum/tmpl/Whisky.de/img/smilies/icon_eek.gif" alt="icon_eek.gif" /> </div><br />
Sicherlich können die Schweden nicht bis in unser Land hineinregieren. Und den Versand von Alkohol können sie auch nicht verbieten. In diese Richtung eines Versandverbots hat es im vergangenen Jahr einmal einen Versuchsballon der CSU gegeben. Spätestens seit diesem Zeitpunkt hatten sie bei mir das 'Krauthaferl ausg'schüt...'<br />
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Auch in USA ist der Versand von Alkohol verboten. Ausnahmen erhalten nur lizensierte Unternehmen im Großhandel. Was eine wunderbare Handelsschranke darstellt (Anm. Ich glaube das war hier in Bayern auch der Grund um die Bierhersteller gegenüber dem ausländischen Wein etwas zu bevorzugen). Ausnahmen gibt es beim Versand an Privat in USA nur für Weinhersteller. Hier haben sich 25 Staaten zusammengeschlossen und erlauben diesen Handel. Natürlich mit Ausgleich der Alkoholsteuer.<br />
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Ich sehe derzeit nur die heraufziehende Gefahr des generellen Verbots von Alkoholwerbung. In den Fußballstadien und im Fernsehen ist es ja schon soweit. Kann sein, dass man uns dann die Werbung in Zeitungen und Magazinen verbietet.<br />
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Gruß<br />
Horst Lüning
<div class="tx-mmforum-pi1-pt-quote">&quot;BelAir1968&quot; <br />Aber wenn das versenden von Schnaps illegal wird....?</div><br />
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... dann können ja auch die Händler nicht mehr beliefert werden <img src="fileadmin/templates/mm_forum/tmpl/Whisky.de/img/smilies/icon_eek.gif" alt="icon_eek.gif" /> <br />
Also Leute, destilliert euren eigenen Moonshine, die Hersteller von Blindenstöcken und Ausbilder von Blindenhunden werden es euch danken <img src="fileadmin/templates/mm_forum/tmpl/Whisky.de/img/smilies/icon_confused.gif" alt="icon_confused.gif" /> <br />
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Gruß Bernd

Kilchoman feiert Single Malt Launch Party

Die Zeit vergeht wie im Fluge und kaum haben wir davon gehört, dass es auf Islay eine neue Malt Whisky Brennerei gibt, schon kommt der erste Single Malt auf den Markt. Der Anfang war nicht einfach, denn kurz nach der Eröffnung der Brennerei brannte auf Grund von Schweißarbeiten der Dachstuhl ab.


Doch nun haben sie es geschafft und können Ihren westlichsten Single Malt abfüllen. Doch nur so lange, bis die neue Brennerei auf den äußeren Hebriden in ein paar Jahren ihren ersten Single Malt abfüllt.


Am 9. September 2009 (9.9.09) feiert man die erste Abfüllung des Kilchoman Single Malts mit einer Launch Party. Viel weiß man noch nicht über die Erstabfüllung. Sie soll auf jeden Fall mit 46% erfolgen und einen Preis von unter 50 Euro für die 0,7 Liter Flasche aufweisen. Noch im September sollen diese Flaschen dann in Deutschland eintreffen.

Hallo,<br />
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eigentlich meinte ich die <a href="http://www.abhainndearg.co.uk" target="_blank" class="link_10">Abhainn Dearg Distillery</a> auf Lewis, die bereits läuft aber noch keinen fertigen Whisky anzubieten hat.<br />
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Gruß<br />
Horst Lüning
Meintest du wirklich eine neue Sprache oder nur die Syptome einer neuen Krankheit? So eine Art Ebaydiotie?<br />
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<img src="fileadmin/templates/mm_forum/tmpl/Whisky.de/img/smilies/icon_redface.gif" alt="icon_redface.gif" />
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Benriach mit neuen Abfüllungen

http://www.whisky24.de/blog/briach70.jpg


Zum Herbst hat auch die Brennerei Benriach neue Einzelfass-Abfüllungen angekündigt.


1970 cask # 1035 / 38YO / Pedro Ximinez Sherry Finish

1975 cask # 4450 / 33YO / Peated / Tawny Port Finish

1977 cask # 3798 / 31YO / Full maturation in Virgin Oak

1978 cask # 4414 / 31YO / Gaja Barolo Finish

1978 cask # 7772 # 30YO / Classic Speyside

1984 cask # 1048 / 24YO / Peated / Pedro Ximinez Sherry Finish

1988 cask # 4424 / 20YO / Gaja Barolo Finish

1990 cask # 970 / 19YO / Classic Speyside

1994 cask # 105100 / 14YO / Classic Speyside


Welche dieser Flaschen zu welchem Preis ihren Weg nach Deutschland finden werden ist noch unbekannt.

Da waren Alister und Family ja richtig fleissig, scheinbar wird Umsatz gebraucht um den Kauf von Glendronach nachträglich zu stemmen ...<br />
War für einen Privaten wohl doch nicht aus der Portokasse zu zahlen.<br />
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Bin gespannt wie die preislich angesiedelt werden.
Klingt auf jeden Fall schon mal vielversprechend. Wenn's keine allzu großen Löcher in den Etat reißt, werde ich mir wohl das eine oder andere Tröpfchen davon gönnen.<br />
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Gruß Bernd

Freiheit - Teil 2

Dies ist die Fortsetzung dieses Beitrags.


Kennen Sie das Völkerrecht? Davon wird immer gerne geredet aber Niemand ohne spezialisiertes Jurastudium wird dieses Völkerrecht wirklich kennen. So, wie unsere Gesetze in Deutschland unsere Freiheit untereinander regeln, so soll das Völkerrecht die freiheitlichen Beziehungen unter den Völkern regeln. Ein paar Dinge - so habe ich es gehört - enthält das Völkerrecht. So z.B. die Unverletzlichkeit der Staatsgrenzen und das Gewaltverbot.


Und hier komme ich nun in ein moralisches Dilemma. Das Völkerrecht wurde von einer Institution (der UNO) geschaffen, die mehrheitlich nicht aus demokratischen - also landläufig unfreien - Staaten besteht. Und die verabschieden also ein Völkerrecht, das als allgemeinverbindlich gilt. Damit habe ich ein Problem. Mehrheitlich unfreie Gesellschaften verabschieden ein Recht auch für freiheitliche Staaten, das somit Unfreiheit beinhaltet.


Betrachten wir einen Staat - Namen will ich bewusst nicht nennen - der eine Militärdiktatur als Regierungsform aufweist. Nun gibt es in diesem Land eine Naturkatastrophe und die Militärdiktatur lässt keine Hilfslieferungen ins Land zu. Warum? Vielleicht wird dann in der Bevölkerung bekannt, dass es im Ausland so viel besser ist als im eigenen Land und dass man auch ohne Opfer für die Obrigkeit prima auf dieser Welt leben kann.


Millionen von Menschen müssen also Leiden, damit ein unfreies Land unfrei bleibt. Wenn das Land im Chaos liegt und die Militärdiktatur nicht weiß, was im Land abgeht - darf man dann das Chaos nutzen und den Menschen ohne Erlaubnis helfen? Darf man die Unverletzlichkeit der Grenzen negieren und helfen?


Man kann das jetzt noch eine Portion aggressiver diskutieren. Wenn ein Land in der Vergangenheit die eigenen Menschen unterdrückt hat und Kriege mit den Nachbarstaaten angefangen hat - darf man dann aggressiv dieses Land (als Einzelland oder über die Nato oder UNO) angreifen und die Regierung auswechseln?


Oder als letzte, noch schwierigere Frage: Darf man auf ein unfreies Land von außen einwirken, damit es den Bürgern letzten Endes besser geht?


Wir haben ja leidvoll am eigenen Leib erfahren, dass 10 bis 20% Braun-Sozialisten oder Rot-Sozialisten unser Land völlig im Griff halten können, um es von jeglicher Zukunft, Wohlstand und Fortschritt abhalten können. Ist Abwarten und Teetrinken in diesen Fällen immer angesagt? Früher haben diese Länder (auch Deutschland) die Nachbarn mit Panzern und Flugzeugen angegriffen und erst dann konnte man sie endlich, da sie fremde Landesgrenzen verletzt hatten, unter massiven Opfern besiegen und umdrehen. Heute droht die Atombombe als Erstschlagswaffe.


Ok, einziges derzeit im Völkerrecht anerkanntes Mittel zur Ausübung von Zwang auf ein Land ist wirtschaftliche Isolation. Aber wie wir alle wissen, entsteht weltweiter Wohlstand nicht dadurch, dass man im 'eigenen Dreck' herum kratzt, sondern durch weltweiten, austauschenden Handel. Isoliert man ein Land, dann erzeugt man in diesem Land bitterböses Elend sowie Hunger und Tod, da die unfreie Führung natürlich erst für ihr eigenes Wohl und Fortkommen sorgt und nicht für die durch die Isolation benachteiligte Masse des Volkes.


Wie soll man solche Probleme lösen? Doch angreifen und die Regierung auswechseln? Hier ist mein Freiheits-Dilemma des gestrigen Beitrags, mit dem ich wohl auf der Welt nicht alleine stehe.

Gerade dieser Thread ist eigentlich ein guter Beweis dafür, dass sich am Ende die Anderen unter sich zerfleischen, als alle gemeinsam &quot;gegen den Verursacher vorgehen&quot; <img src="fileadmin/templates/mm_forum/tmpl/Whisky.de/img/smilies/icon_smile.gif" alt="icon_smile.gif" />
<span style="color:red">wenn ich so manches hier lese stelle ich doch fest :<br />
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alkohol schadet .....</span><br />
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ich habe mal die Farbe ausgeliehen...Rot ist Ironie
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