The Whisky Blog

Teuro

Letztlich habe ich bei meinem Italiener den folgenden Ausspruch auf der linken, inneren Umschlagseite seiner Speisekarte gesehen und mit dem Handy fotografiert:


Teuro? Unsere Preise verstehen sich:


In Euro inklusive Beidienung, Investitionen, 16% Mehrwertsteuer, Personalkosten, Lohnsteuer, Kirchensteuer, Einkommensteuer, Umsatzsteuer, Wein-, Schaumwein- und Branntweinsteuer, Gewerbesteuer, Sozial- und Krankenversicherung, Feuer- und Haftpflichtversicherung, Lebensversicherung und Altersvorsorge, Diebstahl- und Glasbruchversicherung, Feuerschutzabgabe, Gebühren für Schankerlaubnis, Berufsgenossenschaftsbeiträge, Pacht, Gas- und Heizungskosten, Warm-, Kalt- und Abwasserkosten, Stromkosten, Kaminkehrer, Müllabfuhr, Putzfrau, Putzlappen, Putzmittel, Klopapier, Handtücher und Seife, Tischdecken, Servietten, Reparaturen, Telefongebühren, Deklarationskosten, Kosten für Kassetten, Schallplatten und CDs, Bußgelder (Parkordnungswidrigkeiten, Sperrstundenüberschreitungen ...)


Für Ihren Besuch bedanken sich: Das hiesige Finanzamt, die Stadt Penzberg und das Team vom Ristorante Pizzeria Rimini.

Whisky- Geschmacksbeschreibungen im Katalog

Wie soll man Geschmacksbeschreibungen in unserem Katalog vornehmen? Sollen wir die Beschreibungen der Hersteller übernehmen? Dann wären fast alle Single Malts: „Alt, reif, mild, weich, komplex und mit langem Abgang!“


Sollen wir die Beschreibungen von Michael Jackson & Co. abschreiben? Mal abgesehen von den Copyright-Problemen, die wir gerechtfertigter Weise von den Buchverlagen erhalten würden, wird das unser aller Geschmacksempfinden nicht gerecht.


Warum icon_question.gif


Weil der erlernte Geschmack jedes Einzelnen von uns wirklich einzigartig ist. Was wir über die Jahre genossen und gerochen haben, hat unser Geruchs- bzw. Geschmacksgedächtnis zu dem gemacht, was es ist. So hat Michael Jackson sein eigenes Geschmacksgedächtnis und Jim Murray das seine.


Beispiel gefällig? Einem Stadtmenschen missfällt in der Regel der Geruch von Schweinestall. Stadtmenschen – und ich schließe mich da nicht aus – sind an die Gerüche der Natur nicht gewöhnt. Ein Schweine-Bauer wird den Geruch vermutlich nicht einmal mehr bewusst wahrnehmen. Sein Gehirn hat sich daran gewöhnt und blendet ihn aus.


Wie soll man nun den Geschmack im Katalog für jeden passend beschreiben, wenn wir nicht 'in Sachen Geruch' die selbe Sprache sprechen? Wenn 30% der Genießer der Geruch von feuchtem Leinen nichts sagt? Und weitere 30% keinen Unterschied zwischen Zitrone und Limette kennen?


Sie sehen, die Sache ist schwieriger, als man es sich auf Anhieb vorstellt. Wir erhalten oft die Aufforderung: „doch mehr Details bei den Geschmacksbeschreibungen zu geben“. Wir machen das aus den oben genannten Gründen mit Absicht nicht.


Was machen wir stattdessen? Wir lesen die verschiedensten Geschmacksbeschreibungen über die Flasche und dazu gehört auch die Beschreibung des Herstellers. Und wenn wir Zugriff auf eine Probe oder eine käufliche Miniatur haben, dann probieren wir natürlich auch. Aus all diesen Infos bilden wir einen hübschen, allgemeinverständlichen Durchschnitt.


Allerdings sagen wir nichts Schlechtes über eine Flasche. Schließlich wollen wir die abgebildeten Whiskys verkaufen und nicht zu Ladenhütern machen. Flaschen, die uns nun überhaupt nicht geschmeckt haben, lassen wir aus dem Katalog heraus. Bei den anderen müssen Sie zwischen den Zeilen das 'Gut' vom 'Sehr gut' unterscheiden. Nur wirklich sehr gute Flaschen loben wir in den Geschmacks-Beschreibungen über alle Maßen!


Und wenn sich der Inhalt einer Flasche über die Jahre ändert? Dann sind wir auf Ihre Mitteilung angewiesen. Sagen Sie uns, wenn Sie deutliche Abweichungen zwischen Beschreibung und Flasche finden. Wir haben schon mehr als einmal Änderungswünsche in den Katalog übernommen.

Bowmore Enigma

Gestern abend ist nun endlich der lang erwartete Bowmore Enigma eingetroffen.

Um es gleich vorweg zu sagen: Er ist noch nicht im Shop. Aber er wird in den kommenden Tagen im Shop verfügbar werden.

Der Bowmore Enigma ist ein 12-jähriger Bowmore, der allerdings einen höheren Anteil an First-Fill Sherryfässern enthält. Damit schmeckt der Bowmore Enigma stärker als der normale 12-Jährige nach den Oloroso Sherryfässern, in denen sie reifen durften.

Die Packung ist edel-dunkel und die Flasche fasst 1 Liter.

SPAM

Wie beim Beitrag 'Viren' vom 21.1.2006, bereits geschrieben, habe ich ein wenig statistische Untersuchungen bei unseren E-Mails betrieben. Bis zu 400 SPAM-Mails empfangen wir jeden Tag. Der Inhalt reicht von lustig über widerlich bis zu beängstigend und kriminell.


Wie wird man diese SPAMs nun los und vertut nicht zu viel Zeit mit dem händischen Löschen?


Wir haben, genauso wie bei den Viren, ein dreifach gestaffeltes System im Einsatz.


Zunächst filtert unser Internet-Provider einen Teil der SPAMs selbstständig heraus. Wir wählen die einfachste Einstellung beim Provider, damit wirklich nur echte, offensichtliche SPAMs erkannt werden. Diese SPAMs werden ohne weitere Beachtung von uns gelöscht.


Als zweites scannt unser eigener E-Mail-Server die SPAMs nach besonderen Schlüsselwörtern und Wortfolgen, die im The Whisky Store nicht vorkommen. Hier ist ein wenig Fingerspitzengefühl erforderlich. Als z.B. im vergangenen Jahr die ganzen rechtsradikalen E-Mails auftraten, konnten wir an unserem eigenen E-Mail-Server sehr gut Tausende an SPAMs zentral löschen.


Die dritte SPAM-Vernichtungs-Maschine befindet sich auf unseren einzelnen PCs. Hier überwacht ein lernendes SPAM-Programm alle eingehenden E-Mails und leitet alle SPAMs nicht an das E-Mail-Programm weiter, sondern sammelt sie an zentraler Stelle. Einmal am Tag abarbeitet man dann diese E-Mails ab und lässt das Programm aus seinen eigenen Entscheidungen lernen.


Mein SPAM-Eingang betrug früher rund 60 SPAM/Tag. Heute muss ich mich nur noch mit weniger als 10 herumärgern. Ohne Gegenmaßnahmen käme ich auf rund 80.


Würden wir alle Filtermöglilchkeiten des Providers nutzen, dann würden wir zwar früher mehr SPAMs erwischen, aber die sogenannten 'False Positives' also falsch erkannten E-Mails würden zunehmen und das möchten wir Ihnen als Kunden nicht zumuten.

E-Mail-Bestätigungen

Wir erhalten immer mehr E-Mails, bei denen sich Kunden aber auch SPAMmer unseren Erhalt der E-Mail bestätigen lassen wollen. Unser E-Mail-Server verhindert sicher den Versand dieser Bestätigungen. Denn Niemanden geht es etwas an, wann und wie wir unsere E-Mails lesen.


Dem Kunden oder Interessenten macht das Fehlen der Bestätigung nichts aus, da er ja anstelle dieser Bestätigung eine Antwort von uns erhält. Der SPAMmer dagegen soll keine Bestätigung erhalten, denn er wüsste dann ja, dass seine E-Mail tatsächlich angekommen ist.


Großfirmen leiden stark unter diesen Bestätigungs-E-Mails. Sehr schnell sind 10 Personen in den Verteiler aufgenommen und das Häkchen 'Bestätigung' gesetzt. Als Resultat hat man mit einem Klick gleich 20 E-Mails losgetreten.


Den ersten Fall dieser extremen Vervielfachung an E-Mails habe ich 1988 mitbekommen. Auf dem Parkplatz eines aufstrebenden amerikanischen Computer-Herstellers wurde das Auto einer Mitarbeiterin beschädigt – mit Fahrerflucht.


Die erboste Mitarbeiterin fragte per E-Mail ihre Kollegen, ob Zeugen vor dem Gebäude 4 vorhanden wären. Als Empfänger gab sie einfach einen * ein. Das E-Mail-System war dumm und fleißig und verschickte diese E-Mail an alle 1.500 damals gespeicherten E-Mail-Adressen. Auch ich war darunter. Leider konnte ich zur Aufklärung des Parkunfalls im kalifornischen Silicon Valley aus Deutschland nichts beitragen. icon_cry.gif


Den zweiten Fall einer extremen Vervielfältigung habe ich dann 1995 belustigt zur Kenntnis genommen. Ein Unternehmen der Automobilzulieferindustrie hatte damals bereits 2.500 Mitarbeiter mit E-Mail-Adressen. Ein fleißiger Mitarbeiter der Personalabteilung wollte den Englisch-Kenntnisstand der Mitarbeiter abfragen, um Schulungen planen zu können.


Er hängte an die E-Mail ein kleines Englisch-Testprogramm von einer Diskette an. Was er nicht merkte war die Größe dieses Programms. 1,4 MB! Das mit 2.500 Empfängern multipliziert knallte die damals noch recht kleinen Festplatten dermaßen mit 3,5GB an zusätzlichen Daten voll, dass das ganze System fast zum Erliegen kam. Schlimm war es für die damals per Modem entfernt angebundenen Mitarbeiter. Jeder brauchte gut 10 Minuten, um diese blöde Datei vom Server herunter zu laden.