Lagerhaus mit Bourbon Whiskey in Kentucky zusammengebrochen

9.000 Fässer der Barton 1792 Distillery in Bardstown betroffen

(Update 4.7.: Auch die zweite Hälfte des Lagerhauses ist kollabiert)

Wie ein Kartenhaus ist ein Lagerhaus der Barton 1792 Distillery in Bardstown, Kentucky, in sich zusammengebrochen und hat dabei etwa 9.000 Fässer mitgerissen. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Etwa ein Drittel der Fässer wurden nach letzten Meldungen offensichtlich zerstört heißt es in amerikanischen Medien. Inwieweit die optisch unzerstört erscheinenden Fässer Leckagen oder andere Schäden aufweisen lässt sich derzeit noch nicht sagen. Die Einschätzung des Schadens und die Suche nach der Ursache des Einsturzes dauert noch an.

Es handelt sich um eines von 29 Lagerhäusern dieser Art auf dem Gelände der Barton Brennerei, die jeweils 19.000 Fässer aufnehmen. Bilder, die veröffentlicht wurde, zeigen, dass eine Hälfte des Gebäudes erhalten ist, während die andere komplett am Boden liegt. Das Lagerhaus sei auf einem ordentlichen Fundament in der üblichen Bauweise einer Holzkonstruktion mit Aluminiumverkleidung errichtet gewesen und stammt aus den 1940er Jahren. Hier in einem Artikel des Courier Journal, Kentucky, lässt sich der Schaden betrachten.

Dort wird auch berichtet, dass mittlerweile hunderte von Fischen im Withcow Cree, der in den Beechfork River mündet, verendet sind. Inwieweit der noch immer in den Boden einsickernde und in die Gewässer gespülte Alkohol weitere Schäden anrichten wird, bleibt abzuwarten. Das Unternehmen Sazerac, Besitzer der Barton 1792 Distillery, hat signalisiert, dass die Brennerei ab Montag normal geöffnet sein wird und auch die Besichtigungstouren wie gewohnt stattfinden. Allerdings befindet sich Barton Distillery sowieso seit einer Woche in der üblichen sommerlichen Produktionspause.

Wir halten in unserer Brennereidatenbank Infos und Fotos zur Barton 1792 Destillery für Sie bereit. Und im Shop finden Sie auch den Ridgemont Reserve 1792 Kentucky Straight Bourbon aus dieser Brennerei.

UPDATE 4.7.: Auch die zweite Hälfte des Lagerhauses ist heute zusammengestürzt, so dass der Schaden sich nun auf 18.000 Fässer verdoppelt hat. Durch mittlerweile gegrabene Rückhaltebecken hofft man, weitere Umweltschäden und Fischsterben zu verhindern.