Hibiki 17 Jahre wird eingestellt

Laut einem Bericht von Forbes wird Beam Suntory den beliebten 17-jährigen Blend nicht mehr produzieren

In Zeiten boomender Whiskymärkte, des Baus neuer und der Expansion bestehender Brennereien sowie der Markteinführung zahlreicher neuer Produkte, mag diese Schlagzeile gar skurril erscheinen: Der beliebte und vielfach prämierte japanische Premium-Blend Hibiki 17 Jahre soll ab September 2018 schrittweise aus dem Kernsortiment genommen und die Produktion eingestellt werden. Damit folgt er dem Hibiki 12 Jahre, den die Japaner bereits seit 2015 nicht mehr produzieren.

Bei näherer Betrachtung ist diese Maßnahme eine logische Konsequenz des unterschätzten Whiskybooms der letzten Jahre und der daraus resultierenden, enorm hohen Nachfrage japanischer Whiskys. Zudem führte der starke Rückgang des Whisky-Konsums von 1983 bis 2007 in Japan um satte 80% dazu, dass viele Hersteller ihre Produktionsmengen zum Teil deutlich reduzierten, was die Whisky-Welt heute zu spüren bekommt.

Hibiki 17, 21 und 30 Jahre

Die Marke Hibiki, was auf Japanisch "Resonanz" bedeutet, erschien zum ersten Mal 1989 auf dem japanischen Markt, damals zunächst ohne Altersangabe, bevor kurze Zeit später der 17-Jährige eingeführt wurde. Über 35 verschiedene Malt- und Grain-Whiskys reiften für mindestens 17 Jahre in unterschiedlichen Fassarten, wie ex-Bourbon-, Sherry- und Mizunara-Fässern. Dieser Abfüllung folgten ein 21-Jähriger (1994) sowie drei Jahre später der exklusive Hibiki 30 Jahre. Allen Premium-Blends gemein, die aus den besten Whiskys der drei zum Beam Suntory Konzern gehörenden Brennereien – Yamazaki, Hakushu und Chita – kreiert wurden, ist das auffällige Flaschendesign. Die hochwertige Flasche zeigt 24 Facetten, die sowohl die 24 Stunden am Tag als auch die 24 "kleinen Jahreszeiten" des japanischen Kalenders symbolisieren. Für das Flaschenetikett wird handgeschöpftes und vierfach bedrucktes Echizen-Papier verwendet.

Einen enormen Bekanntheitsgrad erfuhr die Marke Hibiki 2003 durch die mehrfach ausgezeichnete, amerikanische Romantikkomodie "Lost in Translation" von Regisseurin Sofia Coppola, die einen ersten großen Nachfrageschub dieses japanischen Whiskys auslöste. Derzeit ist – im Gegensatz zu Hibiki 21 Jahre und 30 Jahre – nur noch der als Nachfolger des 12-Jährigen eingeführte Hibiki Japanese Harmony zu erschwinglichen Preisen im Handel erhältlich.

Expansion

Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Obwohl sich die Lagerbestände verringern, ist man bei Suntory weiterhin optimistisch und trifft entsprechende Maßnahmen. Seit 2013 hat der japanische Konzern mehr als 182 Millionen Dollar in den Ausbau der Produktion und Lagerhäuser investiert. Die beiden Standorte Yamazaki und Hakushu wurden um Stills erweitert und der 1972 gebaute "Ohmi Aging Cellar" des Unternehmens wurde stark vergrößert.