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Smokehead gewinnt Goldmedaille

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Kleider machen Leute. Ian Macleod, der Abfüller der rauchigen Smokehead Malts (link), hat vom Beverage Testing Institut eine der begehrten Goldmedaillen ergattert.


Toller Geschmack icon_question.gif Herausragende Qualität icon_question.gif


Denkste icon_exclaim.gif


Sie erhielten den Preis in der Kategorie Creativity and Graphic Design. Der Smokehead wird von unseren Kunden wirklich geliebt und wieder und wieder nachgekauft. Doch die Geschmacksbewertungen in unserem Shopsystem stehen nicht am (positiven) Anschlag. Es gibt anscheinend bessere.


Doch das wirklich hochwertige Packaging mit Metalldose gibt der Flasche ein gewisses Extra, was andere nicht zu bieten haben. Selten wird das uns zugesandte Werbematerial in unserem Unternehmen irgendwo aufgehängt oder aufgestellt. Doch die kleinen Visitenkarten, ganz im Design des Etiketts gehalten, fanden sich an Monitoren und Tastaturen der Mitarbeiter wieder.


Dazu noch der attraktive Verkaufspreis und der rauchige Geschmack macht den Smokehead zu einem Erfolgsmodell, das diesen Preis zu recht verdient hat.

Glenglassaugh gewinnt 2 Goldmedaillen

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Aktuell gab der deutsche Importeur von Glenglassaugh bekannt, dass die 30- und 40-jährigen Malts von Glenglassaugh auf der IWSC jeweils eine Goldmedaille gewonnen haben.


Diese Medaillen sind besonders begehrt, da bei der IWSC ausschließlich Blindverkostungen von einer vielköpfigen Jury durchgeführt werden.

Die Rückseite der Medaille

Hätten Sie gerne mit mir auf meinen gestrigen Promi-Abend getauscht? Keine Sorge - neben dem ganzen Glanz gab es auch eine Menge Schatten.


Es begann mit der Anfahrt. Als wir zu dem Hotel kamen, standen die ganzen Porsche Cayennes bereits auf dem Gehweg; zwei Fackeln brannten vor der opulenten Glastür, Taxis versperrten die Anfahrt und ich wusste nicht, wohin mit meinem Boliden. Mit Mühe bekamen zwei andere Gäste das Tiefgaragentor geöffnet. Nur um anschließend festzustellen, dass die Parkgarage aus lauter reservierten Plätzen und 20 belegten Hotelparkplätzen bestand. Am Ende blieb allen wie immer nur der Gehweg. Danke Herr Ude!


Natürlich habe ich versucht, eine andere Garage zu finden. Doch um dieses Hotel im total zu geparkten Untergiesing zeigt das Navi erst in mehr als 2 km Entfernung die nächsten Parkgaragen an. Dort hin? Wechsel ins Taxi? Das kann man von einem VIP-Gast eigentlich nicht erwarten. Und mit dem ÖPNV aus Seeshaupt nach München zu fahren ist für einen Abendtermin mit festlicher Kleidung auch nicht so ideal.


Das ging ja gut los.


Die Organisation am Empfang war perfekt. Lauter schicke Mädels im (sehr) kleinen Schwarzen und goldenen, langen Handschuhen. Und dann ging es in die Sardinenbüchse und es galt die Zeit mit Smalltalk füllen. Zwei Drittel der Gäste rauchte in einer Tour und so war von Brot und Raspelkäse nicht wirklich viel zu schmecken. Denn der Geruch des Brots und des Käses gingen in der Hitze, den Ausdünstungen der Menschen und dem ganzen Rauch unter. Dazu ein Lärmpegel von 100 sich unterhaltenden Menschen auf vielleicht 100 m2 Stehfläche. Da half ein großes Aquarium und ein flackerndes Lagerfeuer auf einem Flachbildschirm zur Beruhigung der Sinne auch nicht wirklich weiter.


Platzangst? Panik?


Eine Gruppe von 10 Nichtrauchern fand sich so recht bald bei fröstelnden Temperaturen draußen auf der Straße zusammen. Es waren sehr interessante Menschen. Draußen hat es uns auf jeden Fall besser gefallen als drinnen. Mit der richtigen Kleidung geht auch sowas. Also ein Wort an die Raucher - draußen ist es auch schön. Ab dem 1.1.2008 wird auch in Bayern der Spieß umgedreht!


Dann war es soweit. Man bat zu Tisch. Doch wer nun an ein Highland Dinner, silbernes Besteck und feines Glas dachte, wurde enttäuscht. Man ging in einen kahlen, weißen, minimalistischen Raum mit Stehtischen. Der Lärmpegel stieg unglaublich durch die ungedämpfte Kulisse an. Dazu dudelte in einer Tour Barmusik aus den Deckenlautsprechern.


Rachel Barrie stellte mit erhobener Stimme die vier Whiskys zu vier Gängen Fingerfood vor. Von der Vorspeise habe ich nur zwei kleine Stückchen bekommen, denn die Bedienungen waren einfach nicht in der Lage, die Köstlichkeiten auf den großen Tabletts zu allen Menschen zu bringen.


Mit der Zeit nahm die Rauchsättigung immer weiter zu - warum können Architekten in Deutschland keine vernünftigen Lüftungen bauen? - und so wurde aus einem späteren Glenmorangie schnell ein rauchiger Ardbeg. Und wer will sich auf einen Whisky wirklich konzentrieren, wenn die Akustik einer Bahnhofshalle mit einfahrendem ICE gleicht?


Wer hat diesen Event verbockt icon_question.gif


Die Frage ist falsch. Dieser Event war nicht verbockt. Dieser Event war genauso, wie er sein sollte. Ich war lediglich im falschen Kino icon_exclaim.gif


66% Raucher (bei 25% Bundesdurchschnitt) aus dem Presse- und Promi-Umfeld lieben solche Veranstaltungen. Sehen und gesehen werden und dabei seinen Süchten frönen. 26 Aromen in kleinen Köstlichkeiten? Feine Aromen im Whisky? Fehlanzeige! Darüber wird geschrieben - wirklich geschmeckt hat sie wohl keiner.


Beauftragt mit dem Event war eine Marketing-Agentur, die Starkoch und Veranstalter zusammen brachte. Hier findet im Vorfeld ein Briefing statt. Und dieses Agentur-Briefing war sicherlich so gehalten, dass man maximale Presseaufmerksamkeit erregen wollte. Und was ist dazu in München am besten geeignet?


Promis und Fußball! Wie überall. Den Starkoch der Nationalmannschaft zu mieten war schon ein genialer Schachzug. Da mussten sich natürlich das schlecht liegende, überfüllte Hotel und die beengten, ungeeigneten Räumlichkeiten unterordnen. Leider konnten nicht so viele Promis kommen, denn die A-Promis hielten es mit Willy Bogner, der mit einem riesigen Tamtam zur selben Zeit seine Winterkollektion in München vorstellte. Diese ärgerliche Terminüberschneidung war sicherlich ein Lapsus, der der Agentur zu Lasten gelegt werden muss. Unsere Tageszeitung brachte Willy Bogner als Top Thema auf Seite 1 ganz oben.


Die Herren der Presse und der Medien - auf die es wirklich ankam - die wohnen sowieso in München und kommen mit dem Taxi. Der extreme Rauch, der jedes sensorische Vergnügen zunichte machte, störte die wichtigen Leute nicht. B-Promis ließen sich sogar mit dekorativem Zigarettenstummel ablichten. Eigentlich pafften alle in einer Tour.


Die Klientel war zweigeteilt. Die Business-Riege in schwarzen Anzügen, die eingeflogenen Briten und die wirkliche Prominenz rauchte nicht und probierte die üppig eingeschenkten Whiskys nur vorsichtig. Niemand kann es sich heute in der Businesswelt noch erlauben, öffentlich mit einer Zigarette und/oder Whiskyglas abgelichtet zu werden.


Hier ging es ums Geschäft - Arbeitszeit!


Eine örtliche Modedesignerin, mit zwei sehr schicken Models im Schlepptau (BMI 16, Silikonimplantate und rückenfrei bis zum letzten Lendenwirbel) ließen sich mit Whiskyglas ablichten und tauschten anschließend dessen Inhalt gegen Champagner. Und für manch einen Gast der schreibenden Zunft waren die üppig mit 6cl gefüllten Gläser nicht voll genug.


So ist das Leben. Ich war live dabei.


Morgen kommen wir (endlich) zum tollen Whisky auf diesem Event.