Edinburgh auf dem Weg zur Malt Whisky Brennerei

Vielleicht wird bereits nächstes Jahr in der Holyrood Park Distillery gebrannt

Der Pachtvertrag für die Gebäude der geplanten Holyrood Park Distillery in Edinburgh wurde unterschrieben. Wenn alles so verläuft, wie David Robertson, ehemaliger Master Distiller von Macallan, es sich vorstellt, soll mit dem Destillieren bereits im Sommer 2016 begonnen werden. Bei den gepachteten Gebäuden handelt es sich um ehemalige Lagergebäude der Eisenbahn, die nach einer Renovierung zuletzt ein soziales Projekt beherbergt hatten.

Kleine Whisky Brennerei mit großem Besucherzentrum

Westlich des Holyrood Parks, also zentral in Edinburgh gelegen, soll die Mikro-Brennerei mit jährlichem Produktionsvolumen von 100.000 Litern Alkohol entstehen, die 25 Arbeitsplätze schaffen soll. Sowohl in der Whiskyproduktion selbst als auch im geplanten Besucher- und Schulungszentrum sollen sie angesiedelt sein. Was könnte ein besserer Standort für eine schottische Single Malt Brennerei sein als die schottische Hauptstadt, meint Robertson, der seit vergangenem Jahr mit dem Investment Bankier Andy Simpson zusammenarbeitet. Zwei Millionen Pfund wollen sie in die Holyrood Park Distillery investieren, sobald das Planungsverfahren die nötigen bürokratischen Hürden genommen hat.

Malt Whisky kommt zurück nach Edinburgh

Die Holyrood Park Distillery wäre die erste Malt Whisky Brennerei in Edinburgh, seit 1925 die Edinburgh Distillery, zuvor bekannt als Glen Sciennes, geschlossen wurde. Ende des 18. Jahrhunderts gab es hier in der schottischen Metropole acht lizensierte Brennereien und ein Vielfaches an Schwarzbrennereien. Sie teilten das Schicksal vieler Whiskybrennereien in Schottland und wurden geschlossen. Die North British Distillery, eine große Graindestillerie, war bis vor kurzem noch als einzige Brennerei in Edinburgh tätig, bis im vergangenen Jahr die Spencerfield Spirit Company eine Schaubrennerei für den Edinburgh Gin am Ende der Princess Street eröffnete. Nun soll auch wieder eine Malt Brennerei hinzukommen, die in dem aus den 1830er Jahren stammenden historischen Gebäude wohl ein angemessenes Ambiente vorfindet.