Bruichladdich kauft Farmland für Anbaustudien

Die Islay-Brennerei will das Konzept „terroir matters“ auf dem Land rund um die Brennerei weiter verfolgen

In den sozialen Medien postete Bruichladdich gestern **BIG ANNOUNCEMENT* und gab bekannt, dass man 30 Acre (etwa 12 Hektar) Land rund die Brennerei gekauft habe. Das Wissen um Anbaumethoden zu vermehren sei das Ziel.

17 Farmer bauen derzeit auf Islay Gerste für Bruichladdich an, informiert die Islay-Brennerei in einem vertiefenden Beitrag auf ihrer Homepage, weitere arbeiten auf dem schottischen Festland für die Destillerie. Diesen 1000 Acres will man mit den 30 neuen Acres keine weiteren Flächen für industrielle Zwecke hinzufügen, hier soll es um Forschung und Gewinnung von Erfahrungswerten gehen: Welchen Einfluss hat das „Terroir“ auf den Geschmack des Whiskys? Welche Gerstensorten bringen unter welchen Bedingungen welche Ergebnisse? Diesen Gedanken des Terroirs verfolgt Bruichladdich schon länger und bringt unterschiedliche Abfüllungen für Scottish Barley und Islay Barley heraus, sowohl in der nichtrauchigen Bruichladdich-Reihe als auch beim Port Charlotte und beim Octomore.

Auch auf den Äckern der zuarbeitenden Farmer wurden im Auftrag von Bruichladdich bereits zahlreiche unterschiedliche Anbauten durchgeführt. Im vergangenen Jahr wurden so 13 verschiedene Destillate hergestellt, berichtet Bruichladdich, wobei nicht nur hinsichtlich des Standortes variiert wird, sondern auch mit verschiedenen Gerstenarten gearbeitet wird. Auch Roggen kam vor kurzem hinzu – der erste auf Islay überhaupt.

Vor dem Bestellen und Nutzen des neuen Farmlandes, das unter dem Namen Shore House Croft bekannt ist, werden zunächst einmal Bodenuntersuchungen durchgeführt und die Artenvielfalt dort untersucht – Die Berücksichtigung des Terroirs ist ein sehr vielschichtiges Konzept.

Bild: Petra Milde