The Whisky Blog

Microsoft

Seit 1923 wählt das Time Magazine jedes Jahr die ‚Person des Jahres’. Dieses Jahr geht der Preis an Bill Gates und seine Frau Melinda.


Hoppla! Und das trotz des permanenten politischen Gegenwinds, den Microsoft verspürt? Es ging bei dieser Preisverleihung aber nicht um die Softwarekünste von William Gates III.


Es ist vielmehr das soziale Engagement der Familie Gates für Afrika, die die Verleihung dieses Preises rechtfertigt. Viele, viele Milliarden (zuletzt 3 Mrd. 2005) gingen bislang in die Bill & Melinda Gates Foundation, die in vier Bereichen arbeitet: Weltweite Gesundheit, Erziehung, öffentliche Bibliotheken, und an der Unterstützung gefährdeter Familien in den US-Bundesstaaten Washington und Oregon. Die Stiftung wird unter anderem von Bill Gates Vater, William H. Gates Sr., geleitet.


Dieses System des Geld Verdienens und des anschließenden, freiwilligen Spendens ist für uns Deutsche noch relativ neu. Noch denken wir in hohen Steuern und Abgaben, statt an freiwillige Spenden. Die Entscheidungen zur Spende von mehreren Millionen durch berühmte Persönlichkeiten wie Michael Schumacher werden derzeit noch unterschiedlich in Deutschland kommentiert. Viel lieber scheint es manchen Beteiligten die Entscheidung – wo das Geld letztlich landet – von oben bestimmen zu können.


Wir bei The Whisky Store spenden auch regelmäßig an Organisationen, die wir uns selbst aussuchen. Die Einnahmen aus der www.thewhiskystore.de/presse/p041019/para.htm

Aktion ging an die SOS-Kinderdörfer und manch ein Briefempfänger unter Ihnen sieht unsere Verwendung von Wohlfahrtsmarken, deren Erlös direkt an ein regionales Heim für sozial Benachteiligte fließt www.herzogsaegmuehle.de.

Gasversorgung

Gestern Nacht fiel bei uns nach dem heftigen Schneefall am Abend wieder einmal der Strom aus. Wir hatten das Thema ja schon einmal am 10.10.2005:

www.forum.thewhiskystore.de/viewtopic.php


Zuvor hörte ich noch einen lapidaren Satz im Radio, der von einem Druckabfall an der Gasverdichter-Station Waidhaus berichtete. Das ist die Stelle in Deutschland, an der das Gas von Russland über die Ukraine an der Grenze zu Tschechien bei uns ankommt. Der Stress zwischen Ukraine und Russland um die Gaslieferungen, beginnt sich langsam wohl auch auf uns auszuwirken.


The Whisky Store wird mit Gas geheizt. Was sollen wir machen, wenn neben den Stromausfällen nun auch noch Gasausfälle dazu kommen? Ein Privatmann kann dann vermehrt Holz in seinem Ofen verbrennen oder mit einem elektrischen Heizlüfter den wichtigsten Raum im Haus temperieren. Aber in einer Firma? Wo sich alle bei der Arbeit wohl fühlen müssen? Wo es um große Flächen und Räume geht. Was macht man da? Immerhin muss man im The Whisky Store bei kalter Witterung bis zu 30kW Heizleistung aufbringen.


Darauf ist unsere Stromversorgung nicht ausgelegt.


Noch ist dieser Druckabfall eine vorübergehende Erscheinung. Die Streithähne im Osten werden sich einigen und da Deutschland seine Energielieferungen in harten Euro und Dollar bezahlt, werden wir unsere Gaslieferungen schon erhalten. Unter diesen Gesichtspunkten erhält die Gaspipeline über die Ostsee aber ein ganz anderes Gewicht. Auch das Aufbegehren der leer ausgehenden potenziellen Transitländer lädt zu Spekulationen ein.


Die aktuelle Steigerung der Gas- und Ölpreise um über 30% bei nahezu unverändertem Strompreis, lässt die Umstellung auf eine strombetriebene Wärmepumpe im Moment günstig erscheinen. Was passiert aber, wenn die steigenden Gas-, Öl- und Kohlepreise durchschlagen und die bisherigen Kraftwerke für die elektrische Grundlast aus Altersgründen abgeschaltet werden?


Die Energieversorgung scheint zumindest für The Whisky Store ganz langsam unsicherer zu werden und jeder Haushalt und Betrieb tut gut daran, selbst auf einen gewissen Energie-Mix zu achten.


Von den Energie-Versorgern erhalte ich zwar bunte Kundenzeitschriften, die mich zum Energie-Verbrauchen animieren, aber ich habe so meine Bedenken um die Nachhaltigkeit deren Handelns (siehe marodes Stromleitungsnetz in NRW), dass die Wertentwicklung meiner Aktien von diesen Energieversorgern derzeit meine einzige Freude an ihnen ist.

Ardbeg Peat Pack

Morgen trifft das neue Ardbeg Miniatur-Sortiment ‚Peat Pack’ ein. Es enthält vier Minis mit je 0,05l Inhalt.


TEN 10 Jahre 46%

17 Jahre 40%

Uigeadail 54,2%

Kildalton 1981 52,6%


Der TEN und der Uigeadail sind allgemein verfügbar. Aber der alte 17-Jährige und der neue Kildalton 1981 sind die herausragenden Proben in diesem ‚Peat Pack’.


Das Sortiment enthält ein kleines Heftchen von Jim Murray mit dem Namen ‚A Balanced View’ und beschreibt die Geschichte des Torfes und der Islay Malt Whiskys. Zu allen vier Proben gibt es in diesem Heftchen ebenfalls Geschmacksbeschreibungen von Jim Murray.


Die meisten von uns kennen den Kildalton noch nicht. Er ist ein süßer, fruchtiger und blumiger Malt, der mit nur sehr wenig getorftem Malz bei Ardbeg hergestellt wurde.

Virtuelle Werte

Wir alle wissen, dass Gegenstände – wie besondere Whisky-Flaschen – neben ihrem Anschaffungswert einen ideellen Wert aufweisen. Vor allem Sammler wissen um diese Wertsteigerungen.


Diese ideellen Werte sind in manchen Regionen des Globus weit stärker verbreitet, als bei uns. Wenn man in China eine Whisky-Flasche verschenkt, und sie eine hochrote Verpackung – vielleicht noch aus Samt – aufweist, dann ist sie ein Vielfaches des Inhaltes wert. Das chinesische imperiale rot stellt den Beschenkten auf eine Ebene mit dem Kaiser und das führt zu einem hohen ideellen Wert.


In Südkorea gibt es eine Formel 1 Meisterschaft. Nicht, dass sie mit echten Fahrzeugen ausgetragen würde! Die Kontrahenten sitzen vor Computern und fahren zusammen mit virtuellen Formel 1 Boliden die im Computer nachgestellten Strecken ab. Die Sieger sind hoch geachtet, haben lukrative Werbeverträge und verdienen in einer Saison Millionen von Dollar. Die Rennen werden im koreanischen Fernsehen übertragen und die Preise für Werbung in den Pausen nähern sich den Preisen des US-amerikanischen Super Bowl.


Bislang glaubte ich nicht, dass so etwas zu toppen sei. Doch ich wurde eines Besseren belehrt. Zwischen Weihnachten und Neujahr ist mir eine alte Computerzeitung (c’t 2005/20) in die Hand gefallen. In dem Artikel ‚Money for Nothing’ beschreiben die Autoren den Handel mit virtuellen Gegenständen im Internet. Was sind nun solche virtuellen Gegenstände?


Nehmen Sie einmal an, Sie spielen auf einem Internet-Server mit 5.000 Gleichgesinnten ein Abenteuerspiel und haben in vielen durchspielten Nächten die 10. Experten-Ebene erreicht. Nur ganz Wenige erreichen diesen Gipfel der virtuellen Existenz und alle Anderen wünschen sich nichts sehnlicher, als auch diese Ebene zu erreichen. Was hindert den guten Spieler daran, diesem Anderen seine Login-Informationen und damit die virtuelle Spielfigur zu verkaufen?


Nunja – es muss ja nicht immer gleich die ganze Spielfigur für ein paar Tausend Euro sein. Es reichen ja ein paar gesammelte Waffen oder Artefakte für ein paar Hundert Euro, um Jemanden eine gehörige Portion in diesem Spiel nach vorne zu bringen.


Verrückt? - Ich bin mir nicht sicher, ob das das richtige Wort ist. ‚Ungewohnt’ trifft es vielleicht besser.


Ich habe einen guten Bekannten in der Whisky-Welt, der viel mit Computerspielen zu tun hat. Vielleicht kann der mir ein wenig über diese virtuellen Welten, in denen trotzdem die harten, echten Euros und Dollars die Währung stellen, erklären.

Du bist Deutschland

Nachdem Weihnachten vorbei war und die Geldgeschenke in Konsum umgesetzt wurde, herrschte Flaute auf dem Fernseh-Reklamemarkt. Selten haben die Sender in den Werbepausen mehr Vorschau und Eigenwerbung gemacht.


Immer, wenn die Werbemaschine nicht so richtig brummt, geben die Sender Werbezeit für gemeinnützige Zwecke günstiger oder kostenlos ab. Neben der ‚Aktion Mensch’ Werbung liefen auch öfter ‚Du bis Deutschland’ Spots.


www.Du-bist-Deutschland.de


Während die Aktion Mensch vom Leben benachteiligten Menschen hilft, ist die ‚Du bist Deutschland’ Kampagne eine geförderte Selbsthilfegruppe. Berühmte Personen des öffentlichen Lebens (Günter Jauch et. al.) fordern uns auf, selbst etwas zu bewegen. Nicht zu Jammern und nicht auf den Staat zu warten.


Was ist die Kernaussage? Hilf Dir selbst und gib ein gutes Beispiel. Deutschland neigt zum Jammern und sieht mehr Probleme als Chancen. Wenn jeder selbst anpackt und ein gutes Beispiel in der Öffentlichkeit gibt, so wird indirekt damit Jedem geholfen. Gute Beispiele sollen Schule und der Jugend Hoffnung machen.


Nehmen auch Sie sich fürs neue Jahr vor, nicht mehr zu Jammern und nicht mehr den Finger in die blutenden Wunden Deutschlands zu legen. Statt des Konsums negativ geprägter politischer Magazine in Papier- und Fernsehformat, könnten wir doch auch einmal gute, positive Bücher lesen oder uns mit Freunden zu positiven Aktionen treffen. Es wird jedem Einzelnen persönlich helfen und am Ende des Tages auch ganz Deutschland.