The Whisky Blog

Größte Whiskyflasche der Welt abgefüllt

Die größte Whiskyflasche mit über 100 Litern Inhalt (105,3L) wurde in Schottland vorgestellt. Es handelt sich um einen 14-jährigen Tomintoul. Die handgefertigte Flasche mit 7mm dickem Glas stammt aus Deutschland. Der Korken wurde von Hand gefertigt.


Ausgestellt wird die Flasche im Clockhouse Restaurant in Ballindalloch/Tomintoul. Die Eintragung ins Guinness Buch der Rekorde ist bereits erfolgt.


Artikel in der SUN (mit Bild)

"galgenfisch"
"Don Jorge"
Wobei das passende Nosingglas dazu ganz schön unpraktisch ausfallen dürfte.


Ralfy hat in seinem Whisky Review 71a bereits ein passendes Glas bei Glencairn gefunden. icon_cool.gif




GENAU so hatte ich mir das vorgestellt! icon_lol.gif icon_lol.gif icon_lol.gif
Genialer Spot! Das Glas kommt so bei 3 bis 4min ins Spiel.



Interessant ist die Aussage, dass der Laphroaig aus dem großen Glas erdiger riecht. Ich habe eben diesen Laphroaig auch einmal in einem Kindskopf großen Cognacschwenker probiert. War deutlich anders. Wer so einen Schwenker nicht hat, der kann ja auch beim Säubern der Deckenlampen eine große Glaskugel nehmen icon_wink.gif



Gruß

Horst Lüning
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Wie funktioniert Marketing - Teil 3

Link zu Teil 1 Teil 2


Nun hat ein junger, neuer Marketingmitarbeiter seinen Job bei einem Hersteller übernommen. Kein Briefing vorab, keine Übergabe der bisherigen Geschäftsbeziehungen. Nix, nada, riens. Natürlich ist er/sie frustriert, da man sich alles neu erarbeiten muss. Öfter habe ich schon erlebt, dass diese neuen Mitarbeiter nach wenigen Monaten die Reißleine gezogen haben und schon wieder ohne Übergabe den Job gewechselt haben.


Dieses ständige Kommen und Gehen unterbindet das Lernen einer Organisation. Es verhindert auch den Aufbau von redundanten Informationen im Unternehmen, so dass Sicherheit gewonnen wird. Z.B. für den Fall eines überraschenden Abgangs eines Mitarbeiters. Zusätzlich schafft die unbeabsichtigte Übertragung von viel Verantwortung auf eine externe Agentur einen Stille Post-Effekt. Die Agentur kann nicht richtig gebrieft (informiert) werden und sie macht natürlich das, was sie annimmt, das richtig und gemeint ist. Dabei ist die emotionale Markenführung in Richtung Kunden eine der wertvollsten Tätigkeiten, die in einem Handels- oder Herstellungsunternehmen zu vergeben ist. Hier Unsicherheiten zuzulassen ist ein Verbrechen an der eigenen Marke und untergräbt die Ertragskraft eines Unternehmens bis ins Mark. Erschwert wird die Sache dadurch, dass in der Whiskybranche die eigentliche Markenführung in Großbritannien erfolgt und bereits von dort bis in die einzelnen mitunter räumlich und kulturell weit entfernten Vertriebsländer der Stille Post-Effekt erneut seine Informationsopfer fordert.


Resultat icon_question.gif Blindflug icon_exclaim.gif


Marketingausgaben erreichen die Zielgruppen nicht. Monatelang passiert nix, weil neue Mitarbeiter sich versuchen einzuarbeiten. Optimierungszyklen werden mutwillig unterbrochen, da sie den Beteiligten gar nicht bekannt sind. Im Summe wird enorm viel Werbung an falscher Stelle geschaltet, obwohl man es eigentlich besser wissen müsste. Immer wieder unterliegen Produkte dem ständigen Marketingkampf mit Wettbewerbern, obwohl sie vom Produkt - und bei unserem Whisky vom Geschmack - durchaus sehr gute Chancen gehabt hätten. Da so viel Geld in diesem ständigen Wechsel verschmissen wird, müssen wir am Ende mehr für unseren Whisky bezahlen, als wir eigentlich müssten.


Und genau hier liegt der Punkt. Ein Discounter schlägt auf seine Ware das Minimum auf und lässt den Kunden entscheiden, ob er das Produkt will oder nicht. Will er es nicht, dann verschwindet das Produkt wieder in der Versenkung. Ein laufendes Produkt erwirtschaftet bei ihnen einen kleinen Deckungsbeitrag und die Millionen bis Milliarden an verkauften Einheiten sorgen für einen stattlichen Gewinn. Aldi und Lidl geht es ziemlich gut.


Ein höherwertiger Markenartikel dagegen wird durch Marketing aufgewertet und muss neben seinen normalen Kosten die Marketingkosten miterwirtschaften. Es ist ein schwieriger Ritt. Erwirtschaftet das Premiumprodukt seine zusätzlichen Marketingkosten nicht, so verliert es im evolutionären Kampf um die Käufergunst und geht in die Geschichte als Flop ein. Wussten Sie, dass 80% aller neueingeführten Markenartikel in der Lebensmittelbranche als Flop enden?


So schlecht ist heute Marketing. So schlecht sind heute die Marketingmitarbeiter. So schlecht ist heute die Führung der Marke von Seiten des Managements. Alle anderen, laufenden Produkte müssen diese Entwicklungs- und Marketingkosten für die Flops mittragen. Da wundert es mich nicht, dass die Markenartikel ein Vielfaches der Noname-Discountprodukte kosten. Diese Kosten bezahlen wir nur zu geringem Teil für die höhere Qualität unseres Whiskys. Die meisten Kosten sind dagegen schlechtem Marketing geschuldet.


Es freut mich deshalb immer ganz besonders, wenn schlagkräftige Unternehmen konstantes, gutes Marketing direkt an die passende Zielgruppe richten. Meist dauert es nicht lange, bis das Unternehmen groß raus kommt. Doch mit wachsender Größe nähert sich das marketingtechnische Verhalten dieser Unternehmen den Anderen an. Das ist der Lauf der Welt. Wir können es wohl nicht ändern und ich freue mich schon heute auf die neuen Marketingmitarbeiter der Großen, die ich im kommenden Jahr wieder kennen lernen darf icon_wink.gif Viel Kontakt mit den jetzt Bekannten werde ich nicht halten denn ich bin mir sicher, dass ich viele von ihnen im kommenden Jahr nicht wiedersehen werde.


Vielleicht sollten wir den marketingtechnisch unsteten Herstellern doch keine Gelegenheit geben, in unserem Katalog zu werben icon_question.gif Vielleicht haben wir mehr davon, wenn wir sie in ihrem eigenen Sandkasten herumstochern lassen und ihnen unsere spitz selektierte Zielgruppe nicht über den Katalog zur Verfügung stellen. Man soll Niemanden zu seinem Glück zwingen. Andere Mütter haben auch schöne Töchter.


Auf der anderen Seite haben einige Konzerne in der Krise einen guten Teil ihrer Marketingbelegschaft einfach so rausgeschmissen und die Arbeit auf die Verbliebenen verteilt. Den Gewinnen der Unternehmen hat das nicht geschadet. Die eingesparten Kosten sind größer, als die zurückgehenden Umsätze. Dies ist der beste Beweis, dass schlechtes, inkonsistentes Marketing ausschließlich Geld verbrennt.

Und wieder habe ich was zu entgegnen. Wenn das Unternehmen klein genug ist, dann hat es gar keine Chance zu globalisieren. Wie will man mit 10 oder 50 MA etwas ins Ausland auslagern? Wir Kleinen müssen hier arbeiten. Und wir arbeiten hier gerne mit den Menschen. Nur so lässt sich der Wohlstand der Menschen und der Unternehmen steigern.



Wenn die Großen auslagern und hier verkaufen wollen, dann fehlt auf einmal das Geld, um die tollen Waren aus dem Ausland mit den deutschen Verwaltungskosten zu bezahlen.



Die Großen schaffen im Moment keine Arbeitsplätze. Im Gegenteil. Die Kleinen haben das gemacht und die schmeißen im Moment weniger raus als die Großen.



P.S.: Auch wir werden zum Weihnachtsgeschäft wieder personell aufstocken müssen icon_smile.gif



Gruß

Horst Lüning
"Horst_S"
Fehlt nur noch der zweite Schritt mit den 'wertvolleren' Arbeitsplätzen.





Den Schritt wird kaum ein Unternehmen freiwillig gehen, solange man in Ermangelung internationaler Beschränkungen die Plätze "auslagert" und andernorts die Bediensteten auspresst bis die Kerne quietschen. Globalisierung der Profitmöglichkeiten ist prima, Globalisierung der Sozialstandards böser Staatsinterventionismus. Ja, so macht Wirtschaft Spaß! Leider halt so gar nicht allen Beteiligten...
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Wie funktioniert Marketing - Teil 2

Marketing ist eine ganz rationale Sache. Man sucht rationale Kundennutzen (Vorteile), berechnet Zielgruppengrößen, ermittelt Responsequoten (Antwortprozentsätze) und stellt diesen die entsprechenden Kosten gegenüber. Und die Aktionen, die den größten Nutzen für das eingesetzte Geld versprechen werden ausgewählt und an Agenturen zur Durchführung übergeben. Das alles setzt aber eine Konstanz in der Belegschaft des Unternehmens voraus. Man trifft Annahmen, schätzt Werte und beschließt Maßnahmen. Und nach den durchgeführten Aktionen, die mitunter Monate und Jahre laufen, muss man Bilanz ziehen. Dann die Annahmen geringfügig modifizieren und das Ganze optimiert erneut versuchen. Übung macht den Meister und selbst langgediente Marketingspezialisten werden ob Erfolgen oder Misserfolgen immer wieder überrascht. Versuch und Irrtum. Eine empirische 'Wissenschaft'.


Doch die Marketingmitarbeiter vieler großer Unternehmen nebst ihren Chefs wechseln schneller, als Bergsteiger ihre Unterwäsche. Oftmals ist die einzige konstante Größe die externe Marketingagentur, die ihre Verträge meist über drei bis fünf Jahre abschließt.


Was passiert? In hübscher Regelmäßigkeit verlassen Mitarbeiter das Unternehmen und nehmen ihr Wissen über Marken und ihre Führung und das Marketing mit. Neue, junge Mitarbeiter übernehmen den Job und wissen über die spezielle Marke meist recht wenig. Sehr schnell geschehen diese Wechsel und für Übergaben bleibt eigentlich nie Zeit. Und nun kommt die Agentur ins Spiel. Statt der Agentur zu sagen, was man mit der Marke vor hat, sagen die Agenturen dem Unternehmen, was bislang gemacht wurde und was sie meinen, wie es weiter gehen sollte.


Das ist enorm wichtig. Der aktive Part in der Markenführung befindet sich auf einmal außer Haus und Niemand weiß im eigenen Laden, was eigentlich Sache ist. So auch bei einem Teil unserer Anzeigenkunden. Bei mehr als 30% gab es keinen Ansprechpartner mehr. Normalerweise sollte man sich doch, wenn man ein Unternehmen verlässt, von seinen Geschäftspartnern verabschieden. So habe ich es jedenfalls gelernt und immer gemacht. Der Geschäftspartner erfährt, wo man in Zukunft zu finden ist und vielleicht ergibt sich ja eine neue Geschäftsbeziehung ... Das nennt sich Netzwerk.


Doch hier war alles Fehlanzeige. Die Ansprechpartner sind alle still und heimlich diffundiert und waren nicht mehr gesehen. Es gab auch keine Arbeitsübergaben innerhalb der Unternehmen. Als ich mit den neuen Mitarbeitern sprach, kannten sie uns alle nicht einmal. Marketingmitarbeiter für Premium Whisky, die The Whisky Store nicht kennen icon_question.gif icon_exclaim.gif Ohne nun zu arrogant den Macker heraushängen zu lassen: Von welchem Stern kamen denn die? Wer nicht nur Glendingsbums an die Discounter verkaufen will sondern Premium Whisky im Sortiment hat, der muss uns kennen. Soviel Selbstvertrauen darf ich schon haben.


Im letzten Teil komme ich dann morgen zu den langfristigen Auswirkungen auf die Unternehmen und die Gesellschaft.

"WoodyMan"
"LoQ123"
... mir gefällt die Assoziation auch immer noch besser
Die Assoziation ist einfach unglaublich riesig icon_exclaim.gif insbesondere in dem von Dir gestellten Bezug zu Horst_S...



"... „Scheinriese“: Je weiter man von ihm entfernt ist, desto größer sieht er aus. Nur wer sich ganz nah an ihn heran wagt, erkennt, dass er genauso groß ist wie jeder normale Mensch. Weil sich das aber niemand traut, ist Herr Tur Tur sehr einsam."



Das sind große Worte! Gut, dass sich inzwischen welche trauen, das war noch nicht immer so icon_wink.gif



WoodyMan


Auch ich bin mit der Augsburger Puppenkiste aufgewachsen. Allerdings lebten wir soweit von Augsburg entfernt, dass wir das nie live miterleben durften.



Das mit dem Scheinriesen ist eine tolle Sache. Und genau deshalb bloggt man ja auch. Man kommt dichter an den Menschen ran. Das ist nicht einseitig zu sehen. Sie verstehen mehr, wie ich so 'merkwürdig' ticke und ich verstehe immer mehr, was bei den Whiskygenießern so vor sich geht.



Gruß

Horst Lüning
"Ben Nevis"


Vom armen kleinen Mittelständler, über den Whiskyversender, der ja wohl doch mindestens so groß ist, daß die Marketing-Leute der Riesen ihn kennen müssten, bis hin zum größten Whisky-Versandhändler in Deutschland - ach was red ich : In ganz Europa !!!

Und wieder klingelt mir Pippi Langstrumpf in den Ohren :

"Dingelingeling, mach ich mir den TWS wie er mir gefällt..."







Man muss das halt so sehen. TWS ist unter den Klitzekleinen der Allerallergrößte. Sozusagen ein Gartenzwerg mit Plateauschuhen. icon_wink.gif
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Lagavulin PX im Tiefpreis-Sonderangebot

Zum diesem besonderen Datum, manche Menschen nennen es eine Schnapszahl, haben wir den Lagavulin PX Distiller's Edition als zeitlich begrenztes Tiefpreis-Sonderangebot ausgeschrieben.


Das Angebot ist bis zum 09.09.09 23:59 gültig.

hehehe.... ebenso! icon_cool.gif



Aber als Katalogabschlussangebot trotzdem nett, schade nur das diesen Monat mein Budget schon zu belastet ist, seufz.....
Hm... Um das konsequent durchzuziehen, hätten Sie aber auch auf 9,09€ gehen können... Dann hätt ich mir auch mehr als eine Flasche zugelegt, versprochen!
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Gold Bowmore

http://www.whisky24.de/blog/bowmore_g.jpg

Aktuell ist die dritte und letzte Flasche in der Sammelserie alter Bowmore erschienen. Nach dem Black und White Bowmore ist nun der Gold Bowmore angekündigt worden.


Der Inhalt dieser Flaschen stammt aus drei Bourbon- und einem Oloroso-Sherryfass, deren Inhalt am 5. Nov. 1964 gebrannt und für lange 44 Jahre gereift wurden. Die Reifung fand im legendären Warehouse No 1 statt, dessen Sohle sich bereits unter dem Meer befindet und auf dessen Außenseite die Wellen von Loch Indaal schlagen.


Eigentlich war vorgesehen, die dritte und letzte Abfüllung der 1964er Bowmore Red Bowmore zu nennen. Doch die tiefgoldene Farbe hat die Macher dann doch umgestimmt und nun heißt diese 'letzte Vorstellung' der alten 1964er Fässer Gold Bowmore.


Geschmack: Tiefgoldene Farbe, mit unglaublichen Aromen – Vanille, Papaya und Maracuja.

Aroma Eine Explosion reifer exotischer Früchte am Gaumen, cremig mit Vanillenoten, und nur einem leichten rauchigen Hauch Torf

Abgang: Unglaublich vielschichtig und wunderschön ausgewogen


Im Oktober wird dieser Single Malt im The Whisky Store verfügbar sein.

"Adramaday"
"TorstenK"
3000 EUR für ne Flasche Whisky entzieht sich aber irgendwie der Realität (für mich) icon_wink.gif


In den USA soll er 6.250 $ kosten, das sind knapp 4.300 €.



(ähem)



Von mir aus...




6250 Dollar ist schon heftig, vor allem unter dem Aspekt, dass man in USA den gefühlten Wechselkurs zum Euro ja eigentlich in der Form nicht wahrnimmt, sondern eher ein 1:1 Preisgefüge vorliegt... icon_rolleyes.gif
Hallo,



den Jackpot müßte man knacken, dann würde ich sie mir erwerben. Aber das passiert ja sowieso nicht. Hab ja noch nie was gewonnen.



Glück auf
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