The Whisky Blog

Whisky-Aroma

Letztlich ist hier im Forum über den Geruch in den Flaschen-Geschenkverpackungen (Umverpackungen, Pappschachteln, Blechröhren, usw.) gesprochen worden. Glenfiddich sollte einen schönen Whiskygeruch in der Tube haben - andere nicht.

Ich habe das aktuell im Lager versucht nachzuvollziehen. Um es gleich zu sagen: Keine einzige Verpackungsröhre roch innen angenehm oder gar nach Whisky. Auch alle von Glenfiddich nicht. Meist herrscht eine muffige Note vor, die man von feuchtem Altpapier kennt. Kein Wunder - die meisten Röhren sind aus Pappe gefertigt, die naturgemäß einen hohen Recycling-Anteil enthält.

Wenn uns Lieferanten das erste Mal besuchen, dann erwarten Sie in unserer Halle ein deutliches Whisky-Aroma. So wie in einem schottischen oder amerikanischen Lagerhaus. Sie werden eigentlich immer enttäuscht, da wir keinen Whisky abfüllen, sondern ausschließlich Whisky in Flaschen vorhalten.

Aber es gibt im Schnitt pro Monat einmal das Feeling von schottischem Lagerhaus. Wenn nämlich eine Flasche zu Boden fällt und sich der Whisky in einer großen Pfütze verteilt. Wir wischen natürlich sofort auf, um auch die Glasscherben zu beseitigen, aber das Whisky-Aroma verteilt sich gleichmäßig in der Halle und ist erst am kommenden Morgen wieder verschwunden.

Zustellzeiten

Vor Weihnachten mehren sich die Wünsche der The Whisky Store Kunden, Ihre Pakete zu einem bestimmten Zeitpunkt zugestellt zu bekommen. Wir können diese Wünsche sehr gut verstehen. Schließlich ist man nicht immer zu Hause und so anziehende Ware wie Whisky möchte man nicht dem Nachbarn anvertrauen (wer erinnert sich an den Fernsehspot für Samsung Fernseher?).

Doch hinterfragt man die Zustellzeiten der verschiedenen Carrier - wie das auf Neu-Deutsch heißt - genauer, so wird sehr schnell klar. Für einen Zustelldienst zu einer bestimmten Uhrzeit sind ruck-zuck einige Zig-Euro an Gebühren fällig. Gleiches gilt für einen Express-Dienst. Schließlich fährt der Zusteller eine Extrastrecke für einen einzelnen Kunden.

Das bezahlen nur Firmen in Geschenk-Notlagen und das kommt auch nur ganz selten vor. Deshalb hält meine Frau keinen Vertrag für Express- oder Terminsendungen vor. Die meisten Kunden meiner Frau suchen sich deshalb eine Person ihres Vertrauens, bei der sie das Paket abliefern lassen. Oder sie holen es am folgenden Tag bequem von der Postfiliale ab. Letzteres gilt natürlich nur, wenn man nicht zu weit auf dem Land wohnt, wo eine Fahrt in die nächste Stadt fällig wird.

Einen interessanten Ansatz der Post/DHL habe ich letztlich auf einer Messe gesehen. Er nennt sich Packstation und ist ein Selfservice-Paketpostamt. Man kann sich dorthin Pakete liefern lassen und von dort auch versenden. Wenn ein Paket eingetroffen ist erhält man eine SMS und/oder E-Mail. Das machen schon eine ganze Menge unserer Kunden.

Bitte beachten Sie, dass die Packstationen von der Paketgröße begrenzt sind. Mehr als 6 Flaschen können Sie sich schwerlich an eine Packstation liefern lassen.

Lavazza Kalender

Als ich zur InterWhisky-Messe in Frankfurt war, sah ich auf einem Riesenplakat eine überlebensgroße - mit einem offenen, weißen Fliegerhemd mit Mütze bekleidete Blondine – lasziv auf einem Bett liegen. Der Blick aus dem Autofenster war nur kurz und so konnte ich den Werbetreibenden nicht erkennen. Als ich an der nächsten Ampel stand überlegte ich mir was ich da gesehen hatte. Eigentlich war mir nicht klar, wofür auf dem Plakat geworben wurde. Eine Airline? Hemden? Unterwäsche? Die nicht weit entfernte Kaiserstraße?

Welches Unternehmen kann es sich erlauben, nicht mit seinem Produkt vordergründig Werbung zu machen?

Gestern klärte sich die Sache auf. Durch Zufall stolperte ich bei www.Edelman-Newsroom.com über das gleiche Bild:

Lavazza

Jetzt in aller Ruhe konnte ich feststellen, dass die aufreizende Dame ein Tässchen Lavazza Espresso in der Hand hielt. Weitere Recherchen ergaben, dass diese Bilder in einem besonderen Kalender abgedruckt sind, der in seiner Berühmtheit dem Pirelli-Kalender nacheifert.

Bei eBay werden bereits Preise von 50 EUR für die 2006er Ausgabe erzielt.

Fußball Weltmeisterschaft

Am Samstag gab es in unserer Firma ein großes Thema: Können wir gegen die Polen gewinnen?

Polen? Warum Polen? Was ist mit Polen?

Ich gebe es zu. Beim Fußball bin ich eine totale Null. Immer wenn der Fernsehbildschirm grün wird, beginne ich auf andere Kanäle zu zappen.

Man klärte mich rasch auf. In unserer Vorrundengruppe ist Polen einer unserer drei Gegner. Aha! Fast alle waren am Fußball interessiert. Nur ich nicht. Woran liegt das? Es regt mich schon auf, wenn ich im Radio die Reklame mit: "Wir holen den Titel!" oder das Bügeleisen mit der "Abseits-Automatik" kommt.

Die Frage, warum ich Fußball nicht mag ist schnell erklärt. Es ist ein Trauma aus der Kindheit. Wir sind fast als letzte Familie in eine Neubausiedlung gezogen und so war ich dort das jüngste Kind. Und was muss das jüngste Kind auf dem Bolzplatz machen? Es muss ins Tor, weil jeder gerne Gerd Müller|Ballack|u.s.w. sein wollte|will. Ich war nun nicht so begabt wie Sepp Maier www.SeppMaier.de und so war ich einen Sommer lang der Depp.

Geholfen hat mir meine Großmutter. Sie sagte zu mir ganz einfach: "Geh doch nicht auf den Fußballplatz - Du musst doch nicht!" Das hat sich bis heute gehalten.

Fußball ist nicht mein Ding und Polen nicht mein Problem.

Whisky Cola

Die Konzentration auf das Versandgeschäft erlaubt es uns leider nicht, einen Whisky-Laden mit normalen 'Geschäftszeiten' zu führen. In der Zeit, in der man einen 'Laufkunden' bedient, hat man auch 5 Pakete gepackt.

Trotzdem möchten Kunden hin und wieder Ihre Ware persönlich in Empfang nehmen. Zu eingeschränkten Zeiten (Do 8-12+15-17, Fr 15-17) kann man bei uns deshalb vorbestellte Ware auch abholen.

Eben am Donnerstag Nachmittag war eine Kundin da, die einen tollen und teuren Whisky abholte. Dazu sagte sie auch ganz nebenbei: "Es gibt Leute, die trinken Ihren Whisky mit Cola!"

Unsere Mitarbeiterin sagte daraufhin ganz flapsig – ohne auf ihre Worte bewusst zu achten: "Solche Leute gehören erschossen!" icon_evil.gif – Das war natürlich nicht ernst gemeint. Aber der tägliche Kontakt mit der wertvollen Ware und der saloppe Umgangston zwischen den Kollegen im Lager ließ ihr diesen Spruch entweichen.

Antwort?

"Danke, dann wäre ich jetzt Witwe!" icon_wink.gif