Amerikanische Whiskeyexporte durch Vergeltungszölle stark eingebrochen

Bei den Exporten in die EU verzeichnete die Handelsorganisation Distilled Spirits Councils im 2. Halbjahr 2018 einen Rückgang von 13,4%

Die US-amerikanische Handelsorganisation Distilled Spirits Council (DISCUS) legte aktuell einen Bericht über die Exportzahlen im Jahr 2018 vor. Darin zeigen sich unmissverständlich die negativen Auswirkungen der Vergeltungszölle auf Whiskey, die von der EU im Juni 2018 zusammen mit Zöllen auf Motorrädern, Erdnussbutter und Jeans als Antwort auf die von Präsident Trump verhängten Strafzölle von 25% auf Stahl und 10 % auf Aluminium eingeführt wurden.

Während die Whiskey-Exporte in die EU im ersten Halbjahr 2018 noch um 33 Prozent anstiegen und somit den positiven Trend des Vorjahres fortsetzten, wurden in der zweiten Jahreshälfte dann schmerzliche 13,4% Rückgang verzeichnet. Da der EU-Markt einen 60%-igen Anteil am Gesamtexport des amerikanischer Whiskeys innehat, machte sich dieser Rückgang auch weltweit in den Exportzahlen bemerkbar: Mit 1,8 Milliarden Dollar konnten die USA zwar noch immer einen Anstieg um 9,5% im Vergleich zu 2017 verzeichnen, der rasante Aufwärtstrend, der sich von 2016 im Vergleich zu 2017 noch durch 14,9% Exportzuwachs auszeichnete, ist aber deutlich verlangsamt worden.

Von diesen Exportrückgängen sind kleine wie große Brennereien gleichermaßen betroffen, berichtet DISCUS. Chris Swonger, CEO der Organisation, lässt keinen Zweifel daran, dass es sich dabei um die Auswirkungen des Handelsstreits und der Strafzölle handelt und spricht von signifikantem und wachsendem Einfluss auf den Export des amerikanischen Whiskeys.

Den vollständigen Bericht des Distilled Spirits Council mit detaillierten Zahlen zu den Exportmärkten finden Sie hier auf der Webseite der Organisation.