Ardmore Very Cloudy Vintage 2010 – Natürlich trüb

Der Single Malt aus der Signatory Un-Chillfiltered Serie verzichtet auf klärende Kühlfilterung

 

Der neu erschienene Ardmore Very Cloudy 9 Jahre Vintage 2010 präsentiert sich trüb, wenn er kühl steht – ein eher ungewohntes Bild im Whiskybereich. Es handelt sich dabei aber nicht um ein fehlerhaftes Produkt, wie mancher vielleicht vermutet, sondern um ein ganz bewusstes Inkaufnehmen einer Eintrübung: Der unabhängige Abfüller Signatory führt uns damit den Einfluss der Kühlfilterung – oder vielmehr den Verzicht darauf – vor Augen.

In der Un-Chillfiltered Reihe präsentiert Signatory schon seit längerem ausschließlich Abfüllungen, bei denen auf das Herausfiltern von Ölen und Fetten verzichtet wird, um die gesamte aromatische Bandbreite des Whiskys zu erhalten. Dass die anderen Single Malts dieser Serie im Gegensatz zum Ardmore Very Cloudy in der Flasche nicht dieses starke trübe Bild abgeben, liegt daran, dass nicht kühlgefilterte Whiskys mit mindestens 46% vol abgefüllt werden – die Trübung des Whiskys in kühlem Zustand tritt nur bei geringeren Alkoholstärken auf. Beim Un-Chillfiltered Ardmore Very Cloudy 9 Jahre Vintage 2010 entschied man sich für das Abfüllen mit 40% vol und machte die dadurch auftretende Trübung zum Markenzeichen.

Destilliert wurde der Whisky am 06.05.2010, abgefüllt am 17.12.2019. Zwei Bourbonfässer wurden für diesen Jahrgang des Armore Very Cloudy gebatcht, was zu einer Limitierung auf 730 Flaschen führte. Nicht auf Kühlfilterung wurde übrigens verzichtet, auch auf jegliche Färbung.

Die Aromatik wird beschrieben als Duft von Vanille und Zitrone, am Gaumen zeigen sich dann die Ardmore-typischen leichten Rauchnoten, begleitet von frischer Zitrone und Minze.

Bild: Kirsch Whisky