Isle of Barra Distillers planen Whiskybrennerei

Fünf Millionen Pfund soll die Brennerei auf der kleinen Hebrideninsel kosten

Bekannt sind die Isle of Barra Distillers bisher durch ihren Gin, nun wollen die Gründer Katie und Michael Morrison auch ihre Pläne für eine Whiskybrennerei realisieren. Die veranschlagten Kosten liegen bei fünf Millionen Pfund, doch man ist zuversichtlich, innerhalb von 10 Jahren bereits 30 Millionen allein durch Whiskyverkäufe einzunehmen.

Isle of Barra Distillers setzen auf Einbeziehung der Bewohner von Barra

Seit 2016 widmen sich die Morrisons auf Barra der Brennerei. Sie stammen von hier und wollten auf der Insel ein Unternehmen starten, das nicht nur ihnen, sondern auch der kleinen Insel der Äußeren Hebriden mit ihren gerade einmal rund 1.200 Einwohnern zugutekommt. Rund 30 Arbeitsplätze wollen sie schaffen mit ihrer Whiskybrennerei, zu der neben Produktion, Lagerung und Abfüllung des Whiskys (und weiterhin auch des Gins) ein Besucherzentrum mit Shop und kleinem Café. Letzteres ist nicht nur die anreisenden Whiskyfreunde gedacht, sondern soll durch kinderfreundliche Bereiche auch den einheimischen Familien anziehen.

Umweltfreundliche Konzepte

Auf der Homepage der Isle of Barra Distillers wird das geplante Projekt ausführlich vorgestellt, dort wird die jährliche Produktionsmenge mit 100.000 Liter Alkohol angegeben mit Luft nach oben. Rund 800 Fässer könnten damit gefüllt werden. Nicht nur beim Betrieb der Brennerei, die von Forsyths gebaut wird, will man auf Umweltfreundlichkeit durch die Verwendung erneuerbarer Energien setzen, schon beim Bau sollen nachhaltige Materialien eingesetzt werden. Auch über möglichst umweltfreundliche Anreisemöglichkeiten von Besuchern will man sich Gedanken machen. Sobald die Baugenehmigung erteilt wird und wenn alles nach Plan läuft, wollen die Isle of Barra Distillers im Frühjahr 2023 mit der Whiskyproduktion beginnen.

Wie steht es um die andere geplante Whiskybrennerei auf Barra?

Vom anderen Brennereiprojekt auf Barra, vom Namen her leicht verwechselbar, gibt es derzeit noch keine neuen Infos. Von der seit geraumer Zeit geplanten Isle of Barra Distillery (oben berichteten wir von den Isle of Barra Distillers) gab es im Januar 2019 News über ein gestartetes Crowdfunding-Projekt, das aber laut Angaben auf der Seite des Crowdfunders wohl nicht wie erhofft erfolgreich abgeschlossen wurde. Auf der Facebookseite der Barra Distillery wird nun ein kommendes Shareholderprogramm beworben. Vor einigen Wochen wurde dort auch mitgeteilt, dass man mit Ian MacMillan (vormals u.a. Bladnoch, Deanston, Tobermory and Bunnahabhain and Glenturret Distillery) einen erfahrenen Master Distiller verpflichtet hätte – es bleibt also spannend in Sachen Whisky von Barra.

Bilder: Isle of Barra Distillers