GlenWyvis Brennerei eröffnet am heutigen Andreastag

Der Produktionsstart in Dingwall steht kurz bevor

Heute ist St. Andrew’s Day, der Nationalfeiertag Schottlands. Könnte es einen besseren Tag geben, eine neue schottische Whiskybrennerei zu eröffnen? Die GlenWyvis Brennerei hat sich Regionalität und Gemeinschaftssinn quasi auf ihre Fahnen geschrieben und entstand als Crowdfundingprojekt, das mittlerweile auf über 3.000 Unterstützer stolz sein kann - Tendenz steigend, denn eine zweite Finanzierungsrunde wurde vor wenigen Wochen gestartet. So soll die Summe von £2.6 Millionen aus der ersten Finanzierungsrunde weiter aufgestockt werden, um das Projekt voranzubringen und den noch für dieses Jahr geplanten Produktionsstart abzusichern.

Unter erfahrener Leitung

In den Brennblasen, die vom bekannten Unternehmen Forsyths in Rothes gefertigt und Ende Juli geliefert wurden, wird der GlenWyvis Whisky dann künftig unter der Regie von Distillery Manager Duncan Tait entstehen. Er startete seine Brennereikarriere nur rund 20 Kilometer entfernt von hier in der Teaninich Brennerei in Alness. Zuletzt fungierte er als Distillery Manager der Mortlach Brennerei in der Speyside. Seine Aufgabe wird es nicht nur sein, den ersten Whisky in Dingwall zu entwickeln, sondern kurz danach auch einen Gin. GlenWyvis hat bereits einen Gin herausgebracht, der derzeit auf den Shetland Inseln hergestellt wird, demnächst aber hier in Dingwall produziert werden soll. Das nötige Brennequipment wurde jetzt bei Forsyths in Auftrag gegeben. Auch dafür soll die derzeitig laufende Finanzierungsrunde die nötige Basis schaffen.

GlenWyvis liegt an touristisch beliebter Route 500 

Neben den regionalen Unterstützern kann sich die GlenWyvis Brennerei auch über breite Zustimmung über die Grenzen von Dingwall hinweg freuen. Man setzt zum einen 100%ig auf erneuerbare Energien, was ihr eine starke Lobby in Kreisen des Naturschutzes einbringt. Zudem wird mit der Brennerei auch der Tourismus Schottlands unterstützt. Der ist hier oben nördlich von Inverness wirtschaftlich nicht vergleichbar wie mit der starken Region etwas weiter südlich, doch vor allem die Route 500 hat sie in der jüngsten Vergangenheit stark nach vorne gebracht. GlenWyvis liegt direkt an dieser bekannten Strecke, die an der Nordküste Schottlands entlangführt. Das geplante Besucherzentrum der Brennerei kann sich also vermutlich auf regen Zuspruch freuen.