Bruichladdich hat Erweiterungspläne und will künftig auch selbst mälzen

Die Brennerei auf Islay plant zudem Investitionen in die Nutzung erneuerbarer Energien

Seit Remy Cointreau im Jahr 2012 die Brennerei Bruichladdich auf Islay übernommen hat, wurden bereits 22 Millionen Pfund investiert. Mindestens die gleiche Summe soll bis 2024 noch einmal in die Destillerie fließen, um ihre Position zu sichern und auszubauen.

Die Bruichladdich Brennerei ist mit 80 Arbeitsplätze der größte private Arbeitgeber auf Islay und diesen stark lokalen Fokus will man weiter verstärken. Der Traum, die Produktion immer mehr in Richtung „All-Islay“ zu entwickeln, steht bei den Erweiterungsplänen stark im Vordergrund: 42 Prozent der verwendeten Gerste kommen bereits hier von der Insel und weren für Islay-Barley-Abfüllungen von Bruichladdich, Port Charlotte und Octomore Whisky verwendet, doch zum Mälzen schickt man sie zu Bairds in Inverness. Das soll sich bis 2023 ändern, denn es ist geplant, eigene Maltings zu errichten.

Um sich der Entwicklung der Gerste widmen zu können, hatte Bruichladdich im vergangenen Jahr etwa 12 Hektar Land in der Nähe der Brennerei gekauft und wird dort Anbaustudien betreiben (wir berichteten). Sämtlicher Whisky von Bruichladdich reift hier auf Islay. Zwei neue Lagerhäuser wurden bereits errichtet, vier weitere werden in den kommenden Jahren folgen.

Auch in Sachen Energiegewinnung will Bruichladdich sich engagieren. Man arbeitet bereits mit Wärmerückgewinnung, will aber noch einen Schritt weitergehen und sich verstärkt erneuerbaren Energien widmen. Das Nutzen von Gezeitenenergien wird derzeit stark durchdacht, aber auch über Wasserkraft und Biomasseenergie wird nachgedacht.